Dow Jones ETF-Vergleich: Welcher ist der beste?

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Der weltweit bekannteste Aktienindex ist der Dow Jones. Die genaue Bezeichnung lautet Dow Jones Industrial Average. Der Index enthält Aktien der 30 größten US-amerikanischen Unternehmen. Möchtest Du in einen ETF auf diesen Index investieren, solltest Du über den Vergleich den besten auswählen.

Dow Jones ETF-Vergleich: Welcher ist der beste?

Was ist der Dow Jones?

Der Dow Jones Industrial Average, kurz Dow Jones oder einfach "der Dow", ist einer der ältesten und bekanntesten Aktienindizes der Welt. Er wurde 1896 in seiner heutigen Form von Charles Dow und Edward Jones, den Gründern des Wall Street Journals, ins Leben gerufen. Heute umfasst der Index 30 große US-Unternehmen, die an der New York Stock Exchange (NYSE) und der NASDAQ gehandelt werden.

Als der Index 1896 startete, waren nur zwölf Unternehmen vertreten, viele davon aus der Schwerindustrie. Seit 1928 besteht der Dow aus 30 Werten. Trotz historischer Kurseinbrüche hat sich der Index immer wieder erholt. Mit einem ETF auf den Dow Jones kannst du an der Entwicklung dieser 30 Unternehmen teilhaben. Mehr über die Diversifikation mit ETFs erfährst du hier.

Stand: Juni 2026. Alle Kennzahlen in diesem Artikel wurden zuletzt im Juni 2026 anhand der Anbieterangaben und justETF geprüft.

Die wichtigste Besonderheit: Der Dow ist preisgewichtet

Bevor du in einen Dow-Jones-ETF investierst, solltest du eine Eigenheit verstehen, die den Index von fast allen anderen großen Indizes unterscheidet: Der Dow Jones ist preisgewichtet, nicht marktkapitalisierungsgewichtet. Das ist heute ein historischer Sonderfall und gilt vielen Fachleuten als methodische Schwäche.

Konkret bedeutet das: Der Einfluss eines Unternehmens auf den Index hängt allein vom nominalen Aktienkurs ab, nicht von der tatsächlichen Größe oder dem Börsenwert des Unternehmens. Eine Aktie, die bei 500 US-Dollar notiert, bewegt den Dow stärker als eine Aktie zu 50 US-Dollar, selbst wenn das 50-Dollar-Unternehmen am Markt deutlich mehr wert ist. Der Aktienkurs allein ist aber eine weitgehend willkürliche Zahl: Ein Unternehmen kann seinen Kurs durch einen Aktiensplit halbieren und verliert dadurch automatisch die Hälfte seines Gewichts im Dow, obwohl sich am Geschäft nichts geändert hat.

Warum ist das eine Schwäche?

  • Verzerrte Gewichtung: Hochpreisige Aktien dominieren den Index, unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Bedeutung. Ein milliardenschwerer Konzern mit niedrigem Aktienkurs zählt weniger als ein kleineres Unternehmen mit hohem Kurs.
  • Willkürliche Effekte durch Aktiensplits: Splits verändern die Gewichtung, obwohl sich der Unternehmenswert nicht ändert. Bei marktkapitalisierungsgewichteten Indizes wie dem S&P 500 spielen Splits dagegen keine Rolle.
  • Nur 30 Werte: Mit lediglich 30 Titeln ist der Dow deutlich weniger breit aufgestellt als der S&P 500 (rund 500 Werte) oder der MSCI USA.

Marktkapitalisierungsgewichtete Indizes gewichten ihre Bestandteile nach dem Börsenwert (Aktienkurs mal Anzahl der Aktien) und bilden damit die wirtschaftliche Realität sauberer ab. Genau aus diesem Grund nutzen Profis den S&P 500 als Standard-Barometer für den US-Markt, auch wenn der Dow medial bekannter ist.

Welche Unternehmen sind im Dow Jones gelistet?

Der Dow gilt als Indikator für große, etablierte US-Konzerne ("Blue Chips") aus unterschiedlichen Branchen. Wegen der Preisgewichtung ändert sich die Reihenfolge der Schwergewichte mit den Aktienkursen. Zu den bekanntesten Mitgliedern zählen unter anderem:

  • Apple
  • Microsoft
  • UnitedHealth Group
  • Goldman Sachs
  • Home Depot
  • Caterpillar
  • Visa
  • American Express
  • IBM
  • Johnson & Johnson
  • Coca-Cola
  • Walt Disney
  • Procter & Gamble
  • Nvidia

Auffällig: Wichtige Tech-Schwergewichte wie Amazon, Alphabet (Google) und Meta sind nicht im Dow enthalten, im S&P 500 dagegen schon. Wer die volle Breite des US-Aktienmarkts abbilden möchte, sollte deshalb eher einen Blick auf den MSCI USA bzw. MSCI World werfen.

Branchenstruktur im Dow Jones

Der Dow deckt mehrere Sektoren ab, ist aber wegen der Preisgewichtung und der geringen Titelzahl konzentrierter als breite Indizes. Stark vertreten sind unter anderem Technologie, Gesundheitswesen, Industrie, Finanzen und zyklische Konsumgüter. Für Anleger, die eine breitere Streuung über Anlageklassen hinweg suchen, kann ein Multi-Asset-ETF eine sinnvolle Ergänzung sein.

Handelbare Dow-Jones-ETFs (UCITS) im Vergleich

In Europa kannst du den Dow Jones über UCITS-ETFs abbilden, die für Privatanleger handelbar und sparplanfähig sind. Aktuell (Stand: Juni 2026) bilden laut justETF vier UCITS-ETFs den Dow Jones Industrial Average ab. Einen reinen Xtrackers-ETF auf den Dow Jones gibt es derzeit übrigens nicht, obwohl Xtrackers viele andere US-Indizes anbietet.

ETFISIN / WKNTER p.a.AusschüttungReplikation
iShares Dow Jones Industrial Average UCITS ETF (Acc)IE00B53L4350 / A0YEDK0,33 %ThesaurierendPhysisch (voll)
iShares Dow Jones Industrial Average UCITS ETF (DE)DE0006289390 / 6289390,51 %AusschüttendPhysisch
Amundi Dow Jones Industrial Average UCITS ETF DistFR0007056841 / 5417790,50 %AusschüttendSynthetisch
Amundi PEA Dow Jones Industrial Average UCITS ETF DistLU2572256662 / ETF0090,45 %AusschüttendSynthetisch

Der iShares Dow Jones Industrial Average UCITS ETF (Acc) ist mit einer TER von 0,33 % der günstigste und mit rund 1,6 Milliarden Euro Fondsvolumen mit Abstand der größte Dow-ETF. Er wurde 2010 aufgelegt, ist in Irland domiziliert, bildet den Index physisch (voll repliziert) ab und thesauriert die Dividenden, reinvestiert sie also automatisch. Wer stattdessen regelmäßige Ausschüttungen bevorzugt, findet bei den ausschüttenden Varianten (iShares DE, Amundi) Alternativen, zahlt dort aber eine spürbar höhere Gebühr.

Hinweis: Hohe Vergangenheitsrenditen sagen nichts über die Zukunft aus. Wir verzichten hier bewusst auf die früher genannten 1-Jahres-Renditen, weil solche Momentaufnahmen schnell veralten und keine Anlageentscheidung tragen sollten.

Ob ein ETF-Sparplan oder eine Einmalanlage für dich sinnvoller ist, hängt von deiner Situation ab, den Vergleich findest du hier.

Wo kannst du Dow-Jones-ETFs besparen?

Die genannten UCITS-ETFs lassen sich bei den meisten deutschen Neobrokern handeln und in der Regel auch kostenlos oder günstig im Sparplan besparen. Verbreitete Anlaufstellen sind etwa Trade Republic oder Scalable Capital. Vergleiche vor der Eröffnung in jedem Fall die aktuellen Konditionen, Sparplangebühren und das handelbare ETF-Angebot, denn diese ändern sich regelmäßig.

Wie wird die Dividende ausgezahlt?

US-Unternehmen zahlen ihre Dividenden meist vierteljährlich. Bei ETFs auf den Dow hängt es von der Variante ab: Ausschüttende ETFs leiten die Dividenden an die Anleger weiter (je nach Fonds halbjährlich oder jährlich), während thesaurierende ETFs wie der iShares (Acc) die Erträge automatisch reinvestieren. Letzteres kann den Zinseszinseffekt über lange Zeiträume unterstützen. Wenn dich gezielt das Thema Ausschüttungen interessiert, schau dir unseren Artikel über Dividenden-Aktien an.

Leveraged ETFs auf den Dow Jones

Es gibt auch gehebelte Produkte (Leveraged ETFs / ETNs), die die tägliche Kursbewegung des Dow verstärken, etwa mit zwei- oder dreifachem Hebel. Diese Produkte richten sich ausschließlich an erfahrene, kurzfristig orientierte Trader. Durch die tägliche Neugewichtung und den sogenannten Pfadabhängigkeits- bzw. Volatilitätseffekt können sie über längere Zeiträume deutlich von der einfachen Hebelrendite abweichen und im Extremfall hohe Verluste verursachen. Für den langfristigen Vermögensaufbau sind sie ungeeignet. Mehr zu den Risiken liest du in unserem Artikel über das Risiko eines Totalverlusts bei ETFs.

Ehrlich eingeordnet: Für wen lohnt sich ein Dow-ETF überhaupt?

So bekannt der Dow ist, für die meisten Privatanleger ist er als alleiniges US-Investment nicht die erste Wahl. Die Kombination aus nur 30 Titeln und der ungewöhnlichen Preisgewichtung führt zu einer Konzentration und einer wenig systematischen Gewichtung, die wenig mit der tatsächlichen Bedeutung der Unternehmen zu tun hat.

Für ein breit gestreutes US-Investment sind in der Regel ein S&P 500 (rund 500 Werte) oder ein MSCI USA die sinnvollere Basis, weil sie marktkapitalisierungsgewichtet sind, mehr Branchen abdecken und meist niedrigere oder vergleichbare Kosten haben. Wer noch breiter streuen möchte, fährt mit einem weltweiten Index wie dem MSCI World oder FTSE All-World oft besser. Ein Dow-Jones-ETF kann höchstens als bewusste, kleine Beimischung dienen, wenn du gezielt auf große, etablierte US-Konzerne setzen willst. Wie viel Gewicht eine einzelne Position in deinem Depot bekommen sollte, hängt von deiner Asset Allocation ab.

Fazit

Der Dow Jones ist der bekannteste, aber auch ein methodisch eigenwilliger Index: Er umfasst nur 30 große US-Werte und ist preisgewichtet, was hochpreisige Aktien unverhältnismäßig stark gewichtet. Mit einem UCITS-ETF kannst du ihn günstig abbilden, am preiswertesten über den iShares Dow Jones Industrial Average UCITS ETF (Acc), ISIN IE00B53L4350, mit einer TER von 0,33 %.

Für den Kern eines Depots sind breiter gestreute, marktkapitalisierungsgewichtete Indizes wie der S&P 500, der MSCI USA oder ein weltweiter Index für die meisten Privatanleger jedoch die solidere Wahl. Wenn du dich tiefer mit der Logik dahinter beschäftigen willst, hilft dir unser Artikel zur Portfoliotheorie weiter.

Stand der Daten: Juni 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden.

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Unser Tipp: Bei Scalable Capital kannst Du rund 1700 PRIME ETFs - darunter iShares, Xtrackers und Amundi - von 7:30 bis 23 Uhr gebührenfrei handeln und dauerhaft kostenlos besparen. Monatliche Sparraten schon ab 1 €.

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