Digitalisierungsschub durch Covid-19: Versicherungen im Wandel

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Digitalisierungsschub durch Covid-19: Versicherungen im Wandel

Die Corona-Krise hat die deutschen Versicherer regelrecht durchgeschüttelt. Vor allem die schleppende Digitalisierung innerhalb der Branche wurde durch die Auswirkungen der Pandemie massiv beschleunigt. Der Vertrieb verlagert sich dadurch zunehmend ins Internet.

Erneuerung durch die Pandemie

Vor Covid-19 galt die Versicherungsbranche nicht gerade als Vorreiter des digitalen Wandels. Jahrelang setzten die großen Konzerne auf alte IT-Systeme, die nebeneinander existierten und in finanzieller Hinsicht immer aufwendiger wurden. Erst in letzter Zeit wurden die alten Rechner und Plattformen ersetzt.

Die dadurch entstandenen Investitionskosten gingen allerdings zulasten der Budgets für wirklich innovative IT-Lösungen, wie sie von jungen Fintech-Unternehmen entwickelt werden. Als Folge der Pandemie mussten die Versicherer schnell reagieren und in neue Server, Software-Lizenzen und digitale Endgeräte für ihre Mitarbeiter investieren – trotz teils sinkender Zahlen beim Neugeschäft. Das betrifft sowohl klassische Versicherungen, als auch Anbieter weiterer Versicherungen und Investitionsmöglichkeiten zur privaten Rentenvorsorge, wie etwa Riester- oder Rürup-Rente und natürlich ETF- und Banksparpläne.

Sichere Beratung übers Netz

Als Reaktion auf die Ansteckungsgefahr durch das Virus wurde die Videoberatung innerhalb kurzer Zeit zum wohl wichtigsten Vertriebstool für Banken und Versicherungen. Wie eine Befragung von Finanz- und Versicherungsvermittlern durch Swiss Compare in Zusammenarbeit mit Cash.Online ergeben hat, hat sich die Anzahl an Onlineberatungsterminen in einem Zeitraum von nur acht Monaten verdoppelt.

In der Regel melden sich Interessierte via Telefon oder E-Mail beim Versicherer oder Vermittler. Sie erhalten dann eine Mail mit einem Link, den sie zum vereinbarten Termin anklicken. Kurz danach sind sie mit ihrem Gesprächspartner verbunden, können ihn hören und sehen. Während des Onlinetermins kommen auch Unterlagen und Charts zum Einsatz.

ETF auf Digitalisierung: Investieren in einen globalen Trend
An der Digitalisierung kommt heute kein Unternehmen mehr vorbei, das künftig bestehen bleiben will. Dieser Trend ist nicht aufzuhalten und verändert das tägliche Leben jedes Einzelnen. Möchtest Du an einer solchen Entwicklung partizipieren, kannst Du in einen ETF auf diesen Trend investieren.

Eine Extra-Software ist nicht nötig, die Beratung findet in einem Browser-Fenster statt. Selbst der Abschluss einer Versicherung ist mithilfe einer digitalen Unterschrift möglich. Dieser ortsunabhängige Kommunikationskanal zeigt, wie digitale Lösungen Versicherungsvermittler auf innovative Weise unterstützen.

Kundenkontakt via App

Neben der direkten Videoberatung setzen viele Versicherer und Unternehmen zunehmend auf mobile Softwarelösungen rund um den Versicherungsvertrieb. So hält die tecis Finanzdienstleistungen AG für ihre Kunden eine kostenlose App namens „mytecis“ bereit. Mit ihr lassen sich Versicherungsverträge in einem Digitalarchiv bequem archivieren – auch solche, die nicht direkt über tecis abgeschlossen wurden.

Außerdem können Kunden mit der tecis-App gleich mehrere Konten verwalten und ihre Onlinetransaktionen steuern. Gleichzeitig haben sie via Smartphone oder Tablet Zugriff auf ihr Onlinedepot, und bei Fragen ist ein Berater direkt über die Applikation erreichbar.

Schlanke Kommunikationskanäle

Bei der Umsetzung digitaler Lösungen müssen Versicherungen und ihre Vertriebsorgane darauf achten, dass alle Kundenkanäle leicht und intuitiv nutzbar sind. Wenn Onlinevorgänge wie Authentifizierungen auf Versicherungsportalen oder das Ausfüllen von Formularen umständlich und langwierig sind, schreckt das potenzielle Kunden ab.

Deshalb müssen Versicherer ihre Kundenkanäle so einfach und attraktiv wie möglich gestalten, um das User-Erlebnis zu verbessern und die Kundenbindung zu steigern. Cloud-Computing spielt dabei eine immer größere Rolle: Viele Versicherungen entscheiden sich dafür, Teile ihrer IT-Systeme in die Cloud zu verlagern. Sie versprechen sich davon eine Verschlankung und Standardisierung ihrer IT – und mehr Wettbewerbsfähigkeit durch optimierte Kundenkanäle.

Smarte Inhalte

Doch nicht nur die Userfreundlichkeit auf der unternehmenseigenen Website spielt eine Rolle. Auch die Inhalte selbst müssen verbraucherfreundlich geschrieben und stets auf dem neuesten Stand sein.

Der Grund: Gerade bei besonders beratungsintensiven Themen wie beispielsweise einer Berufsunfähigkeitsversicherung informieren sich viele Kunden intensiv online, bevor sie sich mit entsprechendem Vorwissen an eine Versicherung oder einen Makler wenden. Versicherungen, die entsprechend übersichtliche und genaue Informationen liefern, punkten hier bei der Kundenbindung.

Cloud Computing ETFs: In den digitalen Wandel investieren
Datenverwaltung und Software-Angebote werden immer häufiger in eine virtuelle Datenwolke verlagert. Du musst die Software nicht selbst kaufen. Die Rede ist von Cloud Computing, das mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Du kannst in einen ETF darauf investieren.

Eine Branche im Umbruch

Die Versicherungsbranche hat die Dringlichkeit der digitalen Transformation längst erkannt. Umfragen verdeutlichen zudem, dass Versicherer mit stärkeren digitalen Fähigkeiten in Zukunft besser in der Lage sein werden, die Erwartungen der Verbraucher zu erfüllen.

Die schnelle Entwicklung digitaler Prozesse hat eine neue Denkweise ausgelöst, die sich auf die Zukunft konzentriert und offen ist, neue Technologien auszuprobieren. Hindernisse, die Unternehmen früher davon abhielten, neue Innovationen zu übernehmen, bezogen sich selten auf die Technologie selbst, sondern waren mit Bürokratie und dem Widerwillen, bestehende Arbeitsweisen zu stören, verbunden. Seitdem sich die Unternehmen an die Remote-Arbeit anpassen mussten, sind die Teams vielseitiger geworden und ersetzen starre Mentalitäten durch einen "Lasst es uns ausprobieren und sehen, ob es funktioniert"-Ansatz.

Die physische Isolierung während COVID-19 hat einen Trend zur verstärkten Digitalisierung in allen Branchen beschleunigt. Dieser Trend dürfte in der Gesundheitsbranche, die im Zentrum der Pandemie stand, besonders ausgeprägt sein.

Die globale Abriegelung und die fortlaufende Versorgung chronisch Kranker haben das Bewusstsein für den Stand der digitalen Gesundheitsversorgung, Fernüberwachung und Diagnostik geschärft. Rund die Hälfte  der Umfrageteilnehmer identifizierte Gesundheitsdienstleistungen (z. B. virtuelle ärztliche Beratung) als die wichtigsten Mehrwertdienste. Dieser Trend wird sowohl kurzfristige als auch langfristige Auswirkungen haben. Während die Verschiebung von Trends im Gesundheitswesen insgesamt neue Risiken in Investment-Portfolios bringen kann, sollte die Lebens- und Krankenversicherungsbranche die Chancen nutzen, die dieser Trend bietet.

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