Mit dem Berkshire-Hathaway-Sparplan Vermögen aufbauen?

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Für Sparpläne gibt es verschiedene Anlageklassen, darunter auch Aktien. Investieren Sie in die Aktie von Berkshire Hathaway, erzielen Sie mit nur einer Aktie eine gute Streuung. Hinter der US-amerikanischen Holdinggesellschaft steckt Finanzlegende Warren Buffett.

Mit dem Berkshire-Hathaway-Sparplan Vermögen aufbauen?

Stand: Juni 2026

Wer mit kleinem Budget langfristig Vermögen aufbauen will, denkt schnell an einen Sparplan. Spannend wird es, wenn statt eines ETFs eine einzelne Aktie im Plan stehen soll: die Berkshire Hathaway von Warren Buffett. Das Argument vieler Anleger: Berkshire ist ein Konglomerat aus Dutzenden Firmen, also schon halb diversifiziert. Das stimmt zur Hälfte. Es bleibt trotzdem eine einzelne Aktie. Dieser Artikel zeigt, wie ein Sparplan auf die Berkshire-B-Aktie funktioniert, welche Broker sie anbieten, was er kostet und wo die ehrlichen Grenzen gegenüber einem breiten ETF liegen.

Was hinter Berkshire Hathaway steckt

Berkshire Hathaway begann als Textilfabrik. Warren Buffett kaufte ab 1962 Aktien, übernahm das Unternehmen und stellte das auslaufende Textilgeschäft nach und nach ein. Aus dem Mantel wurde eine Holding, die heute zu den größten börsennotierten Unternehmen der USA zählt. Wer eine Berkshire-Aktie hält, ist an einem ganzen Bündel von Tochterfirmen und Beteiligungen beteiligt:

  • Versicherungen als Kerngeschäft, etwa GEICO und die Rückversicherer General Re und Reinsurance Group
  • BNSF (Burlington Northern Santa Fe), eine der größten US-Eisenbahnen
  • Berkshire Hathaway Energy als Energieerzeuger und -versorger
  • Industrie, Fertigung und Bauzulieferer
  • Einzelhandel und Dienstleistungen
  • große Aktienbeteiligungen, unter anderem an Apple, American Express und Coca-Cola

Diese Breite ist real und unterscheidet Berkshire von einem typischen Einzelunternehmen. Sie ersetzt aber keinen Index: Du bist auf einen einzigen Vorstand, eine einzige Bilanz und eine US-Schwerpunktstrategie angewiesen. Mehr zu Buffetts Ansatz steht in unserem Beitrag zum Value Investing von Warren Buffett.

Wichtig 2026: Buffett ist nicht mehr CEO

Zum 1. Januar 2026 hat Warren Buffett den Posten des CEO an Greg Abel übergeben. Abel leitet seitdem das operative Geschäft. Buffett, inzwischen 95 Jahre alt, bleibt Chairman des Verwaltungsrats und größter Einzelaktionär. Die Nachfolge war seit Jahren vorbereitet, Abel galt lange als designierter Erbe und führte bereits Berkshire Hathaway Energy.

Für Sparplan-Anleger ist das ein zentraler Punkt: Ein wesentlicher Teil der Berkshire-Erfolgsgeschichte hing an einer Person. Diese Person trifft die großen Kapitalentscheidungen jetzt nicht mehr allein. Niemand weiß, ob die nächsten Jahrzehnte unter Abel genauso laufen wie die vergangenen. Wer die Aktie bespart, wettet also auch auf die Qualität des Nachfolgers.

Zahlen und Fakten zur B-Aktie (Stand: Juni 2026)

Für den Sparplan ist die günstigere B-Aktie relevant (ISIN US0846707026, WKN A0YJQ2, Kürzel BRK.B, an deutschen Börsen BRYN). Die deutlich teurere A-Aktie kostet sechsstellig und ist für Sparpläne unpraktisch. Die wichtigsten Eckdaten:

  • Marktkapitalisierung: rund 1,0 Billionen US-Dollar (etwa 921 Mrd. Euro)
  • KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis): rund 14,7
  • Dividende: keine. Berkshire schüttet traditionell nicht aus und reinvestiert die Gewinne
  • Geschäftsmodell: Holding mit Versicherungs-Kern, Industrie, Energie, Bahn und großem Aktienportfolio

Den tagesaktuellen Kurs prüfst du am besten direkt bei einer Live-Quelle wie justETF oder extraETF, Aktienkurse ändern sich minütlich. Das fehlende Dividenden-Element ist kein Nachteil, sondern Strategie: Statt auszuschütten legt Berkshire das Geld selbst an. Anleger profitieren über den steigenden Kurs, nicht über laufende Zahlungen. Steuerlich verhält sich das ähnlich wie bei einem thesaurierenden Fonds.

Welche Broker die BRK.B im Sparplan haben

Die gute Nachricht: Die B-Aktie ist bei den meisten großen deutschen Brokern sparplanfähig, oft schon ab 1 Euro Sparrate. Ein grober Überblick (Konditionen können sich ändern, vor dem Start beim Anbieter prüfen):

  • Trade Republic: Aktiensparplan kostenlos, ab 1 Euro
  • Scalable Capital: Aktiensparpläne kostenlos, ab 1 Euro
  • finanzen.net zero und Smartbroker+: kostenlos, ab 1 Euro
  • comdirect und ING: rund 1,5 % je Ausführung, ab 1 Euro
  • Consorsbank: rund 1,5 % je Ausführung, ab 10 Euro

Bei den Neobrokern Trade Republic und Scalable Capital fällt für den Aktiensparplan in der Regel keine Ausführungsgebühr an, das macht über viele Jahre einen spürbaren Unterschied. Bei klassischen Direktbanken liegt die Gebühr häufig bei etwa 1,5 Prozent der Sparrate. Bei 100 Euro monatlich sind das rund 18 Euro pro Jahr, die bei einem Gratis-Sparplan in deinem Depot bleiben. Einen breiteren Vergleich findest du in unserem Aktien-Sparplan-Vergleich, Details zu laufenden Kosten im Leitfaden zu Depotgebühren.

So eröffnest du den Sparplan

Der Ablauf ist bei allen Anbietern ähnlich:

  • Depot bei einem Broker mit BRK.B-Sparplan eröffnen (Online-Identifikation reicht meist)
  • Sparrate und Intervall festlegen, etwa 50 Euro monatlich
  • Die B-Aktie über ISIN US0846707026 oder WKN A0YJQ2 als Sparplan-Wert auswählen
  • Lastschrift oder Überweisung aufs Verrechnungskonto einrichten

Ab dann kauft der Broker zu jedem Ausführungstermin automatisch Anteile, je nach Kurs auch Bruchstücke einer Aktie. Steigt der Kurs, bekommst du für die gleiche Rate weniger Stück, fällt er, mehr. Über die Jahre glättet dieser Durchschnittskosteneffekt die Einstiegskurse.

Die ehrliche Frage: Einzelaktie oder ETF?

Hier liegt der wichtigste Punkt des ganzen Themas. Berkshire ist breit aufgestellt, aber es bleibt eine einzige Aktie. Wer nur die BRK.B bespart, trägt ein Klumpenrisiko:

  • Ein Unternehmen, eine Führung: Fehlentscheidungen des Managements treffen dich voll. Ein MSCI World streut über rund 1.400 Firmen, ein Einzelwert über genau einen.
  • Schlüsselpersonen-Risiko: Der Erfolg hing stark an Warren Buffett und Charlie Munger. Munger ist verstorben, Buffett hat den CEO-Posten 2026 abgegeben. Die Ära der legendären Doppelspitze ist vorbei.
  • USA- und Branchenlastigkeit: Berkshire ist stark auf den US-Markt und auf Versicherungen, Konsum und Industrie konzentriert. Tech-Wachstum bildet vor allem die Apple-Beteiligung ab.
  • Keine Dividende: Wer laufende Erträge möchte, bekommt sie hier nicht.

Ein breiter ETF nimmt dir die Aktienauswahl ab und verteilt das Risiko über Hunderte oder Tausende Titel. Geht ein Unternehmen pleite, fängt der Rest des Index das ab. Bei einer Einzelaktie gibt es dieses Sicherheitsnetz nicht. Wir haben den direkten Vergleich in einem eigenen Beitrag aufgearbeitet: Ist die Berkshire-Hathaway-Aktie der bessere ETF?

Eine pragmatische Linie: Ein breiter ETF (etwa MSCI World oder FTSE All-World) bildet das Fundament, Einzelwerte wie Berkshire ergänzen als bewusst gewählte Beimischung. Faustregel für viele Anleger: Einzelaktien zusammen nicht über 10 bis 20 Prozent des Aktiendepots. Wer das berücksichtigt, kann die Berkshire-Story mitnehmen, ohne alles auf eine Karte zu setzen.

Alternativen: ETFs mit Berkshire-Anteil

Wer die Streuung eines Index will, aber Berkshire trotzdem dabei haben möchte, findet die Aktie in vielen breiten Welt- und USA-ETFs wieder. Zwei Beispiele:

Amundi/Lyxor FTSE EPRA/NAREIT Global Developed UCITS ETF (ISIN LU1832418773, WKN LYX0Y2): ein Immobilien-ETF mit weltweit größten gelisteten Immobilienunternehmen. Die TER liegt bei rund 0,45 Prozent, der Fonds ist ausschüttend und sparplanfähig. Eher eine Branchenwette als ein Basisinvestment, prüfe die aktuelle Zusammensetzung vor dem Kauf.

Vanguard FTSE Developed World UCITS ETF Distributing (ISIN IE00BKX55T58, WKN A12CX1): breiter Industrieländer-ETF mit Tausenden Aktien, darunter Berkshire. Die TER beträgt nur etwa 0,12 Prozent, der Fonds schüttet quartalsweise aus und ist sparplanfähig. Als Basisinvestment deutlich breiter aufgestellt als die Einzelaktie.

Wer Bewertungskennzahlen wie das Kurs-Buchwert-Verhältnis vergleichen will, sollte das immer mit aktuellen Daten tun. Wen die Themen-ETF-Welt interessiert, findet bei den Cybersecurity-Aktien eine weitere Nische.

Fazit

Ein Sparplan auf die Berkshire-Hathaway-B-Aktie ist technisch einfach und bei vielen Brokern kostenlos zu haben, schon ab 1 Euro. Berkshire ist als Holding breiter aufgestellt als ein typisches Einzelunternehmen, aber das täuscht nicht darüber hinweg, dass es eine einzelne Aktie mit Klumpenrisiko bleibt, jetzt zusätzlich in einer neuen Führungsära unter Greg Abel. Als Beimischung zu einem breit gestreuten ETF-Fundament kann die Aktie ihren Platz haben. Als alleinige Altersvorsorge ist ein breiter Index die robustere Wahl. Wer langfristig denkt, sollte beides nüchtern gegeneinander abwägen, Inspiration zum Thema Vermögensaufbau liefert auch Bodo Schäfers Erfolgsstrategie.


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Unser Tipp: Bei Scalable Capital kannst Du rund 1700 PRIME ETFs - darunter iShares, Xtrackers und Amundi - von 7:30 bis 23 Uhr gebührenfrei handeln und dauerhaft kostenlos besparen. Monatliche Sparraten schon ab 1 €.

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"Kostenlose ETF-Sparpläne" bezieht sich auf die Ausführung der Sparpläne. Es entstehen ggfs. weitere Produktkosten und Zuwendungen. Bei Aktionsangeboten gelten die Teilnahmebedingungen des jeweiligen Anbieters.

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