Depot eröffnen: 10 Tipps für Sicherheit & niedrige Gebühren

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Möchtest Du mit Aktien oder ETFs handeln, musst Du ein Depot eröffnen. Bei den Online-Brokern ist es zumeist kostenlos. Es kommt jedoch nicht nur auf günstige Kosten an. Die folgenden zehn Tipps helfen Dir bei der Eröffnung Deines Depots, damit Du schnell in den Handel einsteigen kannst.

Depot eröffnen: 10 Tipps für Sicherheit & niedrige Gebühren

Depot eröffnen: Ganz einfach

Für den Handel mit Wertpapieren kannst Du ein Depot bei Deiner Hausbank oder bei der Sparkasse eröffnen. Das hat jedoch entscheidende Nachteile. Das Depot ist dort kostenpflichtig. Auch die Auswahl an Wertpapieren ist oft eingeschränkt. Deutlich besser ist ein Depot bei einer Online-Bank oder einem Online-Broker. Zumeist ist es kostenlos. Du triffst auf eine deutlich bessere Auswahl an Wertpapieren.

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Viele ETFs werden dort angeboten, die bei den Hausbanken längst nicht in solchem Umfang verfügbar sind, da die Banken nicht viel daran verdienen. Die Eröffnung des Depots ist in wenigen Schritten erledigt und funktioniert bei den meisten Online-Banken und Online-Brokern auf ähnliche Weise. Vor der Eröffnung Deines Depots solltest Du die folgenden zehn Tipps beachten.

1. Anbieter finden mit dem Brokervergleich

Möchtest Du ein Wertpapierdepot eröffnen, solltest Du den kostenlosen Brokervergleich nutzen. Er informiert über

  • Depotgebühren
  • Orderprovisionen
  • Handelsplätze
  • Sparpläne
  • Angebot an Wertpapieren.

Bei den meisten Onlinebrokern ist das Depot dauerhaft kostenlos. Das wirkt sich positiv auf die Rendite aus, die Du beim Handel mit Wertpapieren bekommst. Die Orderprovision kann sich bei den einzelnen Brokern deutlich unterscheiden. Sie kann pauschal als Festbetrag, aber auch prozentual auf das Handelsvolumen erhoben werden.

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Bevor Du in einen ETF investierst, solltest Du den Broker-Vergleich nutzen. Du erfährst, wo die besten Konditionen gewährt werden und Du Gebühren sparen kannst. Viele Broker bieten Aktionen mit kostenlosen ETFs an. Der Test hilft Dir bei der Auswahl des geeigneten Brokers.

Möchtest Du internationale Wertpapiere handeln oder Handelsplatzgebühren sparen, solltest Du auch auf eine große Auswahl an Handelsplätzen achten. Für den langfristigen Vermögensaufbau mit einem Sparplan kommt es auf niedrige Gebühren für die Ausführung des Sparplans und auf Flexibilität an. Auch eine große Auswahl an Wertpapieren ist wichtig.

2. Auf Einlagensicherung achten

Möchtest Du ein Depot eröffnen, kommt es auf Sicherheit an. Die Wertpapiere sind Eigentum der Kunden. Im Insolvenzfall des Depotanbieters kannst Du die Herausgabe der Wertpapiere verlangen. Bei vielen Anbietern musst Du zusätzlich zu Deinem Depot ein Verrechnungskonto eröffnen, von dem das Geld für den Kauf von Wertpapieren abgebucht wird. Hier solltest Du auf die Einlagensicherung achten. Der Gesetzgeber schreibt eine Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Kunde vor. Bis zu diesem Betrag ist Dein Geld sicher, wenn die Bank insolvent wird. Viele Online-Banken gewähren jedoch noch eine höhere Einlagensicherung.

3. Auf Negativzinsen achten

Musst Du bei einem Broker zusätzlich zu Deinem Wertpapierdepot ein Verrechnungskonto eröffnen, solltest Du auch auf Negativzinsen achten. Einige Banken erheben ab einem bestimmten Guthaben Negativzinsen, die sich indirekt negativ auf Deine Rendite auswirken. Um Negativzinsen zu vermeiden, solltest Du auf dem Verrechnungskonto nur so viel Geld belassen, dass der Handel mit Wertpapieren abgedeckt ist.

4. Auf geringe Mindestanlagebeträge achten

Bei den Brokern gelten unterschiedliche Mindestanlagebeträge für die Einmalzahlung. Möchtest Du ein Depot eröffnen, sollten die Mindestanlagebeträge möglichst niedrig sein. So kannst Du schon mit geringen Beträgen handeln und dafür in viele verschiedene Wertpapiere investieren. Es gibt bereits verschiedene Neobroker, die sich durch günstige Konditionen auszeichnen. Bei diesen Neobrokern kannst Du oft schon mit Beträgen von nur einem Euro handeln.

5. Einfacher Depotübertrag sollte möglich sein

Hast Du bereits ein Depot bei einem Online-Broker oder bei einer Hausbank und bist Du dort nicht zufrieden, da beispielsweise zu hohe Gebühren erhoben werden, solltest Du darauf achten, dass ein einfacher Depotübertrag möglich ist. Bei den meisten Brokern ist er kostenlos. Bei einem Depotübertrag kommt es darauf an, dass beim neuen Broker alle Wertpapiere gehandelt werden, die Du auch beim alten Broker hast. Viele Broker sind Dir beim Depotübertrag behilflich und bieten ausführliche Anleitungen. Es hängt vom Broker ab, wie lange der Depotübertrag dauert. Bei vielen Online-Brokern ist er innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen. Du kannst während der Zeit des Depotübertrags nicht mit Wertpapieren handeln. Der Depotübertrag sollte vollständig mit allen Wertpapieren, aber auch teilweise nur mit ausgewählten Wertpapieren möglich sein.

6. Schnelle Legitimation mit VideoIdent

Möchtest Du ein Depot eröffnen und es schnell nutzen, kommt es darauf an, dass der Online-Broker eine Legitimation im VideoIdent-Verfahren ermöglicht. Du machst alle Deine Angaben zur Eröffnung Deines Depots, hältst Deinen Personalausweis oder Reisepass bereit und folgst den Anweisungen. Die geforderten Nachweise zur Prüfung Deiner Bonität musst Du einfach nur hochladen und dann beim Online-Broker einreichen. Ist die Legitimation per VideoIdent erfolgt, kannst Du das Depot meistens sofort nutzen. Es kann jedoch auch bis zu drei Tage dauern, bis Du mit Wertpapieren handeln kannst. Deutlich länger dauert es, wenn die Identitätsprüfung im PostIdent-Verfahren erfolgt. Du musst in eine Postfiliale gehen und dort Deinen Personalausweis oder Reisepass vorlegen. Die Unterlagen werden per Post an die Bank geschickt. Es kann dann bis zu zwei Wochen dauern, bis Du Dein Depot nutzen kannst.

7. Depot eröffnen bei einem Neobroker

Es gibt inzwischen verschiedene Neobroker, die noch nicht lange am Markt sind und mit niedrigen Gebühren locken. Ein solcher Neobroker ist Trade Republic. Du zahlst keine Depotgebühren und keine Orderprovision. Beim Handel mit Wertpapieren fällt lediglich eine Fremdkostenpauschale von 1 Euro an. Für die Ausführung von ETF-Sparplänen wird gar keine Gebühr erhoben. Zu den Neobrokern gehören auch Smartbroker, Scalable Capital, justTrade oder finanzen.net zero.

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Diese Neobroker unterscheiden sich geringfügig in ihren Konditionen. Bei einem Neobroker hast Du viel von Deiner Rendite, da dort nur geringe Kosten anfallen. Auch das Angebot an Wertpapieren ist dort zumeist gut. Ein Nachteil besteht jedoch darin, dass nur wenige Handelsplätze zur Auswahl stehen. Die Neobroker bekommen von den Handelsplätzen und von Banken als Partner eine Provision, die den größten Teil ihrer Einnahmen ausmacht.

8. Günstige Konditionen für Sparpläne beachten

Mit einem Sparplan kannst Du langfristig mit geringen Beträgen Vermögen aufbauen. Um einen Sparplan zu eröffnen, benötigst Du ein Depot. Du solltest, bevor Du Dein Depot eröffnest, darauf achten, dass bei dem Online-Broker günstige Konditionen für Sparpläne gelten und eine große Auswahl an sparplanfähigen ETFs vorhanden ist. Bei den Konditionen für Sparpläne sind verschiedene Aspekte wichtig:

  • niedrige Gebühr für die Ausführung der Sparraten
  • niedrige Mindestsparraten
  • verschiedene Sparintervalle, beispielsweise monatlich, alle zwei Monate, vierteljährlich und halbjährlich
  • Möglichkeit, die Sparraten zu verändern oder bei einem finanziellen Engpass auszusetzen
  • Möglichkeit der Veränderung der Sparintervalle
  • Dynamisierung der Sparrate, sodass sich die Sparrate in festgelegten Abständen automatisch um einen bestimmten Betrag erhöht.

Immer mehr Broker bieten kostenlose ETFs für Sparpläne an, bei denen Du im Rahmen von Aktionen keine Gebühr für die Ausführung der Sparrate bezahlst. Bei einigen Online-Brokern sind einige ETFs für Sparpläne dauerhaft kostenlos. Neo-Broker bieten zum Teil alle ETF-Sparpläne kostenlos an.

ETF-Sparplan dauerhaft kostenlos: Top-Anbieter im Vergleich
Mit einem ETF-Sparplan kannst Du bereits mit geringen Einzahlungen langfristig Vermögen aufbauen. Einige Online-Broker bieten solche Sparpläne dauerhaft kostenlos an. Du solltest auch auf die Eckdaten wie Mindestsparrate und Flexibilität achten. Bei der Altersvorsorge ist ein Auszahlplan sinnvoll.

Du zahlst dort auf alle sparplanfähigen ETFs keine Gebühr für die Ausführung der Sparrate. Möchtest Du mit einem ETF-Sparplan für das Alter vorsorgen, ist es sinnvoll, dass Du für Deinen Sparplan einen Auszahlplan erstellen kannst.

9. Kostenloses Musterdepot eröffnen

Bei vielen Online-Brokern kannst Du ein kostenloses Musterdepot eröffnen, bevor Du Dich an den Handel mit echtem Geld wagst. So bekommst Du Einblicke in den Handel mit Wertpapieren und kannst sehen, wie sich die Wertpapiere entwickeln. Du handelst nicht mit echtem Geld, sondern mit virtuellem Geld. Allerdings bietet Dir das Musterdepot nicht so viele Möglichkeiten wie das echte Depot. Da Du die Wertpapiere nicht gegen Geld erwirbst, kannst Du mit dem kostenlosen Musterdepot kein Geld verdienen. Bei einigen Online-Brokern steht das Musterdepot nur über einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung. Einige Broker ermöglichen auch die dauerhafte Nutzung des kostenlosen Musterdepots. Du kannst dort Deine Strategie immer weiter verbessern, wenn Du das echte Depot und das Musterdepot parallel zueinander verwendest.

10. App für unterwegs

Du solltest darauf achten, dass eine App für Android und iOS angeboten wird. So kannst Du Dich unterwegs immer über den Stand Deiner Wertpapiere informieren. Bei einigen Online-Brokern kannst Du mit der App nicht nur unterwegs handeln, sondern Du kannst auch Dein Depot über die App eröffnen und Auszahlungen beantragen. Der Neobroker Trade Republic ermöglichte zuerst nur den Handel mit der App. Inzwischen ist dort auch der Handel über die Desktop-Version möglich. Gute Apps verfügen über Push-Benachrichtigungen. So kannst Du schnell reagieren, wenn sich die Kurse ändern. Du wirst schnell über Veränderungen benachrichtigt. Auch Scalable Capital hat eine solide App für Trading & Verwaltung der Sparpläne entwickelt:

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So eröffnest Du Dein Depot

Die Eröffnung eines Depots funktioniert bei den Online-Brokern ähnlich. Du musst persönliche Angaben machen. Die Online-Broker verlangen auch Angaben zu Deinen Einkommensverhältnissen und zu Deinen Erfahrungen mit Wertpapieren. Hast Du alle Angaben gemacht, schickst Du den Antrag ab. Der Broker prüft die Angaben und fordert Dich zur Identitätsprüfung per VideoIdent oder PostIdent auf. Ist die Identitätsprüfung erfolgt, wird Dein Depot freigeschaltet. Du wirst über die erfolgte Freischaltung benachrichtigt. Nun kannst Du mit dem Wertpapierhandel beginnen. Bei einigen Online-Brokern musst Du zusätzlich zum Depot ein Verrechnungskonto eröffnen, auf das Du Geld einzahlst.

Fazit: Mit den richtigen Tipps findest Du das passende Depot

Nutzt Du den Brokervergleich und die vorgenannten Tipps, kannst Du ein geeignetes Depot finden und von einer besseren Rendite profitieren, wenn die Kosten für das Depot gering sind. Das Depot selbst wird bei den meisten Online-Brokern kostenlos angeboten. Du musst jedoch eine Ordergebühr zahlen, die möglichst niedrig sein sollte. Ein Depot eröffnen kannst Du auch bei einem Neobroker, der sich durch günstige Konditionen auszeichnet. Du zahlst oft keine Orderprovision. Allerdings ist dort die Zahl der Handelsplätze oft nur auf ein Minimum begrenzt.

Unser Tipp: Bei Scalable Capital kannst Du rund 1900 ETFs von iShares, Lyxor, Xtrackers, WisdomTree und Amundi von 7:30 bis 23 Uhr für nur 0,99 € handeln und dauerhaft kostenlos besparen. Monatliche Sparraten schon ab 1 €.

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Rechtliche Hinweise: Die in den Artikeln erwähnten ETFs und anderen Finanzprodukte stellen keine Kaufempfehlung dar. Wir können keine Finanzberatung oder ähnliches anbieten. Der Wert von Aktien, ETFs und ETCs, die über ein Wertpapierdepot gekauft wurden, kann sowohl steigen als auch fallen. Börsengeschäfte stellen ein erhebliches Risiko dar, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. etf.capital haftet nicht für materielle und/oder immaterielle Schäden, die durch Nutzung oder Nichtnutzung der Inhalte oder durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Inhalte verursacht wurden. Der Autor besitzt keinen der genannten ETFs. Keiner der Inhalte stellt ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Kryptoassets sind hochvolatile unregulierte Anlageprodukte. Es existiert kein EU-Anlegerschutz.

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