Value Investing - So funktioniert die Anlagestrategie

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Der Börsenmogul Warren Buffett konnte in den letzten Jahrzehnten Gewinne von teils mehreren Tausend Prozent an der Börse realisieren. Kein Wunder also, dass das Interesse an seiner Anlagestrategie wächst. Doch wie genau funktioniert dieses sogenannte Value Investing eigentlich?

Value Investing - So funktioniert die Anlagestrategie

Immer mehr Investoren befassen sich derzeit mit Alternativen zu klassischen Sparmethoden. Weil die Zinslage schon seit einigen Jahren angespannt ist, fallen Bankeinlagen der Inflation zum Opfer – Investitionen an der Börse scheinen deutlich lukrativer zu sein, sind jedoch auch mit einem gewissen Risiko verbunden.

Warren Buffett – Urgestein unter den Investoren

Im Jahr 1930 wurde im US-amerikanischen Texas ein Junge namens Warren geboren. Heute befindet sich Warren Buffett in seinen Neunzigern und verfügt über ein Privatvermögen von rund 100 Milliarden US-Dollar. Dieses Vermögen hat er zahlreichen von Erfolg gekrönten Investitionen an der Börse zu verdanken. Doch auch andere Anleger profitieren von Buffetts Investitionen, denn sein Portfolio gilt als Nonplusultra für Investoren weltweit.


Die Value-Strategie des Benjamin Graham erklärt
Benjamin Graham war der Mentor von Investorenlegende Warren Buffet. Er ist der Vater der fundamentalen Wertpapieranalyse, die als Grundlage für Value Investing dient. Diese Strategie erlaubt, mit einfachen Prinzipien attraktive Gewinne zu erzielen.
Value Investing: So investiert Warren Buffett
Möchtest Du erfolgreich investieren wie Warren Buffett, dann solltest Du Dich für Value Investing interessieren. Diese Strategie wurde von Benjamin Graham entwickelt. Dabei kommt es darauf an, Aktien und andere Wertpapiere nach ihrem eigentlichen Wert zu beurteilen.

Grund seines großen Börsenerfolges sei seine spezielle Anlagestrategie. Dank dieser könne er Verluste bestmöglich reduzieren und Gewinne enorm steigern. Anleger, die Buffetts Vorbild folgen möchten, können entweder im kleinen Maßstab dessen Portfolio kopieren oder aber Websites besuchen, auf denen die Strategie Value Investing erklärt wird. Im Folgenden ein kurzer Überblick über die Anlagemethode des Börsenmoguls Warren Buffett:

Wie funktioniert Value Investing?

Value ist englisch und bedeutet „Wert“. Und genau um diesen „Wert“ geht es laut Warren beim Aktienhandel. Ihm und anderen bekannten Börseninvestoren zufolge sei es nicht der Sinn von Wertpapieren, sie als reine Spekulationsobjekte anzusehen. Ihr Wert liege vielmehr darin, dass man sich durch ihren Kauf verbriefte Anteile an Unternehmen sichern kann. Aktien seien also mehr als nur mögliche Renditetreiber, sondern bieten deutlich mehr Chancen, wenn man sie nicht nur zu kurzfristigen Spekulationszwecken kauft.

Quelle: Pixabay

Was genau ist Value Investing?

Was abstrakt klingt, ist in der Praxis gar nicht so schwer umzusetzen. Die Value Investing Strategie ist nach fundamentalen Kriterien ausgerichtete Anlagestrategie mit System. Das macht die Methode äußerst berechenbar, denn es gibt klare Kriterien, die ein Unternehmen erfüllen muss, wenn man als Anleger den Aktienkauf in Erwägung zieht.

Die 4 Kernfragen im Value Investing

Investoren, die Wertpapiere erwerben möchten, sehen häufig den Wald vor lauter Bäumen nicht. Moderne Trader werfen daher häufig gar keinen genauen Blick mehr auf die Aktien, die sie zum Spekulieren kaufen – wichtiger sind dabei meist Chart-Analysen, Indikatoren und Ergebnisse spezieller Analysetools. Im Grunde versuchen aktive Trader also, spekulative Börsenwerte berechenbar zu machen. Das kann gutgehen, aber auch Risiken bergen. Glaubt man Buffett gibt es Kriterien, die weitaus aussagekräftiger sind als Analysen & Co:

Die wirtschaftliche Verfassung

Im Value Investing sollten sich Anleger fragen, ob Unternehmen, in die sie möglicherweise investieren möchten, wirtschaftlich in guter Verfassung sind – je besser es den Unternehmen gehe, desto sinnvoller sei eine Investition.

Wettbewerb

Weiter gilt es zu prüfen, wie es um die Wettbewerbsposition eines Unternehmens bestellt ist: Ist diese positiv und wird sie dies auch in Zukunft bleiben?

Management

Außerdem sei es wichtig, einen prüfenden Blick auf die Manager des Unternehmens zu werfen: Handeln diese vielleicht sogar wie Eigentümer, denen aufrichtig etwas am Unternehmen liegt oder führen diese nur um des Führens Willen?

Intrinsischer Wert

Laut Buffett gebe es zahlreiche Aktien an der Börse, die überbewertet sind. Tatsächlich sollten Wertpapiere, die man kaufen möchte, einen inneren Wert besitzen, der den Kaufpreis (deutlich) übersteigt.

Wir prüft man die Value Investing Kriterien?

Die perfekte Aktie erfüllt selbstverständlich alle Punkte auf der Liste der Kriterien zur vollsten Zufriedenheit. Doch Anlegern ist häufig nicht klar, wie sie die Eignung bestimmter Aktien überprüfen können. Ein guter Anhaltspunkt ist der Value-Stars-Deutschland-Index. Seit 2013 fallen deutsche Value Unternehmen in diesen Index, welche die oben genannten Werte erfüllen sollen.

Anleger sollten losgelöst vom Value Index aber jedes Unternehmen, das zur Wahl steht, nochmal auf Herz und Nieren prüfen: Wie gut geht es dem Unternehmen wirklich? Konnte sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren solide weiterentwickeln und an Wert zulegen? Für den Anfang kann es sinnvoll sein, in ETFs zu investieren und die Börse erst besser kennenzulernen.

Die Prüfung soll dazu dienen, Aktien von Unternehmen zu identifizieren, die einem als Anleger einen realwirtschaftlichen Mehrwert bieten. Dabei ist größtes Augenmerk auf den inneren Wert, den sogenannten intrinsischen Wert, der Aktien zu legen. Die Frage, die es durch das Abklären der weiter oben beschriebenen Kriterien zu klären gibt, lautet also: Wie verhält sich der Preis einer Aktie zu deren tatsächlichem Wert. Je geringer der preisliche Wert einer Aktie im Verhältnis zu ihrem realwirtschaftlichen Wert ist, desto höher sind dabei die Chancen für den Investor.

Kernkonzept des Value Investing

Obwohl Warren Buffett der wohl bekanntester Verfechter der Value Investing Strategie ist, findet die Anlagestrategie ihren Ursprung bei dem US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Benjamin Graham. Im Jahr 1934 veröffentlichte er einen Wirtschaftsratgeber, der noch heute als Standardwerk für Value Investing gilt - “Security Investing”.


Darin erklärt Graham, weshalb es so wichtig sei, klar zwischen dem intrinsischen und dem nominalen, also dem preislichen Wert, zu unterscheiden. Aus der Differenz zwischen den beiden Werten ergebe sich eine Art Sicherheitspuffer, die er “security margin” nennt. Diese Sicherheitsmarge stelle einen wichtigen Faktor der Risikobegrenzung und des Kapitalerhalts dar.

Warren Buffett griff diese Strategie schon frühzeitig bei seinen Investitionen auf und wurde so Teilhaber vieler namhafter und erfolgreicher Unternehmen - früher vorwiegend in den USA, heute auf dem globalen Aktienmarkt. Um Value Investing greifbarer für Anleger zu machen, sammelte er weitere qualitative Merkmale, welche die Bewertung von Value Star Aktien erleichtern sollen.

Jeder kann Value Investing erlernen

Die Strategie des Value Investings setzt ein gutes Knowhow über die Wirtschaft sowie über die Börse voraus. Je mehr Interesse an diesen Vorgängen ein Anleger mitbringt, desto leichter wird es ihm fallen, Bewertungsmaßstäbe sinnvoll anzulegen und wertige Aktien zu ermitteln. Dennoch ist es empfehlenswert, sich im Value Investing schulen zu lassen.

Auf dem Markt gibt es zahlreiche Ratgeber zu dieser Anlagestrategie, unter anderem Werke des Moguls Warren Buffett. Immer mehr angehende Value Investoren entschließen sich aber für eine Schulung bei Experten wie Delta Value, um sich bei ihren ersten Aktienkäufen unter die Arme greifen zu lassen und sicherer in die Materie einzusteigen.

Neben einer guten Strategie steht Erfolg an der Börse nämlich noch auf weiteren Standbeinen: zum Beispiel auf Ausdauer, Geduld, Bedacht, innerer Ruhe und Wissen. Auch beim Value Investing sollte die Diversifikation eine große Rolle spielen, um das Risiko weiter zu senken. Für einen erfolgreichen Start gilt es also, viel Wissen miteinander zu kombinieren und dieses sinnhaft anzuwenden.

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