Nasdaq 100 ETF 2026: In Nvidia & US-Wachstum investieren
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Die Investition in Aktien US-amerikanischer Unternehmen bietet den Vorteil, dass die Dividende viermal jährlich gezahlt wird. Eine gute Alternative zu Einzelaktien ist ein ETF, da er gleich eine ganze Reihe von Aktien enthält.
Die Investition in Aktien US-amerikanischer Unternehmen bietet den Vorteil, dass die Dividende häufig quartalsweise gezahlt wird. Eine effiziente und kostengünstige Alternative zum Kauf von Einzelaktien ist ein ETF, da er mit nur einer Transaktion ein ganzes Bündel von Spitzenunternehmen ins Depot holt. Möchtest Du in die größten und innovativsten US-amerikanischen Konzerne investieren, führt im Jahr 2026 kein Weg an einem ETF auf den Nasdaq 100 vorbei. Der Nasdaq 100 hat sich in den letzten Jahrzehnten als der unangefochtene "Motor der Weltwirtschaft" etabliert. Insbesondere durch den massiven Aufstieg der Künstlichen Intelligenz (KI) hat sich der Charakter des Index gewandelt: Vom reinen Tech-Index hin zu einem KI- und Infrastruktur-Index. Wenn Du mehr über die Grundlagen von Exchange Traded Funds erfahren möchtest, kannst Du in unserem ETF-Ratgeber nachlesen, wie diese Instrumente funktionieren und welche Vorteile sie für Deinen Vermögensaufbau bieten.
Was ist der Nasdaq 100?
Der Nasdaq 100 ist ein modifizierter marktkapitalisierungsgewichteter Index, der die Aktien von 100 der größten nicht-finanziellen Unternehmen umfasst, die an der US-Börse Nasdaq gelistet sind. Die Nasdaq selbst gilt als die wichtigste elektronische Börse der USA und ist die Heimat der globalen Technologie-Elite. Ein entscheidendes Merkmal des Nasdaq 100 ist der Ausschluss von Finanzunternehmen wie Banken und Versicherungen, was ihn von breiteren Indizes wie dem S&P 500 unterscheidet. Der Index wird bereits seit dem 31. Januar 1985 berechnet und hat sich seitdem zum weltweit wichtigsten Barometer für Wachstumsaktien entwickelt.
Die Berechnung erfolgt als Kursindex (Price Index), was bedeutet, dass Dividendenzahlungen im Indexstand selbst nicht enthalten sind – für die Performance-Messung wird jedoch meist der "Total Return" (inklusive Dividenden) herangezogen, den auch die entsprechenden ETFs abbilden. Die Gewichtung der Unternehmen basiert auf ihrer Marktkapitalisierung, wobei regelmäßige Anpassungen (Rebalancing) verhindern sollen, dass einzelne Giganten ein zu starkes Übergewicht bekommen. Dennoch ist die Konzentration im Nasdaq 100 traditionell hoch.

Historisch gesehen wurde der Index von Software- und Internetunternehmen dominiert. Im Jahr 2026 zeigt sich jedoch ein verfeinertes Bild: Der Index ist heute das Zuhause der "Agentic AI"-Revolution. Unternehmen, die die Hardware (Chips), die Infrastruktur (Cloud) und die Anwendungen (Software) für Künstliche Intelligenz bereitstellen, geben den Ton an. Neben den bekannten Namen wie Apple, Microsoft, Amazon und Alphabet (Google), hat sich ein neuer Spitzenreiter etabliert, der die Machtverhältnisse an der Wall Street neu geordnet hat.
Der neue König: Nvidia übernimmt die Spitze
Das Jahr 2025 und der Start in das Jahr 2026 markieren eine historische Zäsur im Nasdaq 100. Jahrelang lieferten sich Apple und Microsoft ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Krone des wertvollsten Unternehmens im Index. Doch dieser Zweikampf ist einem neuen, unangefochtenen König gewichen: Nvidia.
Mit einer Gewichtung von mittlerweile 8,75 Prozent (Stand: Januar 2026) hat der Chiphersteller aus Santa Clara nicht nur Apple und Microsoft überholt, sondern ist zum dominierenden Faktor des gesamten Index geworden. Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines fundamentalen Wandels in der Weltwirtschaft. Nvidia liefert mit seinen Hochleistungschips (wie der Blackwell- und der neuen Rubin-Architektur) den "Treibstoff" für das KI-Zeitalter. Rechenzentren weltweit rüsten massiv auf, um die Rechenleistung für generative KI und autonome Systeme bereitzustellen.
Warum Nvidia den Index neu definiert
Der Aufstieg von Nvidia auf fast 9 Prozent Indexgewicht hat weitreichende Folgen für ETF-Anleger:
- KI-Fokus: Der Nasdaq 100 ist nun effektiv ein KI-Index. Wenn Nvidia hustet, bekommt der Nasdaq eine Grippe – und wenn Nvidia quartalsweise Rekordzahlen meldet, zieht es den gesamten Markt nach oben.
- Klumpenrisiko "Magnificent Seven": Die sogenannten "Glorreichen Sieben" (Nvidia, Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet, Meta, Tesla) machen weiterhin einen massiven Teil des Index aus. Allerdings haben sich die Gewichte verschoben. Während Apple und Microsoft eher als stabile "Utility-Tech"-Werte gelten, steht Nvidia für aggressives Wachstum.
- Volatilitätstreiber: Da Nvidia aufgrund der zyklischen Natur der Halbleiterindustrie volatiler ist als beispielsweise Microsoft, überträgt sich diese Schwankungsbreite zunehmend auf den gesamten Nasdaq 100.
Für Dich als Anleger bedeutet das: Mit einem Nasdaq 100 ETF kaufst Du im Jahr 2026 vor allem die Wette auf den Erfolg der Künstlichen Intelligenz. Der "New King" Nvidia ist dabei Dein größter Posten im Depot.
Performance-Check: Starkes, aber volatiles Jahr 2025
Ein Blick zurück auf das Jahr 2025 zeigt, warum der Nasdaq 100 trotz aller Risiken so beliebt bleibt. Nach einem fulminanten Jahr 2023 und einem starken 2024 konnte der Index auch 2025 eine beeindruckende Rendite von rund 21 Prozent erzielen. Damit schlug er erneut den breiteren S&P 500 (ca. 11-12% Rendite) und ließ den deutschen DAX weit hinter sich.
Doch diese Rendite kam nicht ohne Preis. Das Jahr 2025 wurde von Analysten oft als "Realitätstest" bezeichnet. Die Märkte schwankten stark zwischen Euphorie über neue KI-Durchbrüche und der Sorge, ob die massiven Investitionen der Tech-Giganten (Capex) schnell genug Gewinne abwerfen. Phasenweise Korrekturen von 10 bis 15 Prozent waren im Jahr 2025 keine Seltenheit, insbesondere wenn Inflationsdaten oder Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed für Unsicherheit sorgten. Auch der Start in das Jahr 2026 zeigt: Die Volatilität ist gekommen, um zu bleiben. Der Index notiert aktuell im Bereich von 25.000 Punkten, kämpft aber mit Widerständen.
Im Vergleich zum Nasdaq Composite (der alle Nasdaq-Aktien enthält, nicht nur die 100 größten) zeigt der Nasdaq 100 weiterhin eine Outperformance, da er die oft unrentablen kleineren Biotech- und Tech-Werte ausschließt und sich auf die profitablen "Cash-Cows" konzentriert.
Die Volatilität nicht vergessen: Risikomanagement
Auch wenn der langfristige Chart des Nasdaq 100 wie eine Einbahnstraße nach oben aussieht, darfst Du die Risiken nicht ignorieren. Die Konzentration auf den Technologiesektor und speziell auf die Halbleiterindustrie macht den Index anfällig für Sektor-Rotationen. Wenn Großinvestoren Geld aus Tech-Aktien abziehen, um es in defensive Konsumgüter oder Anleihen umzuschichten, trifft es den Nasdaq 100 überproportional hart.
Die Quartalsberichte (Earnings Season) sorgen regelmäßig für große Kurslücken (Gaps). Da Nvidia, Apple und Microsoft zusammen über 20 Prozent des Index ausmachen, können enttäuschende Zahlen von nur einem dieser Unternehmen den gesamten ETF um mehrere Prozentpunkte nach unten ziehen. Besonders ASML Holding NV, ein Schwergewicht aus Europa, das im Nasdaq gelistet ist und die Maschinen für die Chipfertigung liefert, zeigte 2025, wie schnell Prognosesenkungen zu zweistelligen Kursverlusten führen können.
Dennoch: Da im Index 100 Unternehmen gelistet sind, ist das Risiko geringer als beim Kauf einer einzelnen Nvidia- oder Tesla-Aktie. Die "Verlierer" werden automatisch weniger gewichtet oder fliegen beim jährlichen Rebalancing (jeweils im Dezember) ganz aus dem Index, während neue Aufsteiger nachrücken. Dieser "Selbstreinigungsmechanismus" ist einer der größten Vorteile eines ETFs.
Der Währungsfaktor: USD vs. EUR
Der Nasdaq 100 notiert in US-Dollar. Als Anleger aus dem Euro-Raum bist Du daher immer auch im Währungspaar EUR/USD investiert. Steigt der Dollar gegenüber dem Euro (der Euro wird schwächer), profitierst Du zusätzlich zu den Kursgewinnen. Fällt der Dollar (der Euro wird stärker), schmälert dies Deine Rendite.
Im Jahr 2025 war der Dollar tendenziell stark, was Euro-Anlegern Rückenwind gab. Für 2026 erwarten einige Experten jedoch eine Gegenbewegung, sollten die Zinsen in den USA stärker sinken als in Europa. Wer dieses Risiko komplett ausschalten möchte, kann zu sogenannten "Hedged"-ETFs greifen (währungsgesichert). Diese kosten meist etwas mehr Gebühren (TER) und "kosten" Rendite, wenn der Dollar steigt. Für langfristige Anleger (Sparplan über 10+ Jahre) lohnt sich die Währungssicherung meistens nicht, da sich Währungsschwankungen über lange Zeiträume oft ausgleichen.
Auswahl an ETFs auf den Nasdaq 100: Die besten Produkte 2026
Der Markt für Nasdaq-ETFs ist groß, aber zwei Produkte haben sich als Standardlösungen für unterschiedliche Anlegertypen herauskristallisiert. Wichtig ist bei der Auswahl vor allem das Fondsvolumen (Liquidität) und die Replikationsmethode.
Für Sparer: iShares Nasdaq 100 UCITS ETF (Acc), ISIN IE00B53SZB19
Dieser ETF von BlackRock (iShares) ist das Schwergewicht für alle, die Vermögen aufbauen wollen. Mit einem verwalteten Vermögen von mittlerweile über 16 Milliarden Euro ist er extrem liquide und sicher vor einer Fondsschließung. Er ist thesaurierend (Acc), was bedeutet, dass Dividenden von Apple, Microsoft & Co. automatisch wieder angelegt werden. Das ist ideal für den Zinseszinseffekt. Die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei marktüblichen 0,33 Prozent. Die physische Replikation sorgt dafür, dass die Aktien tatsächlich im Sondervermögen liegen.
Der Klassiker: Invesco EQQQ Nasdaq-100 UCITS ETF, ISIN IE0032077012
Der "EQQQ" ist einer der ältesten und bekanntesten ETFs in Europa. Er wurde bereits 2002 aufgelegt und verwaltet über 8 Milliarden Euro. Im Gegensatz zum iShares-Pendant ist dieser Fonds ausschüttend (Dist). Er zahlt die Dividenden quartalsweise an die Anleger aus. Das kann psychologisch wertvoll sein ("Cashflow"), ist aber steuerlich oft etwas weniger effizient als die Thesaurierung, wenn man den Sparerpauschbetrag bereits ausgeschöpft hat. Mit einer TER von 0,30 Prozent ist er minimal günstiger als der iShares-Klassiker.
Die Alternative: iShares Nasdaq 100 UCITS ETF (DE), ISIN DE000A0F5UF5
Dieser ETF ist in Deutschland domiziliert (daher die DE-ISIN), was für manche Anleger aus steuerlichen oder rechtlichen Gründen relevant sein kann. Er ist ebenfalls ausschüttend, zahlt aber oft seltener aus als der EQQQ (meist halbjährlich oder jährlich, je nach Fondsgeschäftsjahr). Mit rund 1,4 Milliarden Euro Volumen ist er kleiner als die beiden oben genannten, aber immer noch mehr als groß genug für eine sichere Anlage.
ETF-Sparplan Vergleich: Wo kostenlos besparen?
Die Rendite Deines Nasdaq-Investments wird nicht nur durch den Kurs bestimmt, sondern auch durch die Kaufkosten. Glücklicherweise tobt unter den Neobrokern auch 2026 ein harter Preiskampf, von dem Du profitierst. Fast alle modernen Broker bieten die oben genannten ETFs mittlerweile komplett ohne Ausführungsgebühr im Sparplan an.
Hier ist der aktuelle Vergleich der beliebtesten Anbieter für Dein Nasdaq-Investment:
| Broker | Sparplan-Gebühr | Mindestsparrate | Besonderheiten 2026 |
|---|---|---|---|
| Trade Republic | Kostenlos | 1 € | Sehr hohe Zinsen auf das Verrechnungskonto (Cash), sehr einfache App, riesige ETF-Auswahl. |
| Scalable Capital | Kostenlos | 1 € | "Free Broker" Modell dauerhaft kostenlos. Exzellente Desktop-Ansicht und Portfolio-Analyse-Tools (Insights). |
| Traders Place | Kostenlos | 1 € | Der neue Herausforderer. Bietet oft Bonus-Aktionen für Neukunden und sehr günstige Einzelkäufe (ab 0€ je nach Ordergröße). |
Worauf Du beim Sparplan achten solltest:
- Ausführungstag: Die meisten Broker führen am 1., 7. oder 15. des Monats aus. Statistisch gesehen macht der Tag langfristig keinen signifikanten Unterschied.
- Dynamisierung: Bei Scalable Capital und einigen anderen kannst Du eine "Dynamisierung" einstellen, sodass Deine Sparrate automatisch jedes Jahr um z.B. 5% steigt – ideal, um die Inflation auszugleichen.
- Wiederanlage: Achte bei ausschüttenden ETFs (wie dem EQQQ) darauf, ob Dein Broker die Ausschüttungen automatisch wieder anlegt (bei Trade Republic möglich) oder ob sie auf dem Konto liegen bleiben.
Wenn Du noch unschlüssig bist, welcher Broker am besten zu Dir passt, hilft ein Blick in unseren detaillierten Online Broker Vergleich 2025/2026.
Fazit: ETFs auf den Nasdaq 100 bleiben Basisinvestment
Der Nasdaq 100 hat sich im Jahr 2026 gewandelt: Er ist nicht mehr nur ein "Tech-Index", sondern das Epizentrum der globalen KI-Infrastruktur. Mit Nvidia an der Spitze (8,75% Gewichtung) hast Du den ultimativen Wachstumstreiber direkt im Depot, flankiert von den Cash-Maschinen Apple und Microsoft. Die Performance von über 20 Prozent im Jahr 2025 zeigt, dass die Wachstumsstory intakt ist, auch wenn Anleger stärkere Nerven für die Volatilität mitbringen müssen.
Für den langfristigen Vermögensaufbau führt an diesem Index kaum ein Weg vorbei, wenn man an die Überlegenheit der US-Wirtschaft und den technologischen Fortschritt glaubt. Ob Du Dich für den ausschüttenden Invesco EQQQ oder den thesaurierenden iShares Acc entscheidest, ist Geschmackssache – beide bilden den Index hervorragend ab. Entscheidend ist der Start: Dank kostenloser Sparpläne bei Anbietern wie Trade Republic oder Scalable Capital kannst Du schon ab wenigen Euro dabei sein. Für Anleger, die etwas mehr Sicherheit suchen, könnte als Ergänzung unser Festgeld Vergleich interessant sein, um die Schwankungen des Aktienmarktes auszugleichen.
Weiterlesen:
Unser Tipp: Bei Scalable Capital kannst Du rund 1700 PRIME ETFs - darunter iShares, Xtrackers und Amundi - von 7:30 bis 23 Uhr gebührenfrei handeln und dauerhaft kostenlos besparen. Monatliche Sparraten schon ab 1 €.
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