ETF Sparplan Übersicht - den besten Sparplan finden
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Ein ETF-Sparplan ist für viele der einfachste Einstieg in den Vermögensaufbau: Du legst einmalig fest, wie viel du regelmäßig in einen breit gestreuten Indexfonds steckst, und der Rest läuft automatisch. Diese Übersicht erklärt in verständlicher Form, was ein ETF-Sparplan ist, welche Vorteile er hat, warum kostenlose Sparpläne 2026 zum Standard geworden sind und wie du in wenigen Minuten loslegst. Stand: Juni 2026.
Wer es ganz genau wissen will, welche Gebühren im Detail anfallen und wie sie sich über die Jahre auf die Rendite auswirken, findet das im ausführlichen Ratgeber ETF-Sparplan Kosten. Hier geht es bewusst um den Überblick für Einsteiger.
Was ist ein ETF-Sparplan?
Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds. Er bildet einen Index wie den MSCI World, den S&P 500 oder den DAX nach und investiert damit auf einen Schlag in viele Unternehmen gleichzeitig. Beim Sparplan kaufst du nicht einmalig eine große Summe, sondern automatisch in festen Abständen, meist monatlich, einen kleinen Anteil. So baust du Schritt für Schritt ein breit gestreutes Depot auf.
Der Reiz liegt in der Einfachheit: Du richtest den Sparplan einmal ein, legst Betrag und Intervall fest, und ab dann zieht der Broker die Sparrate automatisch ein und kauft die Anteile. Du musst keinen günstigen Einstiegszeitpunkt erwischen, denn durch das regelmäßige Kaufen mittelst du den Preis über die Zeit (der sogenannte Cost-Average-Effekt).
Die Vorteile auf einen Blick
- Schon mit kleinen Beträgen: Bei den großen Anbietern startest du bereits ab 1 Euro pro Rate.
- Breite Streuung: Ein einziger Welt-ETF verteilt dein Geld auf hunderte bis tausende Unternehmen weltweit und senkt so das Risiko gegenüber Einzelaktien.
- Automatisch und diszipliniert: Einmal eingerichtet, läuft der Sparplan ohne weiteres Zutun. Das nimmt Emotionen aus dem Investieren.
- Günstig: Die laufenden Fondskosten (TER) liegen bei breiten Index-ETFs oft zwischen rund 0,05 % und 0,30 % pro Jahr, deutlich weniger als bei aktiv gemanagten Fonds.
- Flexibel: Du kannst die Sparrate jederzeit anpassen, pausieren oder den Plan kündigen, ohne Strafgebühren.
- Zinseszins: Bei thesaurierenden ETFs werden Erträge automatisch wieder angelegt, sodass dein Kapital über die Jahre auf sich selbst Zinsen erwirtschaftet.
0-Euro-Sparpläne sind 2026 der Standard
Vor wenigen Jahren kostete jede Sparplan-Ausführung noch 1,50 Euro oder einen Prozentsatz der Rate. Das hat sich grundlegend geändert. 2026 ist es bei den führenden Brokern völlig normal, dass ETF-Sparpläne ohne Ausführungsgebühr und ohne Depotgebühr laufen. Drei Beispiele, die diesen Standard prägen:
- Trade Republic: Alle ETF-Sparpläne werden gebührenfrei ausgeführt, ohne Depotkosten. Die Auswahl umfasst rund 2.900 sparplanfähige ETFs, Sparrate ab 1 Euro. Zusätzlich wird nicht investiertes Guthaben verzinst.
- Scalable Capital: Über 3.000 ETFs lassen sich im kostenlosen Free Broker gebührenfrei besparen, ebenfalls ab 1 Euro und in flexiblen Intervallen von monatlich bis jährlich.
- ING: Sämtliche ETF-Sparpläne laufen ohne Ausführungsgebühr ab 1 Euro, das Depot ist kostenlos. Im Angebot sind rund 1.200 ETFs, dazu ein telefonischer Kundenservice, den reine Neobroker oft nicht bieten.
Auch Filialbanken-Töchter wie Comdirect ziehen mit kostenlosen Sparplänen nach. Wichtig zu verstehen: Gebührenfrei bedeutet nicht völlig kostenlos. Die im Fonds enthaltene Gesamtkostenquote (TER) fällt immer an, egal über welchen Broker du sparst. Sie ist aber bereits im Kurs des ETF eingerechnet und liegt bei breiten Index-ETFs niedrig. Details dazu im Ratgeber ETF-Sparplan Kosten und im Artikel ETFs: Wie tief sinken die Kosten noch?.
Worauf du bei der Broker-Wahl achtest
Da die Ausführung bei den großen Anbietern ohnehin kostenlos ist, rücken andere Kriterien in den Vordergrund. Eine schnelle Checkliste:
- Auswahl: Sind die ETFs verfügbar, die du besparen möchtest (z. B. ein MSCI World oder All-Country-Welt-ETF)?
- Mindestsparrate und Intervalle: Passt das zu deinem Budget? Üblich sind heute 1 Euro und Intervalle von wöchentlich bis jährlich.
- Depotgebühr: Bei Neobrokern in der Regel null. Bei Filialbanken genauer hinschauen.
- Extras: Verzinsung des Guthabens, vermögenswirksame Leistungen (VL), Auszahlplan für den Ruhestand oder telefonischer Service.
Einen strukturierten Vergleich der Anbieter findest du im ETF-Broker-Vergleich.
In vier Schritten zum eigenen Sparplan
- Depot eröffnen: Online bei einem der oben genannten Broker, dauert meist nur wenige Minuten inklusive Identitätsprüfung per Video oder App.
- ETF auswählen: Für den Start eignet sich ein breit gestreuter Welt-ETF. So musst du dich nicht auf einzelne Branchen oder Regionen festlegen.
- Sparrate und Intervall festlegen: Wähle einen Betrag, den du dauerhaft entbehren kannst, und meist ein monatliches Intervall.
- Laufen lassen: Ab jetzt kauft der Broker automatisch. Einmal im Jahr ein kurzer Blick reicht, häufiges Eingreifen schadet eher.
Wer den Sparplan gezielt für die Altersvorsorge nutzen möchte, sollte vorab die eigene Rentenlücke berechnen, um eine sinnvolle Sparrate abzuleiten. Auch fondsgebundene Lösungen wie der myPension ETF-Sparplan oder ein Blick auf alternative Investments können je nach Ziel eine Ergänzung sein.
Die Risiken ehrlich benannt
Ein ETF-Sparplan ist kein Sparbuch. Du investierst am Aktienmarkt, und der schwankt. In schlechten Börsenphasen kann dein Depot zeitweise deutlich im Minus liegen. Wer langfristig denkt, mindestens zehn bis fünfzehn Jahre, konnte solche Phasen historisch in der Regel aussitzen, eine Garantie dafür gibt es aber nicht. Lege daher nur Geld an, das du auf lange Sicht nicht benötigst, und halte einen separaten Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto. Dieser Artikel ist eine redaktionelle Einordnung und ersetzt keine individuelle Anlage- oder Steuerberatung.
Fazit
Der ETF-Sparplan macht den Vermögensaufbau so einfach und günstig wie nie. 2026 sind kostenlose Sparpläne bei den führenden Brokern Standard, der Einstieg gelingt ab 1 Euro und in wenigen Minuten. Entscheidend sind nicht ein paar Euro Gebühr hier oder dort, sondern dass du überhaupt anfängst, breit streust und langfristig dranbleibst.
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