ETF-Entnahmeplan: Rechner und Strategien 2026 – So reicht das Geld ewig

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Entdecke, wie ein ETF-Entnahmeplan deinen Ruhestand sorgenfrei gestalten kann, inklusive Tipps zur Auszahlungsrate und Portfolio-Diversifikation. Erfahre, wie du das Beste aus deinen ETF-Investitionen herausholen kannst, ohne Kapital zu riskieren.

ETF-Entnahmeplan: Rechner und Strategien 2026 – So reicht das Geld ewig
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ETF-Entnahmeplan: Rechner und Strategien 2026 – So reicht das Geld ewig

Stand: Juli 2026. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Anlage- oder Steuerberatung dar.

Ein ETF-Entnahmeplan ist für viele Privatanleger das Ziel ihrer finanziellen Reise. Du hast über Jahrzehnte diszipliniert in den Aktienmarkt investiert, dein Portfolio ist auf eine beachtliche Summe angewachsen, und nun steht der Ruhestand vor der Tür. Genau hier beginnt die größte psychologische und mathematische Herausforderung: Wie schaffst du den Übergang von der Ansparphase (Akkumulation) zur Entnahmephase (Dekumulation)?

Die Sorge, dass das Geld im Alter nicht ausreicht oder dass ein Börsencrash kurz nach Rentenbeginn das mühsam aufgebaute Vermögen dezimiert, ist weit verbreitet. Ein strukturierter Entnahmeplan ist mehr als der gelegentliche Verkauf von Anteilen. Er ist ein System, das dir hilft, deinen Lebensstandard zu halten, während dein Kapital weiterarbeitet. In diesem Guide erfährst du, welche Strategien es gibt, welche steuerlichen Regeln 2026 in Deutschland gelten und wie du das Reihenfolgerisiko in den Griff bekommst.

Was ist ein ETF-Entnahmeplan genau?

Im Kern ist ein ETF-Entnahmeplan das Spiegelbild zum bekannten ETF-Sparplan. Während du beim Sparplan monatlich Geld investierst, um Anteile zu kaufen, verkaufst du beim Entnahmeplan regelmäßig Anteile (oder nutzt die Ausschüttungen), um dir ein monatliches Zusatzeinkommen auszuzahlen. Der Vorteil gegenüber einer klassischen privaten Rentenversicherung: Du bleibst flexibel, behältst die Kontrolle über dein Kapital und profitierst weiterhin von den Renditechancen des Weltmarktes. Der Nachteil: Du trägst das Markt- und Langlebigkeitsrisiko selbst, während eine Rentenversicherung eine lebenslange Zahlung garantiert.

AspektETF-EntnahmeplanKlassische Rentenversicherung
RenditechancenHoch (Marktrendite)Gering (Garantiezins/Überschüsse)
FlexibilitätJederzeit anpassbarStarr, oft keine Kapitalentnahme
KostenSehr gering (ETF-TER + Broker)Hoch (Vertrieb, Verwaltung)
LanglebigkeitsrisikoTrägst du selbstVersicherung garantiert lebenslange Zahlung
VererbbarkeitVolles Restkapital vererbbarMeist nur mit teurem Zusatzschutz

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Die 4-Prozent-Regel: Herkunft und Grenzen

Wer sich mit Entnahmestrategien beschäftigt, stoßt unweigerlich auf die 4-Prozent-Regel. Ihr Ursprung geht auf den US-Finanzberater William Bengen zurück, der 1994 in einer Studie untersuchte, welcher Entnahmesatz historisch über 30 Jahre durchgehalten hätte. Bekannt wurde die Regel durch die spätere „Trinity Study“ (1998) von drei Professoren der Trinity University in Texas, die einen Mix aus US-Aktien und Anleihen über rollierende 30-Jahres-Zeiträume durchrechneten.

Das Ergebnis: Wer im ersten Jahr 4 % seines Startkapitals entnimmt und diesen Betrag in den Folgejahren nur um die Inflation anpasst, hatte in den historischen US-Daten eine sehr hohe Erfolgswahrscheinlichkeit, dass das Geld mindestens 30 Jahre reichte. In vielen Szenarien war das Vermögen am Ende sogar größer als zu Beginn.

Wichtig zu verstehen: Die 4-Prozent-Regel bezieht sich auf 4 % des Anfangskapitals, danach inflationsangepasst – nicht auf 4 % des jeweils aktuellen Depotwerts. Genau darin liegt ihre größte Schwäche, denn eine starre Entnahme kann in Crash-Jahren die Substanz stark angreifen.

Ist die 4-Prozent-Regel heute noch sicher?

Die Grenzen der Regel sind erheblich. Sie beruht auf US-Marktdaten des 20. Jahrhunderts und ist keine Garantie für die Zukunft. Kritiker verweisen auf hohe Aktienbewertungen und die längere Lebenserwartung. Bill Bengen selbst hat seine Analyse mehrfach aktualisiert: In seiner Überarbeitung von 2023 nennt er bei breiter Diversifikation eine historische Untergrenze („worst case“) von rund 4,7 % und hält für viele Ruheständler im Normalfall höhere Sätze für vertretbar. Andere Forscher, etwa bei Morningstar, kamen je nach Marktlage auf deutlich vorsichtigere Werte zwischen 3,3 % und 3,8 %.

Die Botschaft ist also nicht „4 % sind immer sicher“, sondern: Die sichere Entnahmerate hängt stark von Marktbewertung, Anlagedauer, Portfoliomischung und deiner Flexibilität ab. Viele konservative Planer starten 2026 daher eher bei einer 3,5-Prozent-Rate als „Safe Withdrawal Rate“ (SWR), um auch extremen Szenarien standzuhalten.

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Tipp: Nutze den Finanzfluss Entnahmeplaner, um deine individuelle Rate anhand von Startkapital, Laufzeit und Rendite durchzuspielen. So siehst du, wie sich Inflation und Steuern auf die reale Kaufkraft auswirken.

Feste vs. dynamische Entnahme

Bei der konkreten Umsetzung stehen sich zwei Grundmodelle gegenüber. Die Wahl entscheidet maßgeblich darüber, wie robust dein Plan gegen Börsencrashs ist.

  • Feste (inflationsindexierte) Entnahme: Du legst zu Beginn einen Betrag fest, z. B. 4 % des Startkapitals, und erhöhst ihn jedes Jahr nur um die Inflation. Vorteil: planbares, konstantes Einkommen. Nachteil: In schlechten Börsenjahren entnimmst du unverändert weiter und musst Anteile zu niedrigen Kursen verkaufen. Das erhöht das Risiko, dass das Kapital zu früh aufgebraucht wird.
  • Dynamische (variable) Entnahme: Die Entnahme passt sich an die Depotentwicklung an. In einer einfachen Variante entnimmst du jedes Jahr einen festen Prozentsatz des aktuellen Depotwerts – nach einem Crash also automatisch weniger. Verbreitet sind auch Regelwerke mit Leitplanken („Guardrails“), bei denen du die Entnahme nur dann kürzt oder erhöhst, wenn das Depot bestimmte Schwellen über- oder unterschreitet. Vorteil: Das Kapital hält statistisch deutlich länger. Nachteil: Dein Einkommen schwankt, du musst in schlechten Jahren den Gürtel enger schnallen.

In der Praxis wählen viele einen Mittelweg: eine solide Basisentnahme plus die Bereitschaft, in Krisenjahren freiwillig zu kürzen. Genau diese Flexibilität ist der wirksamste Schutz gegen das folgende Risiko.

Sequence-of-Returns-Risk: Die größte Gefahr für dein Depot

Eines der am meisten unterschätzten Risiken bei einem ETF-Entnahmeplan ist das Sequence-of-Returns-Risk (Reihenfolgerisiko). Es besagt, dass die zeitliche Abfolge der Renditen in der frühen Phase deines Ruhestands entscheidend ist – nicht nur die Durchschnittsrendite.

Stell dir zwei Rentner vor, beide haben 500.000 € und entnehmen fest 4 % (20.000 € im ersten Jahr). Rentner A erlebt in den ersten drei Jahren einen Bärenmarkt mit -20 %, -10 % und -5 %. Rentner B startet mit +15 %, +10 % und +5 %. Selbst wenn die Durchschnittsrendite über 30 Jahre bei beiden gleich wäre, bräuchte Rentner A sein Kapital früher auf. Der Grund: Er muss in der Krise Anteile zu niedrigen Kursen verkaufen, um seine feste Entnahme zu decken. Diese Anteile fehlen später, wenn die Kurse wieder steigen. Ein Verlust am Anfang wiegt also deutlich schwerer als der gleiche Verlust am Ende der Entnahmephase.

Wie du das Reihenfolgerisiko minimierst

  1. Cash-Puffer (Bucket-Strategie): Halte 2 bis 3 Jahre deiner Entnahmesumme auf einem Tagesgeldkonto oder in kurzlaufenden Geldmarkt-ETFs. In Krisenjahren entnimmst du kein Geld aus dem Aktien-ETF, sondern nutzt den Puffer und gibst den Kursen Zeit zur Erholung.
  2. Anleihe-Anteil: Ein Teil des Depots in sicheren, kurz- bis mittelfristigen Anleihen (oder Festgeld) senkt die Schwankung. Ein 60/40-Portfolio (60 % Aktien, 40 % Anleihen) federt Einbrüche ab, kostet aber langfristig etwas Rendite.
  3. Variable Entnahme: Reduziere deine Entnahme in schlechten Börsenjahren, um die Substanz des Portfolios zu schonen.
  4. Ausschüttungen nutzen: Ausschüttende ETFs decken einen Teil der Entnahme über Dividenden, ohne dass du Anteile verkaufen musst.

Strategievergleich: Kapitalverzehr vs. Dividendenstrategie

Es gibt zwei philosophisch unterschiedliche Ansätze, wie man einen ETF-Entnahmeplan gestalten kann. Beide haben Vor- und Nachteile.

1. Der Kapitalverzehr (Total-Return-Ansatz)

Hierbei ist es dir egal, ob die Rendite aus Kursgewinnen oder Dividenden kommt. Du verkaufst so viele Anteile, wie nötig sind. Das Ziel ist oft, das Kapital bis zum statistischen Lebensende zu strecken (oder einen Restwert für Erben zu lassen).
Vorteil: Maximale Effizienz und breite Streuung. Du kannst bei einem thesaurierenden Welt-ETF (etwa auf den MSCI World oder den FTSE All-World) bleiben und musst nicht in ein enger gefasstes Dividenden-Segment ausweichen.
Nachteil: Psychologisch schwierig, da man sieht, wie die Anzahl der Anteile im Depot sinkt.

2. Die Dividendenstrategie

Du investierst gezielt in ausschüttende ETFs (Distributing) und entnimmst möglichst nur das, was auf dein Konto überwiesen wird. Die Substanz deines Portfolios bleibt tendenziell unangetastet.
Vorteil: Hohe psychologische Sicherheit, weil du in einer Krise nicht zwingend verkaufen musst.
Nachteil: Oft geringere Diversifikation (Klumpenrisiko in bestimmten Branchen oder Regionen) und häufig eine niedrigere Gesamtrendite gegenüber dem breiten Markt. Zudem werden Ausschüttungen laufend besteuert, was den Zinseszinseffekt bremst.

Wie du das Depot Jahre vor Rentenbeginn schrittweise umschichtest und Gewinne sicherst, liest du in unserem Leitfaden zur ETF-Ausstiegsstrategie.

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Steuern und Kosten: Die stillen Renditefresser

In der Entnahmephase entscheidet die Steuer mit über deine tatsächliche Kaufkraft. In Deutschland unterliegen Kapitalerträge der Abgeltungsteuer von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag (zusammen rund 26,375 %) und ggf. Kirchensteuer. Wichtige Hebel:

  • Sparerpauschbetrag: Jährlich bleiben 1.000 € (Ledige) bzw. 2.000 € (gemeinsam veranlagte Paare) an Kapitalerträgen steuerfrei. Ein Freistellungsauftrag beim Broker sorgt dafür, dass dieser Betrag automatisch berücksichtigt wird.
  • Teilfreistellung: Bei Aktien-ETFs (Aktienquote > 51 %) sind 30 % der Erträge steuerfrei. Du zahlst also effektiv nur auf 70 % der Gewinne Steuern.
  • FIFO-Prinzip (First-In-First-Out): Das Finanzamt geht davon aus, dass die zuerst gekauften Anteile auch zuerst verkauft werden. Da diese meist die höchsten Buchgewinne haben, ist die Steuerlast zu Beginn des Ruhestands tendenziell am höchsten.
  • Günstigerprüfung: Liegt dein persönlicher Einkommensteuersatz im Alter unter 25 %, kannst du über die Steuererklärung zu viel gezahlte Abgeltungsteuer zurückholen.

Die Vorabpauschale nicht vergessen

Bei thesaurierenden ETFs, die Erträge nicht ausschütten, greift die Vorabpauschale. Sie sorgt dafür, dass auch bei einem thesaurierenden Fonds jährlich ein Mindestbetrag versteuert wird. Grundlage ist der vom Bundesfinanzministerium festgelegte Basiszins: Für 2026 beträgt er 3,20 % (2025 waren es 2,53 %).

Vereinfachtes Rechenbeispiel: Ein thesaurierender Aktien-ETF ist zum Jahresanfang 10.000 € wert und steigt im Jahresverlauf deutlich. Der Basisertrag ergibt sich aus 10.000 € × 3,20 % × 0,70 = 224 €. Auf diesen Betrag wird die 30-prozentige Teilfreistellung angewendet, sodass 70 % davon, also 156,80 €, steuerpflichtig sind. Darauf fällt die Abgeltungsteuer von rund 26,375 % an, was etwa 41,36 € Steuer ergibt – sofern der Sparerpauschbetrag bereits ausgeschöpft ist. Ist der ETF im betreffenden Jahr weniger stark gestiegen als der Basisertrag, wird nur der tatsächliche Wertzuwachs angesetzt. Bei Kursverlusten fällt keine Vorabpauschale an. Wichtig: Die bereits versteuerte Vorabpauschale wird beim späteren Verkauf gegengerechnet, du zahlst also nicht doppelt.

Tabelle: Entnahmeraten und Portfoliodauer

Wie lange reicht das Geld bei welcher Entnahme? Die folgende Tabelle zeigt grobe Orientierungswerte auf Basis einer angenommenen durchschnittlichen realen Rendite (nach Inflation) von 4 % pro Jahr. Es handelt sich um vereinfachte Modellrechnungen ohne Steuern; die tatsächliche Entwicklung hängt stark vom Reihenfolgerisiko ab.

Entnahmerate (p.a.)KapitalerhaltDauer bis Kapitalverzehr
3,0 %Ja, Vermögen wächst moderatUnbegrenzt
4,0 %Annähernd stabil~40 bis 50 Jahre
5,0 %Nein, leichter Verzehr~25 bis 30 Jahre
6,0 %Nein, starker Verzehr~18 bis 22 Jahre
8,0 %Nein, rapider Verzehr~12 bis 14 Jahre

Robo-Advisor: Die bequeme Alternative

Nicht jeder möchte im Alter das Rebalancing selbst durchführen oder händisch Verkaufsorders aufgeben. Hier kommen Robo-Advisor ins Spiel. Mehrere Anbieter, etwa Quirion oder Scalable Capital*, bieten verwaltete Portfolios mit Auszahlplan-Funktion an.

Die Algorithmen übernehmen dabei:

  1. Automatisches Rebalancing: Damit dein Risikoprofil (z. B. 60 % Aktien / 40 % Anleihen) auch in der Entnahmephase konstant bleibt.
  2. Steueroptimierte Verkäufe: Der Algorithmus wählt die Anteile im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten so aus, dass die Steuerlast möglichst gering ausfällt.
  3. Auszahlungs-Management: Pünktliche Überweisung deines Zusatzeinkommens auf dein Girokonto.

Dafür verlangen Robo-Advisor eine Verwaltungsgebühr (meist zwischen 0,3 % und 0,9 % p.a. zzgl. der ETF-Kosten). Ob dieser Komfort den Preis wert ist, muss jeder selbst entscheiden. Für Anleger, die sich nicht mehr aktiv mit der Börse beschäftigen wollen, kann es eine sinnvolle Wahl sein.


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Schritt für Schritt: Deinen ETF-Entnahmeplan erstellen

Damit du 2026 strukturiert in die Entnahmephase startest, kannst du diesem 5-Schritte-Plan folgen:

  1. Bestandsaufnahme: Wie hoch ist dein liquides Nettovermögen? Welche Fixkosten hast du im Monat? Wie groß ist die Rentenlücke, die der ETF schließen muss? Eine ausführliche Anleitung dazu findest du in unserem Ratgeber Wie viel Geld brauche ich, um in Rente zu gehen?.
  2. Sicherheits-Puffer bilden: Lege 12 bis 24 Monatsausgaben auf ein Tagesgeldkonto. Dies ist dein Puffer für Crash-Phasen.
  3. Entnahmerate festlegen: Starte konservativ mit 3,5 % bis 4 %. Berücksichtige Inflation und Steuern (plane grob 15 bis 20 % Abzug vom Brutto-Entnahmebetrag ein).
  4. Broker wählen: Achte auf einen Broker, der automatisierte Auszahlpläne anbietet. Das spart Gebühren und manuellen Aufwand.
  5. Jährlicher Check-up: Einmal im Jahr prüfst du: Wie hat sich das Depot entwickelt? Muss ich die Entnahme anpassen? Reicht der Cash-Puffer noch?

Fazit: Deine Freiheit ist planbar

Ein ETF-Entnahmeplan ist ein mächtiges Werkzeug für den Ruhestand. Gegenüber der klassischen Rentenversicherung punktet er bei Rendite, Flexibilität und Kosten, verlangt dafür aber, dass du Markt- und Langlebigkeitsrisiko selbst trägst. Herausforderungen wie das Sequence-of-Returns-Risk oder die steuerliche Komplexität lassen sich durch eine dynamische Entnahme, einen Cash-Puffer und eine ehrliche Planung deutlich entschärfen.

Am wichtigsten ist die psychologische Komponente: Sieh dein Depot als Werkzeug, das dir ein gutes Leben ermöglichen soll. Wer die Herkunft und die Grenzen der 4-Prozent-Regel versteht und einen Puffer vorhält, kann auch in turbulenten Börsenphasen ruhiger schlafen. Wenn du dich tiefer mit der historischen Datengrundlage beschäftigen willst, lohnt sich unser Beitrag zur Trinity-Regel.

FAQ: Häufige Fragen zum ETF-Entnahmeplan

Wie viel Geld brauche ich für 1.000 Euro monatliche Zusatzrente?
Bei einer festen Entnahmerate von 4 % benötigst du rechnerisch ein Kapital von 300.000 € (12.000 € im Jahr geteilt durch 0,04). Da auf die Verkäufe noch Steuern anfallen, solltest du eher mit 350.000 € bis 400.000 € kalkulieren, um netto sicher bei 1.000 € im Monat zu landen.

Sollte ich vor der Entnahmephase in Anleihen umschichten?
Eine Reduktion der Schwankung ist sinnvoll. Ein 60/40-Portfolio (60 % Aktien, 40 % Anleihen/Festgeld) gilt als bewährter Ausgangspunkt für die Entnahmephase, weil es schwere Einbrüche abfedert und dennoch Wachstum bietet. Die passende Quote hängt aber von deiner Risikotoleranz und deinem Zeithorizont ab.

Was passiert bei hoher Inflation?
Aktien-ETFs bieten über lange Zeiträume einen gewissen Inflationsschutz, da Unternehmen ihre Preise anpassen können. In Phasen hoher Inflation musst du deine Entnahmesumme aber stärker erhöhen, um die Kaufkraft zu halten, was die Substanz des Depots schneller angreift.


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