Parqet App: Wie gut ist das Portfolio-Tracking wirklich? (Update 2026)

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So ziemlich jeder Broker bietet eine integrierte Übersicht an, die ist aber oftmals nur wenig aussagekräftig. Wer wirklich detailliert wissen möchte, wie das eigene Depot performt, ist daher auf eine App angewiesen. Wir zeigen dir Parqet und die Alternativen.

Parqet App: Wie gut ist das Portfolio-Tracking wirklich? (Update 2026)

Portfolio-Tracking 2026: Warum Excel und Broker-Apps oft nicht mehr ausreichen

Wir schreiben das Jahr 2026, und die Investmentlandschaft für Privatanleger hat sich fundamental gewandelt. Während vor einigen Jahren noch ein einfacher MSCI World Sparplan bei einem Neobroker das höchste der Gefühle war, verwalten moderne Anleger heute komplexe Multi-Asset-Portfolios. Aktien, ETFs, Kryptowährungen, P2P-Kredite und vielleicht sogar Tokenized Assets (Real Estate oder Kunst) gehören zum Standard-Repertoire. Doch mit der Vielfalt kommt die Komplexität: Wer behält bei drei verschiedenen Depots und zwei Krypto-Wallets eigentlich noch den Überblick über die Netto-Rendite?

Genau hier setzen spezialisierte Portfolio-Tracker wie Parqet an. In diesem ausführlichen Review untersuchen wir, ob Parqet im Jahr 2026 seinen Status als Platzhirsch im deutschsprachigen Raum verteidigen kann und ob sich die Kosten für ein Abo gegenüber kostenlosen Alternativen wie getquin oder dem Klassiker Portfolio Performance rechnen.

Bevor wir tief in die Funktionen eintauchen, ein wichtiger Hinweis: Die Wahl des richtigen Trackers hängt massiv von deinem Setup ab. Besparst du lediglich einen einzigen ETF bei einem Broker wie Trade Republic (Anzeige: Hier Depot eröffnen), sind die internen Analyse-Tools des Brokers oft ausreichend. Sobald du jedoch die Vorzüge von Scalable Capital (Anzeige: Zum Broker) für spezifische Strategien nutzt oder bei Traders Place (Anzeige: Günstig handeln) aktiv bist, wird ein externer Aggregator zur Pflicht.


Diese Aufgaben muss eine moderne Portfolio-App 2026 erfüllen

Die Erwartungshaltung der Nutzer ist gestiegen. Es geht nicht mehr nur darum, eine bunte Grafik des Depotwerts zu sehen. Ein professioneller Tracker muss heute als strategisches Kontrollzentrum fungieren. Die Kernaufgaben lassen sich in vier strategische Bereiche unterteilen:

1. Konsolidierung und Multi-Depot-Fähigkeit

Anleger nutzen heute selten nur einen Broker. Man nutzt die Zinsen bei Trade Republic, die Flatrate bei Scalable und die Handelsplatzvielfalt bei klassischen Brokern oder spezialisierten Anbietern wie Traders Place. Ein Tracker wie Parqet muss diese Datenströme nahtlos zusammenführen, um das "Gesamtvermögen" in Echtzeit abzubilden.

2. Performance-Analyse (TWROR vs. IZF)

Einfache Kursgewinne sagen wenig über den Erfolg einer Strategie aus, wenn regelmäßig Geld ein- oder ausgezahlt wird. Ein guter Tracker berechnet die zeitgewichtete Rendite (Time-Weighted Rate of Return), um die eigene Leistung mit Benchmarks wie dem MSCI World oder dem S&P 500 vergleichbar zu machen.

3. Transparenz bei Kosten und Steuern

Dividendenabschläge, Quellensteuern und Ordergebühren fressen die Rendite auf. Parqet hat hier den Anspruch, diese "versteckten" Faktoren sichtbar zu machen. Besonders für Einkommensinvestoren ist ein präziser Dividendenkalender, der zukünftige Cashflows prognostiziert, unverzichtbar.

4. Risikomanagement und Klumpenrisiken

Besitze ich über meine ETFs zu viel Apple-Aktien, weil ich auch die Einzelaktie halte? Wie hoch ist mein Exposure in Schwellenländern wirklich? Durch das sogenannte "X-Ray"-Verfahren schlüsseln Top-Tracker die Inhalte von ETFs auf und zeigen die tatsächliche Allokation bis auf die Ebene der Einzelwerte an.



Parqet im Realitätscheck: Was bietet die Plattform heute?

Parqet, das viele noch unter dem alten Namen "Tresor One" kennen, hat sich von einer reinen Web-App zu einem mobilen Kraftpaket entwickelt. Die Zeiten, in denen die iOS- oder Android-App nur eine abgespeckte Version des Desktops war, sind lange vorbei. Im Jahr 2026 bietet Parqet eine der flüssigsten User-Experiences am Markt.

Automatisierung steht an erster Stelle

Einer der größten Schmerzpunkte beim Portfolio-Tracking war früher das manuelle Einpflegen von Transaktionen. Parqet hat dies durch den PDF- und CSV-Import perfektioniert. Wer bei Trade Republic oder Scalable Capital investiert, lädt einfach die Abrechnungen hoch und Parqet erledigt den Rest – inklusive automatischer Erkennung von Aktiensplits, Spin-offs und Dividenden. Für viele Banken gibt es mittlerweile sogar direkte API-Anbindungen (Open Banking), die Transaktionen fast in Echtzeit synchronisieren.

Visualisierung und Insights

Was Parqet von Excel-Tabellen unterscheidet, ist die visuelle Aufbereitung. Das Dashboard bietet einen sofortigen Überblick über:

  • Asset Allocation: Wie viel Prozent stecken in Aktien, Krypto oder Cash?
  • Geografische Verteilung: Wie hoch ist das US-Übergewicht?
  • Sektoren-Analyse: Bist du zu technologie-lastig investiert?
  • Holding-Period: Wie lange hältst du deine Positionen im Schnitt (wichtig für die Disziplin)?

Besonders hervorzuheben ist das Feature "Parqet Insights". Hier werden anonymisierte Daten der Community genutzt, um Trends aufzuzeigen. Welche Aktien werden gerade besonders häufig gekauft? Welche ETFs fliegen aus den Depots? Das ist keine Anlageberatung, aber ein spannendes Stimmungsbarometer.


Der Wettbewerb: Parqet vs. getquin vs. Portfolio Performance

Im Jahr 2026 hat sich das Feld der Anbieter konsolidiert. Während früher viele kleine Apps um die Gunst der Nutzer buhlten, dominieren heute drei Konzepte den Markt. Jedes hat seine spezifische Zielgruppe.

getquin: Der soziale Herausforderer

Getquin hat sich radikal zum "LinkedIn für Investoren" entwickelt. Wer den sozialen Austausch liebt, seine Trades mit Freunden teilen will und gerne über die neuesten Earnings diskutiert, ist hier richtig. Das Tracking ist solide und optisch ansprechend, aber in der Tiefe der Analysefunktionen (z.B. komplexe Steuerberechnungen oder detaillierte historische Simulationen) hinkt es Parqet manchmal noch ein Stück hinterher. Getquin ist ideal für die Generation "Social Investing".

Portfolio Performance: Das Schweizer Taschenmesser für Nerds

Portfolio Performance (PP) bleibt auch 2026 das Maß der Dinge für Anleger, die volle Kontrolle wollen und keine Angst vor einer steilen Lernkurve haben. Es ist Open Source, komplett kostenlos und speichert Daten lokal auf dem Rechner. Es gibt keine Cloud-Zwang, aber eben auch keine native, vollumfängliche Mobile-App, die mit der Leichtigkeit von Parqet mithalten kann. Wer jedes Detail seiner P2P-Kredite und Goldmünzen manuell erfassen will und tiefgehende statistische Auswertungen liebt, bleibt bei PP.

Broker-eigene Analysen: Trade Republic, Scalable & Traders Place

Man muss fair bleiben: Die Broker haben massiv aufgeholt. Trade Republic bietet mittlerweile sehr gute Heatmaps und eine Renditecharts, die weit über das hinausgehen, was früher Standard war. Scalable Capital liefert mit den "Insights" (für Prime+ Kunden) sogar Risikokennzahlen.

Warum braucht man dann noch Parqet? Ganz einfach: Weil kein Broker die Daten der Konkurrenz anzeigt. Sobald du ein Krypto-Konto bei Bitpanda, ein Depot bei Traders Place und ein Tagesgeldkonto bei einer dritten Bank hast, ist die Broker-App blind für dein Gesamtvermögen. Parqet ist der neutrale Beobachter, der alles zusammenführt.


Lohnen sich die Kosten für Parqet Plus oder Investor?

Parqet verfolgt ein Freemium-Modell. In der Basisversion kannst du bereits ein Portfolio tracken und die meisten Analyse-Funktionen nutzen. Für fortgeschrittene Features wie unlimitierte Portfolios (z.B. zur Trennung von privater Altersvorsorge und "Zocker-Depot"), tiefgehende Steuer-Reports oder den Zugriff auf exklusive Insights werden monatliche Gebühren fällig.

Im Jahr 2026 stellt sich die Frage der Kosten-Nutzen-Rechnung mehr denn je. Wenn du 50.000 € oder mehr investiert hast, machen die paar Euro für ein Abo im Jahr weniger als 0,1 % deiner Rendite aus. Wenn dir dieses Tool hilft, ein Klumpenrisiko zu identifizieren, das dich bei einem Marktcrash 5 % deines Kapitals kosten könnte, hat sich das Abo bereits für ein Jahrzehnt amortisiert. Für Kleinstanleger mit Depots unter 5.000 € reicht hingegen die kostenlose Version völlig aus.


Video: Einblicke in die Entwicklung und Vision von Parqet


Fazit: Ist Parqet der beste Portfolio-Tracker für dich?

Parqet hat es geschafft, die Lücke zwischen der Komplexität von Portfolio Performance und der Einfachheit von Broker-Apps zu schließen. Es ist das ideale Werkzeug für den modernen Privatanleger, der Professionalität sucht, ohne ein Studium der Finanzmathematik absolvieren zu wollen.

Parqet ist die richtige Wahl für dich, wenn:

  • du mehr als ein Depot oder zusätzliche Assets wie Krypto besitzt.
  • du Wert auf eine perfekte mobile Erfahrung legst.
  • du deine Dividenden präzise tracken und planen möchtest.
  • du deine Performance objektiv mit Benchmarks vergleichen willst.

Wenn du hingegen absolute Datensouveränität willst und kein Problem mit manueller Datenpflege hast, bleibt Portfolio Performance eine valide Wahl. Suchst du eher den sozialen Kick, schau dir getquin an.

Unser Tipp für 2026: Nutze die kostenlose Basisversion von Parqet und importiere deine Daten von Trade Republic (Anzeige: Hier testen) oder Scalable Capital (Anzeige: Hier testen). Du wirst überrascht sein, welche Erkenntnisse du über dein eigenes Investitionsverhalten gewinnst, die dir vorher verborgen blieben.

Unser Tipp: Bei Scalable Capital kannst Du rund 1700 PRIME ETFs - darunter iShares, Xtrackers und Amundi - von 7:30 bis 23 Uhr gebührenfrei handeln und dauerhaft kostenlos besparen. Monatliche Sparraten schon ab 1 €.

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