Die besten Lyxor ETFs
Die Investmentgesellschaft Lyxor Asset Management ist ein wichtiger Emittent von ETFs auf verschiedene Indizes. Suchst Du nach dem besten ETF, kommt es auf eine gute Risikoentwicklung an. ETFs sind für verschiedene Anlageklassen verfügbar.
Stand: Juni 2026. Dieser Artikel wurde umfassend aktualisiert.
Das Wichtigste vorweg: Die Marke Lyxor gibt es nicht mehr
Wer heute nach einem Lyxor-ETF sucht, sucht streng genommen nach etwas, das es als eigenständige Marke nicht mehr gibt. Amundi, Europas größter Vermögensverwalter, hatte Lyxor 2021 übernommen; der rechtliche Zusammenschluss wurde zum 1. Juni 2022 wirksam. Danach begann ein langwieriger Umbau: Amundi kündigte an, im Lauf des zweiten Halbjahres 2023 sämtliche rund 202 noch unter dem Namen Lyxor laufenden Fonds und deren Anteilsklassen zu integrieren. Ein einzelnes Stichdatum gab es laut Amundi nicht, der Prozess zog sich je nach Produkt unterschiedlich lange hin und reichte bis in das Jahr 2024 hinein.
Praktisch heißt das: Die Lyxor-Produkte wurden entweder schlicht in Amundi-ETFs umbenannt oder mit bereits bestehenden, ähnlich anlegenden Amundi-Vehikeln verschmolzen. Die Marke Lyxor selbst ist damit Geschichte. Wenn Du also einen älteren Artikel liest, der von „Lyxor-ETFs" spricht, meint er heute faktisch Amundi-ETFs.
Was wurde aus meinem Lyxor-ETF?
Die wichtigste Frage für bestehende Anleger lautet: Ist mein Geld noch da, und was muss ich tun? Die beruhigende Antwort zuerst: Dein Investment läuft weiter, in aller Regel ohne dass Du aktiv werden musstest. Bei reinen Umbenennungen blieb alles gleich, nur der Name im Depot wechselte von „Lyxor" zu „Amundi". Bei Verschmelzungen wurden Deine Anteile am alten Lyxor-Fonds automatisch in Anteile des aufnehmenden Amundi-ETFs umgewandelt. In diesen Fällen änderten sich häufig auch ISIN und WKN, gelegentlich der genaue Indexbezug oder die Kostenquote.
Was Du tun solltest: Prüfe im Depot, unter welchem Namen Dein früherer Lyxor-ETF heute geführt wird, und gleiche die aktuelle ISIN, die Gesamtkostenquote (TER) und den abgebildeten Index mit dem aktuellen Factsheet ab. Gerade bei Verschmelzungen kann sich die Strategie leicht verschoben haben. Steuerlich gilt: Eine Fondsverschmelzung wird in Deutschland in der Regel steuerneutral abgewickelt, der ursprüngliche Anschaffungszeitpunkt bleibt erhalten. Im Zweifel lohnt der Blick in Deine Jahressteuerbescheinigung. Das ist keine Steuerberatung, sondern ein Hinweis auf die übliche Praxis.
Konkrete Beispiele für umbenannte und verschmolzene Lyxor-ETFs
Damit Du eine Vorstellung bekommst, wie die Umstellung aussah, hier einige belegbare Beispiele:
- Lyxor MSCI World (Lux) UCITS ETF (WKN ETF110, ISIN LU0392494562) wurde im April 2023 verschmolzen und firmiert seitdem als Amundi MSCI World III UCITS ETF Dist (WKN ETF018, ISIN LU2572257124). Hier änderten sich also sowohl ISIN als auch WKN.
- Lyxor MSCI World UCITS ETF (Ticker WLDC) wurde zum Amundi MSCI World II UCITS ETF.
- Lyxor CAC 40 (DR) UCITS ETF (Ticker CAC) heißt heute Amundi CAC 40 UCITS ETF; das war eine reine Umbenennung ohne Wechsel der Kennnummern.
Die Liste ist nicht vollständig, sie zeigt aber das Muster: mal nur ein neuer Name, mal eine Verschmelzung mit neuer ISIN. Den verbindlichen aktuellen Stand findest Du immer im Anlegerbereich von Amundi ETF oder über ein Vergleichsportal wie justETF, indem Du die alte ISIN eingibst.
Amundi heute: einer der größten ETF-Anbieter Europas
Lyxor war 1998 als Tochter der französischen Großbank Société Générale gegründet worden und gehörte mit den ersten ETFs im Jahr 2001 zu den Pionieren der Branche. Auch die frühere Commerzbank-Marke ComStage, die Lyxor 2019 übernommen hatte, ging in diesem Zuge vollständig in Amundi auf. Heute bündelt Amundi all diese Produktlinien unter einem Dach und zählt zu den drei größten ETF-Anbietern Europas mit einem breiten Sortiment über alle wichtigen Anlageklassen hinweg.
Wenn Du mehr über die Entwicklung von ETFs und deren Unterschiede zu klassischen Fonds erfahren möchtest, hilft Dir der Artikel ETF oder aktiv gemanagte Fonds: Was ist besser? weiter.
ETFs auf verschiedene Anlageklassen
Wenn Du nach dem für Dich besten Amundi-ETF (ehemals Lyxor) suchst, hängt die Wahl stark davon ab, in welche Anlageklasse Du investieren möchtest. Die Anlageklasse bestimmt maßgeblich das Risiko und die Schwankungsbreite. Amundi deckt die fünf wichtigsten Klassen ab:
- Aktien: die zentrale Anlageklasse, abgebildet über zahlreiche Indizes. Aktien-ETFs schwanken stärker, bieten langfristig aber die höchsten Renditechancen. Ein Großteil ist sparplanfähig. Passend dazu: Welche Aktien aktuell kaufen?
- Anleihen (Renten): Staats- oder Unternehmensanleihen gelten als schwankungsärmer, werfen aber meist geringere Renditen ab. Viele Renten-ETFs sind sparplanfähig.
- Rohstoffe: sehr schwankungsanfällig und eher für risikobereite Anleger. Amundi bietet unter anderem physisch besicherte Gold-ETCs an. Mehr dazu: Ölpreis-ETF: Jetzt einsteigen?
- Immobilien: Diese ETFs investieren nicht direkt in Gebäude, sondern in börsennotierte Immobiliengesellschaften. Hintergrund im Artikel Offene Immobilienfonds: Eine interessante Anlagealternative?
- Geldmarkt: Diese ETFs bilden einen kurzfristigen Referenzzins nach. Nach den Zinssenkungen der EZB seit 2024 ist die Rendite zwar gesunken, als kurzfristiger Liquiditätsbaustein bleiben sie aber relevant. Vergleich: Geldmarktfonds vs. Tagesgeld: Die bessere Alternative?
Daneben gibt es Short- und Leveraged-ETFs. Diese eignen sich ausschließlich für kurzfristige, spekulative Strategien und sind für den langfristigen Vermögensaufbau ungeeignet, weil die tägliche Hebelung über längere Zeiträume zu erheblichen Verlusten führen kann. Was dahintersteckt, erklärt der Beitrag Spekulation.
So kaufst oder besparst Du einen Amundi-ETF
Egal ob Du einen ehemaligen Lyxor-ETF nachkaufen oder einen neuen Amundi-ETF besparen willst: Den Unterschied macht heute vor allem der Broker, weil die Ordergebühren und die Sparplankonditionen Deine Nettorendite spürbar beeinflussen. Bei Trade Republic laufen viele ETF-Sparpläne kostenlos, das Angebot ist app-fokussiert und auf Einfachheit getrimmt. Scalable Capital bietet je nach Abomodell ebenfalls kostenlose Sparpläne und einen großen ETF-Katalog samt Desktop-Oberfläche. Welcher Anbieter besser passt, hängt von Sparrate, gewünschten Handelsplätzen und Deinem Bedarf an Zusatzfunktionen ab. Prüfe vor dem Abschluss immer die aktuellen Konditionen und die Sparplanfähigkeit Deines Wunsch-ETFs direkt beim Broker.
Woran Du einen guten ETF erkennst
Unabhängig vom Anbieter helfen Dir ein paar Kriterien bei der Auswahl. Wichtig sind ein breit gestreuter, nachvollziehbarer Index, ein ausreichend großes Fondsvolumen (ein höheres Volumen senkt das Risiko, dass der Fonds geschlossen oder verschmolzen wird), eine niedrige Gesamtkostenquote (TER) und eine möglichst lange Historie von idealerweise mehreren Jahren für eine bessere Vergleichbarkeit. Wie Profis dabei vorgehen, liest Du im Artikel Wie Profis die besten ETFs auswählen: Insider-Einblicke.
Eine kurze Warnung zu Ranglisten der „besten ETFs des Jahres": Die ganz oben stehenden Werte sind fast immer enge Branchen- oder Themen-ETFs, etwa Halbleiter, Goldminen oder einzelne Ländersektoren. Hohe Vorjahresrenditen sagen wenig über die Zukunft aus, im Gegenteil schlagen solche Nischen oft heftig in beide Richtungen aus. Für den Kern Deines Depots ist ein breit streuender Welt-Index meist die ruhigere und auf lange Sicht verlässlichere Wahl.
Fazit
Lyxor ist als Marke verschwunden, aber das Geld der Anleger ist es nicht: Die früheren Lyxor-ETFs laufen als Amundi-Produkte weiter, teils unter neuem Namen, teils mit neuer ISIN nach einer Verschmelzung. Für Dich als Anleger heißt das vor allem, einmal im Depot nachzusehen, unter welcher Bezeichnung Dein ETF heute geführt wird, und ISIN, Index und TER gegen das aktuelle Factsheet zu prüfen. Amundi gehört weiterhin zu den größten ETF-Anbietern Europas und deckt mit seinem Sortiment alle wichtigen Anlageklassen ab. Beim Aufbau eines langfristigen ETF-Portfolios zählen am Ende weniger die Renditesieger einzelner Jahre als breite Streuung, niedrige Kosten und ein günstiger Broker.
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