Kinderdepot Vergleich 2026: Trade Republic, Scalable, Traders Place, ING & Raisin
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Das Jahr 2026 bringt eine Revolution für das Sparen für Kinder: Trade Republic und Scalable Capital haben endlich Junior-Depots gestartet. Zudem kommt die staatliche 'Frühstart-Rente' mit geschenktem Geld vom Staat. Wir zeigen die besten Depots im Vergleich.
Kinderdepot 2026: Neobroker & Fintechs revolutionieren das Sparen!
Lange Zeit mussten Eltern auf die etablierten Direktbanken wie ING oder Comdirect ausweichen, wenn sie für ihren Nachwuchs sparen wollten. Die beliebten Neobroker ließen auf sich warten. Doch das hat sich für 2026 grundlegend geändert! Die Auswahl ist riesig und der Wettbewerb härter denn je: Trade Republic, Scalable Capital und Traders Place bieten vollwertige Junior-Depots an. Doch im Februar 2026 betritt ein neuer Herausforderer den Ring, der das Spiel verändern könnte: Raisin (WeltSparen) kündigt mit einer Kampfansage an die „Steuer-Faulheit“ der Deutschen ein automatisiertes Kinderdepot an.
Die Einführung dieser Depots markiert eine Zäsur in der deutschen Sparkultur. Waren früher das Sparbuch oder der Bausparvertrag das Maß aller Dinge, ermöglichen die neuen Anbieter nun den kostengünstigen Zugang zum globalen Aktienmarkt für jedermann. Durch den Wegfall von Ordergebühren und Depotführungskosten kommt jeder eingezahlte Euro direkt beim Kind an. Dies ist besonders bei kleinen Sparraten, wie sie für Familien typisch sind, ein entscheidender mathematischer Vorteil. Im Jahr 2026 ist das Verständnis für Aktien-Investments in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Eltern wissen heute: Wer sein Geld auf dem Sparbuch lässt, verbrennt Kaufkraft. Wer hingegen in einen breit gestreuten Welt-ETF investiert, nutzt die Kraft des globalen Wirtschaftswachstums.
Zudem steht ab 2026 die staatliche Frühstart-Rente im Fokus: Der Staat plant, Kindern zwischen 6 und 18 Jahren monatlich 10 Euro für den Vermögensaufbau zu schenken. Wer jetzt das richtige Depot wählt, sichert seinem Kind den maximalen Startvorteil und nutzt die steuerlichen Freibeträge optimal aus. Die Anbieter haben ihre Systeme bereits auf diese staatlichen Zulagen vorbereitet, sodass Eltern hier keine bürokratischen Hürden fürchten müssen. Das Junior-Depot wird somit zum zentralen Baustein der finanziellen Vorsorge, weit über das klassische „Sparen für den Führerschein“ hinaus. In einer Zeit, in der die gesetzliche Rente unter Druck steht, ist das Depot für das Kind nicht mehr nur ein Bonus, sondern eine moralische Verpflichtung zur Eigenvorsorge.
• NEU & Exklusiv: Raisin (WeltSparen) startet die Warteliste für das "Steuer-Autopilot"-Depot. Versprechen: Bis zu 241.000€ steuerfrei durch automatisches Tax-Harvesting bei nur 0,2% Gebühr.
• Traders Place: Der "Deal des Monats"! Erhalte 60€ Neukunden-Bonus (Aktion angepasst am 3. Feb). Bedingungen: Depot eröffnen, 1.000€ Portfolio-Wert & 3 Trades. (Anzeige)
• ING Junior-Depot: Die solide Classic-Bank-Alternative. Unverändert kostenlos, über 800 ETF-Sparpläne für 0€ und 2,75 % Zinsen auf das Extra-Konto Junior. (Anzeige)
• Trade Republic: Bietet ein Junior-Depot mit 2,0 % Zinsen auf Cash und erstattet bei ausgewählten Vanguard-ETFs die Produktkosten (TER) – das "Trade Republic Kindergeld". (Anzeige)
• Scalable Capital: Punktet mit dem "Taschengeld"-Feature (TER-Rückerstattung für iShares & Xtrackers) und dem genialen "Inventar-Modus". (Anzeige)
• Steuervorteil: Grundfreibetrag 2026 steigt auf 12.348 Euro – massive Steuerfreiheit für Kinder!
Großer Junior Depot Vergleich 2026
Welches Depot passt zu deinen Zielen? Wir haben die wichtigsten Anbieter gegenübergestellt. Achte dabei nicht nur auf die Kosten, sondern auch auf die Benutzerfreundlichkeit der App und ob du lieber selbst steuerst (DIY) oder steuern lässt (Managed). Während Neobroker durch extrem niedrige Kosten und moderne Apps glänzen, bieten klassische Banken wie die ING ein höheres Maß an integriertem Service und die Sicherheit einer etablierten Vollbank. Ein entscheidender Faktor im Jahr 2026 ist zudem die Geschwindigkeit der Depoteröffnung. Moderne Anbieter setzen auf rein digitale Prozesse, die innerhalb weniger Minuten abgeschlossen sind, während konservativere Institute oft noch auf Post-Ident oder physische Unterschriftenbegehren angewiesen sind.
ING Junior Depot: Die solide Classic-Alternative
Für viele Eltern ist das Vertrauen in eine Bank das wichtigste Kriterium. Hier kommt die ING (ehemals ING-DiBa) ins Spiel. Als eine der größten Direktbanken Deutschlands bietet sie ein Junior-Depot an, das die Brücke zwischen der konservativen Bankenwelt und der modernen ETF-Kultur schlägt. Im Februar 2026 positioniert sich die ING stärker denn je als der "Fels in der Brandung" für Familien, die keine Experimente mit reinen App-Brokern eingehen wollen.
Unbegrenzt kostenlose Depotführung
Ein entscheidender Vorteil des ING Junior-Depots ist die unbedingte Gebührenfreiheit. Es gibt keine versteckten Kosten oder Mindestaktivitäten, um das Depot kostenlos zu halten. Das ist besonders wichtig, wenn Eltern lediglich einen monatlichen Sparplan einrichten und das Depot ansonsten jahrelang nicht anrühren möchten. Während einige andere Banken ihre Preismodelle im Zuge der Inflation 2025/2026 angepasst haben, bleibt die ING ihrem Versprechen treu. Das gibt Planungssicherheit über die gesamten 18 Jahre bis zur Volljährigkeit des Kindes.
ETF-Sparpläne für 0 Euro
Die ING hat ihr Angebot an kostenlosen Sparplänen massiv ausgeweitet. Aktuell sind über 800 ETFs dauerhaft ohne Kaufgebühren besparbar. Das umfasst alle gängigen Indizes wie den MSCI World, den MSCI Emerging Markets oder den S&P 500. Für Eltern bedeutet das: Jeder Cent des Sparbetrags wird investiert. Die Einstiegsrate liegt bei moderaten 1 Euro, was es ermöglicht, auch kleinere Geschenke von Verwandten effizient anzulegen. Wer beispielsweise zum Geburtstag 20 Euro erhält, kann diese ohne Transaktionskosten in den bestehenden ETF investieren.
Zins-Hammer: 2,75 Prozent auf das Extra-Konto Junior
Ein echtes Highlight im Februar 2026 ist das verknüpfte Tagesgeldkonto. Auf dem Extra-Konto Junior bietet die ING derzeit attraktive 2,75 % Zinsen p.a. (für Neuanlagen). Das ist ideal, um Geldgeschenke zur Taufe oder zum Geburtstag kurzfristig „zu parken“, bevor sie in den nächsten ETF-Sparplan fließen. Die Zinsgutschrift erfolgt jährlich, was den Zinseszinseffekt auf dem Cash-Anteil spürbar macht. In einem Marktumfeld, in dem viele Filialbanken noch immer kaum Zinsen zahlen, ist dies ein starkes Argument für die ING.
- Sicherheit: Als deutsche Vollbank unterliegt die ING der gesetzlichen Einlagensicherung sowie dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.
- Service: Ein 24/7 telefonischer Support und ein ausgereiftes Web-Banking ergänzen die moderne App.
- Komfort: Die Eröffnung erfolgt bequem per Video-Ident, und bestehende ING-Kunden können das Junior-Depot innerhalb weniger Klicks im Online-Banking hinzufügen.
Fazit: Die ING ist die erste Wahl für Eltern, die eine etablierte Bankmarke bevorzugen, Wert auf einen deutschsprachigen Kundenservice legen und dennoch von 0-Euro-ETF-Sparplänen profitieren wollen. Sie verbindet die Solidität einer Großbank mit den Konditionen eines modernen Brokers.
Direkter Vergleich: Neobroker vs. Classic Bank
Die Entscheidung zwischen einem Neobroker (wie Trade Republic) und einer Classic Bank (wie ING oder Comdirect) hängt stark von deinem Nutzertyp ab. Hier ist eine Übersicht der Vor- und Nachteile im Jahr 2026. Dabei fällt auf, dass sich die Grenzen zunehmend verwischen, da Neobroker immer mehr Bank-Features integrieren, während Banken ihre Gebührenmodelle an die Neobroker anpassen.
| Feature | Neobroker (TR, Scalable, Traders Place) | Classic Bank (ING, Comdirect) |
|---|---|---|
| Depotkosten | Dauerhaft 0 € | Meist 0 € für Kinder |
| Ordergebühren | Sehr niedrig (0 € bis 1 €) | Oft teurer (außer Sparpläne) |
| Zinsen auf Cash | Aktuell 2,0 % bis 4,0 % | Attraktive Aktionszinsen (2,75 % bei ING) |
| Benutzeroberfläche | App-fokussiert, modern, schnell | Umfassendes Web- & App-Banking |
| Service | Meist nur Chat/E-Mail | Telefon-Support & oft Filialen |
| Zusatzprodukte | Fokus auf Wertpapiere | Girokonto, Karten, Kredite möglich |
| Steuer-Reporting | Automatisch (deutsch) | Automatisch (deutsch) |
| Mindestsparrate | Häufig ab 1 € | Häufig ab 1 € |
Traders Place: Der Deal des Monats (60€ Prämie)
Mit Traders Place hat sich ein neuer Akteur an die Spitze der Attraktivität gesetzt. Besonders für Eltern, die maximale Flexibilität bei minimalen Kosten suchen und gerne eine Startprämie mitnehmen, ist dieses Depot im Februar 2026 die erste Wahl. Hinter Traders Place steht ein Team von erfahrenen Broking-Experten, die eine Plattform geschaffen haben, die sowohl Profis als auch Einsteiger bedient. Der Clou: Hier hat man Zugriff auf fast alle relevanten Börsenplätze weltweit, nicht nur auf einen Market-Maker.
Die 60 Euro Bonus-Aktion im Detail
Seit dem 3. Februar 2026 läuft eine angepasste Neukunden-Aktion (zuvor 70€, jetzt 60€), die Traders Place weiterhin zum lukrativsten Anbieter für den Start macht. Du erhältst eine Prämie im Wert von 60 Euro, wenn du folgende Bedingungen erfüllst:
- Eröffnung: Du eröffnest das Depot als Neukunde (keine Geschäftsbeziehung in den letzten 6 Monaten). Der Prozess ist volldigital und dauert nur wenige Minuten.
- Aktivität: Du führst innerhalb von 45 Tagen nach Eröffnung mindestens 3 Trades (Käufe oder Verkäufe) mit einem Volumen von jeweils mindestens 100 Euro durch. Sparplanausführungen zählen hierbei oft nicht als "Trades" im Sinne der Bonusbedingungen, daher empfiehlt sich der manuelle Kauf von ETFs oder Aktien direkt über das Handelsterminal.
- Bestand: Das Depot muss zum Zeitpunkt der Prämienzuteilung (meist ca. 6 Wochen nach Erfüllung der Bedingungen) einen positiven Portfoliowert von mindestens 1.000 Euro aufweisen. Dieser Wert kann sich aus Wertpapieren und Cash zusammensetzen. Er ist ein Zeichen dafür, dass das Depot ernsthaft für den Vermögensaufbau genutzt wird.
Wichtig zu wissen: Die Prämie wird in der Regel nicht als Bargeld ausgezahlt, sondern in Form von Anteilen an einem Geldmarkt-ETF (z.B. Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap) in das Depot eingebucht. Das ist clever, denn so ist das Geld direkt investiert und profitiert von der aktuellen Zinslandschaft, bis man es eventuell umschichtet. Es fungiert quasi als sofortiger Rendite-Boost für das Kindervermögen.
Warum Traders Place sonst noch überzeugt
Hinter dem modernen Neobroker steht mit der Baader Bank ein etabliertes deutsches Institut als Depotbank, was für Sicherheit sorgt. Die Einlagensicherung greift also vollumfänglich nach deutschem Standard (100.000 Euro pro Kunde). Das Besondere ist die Symbiose aus günstigen Preisen und einer Handelsvielfalt, die man sonst nur von teuren Full-Service-Brokern kennt.
- Sparpläne ab 1 Euro: Die Einstiegshürde ist hier so niedrig wie nirgendwo sonst. Du kannst bereits ab einer monatlichen Sparrate von nur 1 Euro in Aktien, ETFs und Fonds investieren. Das ist ideal, um das Taschengeld direkt anzulegen oder Paten mit kleinen Beträgen einzubinden.
- Alle Wertpapiere besparbar: Während manche Banken nur eine Auswahl an ETFs anbieten, öffnet Traders Place das volle Universum. Neben tausenden ETFs sind auch Einzelaktien (wie Apple, Microsoft oder Disney) und Fonds sparplanfähig. Gerade für ältere Kinder kann der Besitz einer "echten" Aktie vom Lieblingsunternehmen sehr motivierend wirken und das Interesse an Wirtschaft fördern.
- Kostenstruktur: Die Depotführung ist dauerhaft kostenlos. Sparplanausführungen kosten ebenfalls 0 Euro. Auch Einzelkäufe sind ab einem Ordervolumen von 500 Euro (über den Handelsplatz Gettex) gebührenfrei (darunter fällt meist nur ein Mindermengenzuschlag von 0,95 Euro an).
- Einfache Eröffnung: Ein großer Pluspunkt ist der Prozess. Traders Place ermöglicht eine schnelle Video-Legitimation für die Eltern. Man spart sich den oft lästigen Gang zur Postfiliale (PostIdent), der bei vielen klassischen Banken für Kinderdepots noch Pflicht ist. Alles funktioniert bequem vom Sofa aus.
Fazit: Traders Place ist die perfekte Wahl für alle, die den 60€ Boost zum Start mitnehmen wollen und bereit sind, einmalig 1.000 Euro zu investieren (oder einzuzahlen), um die Bonusbedingungen zu erfüllen. Die Plattform bietet zudem die größte Handelsplatz-Vielfalt unter den Neobrokern.
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Der Zins-König: Trade Republic Junior Depot
Trade Republic hat sein Angebot für Minderjährige massiv ausgebaut und bietet Features, die speziell auf den langfristigen Vermögensaufbau zugeschnitten sind. Das Depot ist nicht nur ein Ort zum Investieren, sondern fungiert durch die Verzinsung auch als hochattraktives Tagesgeldkonto für Kinder. In einer Zeit, in der Zinsen wieder eine Rolle spielen, ist das ein unschlagbarer Vorteil für alle, die noch Liquidität vorhalten wollen.
Feature 1: Das "Trade Republic Kindergeld" (TER Refund)
Dies ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal im Jahr 2026. Investierst du für dein Kind in ausgewählte Vanguard-ETFs (wie den beliebten Vanguard FTSE All-World), erstattet Trade Republic deinem Kind monatlich die laufenden Produktkosten (TER – Total Expense Ratio) zurück. Dies ist eine kleine Revolution, da die Fondskosten normalerweise direkt im ETF verrechnet werden und für den Anleger unsichtbar sind.
Warum ist das wichtig? Ein ETF kostet normalerweise ca. 0,22% Gebühren pro Jahr, die direkt aus dem Fondsvermögen entnommen werden. Bei Trade Republic bekommst du dieses Geld zurück. Über 18 Jahre summiert sich dieser scheinbar kleine Betrag durch den Zinseszinseffekt auf eine spürbare Summe. Bei einem Depotwert von 50.000 Euro entspricht das immerhin über 100 Euro pro Jahr an „geschenkter“ Rendite. Das Geld wird automatisch wieder angelegt. Auf lange Sicht kann dies die Endsumme des Depots um mehrere tausend Euro erhöhen.
Feature 2: 2,0 % Zinsen auf Cash
Auch auf dem Verrechnungskonto des Kindes gibt es Zinsen. Trade Republic bestätigt aktuell 2,0 % p.a. (variabel) auf das nicht investierte Guthaben. Dies gilt in der Regel bis zu einer Summe von 50.000 Euro.
Das macht das Depot zur perfekten Tagesgeld-Alternative. Großeltern können Geld zum Geburtstag überweisen, und es liegt nicht unverzinst herum, sondern arbeitet sofort mit, bis es (vielleicht per Sparplan) investiert wird. Die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben, was einen sichtbaren Zinseszinseffekt erzeugt. Kinder können so in der App zusehen, wie ihr Geld allein durch das Liegenlassen mehr wird – eine wertvolle Lektion in Sachen passives Einkommen.
- Kosten: 0 Euro Depotführung, 0 Euro Sparplangebühren.
- Handhabung: Die App ist extrem intuitiv, allerdings sollten Eltern darauf achten, dass das Kind (wenn es Zugangsdaten erhält) nicht zum "Zocken" verleitet wird. Die Gamification-Elemente sind stark ausgeprägt und richten sich eher an erfahrene Nutzer.
- Flexibilität: Einzahlungen sind per Überweisung, aber auch per Google Pay oder Kreditkarte möglich (bei letzteren können Gebühren anfallen), was spontane Einzahlungen von Verwandten erleichtert.
Fazit: Für kostenbewusste Eltern, die maximale Rendite durch TER-Rückerstattung wollen und ein sicheres Zinskonto integriert haben möchten, ist Trade Republic unschlagbar.
Der UX-Sieger: Scalable Capital Junior
Scalable Capital bietet nun ebenfalls Depots für Minderjährige an und überzeugt vor allem durch die Benutzeroberfläche und eine noch breitere Auswahl an erstattungsfähigen ETFs als Trade Republic. Wer bereits sein eigenes Portfolio bei Scalable führt, wird die Integration lieben. Die App gilt seit Jahren als technologisch führend im deutschen Markt und wurde für die Junior-Variante nochmals optimiert.
Das "Taschengeld": iShares & Xtrackers Refund
Ähnlich wie Trade Republic bietet auch Scalable Capital eine Rückerstattung der Produktkosten an, nennt dies aber charmant "Taschengeld". Der große Unterschied: Während Trade Republic sich auf Vanguard fokussiert, erstattet Scalable Capital die TER für eine riesige Auswahl an ETFs von iShares und Xtrackers.
Das ist besonders relevant, da die iShares Core-Serie (z.B. iShares Core MSCI World) zu den beliebtesten ETFs in Deutschland gehört. Wer also lieber auf BlackRock (iShares) oder die DWS (Xtrackers) setzt als auf Vanguard, fährt hier besser. Die Erstattung erfolgt quartalsweise und wird dem Verrechnungskonto gutgeschrieben, von wo aus sie entweder manuell oder automatisch reinvestiert werden kann.
Der Inventar-Modus (Family View)
Ein oft unterschätztes Problem bei Kinderdepots ist die Verwaltung. Bei vielen Banken braucht man separate Logins, TAN-Generatoren oder gar separate Apps. Scalable Capital löst das elegant:
- Portfolio View: Eltern können das Depot bequem über ihren eigenen Login verwalten. Du siehst dein Depot und das deines Kindes in einer Übersicht („Inventar-Modus“), ohne dich ständig neu einloggen zu müssen. Mit einem Swipe wechselst du zwischen den Ansichten.
- Trennung: Rechtlich sind die Vermögen natürlich strikt getrennt (das Geld gehört dem Kind), aber die administrative Hürde fällt weg. Das macht das „Mal eben nachschauen“ oder das Anpassen einer Sparrate beim Abendessen deutlich entspannter.
- ETF-Auswahl: Über 2.700 ETFs sind besparbar – mehr als bei fast jedem anderen Anbieter. Auch Nachhaltigkeitsfilter (ESG/SRI) sind exzellent integriert, was vielen Eltern heute wichtig ist, um die Welt des Kindes auch ökologisch zu sichern.
- Kosten: Sparpläne sind dauerhaft kostenlos. Einzelkäufe sind im „Free Broker“ für 0,99€ möglich, im Abo-Modell sogar flatrate-mäßig inklusive.
Fazit: Wer bereits selbst bei Scalable ist oder Wert auf die größte ETF-Auswahl (iShares Fokus) legt, ist hier bestens aufgehoben. Die Übersichtlichkeit ist unerreicht.
Comdirect Junior Depot: Bank-Reliability im Fokus
Die Comdirect (eine Marke der Commerzbank) war jahrelang der Goldstandard für Kinderdepots. Auch wenn die großen Wechselprämien der Vergangenheit angehören, bleibt das Junior-Depot im Februar 2026 eine hochseriöse und zuverlässige Wahl für Eltern, denen Beständigkeit wichtiger ist als der letzte Euro Bonus. Besonders wenn es um komplexe steuerliche Hintergründe oder die spätere Umwandlung in ein Jugendkonto geht, ist die Comdirect exzellent aufgestellt.
Warum Comdirect trotz fehlendem Bonus punktet
Bei der Comdirect kaufst du nicht nur einen Broker, sondern eine umfassende Bank-Infrastruktur. Das Junior-Depot ist für die ersten 3 Jahre bedingungslos kostenlos, danach bleibt es kostenlos, wenn mindestens zwei Trades pro Quartal getätigt werden oder ein Sparplan ausgeführt wird – was bei einem Kinderdepot ohnehin der Regelfall ist. In einem sich schnell wandelnden Markt bietet die Comdirect die Sicherheit eines etablierten Instituts.
- Breites Angebot: Neben ETFs bietet die Comdirect Zugriff auf klassische Investmentfonds, Zertifikate und Gold-Sparpläne. Wer sein Portfolio also komplexer strukturieren möchte oder vielleicht physisch hinterlegtes Gold beimischen will, findet hier alle Werkzeuge.
- Professionelles Research: Eltern erhalten Zugang zu umfangreichen Marktanalysen und Tools zur ETF-Suche, die deutlich tiefer gehen als bei den meisten Neobrokern. Das hilft, fundierte Entscheidungen für die nächsten 20 Jahre zu treffen.
- Verlässlichkeit: Als etablierte Marke bietet die Comdirect eine Stabilität, die gerade in volatilen Marktphasen beruhigend wirkt. Der Kundenservice ist kompetent und auch bei komplexen Fragen (z.B. Erbschaftsthemen oder Auslandswohnsitz) erfahren.
- Kombination mit Girokonto: Das Junior-Depot lässt sich perfekt mit dem kostenlosen Junior-Girokonto kombinieren, sobald das Kind älter wird. So wächst die Bankverbindung organisch mit dem Kind mit und ermöglicht eine schrittweise Einführung in die Finanzwelt.
Fazit: Die Comdirect ist für Eltern gedacht, die eine "Bank fürs Leben" suchen und bereit sind, für professionelle Strukturen auf kurzfristige Neukunden-Boni zu verzichten. (Anzeige)
Vorschau: Das Raisin Kinderdepot (Warteliste)
Im Februar 2026 sorgt eine Nachricht für Aufsehen in der Finanzwelt: Raisin (vielen bekannt als WeltSparen) greift die etablierten Neobroker mit einem völlig neuen Konzept an. Während Trade Republic und Scalable Capital sich an Eltern richten, die ihre ETFs selbst aussuchen und verwalten wollen („Do It Yourself“), positioniert sich Raisin als die smarte, automatisierte Lösung für alle, die das Maximum herausholen wollen, ohne sich täglich kümmern zu müssen. Es ist der erste echte Robo-Advisor für Kinder, der die Steueroptimierung in den Mittelpunkt stellt.
Der USP: Steuer-Optimierung bis 241.000 Euro
Das stärkste Verkaufsargument von Raisin ist der sogenannte „Steuer-Autopilot“ (Tax Harvesting). Das Problem bei klassischen Sparplänen auf ETFs (wie dem MSCI World) ist oft folgendes: Die Gewinne laufen über Jahre auf. Wenn das Kind mit 18 Jahren das Depot verkauft, fallen auf einen Schlag hohe Steuern an, da der jährliche Freibetrag des Verkaufsjahres nicht ausreicht. Die Freibeträge der Jahre davor (Grundfreibetrag + Sparerpauschbetrag) sind oft ungenutzt verfallen. Das ist ein massiver Renditekiller durch „Steuerstau“.
Hier setzt Raisin an:
- Das System realisiert automatisch jedes Jahr Gewinne, indem es Anteile verkauft und sofort wieder kauft.
- Dadurch werden die jährlichen Freibeträge des Kindes (2026: ca. 13.384 €) optimal „gefüllt“.
- Der Einstandskurs der ETFs erhöht sich („Step-Up“), wodurch die spätere Steuerlast massiv sinkt.
- Das Versprechen: Über 18 Jahre können so bis zu 241.000 Euro an Gewinnen komplett steuerfrei vereinnahmt werden. Das ist ein mathematischer Vorteil, den man manuell nur mit viel Disziplin und Excel-Tabellen erreichen würde. Raisin nimmt den Eltern diesen bürokratischen Akt komplett ab.
Kampfpreis: 0,2 % Gebühr
Normalerweise lassen sich Robo-Advisor diesen Service teuer bezahlen (oft 0,6 % bis 1,0 % p.a.). Raisin geht hier aggressiv vor und verlangt lediglich 0,20 % p.a. Servicegebühr. Damit bewegt sich das Managed-Depot fast auf dem Kostenniveau eines einfachen ETFs. Für Eltern, die keine Lust auf NV-Bescheinigungen (obwohl diese trotzdem nötig ist, um den Vorteil voll zu nutzen) und manuelle Verkäufe am Jahresende haben, ist das ein extrem attraktives „Rundum-sorglos-Paket“.
Status Februar 2026: Aktuell ist die Warteliste geöffnet. Der offizielle Start der Portfolios wird für das Frühjahr (März/April) erwartet. Wer sich jetzt einträgt, sichert sich einen Platz in der ersten Rollout-Welle und oft exklusive Startkonditionen wie den Entfall der Gebühr im ersten Jahr. (Anzeige)
Steuer-Hack 2026: Über 13.000 Euro steuerfrei!
Einer der größten Vorteile eines Kinderdepots gegenüber dem Sparen auf den Namen der Eltern ist der steuerliche Aspekt. Das Jahr 2026 bringt hier massive Erhöhungen der Freibeträge mit sich. Wenn du das Depot auf den Namen deines Kindes eröffnest, profitiert der Nachwuchs von eigenen Freibeträgen, die das Vermögen deutlich schneller wachsen lassen. Dein eigener Sparerpauschbetrag (1.000 €) bleibt für dich unberührt. Das ist legaler Steuer-Arbitrage im besten Sinne.
Die detaillierte Steuer-Rechnung für 2026:
- Grundfreibetrag: Dieser steigt zum 1. Januar 2026 auf 12.348 Euro. Bis zu dieser Grenze zahlt dein Kind generell keine Einkommensteuer auf jegliche Einkunftsarten. Dies gilt für alle Bürger, also auch für Neugeborene.
- Sparerpauschbetrag: Zusätzlich stehen jedem Kind 1.000 Euro spezifisch für Kapitalerträge zu (genau wie Erwachsenen). Dies ist der Betrag, der durch einen einfachen Freistellungsauftrag beim Broker hinterlegt werden kann.
- Sonderausgaben-Pauschale: Weitere 36 Euro werden pauschal als Sonderausgaben abgezogen.
Das Ergebnis: In Summe können im Jahr 2026 Erträge von 13.384 Euro (Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne) pro Jahr vereinnahmt werden, ohne dass ein einziger Cent an das Finanzamt fließt.
Vergleich: Würdest du das Geld auf deinem eigenen Konto anlegen, wäre dein Sparerpauschbetrag wahrscheinlich längst ausgeschöpft und du müsstest ca. 26,375 % Abgeltungsteuer (inkl. Soli) auf die Gewinne zahlen. Bei 1.000 Euro Gewinn macht das einen Unterschied von über 260 Euro – jedes Jahr! Über die gesamte Kindheit hinweg reden wir hier von fünfstelligen Beträgen, die nur durch die richtige Depot-Wahl gespart werden. Bei einer angenommenen Rendite von 7% kann die Steuerersparnis am Ende fast 25% des Gesamtvermögens ausmachen.
Wichtig: Die NV-Bescheinigung
Damit die Bank nicht automatisch Steuern abführt, sobald der Sparerpauschbetrag (1.000 €) überschritten ist, reicht ein normaler Freistellungsauftrag oft nicht aus. Du solltest beim Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) beantragen. Das ist der goldene Schlüssel für das Junior-Depot.
Dies ist ein einfaches Formular (NV 1 A). Sobald du diese Bescheinigung hast, schickst du sie im Original an den Broker (Traders Place, Trade Republic etc.). Ab dann führt die Bank selbst bei Gewinnen von 5.000 oder 10.000 Euro keine Steuern ab. Die NV-Bescheinigung gilt meist für drei Jahre und muss dann erneuert werden. Es ist der ultimative Hebel für Junior-Depots, um den Zinseszinseffekt ohne die Bremse des Fiskus wirken zu lassen.
Es gibt eine wichtige Grenze, die du nicht überschreiten solltest, wenn dein Kind kostenlos in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) familienversichert ist. Die Einkommensgrenze liegt 2026 bei voraussichtlich 565 Euro monatlich (das entspricht einem Jahreseinkommen von 6.780 Euro).
Der Trick: Der Sparerpauschbetrag (1.000€) darf von den Einnahmen abgezogen werden. Das bedeutet, dein Kind darf maximal ca. 7.780 Euro an Gewinnen pro Jahr haben. Liegen die Kapitalerträge (Gewinne + Dividenden) darüber, fällt das Kind aus der Familienversicherung und muss sich selbst krankenversichern (Kostenpunkt ca. 200–220 Euro/Monat!). Das würde den Steuervorteil sofort auffressen.
Lösung: Achte darauf, Gewinne so zu realisieren (Verkauf von Anteilen), dass du unter dieser Grenze bleibst. Oder nutze thesaurierende ETFs. Bei diesen werden die Dividenden nicht ausgezahlt, sondern reinvestiert. Das gilt nicht als zufließendes Einkommen für die Krankenkasse (abgesehen von der minimalen Vorabpauschale). So kannst du das Vermögen fast unbegrenzt wachsen lassen, ohne die Versicherung zu gefährden. Erst bei einem Verkauf großer Bestände musst du wieder aufpassen.
Strategie-Check: DIY oder Managed?
Mit dem Eintritt von Raisin in den Markt stellt sich für Eltern 2026 eine neue Grundsatzfrage: Mache ich es selbst oder lasse ich machen? Beide Wege haben ihre Berechtigung, je nachdem, wie viel Zeit und Energie du in die Finanzen deines Kindes stecken möchtest. Es gibt kein Richtig oder Falsch, nur ein Passend oder Unpassend für dein persönliches Zeitbudget.
Typ 1: Der Selbermacher (Trade Republic, Scalable, Traders Place)
Du möchtest die volle Kontrolle. Du entscheidest, ob es der MSCI World, der S&P 500 oder ein spezieller Themen-ETF (z.B. Erneuerbare Energien oder Gaming) sein soll. Du hast Spaß daran, dich mit der Materie zu beschäftigen und nutzt Apps routiniert. Du optimierst gerne jeden halben Prozentpunkt bei den Kosten und verfolgst die Marktentwicklungen.
- Vorteil: Minimale Kosten (oft 0€) und maximale Flexibilität. Du kannst jederzeit die Strategie ändern oder einzelne Aktien (z.B. Disney als Einstieg in die Finanzwelt) beimischen.
- Nachteil: Du bist selbst für die Steueroptimierung verantwortlich. Wenn du die 13.000 Euro Freibetrag nutzen willst, musst du am Jahresende aktiv Anteile verkaufen und neu kaufen. Viele Eltern vergessen das im Alltagsstress („Geld liegenlassen ist einfacher“). Zudem musst du dich selbst um das Rebalancing kümmern, wenn deine Asset Allocation (z.B. 80% Aktien, 20% Anleihen) aus dem Ruder läuft.
Typ 2: Der Delegierer (Raisin Kinderdepot)
Du verstehst, dass Aktien wichtig sind, hast aber keine Lust auf manuelles Rebalancing oder Steuer-Berechnungen. Du willst ein System, das „einfach funktioniert“ und keine Fehler zulässt. Du siehst die Gebühr als Versicherung gegen deine eigene Vergesslichkeit oder Unwissenheit. Dein Fokus liegt auf der Zeitersparnis.
- Vorteil: Automatisches „Tax Harvesting“ nutzt die Freibeträge konsequent aus, ohne dass du daran denken musst. Das Portfolio wird automatisch im Gleichgewicht gehalten (Rebalancing). Du schläfst ruhiger, weil Profi-Algorithmen im Hintergrund arbeiten und du keine Fehlentscheidungen aus Emotionen heraus treffen kannst.
- Nachteil: Es kostet eine Gebühr (0,20 % p.a.). Diese ist zwar niedrig, schmälert aber theoretisch die Rendite im Vergleich zur perfekten 0%-DIY-Lösung minimal – wobei die Steuerersparnis diesen Nachteil oft überkompensiert. Du bist zudem an die ETF-Auswahl des Anbieters gebunden und kannst keine individuellen "Spaß-Aktien" hinzufügen.
Warum überhaupt für Kinder anlegen?
Die Zeit ist der mächtigste Hebel beim Investieren. Wer zur Geburt startet, gibt dem Geld 18 Jahre Zeit, um für sich zu arbeiten. Der Zinseszinseffekt entfaltet in diesem langen Zeitraum eine exponentielle Kraft, die man später im Leben kaum noch aufholen kann. Es ist ein Privileg des jungen Alters, Krisen einfach „auszusitzen“. Ein Börsencrash mit 5 Jahren ist für das Depot egal – bis zum 18. Geburtstag hat sich der Markt historisch gesehen immer mehr als erholt.
Ein realistisches Rechenbeispiel für 2026:
Du sparst das Kindergeld (oder die neue Frühstart-Rente) von monatlich 250 Euro (angenommenes volles Kindergeld) in einen weltweiten ETF (Annahme: 7% Rendite p.a., historischer Durchschnitt des MSCI World).
- Nach 18 Jahren: Aus 54.000 Euro Einzahlungen werden ca. 105.000 Euro. Das Geld hat sich fast verdoppelt. Allein der Gewinn von über 50.000 Euro zeigt, dass Nicht-Investieren die teuerste Entscheidung ist.
- Der Turbo-Effekt: Würde dieses Geld (die 105.000 Euro) einfach bis zum 67. Lebensjahr des Kindes weiter im Depot liegen bleiben (ohne weitere Einzahlungen!), würde daraus durch den Zinseszinseffekt ein Vermögen von ca. 2,9 Millionen Euro werden (vor Inflation). Das verdeutlicht: Ein Junior-Depot kann die gesamte Altersvorsorge eines Menschen lösen, noch bevor er den ersten Arbeitstag hat.
Dies verdeutlicht: Das wichtigste Geschenk, das du deinem Kind machen kannst, ist nicht der Betrag selbst, sondern der frühe Startzeitpunkt. Jeder Monat zählt. Ein Kindergeld, das auf dem Sparbuch liegt, verliert real an Wert. Ein Kindergeld, das im ETF arbeitet, schafft Freiheit. Das Junior-Depot ist kein Luxusgut, sondern notwendige Altersvorsorge und Starthilfe zugleich – in einer Welt, in der die Immobilienpreise und Ausbildungskosten stetig steigen.
Finanzielle Bildung: Das Depot als Lehrmeister
Abgesehen vom rein monetären Wert ist ein Depot ein exzellentes Werkzeug für die finanzielle Erziehung. Im Jahr 2026 gibt es Apps, die spezielle "Lern-Modi" für Kinder ab 12 Jahren anbieten. Sie können (mit Erlaubnis der Eltern) zusehen, wie sich ihre Sparpläne entwickeln. Man kann gemeinsam analysieren, warum das Depot heute im Minus ist (z.B. schlechte Wirtschaftsnachrichten) oder warum es gestiegen ist. Dies vermittelt ein Verständnis für Wirtschaft, das in der Schule oft zu kurz kommt. Wer als Jugendlicher erlebt hat, wie Dividenden auf das Konto fließen, wird später einen gesünderen Umgang mit Geld haben als jemand, für den Geld nur aus dem Automaten kommt.
Rechtliche Aspekte: Wem gehört das Geld?
Ein Junior-Depot läuft rechtlich auf den Namen des Kindes. Das hat die beschriebenen steuerlichen Vorteile, bedeutet aber auch eine hohe moralische und rechtliche Verantwortung, die Eltern oft unterschätzen. Es ist kein "verstecktes Elternkonto".
- Eigentum: Das Geld gehört dem Kind ab der ersten Sekunde der Einzahlung. Eltern verwalten es nur treuhänderisch. Du darfst das Geld nicht für eigene Zwecke (neues Auto, Urlaub, Umschuldung) verwenden, sondern nur für Dinge, die dem Kind zugutekommen (Ausbildung, Laptop, erste Wohnung, Führerschein). Das Finanzamt schaut hier im Zweifel genau hin, besonders bei großen Summen oder auffälligen Rückbuchungen auf Elternkonten.
- Volljährigkeit: Mit dem 18. Geburtstag erlischt deine Vollmacht automatisch. Das Kind hat dann vollen Zugriff auf das Vermögen. Es kann damit eine Ausbildung finanzieren – oder einen Sportwagen kaufen und eine Weltreise machen. Du hast dann kein rechtliches Mitspracherecht mehr. Dies ist der Punkt, der vielen Eltern Angst macht.
- Erziehung als Absicherung: Die beste Absicherung gegen den „Ferrari-Moment“ mit 18 ist finanzielle Erziehung. Nutze das Depot über die Jahre, um deinem Kind zu zeigen, wie „sein“ Unternehmen (z.B. Apple, Microsoft oder McDonald’s) Gewinne erwirtschaftet. Wer versteht, wie hart Geld arbeitet und wie lange es gedauert hat, diese 50.000 Euro anzusparen, gibt es seltener unüberlegt für Konsum aus. Das Depot sollte ein gemeinsames Projekt sein, kein Geheimnis.
Sonderfall: Bausparen und Lebensversicherungen 2026?
In einem Vergleich von 2026 muss man klar sagen: Klassische Bausparverträge oder kapitalbildende Lebensversicherungen für Kinder sind in 99% der Fälle unterlegen. Die hohen Abschlusskosten und die niedrigen Garantiezinsen fressen den Zinseszinseffekt auf. Ein ETF-Depot ist flexibler, kostengünstiger und renditestärker. Wer für das Kind Sicherheit möchte, sollte lieber einen Teil des Geldes im Depot auf ein verzinstes Tagesgeldkonto (wie bei Trade Republic oder ING) legen, statt sich in langfristige, teure Verträge zu stürzen, die man nur schwer wieder loswird.
Checkliste zur Eröffnung 2026
Damit die Eröffnung reibungslos klappt, halte folgende Dokumente bereit. Dank modernster Video-Ident-Verfahren (bei Traders Place, ING & Co.) dauert der Prozess oft nur noch 10-15 Minuten. Die Digitalisierung hat den bürokratischen Berg von früher fast komplett abgetragen.
- Geburtsurkunde: Das Original oder eine beglaubigte Kopie wird fast immer benötigt (oft reicht heute ein hochauflösender Foto-Upload in der App).
- Steuer-ID des Kindes: Diese erhältst du meist wenige Wochen nach der Geburt automatisch per Post vom Bundeszentralamt für Steuern. Ohne Steuer-ID kann kein Depot eröffnet werden, da die Banken zur Meldung verpflichtet sind.
- Ausweise der Eltern: Beide Erziehungsberechtigten müssen sich legitimieren. Dies geschieht meist per Video-Chat.
- Sorgerechtsnachweis: Bei verheirateten Paaren reicht die Heiratsurkunde oder die Geburtsurkunde des Kindes. Bei Alleinerziehenden ist oft ein aktueller Sorgerechtsnachweis (Negativbescheinigung vom Jugendamt) nötig.
- Geduld bei der PIN: Während das Depot oft sofort digital eröffnet ist, kommen die initialen Sicherheits-Zugangsdaten (oder Hardware-Token, falls benötigt) aus Sicherheitsgründen oft noch per Post. Rechne mit ca. 3-5 Werktagen, bis alles voll einsatzbereit ist.
Der Markt für Kinderdepots hat sich 2026 zu einem echten Käufermarkt entwickelt. Die Banken buhlen mit Prämien, Zinsen und innovativen Steuertools um die Gunst der Eltern, da sie wissen, dass ein Kind oft ein Kunde für die nächsten 50 Jahre ist. Ob du nun den 60€ Bonus von Traders Place mitnimmst, auf den Steuer-Autopiloten von Raisin setzt, die Zinsen bei Trade Republic genießt oder die Sicherheit der ING bevorzugst – falsch machen kannst du bei diesen Top-Anbietern kaum etwas. Der einzige Fehler wäre, aus Angst oder Trägheit gar nicht erst anzufangen und die Zeit ungenutzt verstreichen zu lassen. Der Zinseszinseffekt wartet auf niemanden – fange heute an, für die Freiheit deines Kindes von morgen zu sorgen.
FAQ: Häufige Fragen zum Kinderdepot 2026
Kann ich auch als Oma/Opa ein Depot eröffnen?
Direkt eröffnen können meist nur die gesetzlichen Vertreter (Eltern). Aber: Großeltern können als Einzahler fungieren. Viele Depots bieten heute eine eigene IBAN für das Junior-Depot an, auf die jeder (Oma, Onkel, Paten) Geld überweisen kann. Dies wird dann automatisch im Sparplan mitverwendet. (Anzeige)
Was passiert, wenn das Kind mit 18 alles verprasst?
Rechtlich hast du keine Handhabe. Deshalb ist die finanzielle Bildung so wichtig. Wer jedoch absolut sichergehen will, kann das Depot auf den eigenen Namen führen (Unterdepot). Dann verlierst du aber alle steuerlichen Vorteile des Kindes (ca. 13.000€ Freibetrag). Ein Kompromiss könnte sein, nur einen Teil auf das Kind und einen Teil im eigenen Namen zu sparen.
Welcher ETF ist am besten für ein Baby?
Die meisten Experten raten 2026 zu einem MSCI World oder einem FTSE All-World. Diese bilden die Weltwirtschaft ab. Da das Kind einen Anlagehorizont von 18+ Jahren hat, ist ein 100% Aktienanteil historisch gesehen sinnvoll. Wer es nachhaltig mag, wählt die SRI- oder ESG-Varianten dieser Indizes, um in Unternehmen zu investieren, die auch in 20 Jahren noch eine lebenswerte Welt vorfinden wollen.
Gibt es Mindestlaufzeiten?
Nein. Ein Junior-Depot ist jederzeit kündbar und das Geld ist börsentäglich verfügbar. Man sollte jedoch bedenken, dass bei einem Verkauf in einer Krisenphase Verluste realisiert werden. Da es sich um Langzeitsparen handelt, sollte man das Geld idealerweise nie vor dem 18. Lebensjahr anfassen müssen.
Wie viele Depots darf ein Kind haben?
Theoretisch unendlich viele. Es kann sinnvoll sein, zwei zu haben: Eines bei einem Neobroker für die Sparpläne (wegen der Kosten) und eines bei einer Classic-Bank für das Tagesgeld und die Zinsen. Die Freibeträge gelten jedoch pro Kopf, nicht pro Depot. Man muss sie also aufteilen (Freistellungsauftrag splitten).
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