Oatly-Aktie: Prognosen für den Börsenneuling

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Oatly ist ein Hafermilchproduzent aus Schweden und ein absoluter Börsenneuling. Den IPO hat das Unternehmen erfolgreich hinter sich gebracht. Es ist an der NASDAQ gelistet. Lohnt es sich, die Aktie eines Börsenneulings zu kaufen, gibt es eine Dividende und wie sieht die Prognose aus?

Oatly-Aktie: Prognosen für den Börsenneuling

Wer ist Oatly?

Bevor Du überlegst, ob Du die Aktie von Oatly kaufen sollst, und Dich mit der Prognose beschäftigst, solltest Du mehr über das schwedische Unternehmen erfahren.

Gegründet wurde der Lebensmittelhersteller mit Hauptsitz im schwedischen Malmö schon 1994. Die Idee dafür wurde bereits Ende der 1980er Jahre vom Forscher Rickard Öste von der Universität Lund geboren. Er hatte die Idee, Milch durch andere Lebensmittel zu ersetzen, und entwickelte ein Enzym zur Spaltung von Hafer und zur Umwandlung in eine milchige Flüssigkeit. Öste und Skånska Lantmännen gründeten 1994 ein Unternehmen mit dem Namen Ceba Food. Die Marke Oatly wurde erst 2001 ins Leben gerufen. Eine Umbenennung des Unternehmens in Oatly AB erfolgte 2006. In Landskrona wurde eine eigene Entwicklungs- und Produktionsstätte eingeweiht.


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Der Hauptsitz wurde 2014 nach Malmö verlagert, während die Produktionsstätte in Landskrona weiterhin besteht. Einen höheren Bekanntheitsgrad konnte Oatly 2019 mit einer aufsehenerregenden Marketingkampagne erzielen. Das Unternehmen machte auf die Klimaschutzvorteile von Hafermilch gegenüber Kuhmilch aufmerksam.

Schließlich wurde Oatly im Laufe der Zeit erfolgreich und konnte den Börsengang vorbereiten. Spannend bleibt die Prognose, genauso wie die Frage, ob eine Dividende gezahlt wird.

Wichtige Fakten über Oatly

Möchtest Du die Aktie von Oatly kaufen, ist nicht nur interessant, ob Du eine Dividende erwarten kannst. Für eine Prognosesolltest Du Dich mit den wichtigsten Fakten des Unternehmens vertraut machen:

  • Jahr der Gründung: 1994
  • Unternehmenssitz: Malmö, Schweden
  • Zahl der Mitarbeiter: ca. 250
  • Umsatz 2020: 421 Millionen US-Dollar
  • Index, in dem die Aktie gelistet ist: NASDAQ
  • Kennnummern der Aktie: WKN: A3CQRG, ISIN: US67421J1088
  • Tag des Börsengangs: 20. Mai 2021

Der Umsatz des Unternehmens lässt auf eine gute Prognose hoffen. Allerdings muss das Unternehmen trotz Umsatzsteigerungen Verluste verzeichnen. Im letzten Geschäftsjahr stiegen die Verluste auf 60 Millionen US-Dollar. Der schwedische Haferprodukte-Hersteller ist also noch tief in den roten Zahlen. Eine Dividende kann daher nicht gezahlt werden. Trotzdem könnte das ein guter Zeitpunkt sein, um jetzt die Aktie zu kaufen. Mit dem Börsengang konnte sich Oatly einen Kapitalpuffer verschaffen.

Die wichtigsten Absatzmärkte von Oatly

Oatly ist der englische Begriff für Haferflocken. Das Unternehmen ist mit der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Hafergetränken und Hafereis beschäftigt, die frei von Milch und Soja sind. Unter der Marke Oatly vertreibt das Unternehmen seine Produkte in ungefähr 20 Länder. Schweden, Deutschland und Großbritannien sind gegenwärtig die Hauptabsatzmärkte. Oatly kooperiert stark mit dem US-amerikanischen Unternehmen Starbucks und will in den Starbucks-Cafés künftig seine Produkte anbieten. Das könnte ein Grund für ein starkes Wachstum und eine gute Prognose sein. Möchtest Du jetzt die Aktie kaufen, wäre das vielleicht ein guter Zeitpunkt für den Einstieg.

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In Schweden hat das Unternehmen bei den nicht auf Milch basierenden Alternativen zu Milchprodukten einen Marktanteil von 53 Prozent. Im Jahr 2020 konnte der Haferprodukte-Hersteller in Großbritannien ein Umsatzwachstum von 99 Prozent, in den USA von 182 Prozent und in Deutschland von 199 Prozent verzeichnen. Du siehst also, dass immer mehr Menschen Alternativen zu Milchprodukten kaufen. Die Produkte sind gegenwärtig in mehr als 60.000 Einzelhandelsgeschäften und über 32.000 Coffee-Shops erhältlich.

Wird irgendwann eine Dividende gezahlt?

Viele Anleger kaufen eine Aktie, wenn sie gute Aussichten auf eine Dividende haben. Schließlich stellt die Dividende ein willkommenes Passiveinkommen dar. Sie ist allerdings ein Teil des Gewinns und eine freiwillige Leistung an die Aktionäre. Auf der Hauptversammlung wird beschlossen, ob eine Dividendenzahlung erfolgt. Um eine Dividende zahlen zu können, muss ein Gewinn erwirtschaftet werden. Oatly schreibt aktuell noch Verluste. Möchtest Du die Aktie kaufen, wirst Du trotz einer vielleicht aussichtsreichen Prognose auf eine gute Rendite in der nächsten Zeit kaum mit einer Dividende rechnen können. Erwirtschaftet der Hafermilch-Produzent künftig Gewinne, wird er sie in die Erweiterung der Produktion und die Forschung investieren.

Nicht zu vergessen ist der ökologische Aspekt bei der Herstellung der Lebensmittel auf Haferbasis. Für einen Liter Oatly-Milch fallen im Vergleich zu einem Liter Kuhmilch ca. 80 Prozent weniger Landnutzung, 60 Prozent weniger Energie und 80 Prozent weniger Treibgasemissionen an. Der Nachhaltigkeitsfaktor wird auch bei vielen Anlegern immer stärker präsent. Das kann ein Grund für eine gute Prognose sein.

Prominente Investoren und Vorbereitung des Börsengangs

Bereits vor dem Börsengang im Mai 2021 konnte Oatly Kapital von teilweise berühmten ausländischen Investoren sammeln. Die US-amerikanische Investmentgesellschaft Blackstone investierte 200 Millionen US-Dollar im Juni 2020. Auch Howard Schultz, ein US-amerikanischer Unternehmer, der lange Zeit beim Kaffee-Unternehmen Starbucks tätig war, investierte in Oatly. Zu den prominenten Investoren gehören auch die US-Talkmasterin Oprah Winfrey, die Schauspielerin Natalie Portman und der Rapper Jay-Z. Verlinvest ist aktuell der größte Aktionär. Dabei handelt es sich um die Beteiligungsfirma der Eigentümerfamilie der belgischen Unternehmensgruppe Anheuser-Busch InBev. Die Unternehmensgruppe stieg 2016 über ein Gemeinschaftsunternehmen mit China Resources bei Oatly ein.

Börsengang im Mai 2021

Nach Beyond Meat war Oatly der zweite rein pflanzliche Lebensmittelhersteller, der an die Börse ging. Der Börsengang von Oatley erfolgte am 20. Mai 2021. Du kannst also jetzt die Aktien des Unternehmens kaufen. Die Prognose sieht aktuell gut aus, auch wenn Du keine Dividende erwarten kannst. Der Börsengang hat Oatly zu frischem Kapital verholfen, welches dringend erforderlich ist, um die Kosten für Marketing und Verwaltung zu decken. Auch wenn das Unternehmen ein starkes Umsatzwachstum verzeichnen konnte, sind die Verluste aktuell noch hoch. Angesichts der Wachstumschancen hat die Aktie ein gutes Potential.

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Mit dem IPO konnte Oatly ein Kapital von 1,4 Milliarden US-Dollar einsammeln. Das entspricht ungefähr 1,2 Milliarden Euro. Schon am Abend des 19. Mai 2021 wurde die Aktie für 17 US-Dollar an Investoren verkauft. Die Nachfrage lag am oberen Ende der Preisspanne. Trotz nervöser Märkte stiegen die Aktien zum Handelsbeginn an der NASDAQ um ungefähr 30 Prozent auf gut 20 US-Dollar. Das Unternehmen war damit etwa 13 Milliarden US-Dollar wert. Das Papier schloss um 18 Prozent höher bei 20 US-Dollar.


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Wie sinnvoll ist der Kauf von Aktien des Börsenneulings?

Aktuell ist die Prognose für vegane Produkte gut. Auch diejenigen, die keine Veganer sind, greifen mitunter zu Haferprodukten. Das Interesse besteht einerseits aus Gründen der Nachhaltigkeit, andererseits aber bei vielen Menschen auch aus gesundheitlichen Gründen, da sie Haferprodukte besser als Milchprodukte vertragen. Nicht nur viele Privatpersonen, sondern auch immer mehr Cafés wissen die Haferprodukte von Oatly zu schätzen, um den Kunden eine gesunde und nachhaltige Lösung anzubieten. Oatly kann dementsprechend ein starkes Wachstum seiner Umsätze verzeichnen.

Im Jahr 2020 konnte das Unternehmen ein Umsatzwachstum um 100 Prozent auf 421 Millionen US-Dollar erzielen. Auch 2021 rechnet der Hafergetränke-Hersteller mit einem starken Wachstum. Angaben von Oatly zufolge hat der weltweite Markt für Milchprodukte schon einen Umfang von 600 Milliarden US-Dollar. Für Oatly bietet diese Tatsache ein gewaltiges Potential. Das verspricht eine gute Prognose für die Aktien des Unternehmens. Möchtest Du jetzt kaufen, kannst Du mit einer guten Entwicklung der Rendite rechnen. Vorteilhaft ist, dass Oatly eines von weltweit nur zwei börsennotierten Unternehmen ist, die auf rein vegane Produkte spezialisiert sind.

Dieses Wachstum hat jedoch auch seine Schattenseiten, da das Unternehmen noch tiefrote Zahlen schreibt. Vorerst kannst Du nicht mit einer Dividende rechnen, da nicht gesagt werden kann, wann das Unternehmen in die Gewinnzone rutscht. Oatly muss sich regelmäßig frisches Kapital beschaffen, um das Wachstum zu finanzieren.

Entwicklung der Oatly Aktie nach dem Börsengang

Möchtest Du die Aktie von Oatly kaufen, solltest Du einen genaueren Blick auf deren Entwicklung werfen. So kannst Du eine Prognose für die Zukunft ableiten.
Nach dem Börsengang ist eine Seitwärtsbewegung zu erkennen. Die Aktie hat noch keine größeren Kursschwankungen verzeichnet. Der bisherige Tiefststand lag bei 16,50 Euro, der bisherige Höchststand bei 21,40 Euro. Aktuell bewegt sich der Kurs bei 19,60 Euro.

Aktie von Oatly kaufen - Chancen und Risiken

Für eine Prognose zur Entwicklung der Oatly Aktie musst Du Chancen und Risiken heranziehen. Die Chancen für die Aktie sind durchaus gut. Haferprodukte stellen einen Wachstumsmarkt dar. Die Alternativen zu Kuhmilch sind zwar teurer, doch immer mehr Verbraucher sind bereit, den höheren Preis zu zahlen. Während der Preis für einen Liter Kuhmilch bei 0,70 bis 0,80 Euro liegt, musst Du für einen Liter Hafermilch von Oatly ungefähr 2,00 Euro bezahlen. Veganer, Vegetarier und Menschen mit einer Laktose-Intoleranz zahlen den höheren Preis.
Die Bruttomarge für Hafermilch von Oatly liegt bei 30 Prozent. Für die Herstellung von Hafermilch werden deutlich weniger Ressourcen und Energie verbraucht als für Kuhmilch. Die Marge könnte künftig erhöht werden, um die Kosten bei steigender Produktion zu senken.

Ein weiteres Argument, das für eine gute Prognose und dafür spricht, die Aktie zu kaufen, ist die jahrzehntelange Erfahrung. Oatly ist ausschließlich auf Haferprodukte spezialisiert und hat in Sachen Erfahrung einen deutlichen Vorsprung gegenüber anderen Herstellern von Haferprodukten.

Die Tiefe des Portfolios kann ein entscheidender Vorteil sein. Da Oatly nicht versucht, den gesamten vegetarischen oder veganen Markt mit Soja, Mandeln und anderen Milchalternativen abzudecken, kann das Kapital in die weitere Forschung und Entwicklung für Haferprodukte fließen.

Es gibt aber auch einige Gründe für eine negative Prognose. Einer dieser Gründe ist die niedrige Eintrittsbarriere in den Markt für Haferprodukte. Schnell könnte Oatly Konkurrenz bekommen.

Um am Markt bestehen zu können, muss Oatly die Preise und die Qualität für Hafer ständig im Auge behalten. Viele monetäre Ressourcen werden für den Kauf von Hafer verbraucht. Eine Alternative wäre, wenn Oatly den Hafer selbst anbaut.
Zum Problem könnte auch die geringe Zahl an Lieferanten werden. Kommt es zu Schwierigkeiten in der Lieferkette, kann sich das massiv auf die Produktion und auch auf die Aktie auswirken.

Ein ETF auf den NASDAQ-Index als Alternative

Eine genaue Prognose zur Entwicklung der Oatly-Aktie ist nicht möglich. Sicher ist, dass Du vorerst keine Dividende bekommst. Eine Alternative zum Kauf der Einzelaktie von Oatly ist ein NASDAQ 100 ETF. Auf diesen Index sind gegenwärtig acht ETFs verfügbar. Das größte Fondsvolumen hat dieser ETF:

iShares Nasdaq 100 UCITS ETF (Acc) ISIN IE00B53SZB19, WKN A0YEDL
Er investiert vollständig physisch und hat ein Volumen von 5.673 Millionen Euro. Da er allerdings nur die 100 größten an der NASDAQ gelisteten Unternehmen enthält, ist Oatly nicht dabei.

Ein ETF auf den NASDAQ 100 ist also keine echte Alternative zur Aktie von Oatly, wenn Du in ein rein veganes Unternehmen investieren möchtest.

Fazit: Oatly als Börsenneuling

Der schwedische Hafergetränke-Produzent Oatly hat im Mai 2021 seinen Börsengang hinter sich gebracht. Mit dem Börsengang konnte das Unternehmen einen Kapitalpuffer schaffen. Da Du die Aktie noch nicht lange kaufen kannst, ist noch keine genaue Prognose möglich. Gegenwärtig verzeichnet Oatly trotz hoher Umsätze noch Verluste. Eine Dividende kannst Du daher nicht erhalten. Haferprodukte sind ein Wachstumsmarkt, doch könnte Oatly schnell Konkurrenz bekommen. Gegenwärtig ist Oatly eines von nur zwei börsennotierten veganen Lebensmittelherstellern.

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