CureVac Aktie: Wie sehen die Prognose aus?

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Das deutsche Unternehmen CureVac wurde während der Corona-Pandemie bekannt, da es an einem Impfstoff forschte, der noch nicht zugelassen ist. Es ist an der NASDAQ gelistet. In die Aktie kannst Du noch nicht lange investieren. Wie sieht es mit der Prognose und der Dividende aus?

CureVac Aktie: Wie sehen die Prognose aus?

Was ist CureVac?

Bevor Du in die Aktie von CureVac investierst und Dich mit der Prognose sowie der Dividende beschäftigst, solltest Du Dich näher mit dem Unternehmen vertraut machen. Es handelt sich um ein noch recht junges Unternehmen, das im Jahr 2000 gegründet wurde und aus einem akademischen Forschungsprojekt der Universität Tübingen hervorging. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Tübingen. Die Gründer Ingmar Hoerr und Florian von der Mülbe erhielten vom Landesministerium für Wissenschaft Baden-Württemberg eine Förderung zur Beschäftigung von Doktoranden und zur Nutzung von Laborräumen.

Die Wissenschaftler forschten am Botenmolekül mRNA, das auch die Grundlage für den Impfstoff gegen Covid 19 bildet. Dieses Botenmolekül wird auch zur Behandlung von Krebspatienten verwendet. Das Unternehmen bietet mit mRNA auch eine breite Plattform zur Erforschung und Entwicklung von Impfstoffen gegen weitere Krankheiten wie Gelbfieber, Tollwut und Lassafieber. Bekannt wurde das Unternehmen während der Corona-Pandemie aufgrund der Forschung an einem Impfstoff. Noch ist das Unternehmen bei der Entwicklung des Impfstoffs jedoch im Rückstand.

CureVac betreibt auch einen Standort in Frankfurt am Main zur Arbeit an der klinischen Entwicklung sowie in Boston in den USA. Seinen rechtlichen Sitz hat das Biotechnologie-Unternehmen in den Niederlanden. Es ist an keiner deutschen Börse, sondern an der US-amerikanischen Technologiebörse NASDAQ gelistet. CureVac beschäftigt ungefähr 580 Mitarbeiter. Das Unternehmen erzielte 2019 einen Umsatz von 17,4 Millionen Euro. Ein Jahr später konnte das Unternehmen seinen Umsatz mehr als verdoppeln.

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Umsatzentwicklung bei CureVac

Möchtest Du in die Aktie von CureVac investieren, solltest Du, um eine Prognose zu wagen, einen Blick auf die Umsatzentwicklung werfen. Eine Dividende wird nicht gezahlt, was für Technologie-Unternehmen nicht ungewöhnlich ist. Der Umsatz hat sich von 2014 bis 2020 folgendermaßen entwickelt:

  • 2014: 4,2 Millionen Euro
  • 2015: 6,7 Millionen Euro
  • 2016: 10,8 Millionen Euro
  • 2017: 6,5 Millionen Euro
  • 2018: 12,9 Millionen Euro
  • 2019: 17,4 Millionen Euro
  • 2020: 48,9 Millionen Euro

Die Umsatzentwicklung weist große Schwankungen auf. Das kann sich auch negativ auf den Kurs der Aktie und auf die Prognose auswirken.

Das Biotechnologie-Unternehmen konnte zwar 2020 seinen Umsatz deutlich steigern, doch schreibt es noch keine schwarzen Zahlen. Es ist nur gelungen, den operativen Verlust zu verringern. Bei Biotechnologie-Unternehmen ist es nicht untypisch, dass sie über lange Zeit keinen Gewinn erwirtschaften. Das bedeutet, dass Du auch keine Dividende bekommen kannst. Solche Unternehmen sind auf Fördergelder angewiesen, um ihre Forschung und Entwicklung voranzubringen. Bis ein Medikament zugelassen wird, dauert es mehrere Jahre.

Wie sieht es mit dem Impfstoff gegen Covid 19 aus?

CureVac arbeitet seit 2020 an der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Covid 19. Nachdem sich der damalige Vorstandsvorsitzende Menichella im März 2020 mit dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump traf, wurde in deutschen Medien berichtet, dass Trump die Rechte an dem Impfstoff exklusiv für die USA sichern wollte. Wie CureVac meldete, sollte der Impfstoff nicht nur für eine Nation, sondern für die gesamte Welt zur Verfügung stehen. Mit der Erprobung des Impfstoffs wurde im Dezember 2020 begonnen.

Im Januar ging CureVac eine Allianz mit dem deutschen Chemiekonzern Bayer ein, um eine Zulassung zu erhalten und den Vertrieb voranzubringen. Die Ergebnisse vorläufiger klinischer Studien wurden im Juni 2021 vorgelegt. Die Wirksamkeit lag jedoch nur bei 47 Prozent. Daher wurde die Partnerschaft mit Bayer beendet, der Impfstoffkandidat aufgegeben und der Antrag auf Zulassung bei der europäischen Arzneimittelbehörde Ema zurückgezogen. Das Unternehmen arbeitet jedoch an einem weiteren Impfstoffkandidaten, für den im vierten Quartal 2022 die ersten zulassungsrelevanten Studien durchgeführt werden sollen.


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Börsengang von CureVac

Noch nicht lange kannst Du in die Aktie von CureVac investieren. Um eine Prognose zu treffen, solltest Du Dich auch mit dem Börsengang beschäftigen. Eine Dividende wird noch nicht gezahlt, da noch keine Gewinne erwirtschaftet werden. Der Börsengang erfolgte am 14. August 2020 an der US-amerikanischen Technologiebörse NASDAQ. Für das Unternehmen und den Mehrheitseigner Dietmar Hopp, dem Gründer von SAP, war der Börsengang ein voller Erfolg. Der Emissionskurs beim IPO lag bei 16 US-Dollar pro Aktie. Schon am ersten Handelstag konnte die Aktie ein beachtliches Plus von ungefähr 250 Prozent verzeichnen, denn sie schloss mit 55,90 US-Dollar. Es handelt sich um eines der erfolgreichsten IPOs unter den Biotech-Unternehmen.

Parallel zum IPO investierte Mehrheitseigner Dietmar Hopp weitere 100 Millionen Euro. Über seine Dievini-Hopp-Biotech-Holding hält er noch 49,5 Prozent des Kapitals.

Nach dem Börsengang lag der Börsenwert des Unternehmens bei knapp 10 Milliarden US-Dollar, was 8,3 Milliarden Euro entsprach. CureVac war damit nach BioNTech und der Qiagen-Gruppe das drittvertvollste deutsche Biotech-Unternehmen.

Wie sieht es bei CureVac mit der Aktionärsstruktur aus?

Die Aktionärsstruktur von CureVac sieht folgendermaßen aus:

  • Dievini Hopp Biotech Holding: 38 Prozent
  • Government of Germany: 16 Prozent
  • GSK Plc: 8,02 Prozent
  • Dietmar Hopp: 5 Prozent
  • Baillie Gifford & Co.: 2 Prozent
  • Scottish Mortgage Investment Trust Plc: 1 Prozent
  • Florian von der Mülbe: 0,6 Prozent

Der Streubesitz liegt jedoch nur bei knapp 20 Prozent.



Wie sieht es mit der Dividende aus?

Viele Anleger investieren in eine Aktie, da sie eine Dividende erwarten. Die Dividende ist der Teil des Gewinns, der an die Aktionäre ausgezahlt wird, und ein willkommenes Passiveinkommen. Möchtest Du in die Aktie von CureVac investieren, bekommst Du keine Dividende, denn es handelt sich um eine freiwillige Leistung. Da das Biotechnologie-Unternehmen noch keinen Gewinn erwirtschaftet, kann keine Dividende gezahlt werden. Auch dann, wenn das Unternehmen einen Gewinn erwirtschaftet, ist nicht sicher, ob eine Dividende gezahlt wird. Biotechnologie-Unternehmen investieren die Gewinne zumeist in Forschung und Entwicklung, was auch bei CureVac der Fall sein wird.

Wichtige Zahlen und Fakten zur CureVac Aktie

Möchtest Du in die Aktie investieren, kommt es für eine Prognose auf wichtige Kennzahlen an. Gegenwärtig tritt die Aktie stark auf der Stelle. Ihr 52-Wochen-Hoch erreichte die Aktie am 27. August 2021 mit 64 Euro. Gegenwärtig ist sie weit davon entfernt. Sie hat in weniger als einem Jahr deutliche Verluste erlitten. Das 52-Wochen-Tief erreichte die Aktie am 16. Juni 2022 mit 12,33 Euro. Die Aktie ist also nahe daran, dieses Tief zu durchbrechen und ein erneutes Tief zu erleiden. Für Anleger kann das jedoch eine Chance sein, denn wenn sich die Prognose verbessert, könntest Du schnell einen Gewinn erzielen. Das Ergebnis der Aktie ist negativ. Auch in den kommenden Jahren werden Verluste pro Aktie erwartet. Die Prognose ist also negativ. Der Verlust pro Aktie, der für 2022 erwartet wird, liegt bei minus 1,37 Euro. Auch in den kommenden Jahren ist mit Verlusten zu rechnen, die folgendermaßen aussehen könnten:

  • 2023: minus 1,30 Euro
  • 2024: minus 0,20 Euro
  • 2025: minus 0,65 Euro

Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt bei 2,5 Milliarden Euro. Gegenwärtig sind 186 tausend Aktien im Umlauf. Die Aktie weist eine hohe Volatilität auf.

In die CureVac-Aktie investieren - ja oder nein?

Nun fragst Du Dich vielleicht, ob Du trotz der ungünstigen Prognose in die Aktie von Curevac investieren solltest. Du brauchst einen langen Atem, denn vorläufig ist nicht mit einem Gewinn zu rechnen. Nur dann, wenn ein neues Medikament oder ein Impfstoff auf den Markt kommt, könnte die Aktie einen Auftrieb bekommen. Die fehlenden Einnahmen zehren an den liquiden Mitteln, sodass das Unternehmen weiterhin Verluste erleiden wird. Das wird sich weiterhin negativ auf die Aktien auswirken. Du bekommst keine Dividende und kannst keine großen Kurssteigerungen erwarten. Es hängt nun davon ab, wie erfolgreich das Unternehmen mit der Entwicklung des Covid-19-Impfstoffs ist.

Einzelaktie oder ETF - was ist besser?

Die Einzelaktie von CureVac hat keine günstige Prognose. Besser ist ein ETF auf den NASDAQ, denn er bietet eine bessere Risikostreuung, da die Aktien von vielen Unternehmen enthalten sind. Du kannst in einen ETF auf den NASDAQ Biotechnology investieren, für den es in Deutschland aktuell drei ETFs gibt. Alle drei ETFs haben gegenwärtig Verluste verzeichnet. Bei diesem ETF sind die Verluste am geringsten:

Invesco Nasdaq Biotech UCITS ETF, ISIN IE00BQ70R696, WKN A12CCJ
Dieser ETF verzeichnet aktuell eine Rendite von minus 10,26 Prozent. Er wurde im November 2014 aufgelegt, hat eine Gesamtkostenquote von 0,40 Prozent und ein Fondsvolumen von 610 Millionen Euro. Die Volatilität für ein Jahr liegt bei 26,89 Prozent. Der ETF repliziert synthetisch und ist thesaurierend.

Fazit: Ungünstige Prognose für die Aktie von CureVac

Die Prognose für die Aktie von CureVac ist ungünstig. Das deutsche Biotechnologie-Unternehmen verzeichnet Verluste. Noch ist nicht absehbar, wann ein Gewinn erzielt werden könnte. Das liegt daran, dass das Unternehmen mit der Forschung und Entwicklung beschäftigt ist und aktuell keine Medikamente zugelassen wurden. Eine Dividende wird auf die Aktie nicht gezahlt, da kein Gewinn erwirtschaftet wird. Besser als die Einzelaktie ist ein ETF auf den NASDAQ Biotechnology Index.

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