Robin Hood Trading: Das kann der beliebte US-Broker

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Immer mehr Neo-Broker erobern den Markt und locken mit niedrigen Gebühren. Robin Hood Trading ist ein solcher Neo-Broker, der auch als App verfügbar ist. Du kannst dort ohne Kommission handeln. In Deutschland kannst Du dort noch nicht handeln, doch findest Du eine Alternative.

Robin Hood Trading: Das kann der beliebte US-Broker

Wer ist Robin Hood?

Hast Du Dich schon näher mit Neo-Brokern beschäftigt und Finanznachrichten verfolgt, ist Dir vielleicht schon der Name Robin Hood Trading begegnet. Es handelt sich dabei um einen Neo-Broker aus den USA, der allerdings in Deutschland noch nicht verfügbar ist. Spekulationen zufolge könnte er 2022 auch in Deutschland als App seine Dienste anbieten. Es gibt jedoch auch eine günstige Alternative, beispielsweise Trade Republic.

Der Broker wurde bereits am 18. April 2013 ins Leben gerufen und hat seinen Sitz in Menlo Park in Kalifornien. Das Unternehmen beschäftigt knapp 1.900 Mitarbeiter und erzielte 2020 einen Umsatz von 959 Millionen US-Dollar. Im Dezember 2020 hatte das Unternehmen 13 Millionen Nutzer und verwaltete ein Vermögen von ungefähr 20 Milliarden US-Dollar. Der Broker ist als App verfügbar, doch kann er auch als Desktop-Version genutzt werden.

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Robin Hood ist beliebt, da der Handel kommissionsfrei angeboten wird. Das ist in Deutschland aber auch schon möglich, denn es gibt verschiedene Neobroker als Alternative, die keine Gebühren erheben. Der Neobroker aus den USA ermöglicht den Handel mit Aktien, Fonds, Gold, aber auch mit Kryptowährungen. Der kommissionsfreie Handel lockt viele Anleger in den USA, auch diejenigen mit einem geringen Budget.

Kritik an Robin Hood

Robin Hood ist bei vielen Anlegern in den USA beliebt, da der Neo-Broker den kommissionsfreien Handel anbietet und der Handel mit Wertpapieren sowie Kryptowährungen einfach möglich ist. Allerdings muss auch die Kritik an diesem Broker näher beleuchtet werden. Im Januar 2021 geriet der Broker massiv in die Kritik, da der Verdacht bestand, dass Kleinanleger gegenüber Wall-Street-Großanleger im Nachteil wären. Auch aufgrund der mangelnden Aufklärung über die Risiken beim Handel über die App und beim Börsenhandel wurde Kritik geübt.

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Robinhood ist ein US-amerikanisches FinTech-Unternehmen, das mit seiner Trading App junge Menschen anspricht. Traden ohne Gebühren - das ist das Versprechen des sogenannten Neobrokers. Für Anfang 2020 hatte das Unternehmen bereits einen Start in Großbritannien geplant. Kommt es nach Deutschland?
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Ein wichtiger Kritikpunkt bei Robin Hood waren GameStop-Aktienspekulationen. Über Ladengeschäfte verkauft GameStop Videospiele. Im Rahmen von Leerverkäufen wetteten Hedgefonds auf den Verfall der GameStop-Aktien. In Online-Foren organisierten sich Hobbyanleger, um in die Aktien von GameStop zu investieren. Die Aktien stiegen daher drastisch im Wert, was zu einem ShortSqueeze führte. Die zuvor in großer Anzahl leerverkauften Aktien verknappten. Da verschiedene Hedgefonds auf Kursverluste der GameStop-Aktien setzten, mussten sie herbe Verluste verzeichnen. Robin Hood beschränkte sich danach nur noch auf den Handel mit 13 Aktien, zu denen neben der GameStop-Aktie auch Aktien von Nokia, AMC, Blackberry und Best Buy gehörten. Kleinanleger durften solche Aktien nicht mehr kaufen, sondern nur noch die vorhandenen Aktien verkaufen. In der Folge kam es zu einem Shitstorm im Internet. Dem Broker wurde vorgeworfen, dass er mit Hedgefonds zusammenarbeiten würde.

Weitere Kritikpunkte bei Robin Hood

Die Verfahrensweise aufgrund der GameStop-Aktie ist nicht der einzige Kritikpunkt bei Robin Hood. Kritiker werfen den Betreiber der App vor, Hedgefonds zu schützen, da der Handel mit bestimmten Aktien stark eingeschränkt wurde. Kleinanleger wären dadurch benachteiligt und müssten nach einer Alternative für den Handel suchen. Nicht nur bei Nutzern, sondern auch bei verschiedenen USA-Politikern geriet Robin Hood in die Kritik. Einige Politiker forderten eine Untersuchung durch den USA-Kongress.

Die Trading-App vom US-Broker Robinhood

Der Handel mit der App soll laut Auskunft des Neo-Brokers einfach sein. Gegenüber den bewährten konventionellen Brokern will Robin Hood den Handel deutlich vereinfachen. Das mag vorteilhaft erscheinen, hat aber auch Nachteile, weshalb der Broker kritisiert wird. Die vereinfachte Nutzung kann zu Problemen führen. Der vereinfachte Handel und die Möglichkeit, gebührenfrei zu handeln, zieht auch viele unerfahrene Anleger an. Sie handeln unvorbereitet und erleiden massive Verluste. Auch der Selbstmord eines 20-jährigen US-amerikanischen Anlegers im Juni 2020 führte zu Kritik. Der Anleger bekam ein Minus von 750.000 US-Dollar angezeigt, woraufhin er verzweifelt war und Selbstmord beging. Es handelte sich jedoch um einen falschen Fehlbetrag, da der Trade noch nicht vollständig ausgeführt war.

Die Besonderheiten auf einen Blick

Beschäftigst Du Dich näher mit dem Handel bei Robin Hood, solltest Du die Besonderheiten des Brokers kennen:

  • kommissionsfreier Handel
  • Handel über die App, aber auch über die Desktop-Version
  • keine Mindesteinzahlung erforderlich
  • Kauf von Aktien von Unternehmen schon möglich, bevor der Aktienhandel offiziell beginnt (Aktien können gezeichnet werden)
  • jeder soll bei einem IPO eines Unternehmens dieselben Chancen für den Handel mit Aktien haben
  • Handel in Echtzeit
  • Handel ohne Mindestordergröße
  • Werben mit Sicherheit

Alle diese Fakten scheinen Robin Hood als Broker für Einsteiger und für Anleger mit einem geringen Budget attraktiv zu machen. Auch sogenannte Snacks werden angeboten. Dabei handelt es sich um verschiedene Tipps und Informationen, die für den Nutzer in einfach verständlicher Form zur Verfügung gestellt werden. Anleger können auch einen kostenlosen Newsletter abonnieren.

Robin Hood wird als Freemium-Broker bezeichnet. Das bedeutet, dass auch Anleger mit Cent-Beträgen in Aktien investieren können. Der Broker will damit den Aktienhandel für alle ermöglichen und niemanden vom Aktienhandel ausschließen. Auch Anleger mit geringem Kapital können in Aktien investieren.

Was kann bei Robin Hood gehandelt werden?

Robin Hood bietet verschiedene Finanzprodukte an:

  • Aktien
  • ETFs als börsengehandelte Fonds
  • Zertifikate und Optionen
  • Gold
  • Kryptowährungen.

Alle diese Produkte können kommissionsfrei gehandelt werden. Auch der Handel von Kryptowährungen wird gebührenfrei angeboten. Kryptowährungen stehen hauptsächlich als Bitcoin, Ethereum, Bitcoin Cash, Ethereum Classic, Dogecoin und Litecoin zur Auswahl. Angesichts des hohen Bitcoin-Kurses ist es nur für wenige Anleger möglich, einen ganzen Bitcoin zu erwerben. Robin Hood hat auch daran gedacht. Anleger, die in Kryptowährungen investieren möchten, können bereits mit nur einem US-Dollar handeln und müssen keine komplette digitale Münze kaufen. Anleger erwerben also geringe Anteile an den Kryptowährungen.
Darüber hinaus bietet der Broker Zahlungsdienste an, bei denen Anleger eine Belohnung erhalten können.

Gibt es versteckte Kosten?

In Deutschland kannst Du bei Robin Hood noch nicht handeln. Du findest aber andere Neo-Broker als Alternative, bei denen Du nur geringe Gebühren zahlst oder gebührenfrei handeln kannst. Da Robin Hood keine Gebühren für den Handel mit Aktien, ETFs oder Kryptowährungen erhebt, kommt die Frage auf, ob es versteckte Kosten gibt. Du kannst die Webseite des Brokers auch von Deutschland aus aufrufen. Dort ist auch eine Rubrik "Terms and Conditions", bei der es um die Konditionen geht, vorhanden. Rufst Du diese Rubrik auf, findest Du keine Angaben zu den Kosten.

Der Kauf von Wertpapieren ist komplett kostenfrei möglich. Allerdings können beim Verkauf Kosten entstehen. Möchtest Du mit Gold handeln, musst Du vorab im Monat 5 Dollar bezahlen. Bei einer Marginsumme von mehr als 1.000 US-Dollar werden zusätzlich 5 Prozent des Volumens als Gebühr bezahlen.

Das erscheint noch alles recht attraktiv und ruft viele Anleger mit einem geringen Budget auf den Plan. Die tatsächlich anfallenden Kosten sind also niedrig und ziemlich überschaubar. Versteckte Kosten scheint es also nicht zu geben. Du fragst Dich nun sicher, wie dieser Broker sein Geld verdient. Das ist wieder ein Grund für massive Kritik.

Handel mit den Daten der Kunden

Zahlreiche Neo-Broker, auch Trade-Republic als Alternative in Deutschland, sind inzwischen für die niedrigen Gebühren oder den gebührenfreien Handel bekannt. Diese Broker verdienen ihr Geld in Form von Provisionen, die sie von verschiedenen Handelsplätzen oder Banken als Partner erhalten. Dagegen ist nichts einzuwenden, doch bist Du an eine Bank gebunden, bei der Du ein Verrechnungskonto eröffnen musst, oder bist auf wenige Handelsplätze beschränkt.

Robin Hood geht allerdings nicht gerade fair mit den Daten der Kunden um. Wer über die App handeln möchte und ein Depot eröffnet, muss Daten von sich angeben. Da der Handel ohne Gebühren angeboten wird, betrachten Anleger mit einem geringen Budget Robin Hood als Alternative zu den teureren Brokern. Diese Anleger, die dort aufgrund der günstigen Konditionen häufig handeln, sind eine wichtige Datenquelle. Robin Hood generiert einen großen Teil seiner Einnahmen damit, dass Daten der Kunden an andere Unternehmen verkauft werden. Das kann ein ziemlich lukratives Geschäft für Robin Hood sein, doch ist das für die Anleger nicht gerade von Vorteil. Wer nicht möchte, dass seine Daten weitergegeben werden, sollte nach einer Alternative suchen.

Weitere Einnahmequellen für Robin Hood sind Zinsen aus dem Guthaben von Nutzern, also Negativzinsen.

Was kann die App?

Die App von Robin Hood ist kostenlos verfügbar und wird für Android und iOS angeboten. Sie ermöglicht nicht nur den Handel mit Aktien, ETFs, Optionen und Kryptowährungen. Sie kann auch für Zahlungen genutzt werden. Mit der App kannst Du Dein Depot eröffnen und die Wertentwicklung der erworbenen Wertpapiere verfolgen. Du kannst über die App auch Verkäufe vornehmen. Auch Informationen wie Snacks als Tipps oder eine Bibliothek mit der Erläuterung von Fachbegriffen stehen zur Verfügung.

Eine App kannst Du aber auch bei deutschen Brokern nutzen, die eine gute Alternative darstellen.

Wann gibt es Robin Hood in Deutschland?

Robin Hood ist in Deutschland noch nicht verfügbar. Wer die App nutzen und sich registrieren möchte, muss über einen Wohnsitz in den USA verfügen. Da die App in den USA außerordentlich erfolgreich ist, ranken sich inzwischen wilde Spekulationen darum, dass der Broker seine Dienste schon bald in Deutschland anbieten wird. Deutschland könnte ein attraktives Land für den US-Broker sein, doch müssten dann auch die entsprechenden Bedingungen wie die App und die Webseite in deutscher Sprache geschaffen werden. Du kannst in Deutschland aber eine Alternative nutzen. Daher ist es nicht weiter tragisch, dass der Broker in Deutschland noch nicht aktiv ist.

Welche Alternative gibt es für deutsche Anleger?

Du kannst in Deutschland zwar nicht bei Robin Hood handeln, doch ist Trade Republic eine gute Alternative. Auch dort kannst Du mit Aktien, ETFs und Kryptowährungen handeln und zahlst nur eine Fremdkostenpauschale von 1 Euro. Investierst Du in einen ETF-Sparplan, fallen keine Gebühren an.

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Auch Trade Republic bietet eine gute App an. Es gibt aber noch andere günstige Alternativen, beispielsweise flatex, Scalable Capital, justTRADE oder finanzen.net zero. Viele dieser Broker erheben geringe oder gar keine Gebühren.

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Fazit: Robin Hood mit kommissionsfreiem Handel

Robin Hood ist ein US-amerikanischer Neo-Broker, der in Deutschland noch nicht verfügbar ist. Der Handel kann über eine App für Android und iOS erfolgen. Der Broker ermöglicht den kommissionsfreien Handel. Da für den Handel mit Aktien, ETFs und Kryptowährungen keine Gebühren erhoben werden und es keine Mindestanlagebeträge gibt, werden auch viele Anleger mit einem geringen Budget angelockt. Allerdings ist das nicht immer von Vorteil, da Anleger schnell leichtsinnig werden und hohe Verluste erleiden können. Der Broker handelt mit den Daten der Kunden. Es ist daher sinnvoll, nach einer Alternative zu suchen. Auch in Deutschland triffst Du auf die passende Alternative wie Trade Republic.

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