Nasdaq 100 ETF 2026: In Nvidia & US-Wachstum investieren

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Die Investition in Aktien US-amerikanischer Unternehmen bietet den Vorteil, dass die Dividende viermal jährlich gezahlt wird. Eine gute Alternative zu Einzelaktien ist ein ETF, da er gleich eine ganze Reihe von Aktien enthält.

Nasdaq 100 ETF 2026: In Nvidia & US-Wachstum investieren

Die Investition in Aktien US-amerikanischer Unternehmen bietet den Vorteil, dass die Dividende häufig quartalsweise gezahlt wird. Eine effiziente und kostengünstige Alternative zum Kauf von Einzelaktien ist ein ETF, da er mit nur einer Transaktion ein ganzes Bündel von Spitzenunternehmen ins Depot holt. Möchtest Du in die größten und innovativsten US-amerikanischen Konzerne investieren, führt im Jahr 2026 kaum ein Weg an einem ETF auf den Nasdaq 100 vorbei. Der Index hat sich über die Jahrzehnte zum wichtigsten Barometer für US-Wachstumsaktien entwickelt. Durch den Aufstieg der Künstlichen Intelligenz hat sich sein Charakter zudem gewandelt: weg vom reinen Tech-Index, hin zu einem Index, in dem KI-Hardware, Cloud-Infrastruktur und Software den Ton angeben. Wenn Du die Grundlagen von Exchange Traded Funds nachlesen möchtest, lohnt ein Blick in unseren ETF-Ratgeber, der erklärt, wie diese Instrumente funktionieren und welche Vorteile sie für Deinen Vermögensaufbau bieten.

Stand: Juni 2026. Alle Kurs-, Gebühren- und Volumenangaben können sich ändern; prüfe vor einer Anlage die aktuellen Werte beim jeweiligen Anbieter.

Was ist der Nasdaq 100?

Der Nasdaq 100 ist ein modifiziert marktkapitalisierungsgewichteter Index, der die Aktien von 100 der größten nicht-finanziellen Unternehmen umfasst, die an der US-Börse Nasdaq gelistet sind. Die Nasdaq selbst gilt als die wichtigste elektronische Börse der USA und ist die Heimat eines großen Teils der globalen Technologie-Elite. Ein entscheidendes Merkmal ist der Ausschluss von Finanzunternehmen wie Banken und Versicherungen, was den Index von breiteren Barometern wie dem S&P 500 unterscheidet. Berechnet wird er bereits seit dem 31. Januar 1985.

Die Gewichtung der Unternehmen basiert auf ihrer Marktkapitalisierung, wobei regelmäßige Anpassungen (Rebalancing) und eine Kappungsregel verhindern sollen, dass einzelne Giganten ein zu starkes Übergewicht bekommen. Dennoch ist die Konzentration im Nasdaq 100 traditionell hoch. Für die Performance-Messung wird üblicherweise der Total-Return-Ansatz (inklusive reinvestierter Dividenden) herangezogen, den auch die meisten ETFs nachbilden.

Dividenden ETFs Infografik

Historisch wurde der Index von Software- und Internetunternehmen dominiert. Im Jahr 2026 zeigt sich ein verfeinertes Bild: Den Ton geben heute Unternehmen an, die die Hardware (Chips), die Infrastruktur (Cloud) und die Anwendungen (Software) für Künstliche Intelligenz bereitstellen. Neben bekannten Namen wie Apple, Microsoft, Amazon und Alphabet (Google) hat sich ein Schwergewicht an die Spitze gesetzt, das die Machtverhältnisse spürbar verschoben hat.

An der Spitze: Nvidia

Jahrelang lieferten sich Apple und Microsoft ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Krone des schwersten Index-Mitglieds. Inzwischen steht Nvidia an der Spitze. Mit einem Indexgewicht von rund 8 Prozent (Stand: Juni 2026) ist der Chiphersteller aus Santa Clara die größte Einzelposition; Apple folgt mit gut 7 Prozent, Microsoft liegt im Bereich von knapp 5 Prozent. Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern Folge eines fundamentalen Wandels: Nvidia liefert mit seinen Hochleistungschips den „Treibstoff" für das KI-Zeitalter, und Rechenzentren weltweit rüsten massiv auf, um die Rechenleistung für generative KI und autonome Systeme bereitzustellen.

Warum diese Konzentration für Anleger zählt

Die Dominanz weniger Schwergewichte hat konkrete Folgen für ETF-Anleger:

  • KI-Fokus: Der Nasdaq 100 ist faktisch zu einem großen Teil ein KI-Index. Schwächelt Nvidia, spürt das der gesamte Index; meldet das Unternehmen Rekordzahlen, zieht das den Markt mit nach oben.
  • Klumpenrisiko „Magnificent Seven": Die „Glorreichen Sieben" (Nvidia, Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet, Meta, Tesla) machen weiterhin einen sehr großen Teil des Index aus. Die obersten zehn Titel stehen zusammen für rund die Hälfte des Index – das ist Chance und Risiko zugleich.
  • Volatilitätstreiber: Da die Halbleiterbranche zyklisch und schwankungsanfällig ist, überträgt sich diese Schwankungsbreite über die großen Chip-Werte zunehmend auf den gesamten Nasdaq 100.

Für Dich als Anleger heißt das: Mit einem Nasdaq-100-ETF kaufst Du 2026 vor allem eine Wette auf den Erfolg der Künstlichen Intelligenz und der größten US-Tech-Konzerne. Wer einseitige Klumpen scheut, sollte den ETF eher als Beimischung zu einem breiteren Welt-Portfolio sehen als zum alleinigen Basisinvestment machen.

Performance und aktueller Indexstand

Ein Blick auf die jüngere Vergangenheit zeigt, warum der Nasdaq 100 trotz aller Risiken so beliebt bleibt: Über die vergangenen Jahre hat er den breiteren S&P 500 wie auch den deutschen DAX meist deutlich hinter sich gelassen. Mitte Juni 2026 notiert der Index im Bereich von rund 29.600 Punkten (Schlussstand 12. Juni 2026), nachdem er erstmals die Marke von 20.000 Punkten Ende 2024 überschritten hatte.

Diese Stärke kommt allerdings nicht ohne Preis. Phasen mit Korrekturen von 10 bis 15 Prozent sind beim Nasdaq 100 keine Seltenheit, insbesondere wenn Inflationsdaten, Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed oder Zweifel an den hohen KI-Investitionen (Capex) der Tech-Riesen für Unsicherheit sorgen. Die Bewertung vieler Schwergewichte ist nach der KI-Rally ambitioniert, was den Index anfällig für Rücksetzer macht. Im Vergleich zum Nasdaq Composite (der alle Nasdaq-Aktien umfasst) zeigt der Nasdaq 100 historisch eine Outperformance, weil er kleinere und oft unrentable Werte ausschließt und sich auf die profitablen „Cash-Cows" konzentriert.

Die Volatilität nicht vergessen: Risikomanagement

Auch wenn der Langfrist-Chart wie eine Einbahnstraße nach oben aussieht, darfst Du die Risiken nicht ausblenden. Die Konzentration auf den Technologiesektor und speziell auf die Halbleiterindustrie macht den Index anfällig für Sektor-Rotationen: Ziehen Großinvestoren Geld aus Tech-Aktien ab, um in defensive Konsumgüter oder Anleihen umzuschichten, trifft es den Nasdaq 100 überproportional hart.

Die Quartalsberichte (Earnings Season) sorgen regelmäßig für große Kurslücken. Da Nvidia, Apple und Microsoft zusammen einen erheblichen Teil des Index ausmachen, können enttäuschende Zahlen eines einzigen dieser Unternehmen den gesamten ETF um mehrere Prozentpunkte bewegen. Auch ASML Holding, ein im Nasdaq gelistetes europäisches Schwergewicht, das die Maschinen für die Chipfertigung liefert, hat in der Vergangenheit gezeigt, wie schnell Prognosesenkungen zu zweistelligen Kursverlusten führen können.

Ein Trost bleibt: Da im Index 100 Unternehmen stecken, ist das Risiko geringer als beim Kauf einer einzelnen Nvidia- oder Tesla-Aktie. „Verlierer" werden automatisch geringer gewichtet oder fliegen beim Rebalancing aus dem Index, während Aufsteiger nachrücken. Dieser „Selbstreinigungsmechanismus" ist einer der größten Vorteile eines ETFs gegenüber dem Stockpicking.

Der Währungsfaktor: USD vs. EUR

Der Nasdaq 100 notiert in US-Dollar. Als Anleger aus dem Euro-Raum bist Du daher immer auch im Währungspaar EUR/USD investiert. Steigt der Dollar gegenüber dem Euro, profitierst Du zusätzlich zu den Kursgewinnen; wird der Euro stärker, schmälert das Deine Rendite.

Wer dieses Risiko ausschalten möchte, kann zu währungsgesicherten „Hedged"-ETFs greifen. Diese kosten meist etwas mehr Gebühren und „kosten" Rendite, wenn der Dollar steigt. Für langfristige Sparplan-Anleger (10+ Jahre) lohnt sich die Währungssicherung meist nicht, da sich Währungsschwankungen über lange Zeiträume oft ausgleichen.

Auswahl an ETFs auf den Nasdaq 100: Die besten Produkte 2026

Der Markt für Nasdaq-ETFs ist groß, aber einige Produkte haben sich als Standardlösungen für unterschiedliche Anlegertypen herauskristallisiert. Wichtig sind bei der Auswahl vor allem das Fondsvolumen (Liquidität), die Replikationsmethode und die Frage, ob die Erträge ausgeschüttet oder thesauriert werden. Die folgenden drei ETFs decken die gängigsten Bedürfnisse ab. Alle Zahlen stammen aus den Anbieter-Factsheets bzw. justETF (Stand: Frühjahr/Juni 2026).

Für Sparer: iShares Nasdaq 100 UCITS ETF (Acc), ISIN IE00B53SZB19
Dieser ETF von BlackRock (iShares) ist das Schwergewicht für alle, die Vermögen aufbauen wollen. Mit einem verwalteten Vermögen von rund 22 Milliarden Euro ist er extrem liquide und damit gut gegen eine Fondsschließung abgesichert. Er ist thesaurierend (Acc): Dividenden von Apple, Microsoft & Co. werden automatisch wieder angelegt, was den Zinseszinseffekt unterstützt. Die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei günstigen 0,30 Prozent pro Jahr, die physische Vollreplikation sorgt dafür, dass die Aktien tatsächlich im Sondervermögen liegen. Domizil ist Irland. Wer einen passenden Broker zum kostenlosen Besparen sucht, wird etwa bei Trade Republic fündig.

Der Klassiker: Invesco EQQQ Nasdaq-100 UCITS ETF, ISIN IE0032077012
Der „EQQQ" ist einer der ältesten und bekanntesten Nasdaq-ETFs in Europa. Aufgelegt bereits 2002, verwaltet er rund 11 Milliarden Euro. Im Gegensatz zum iShares-Pendant ist dieser Fonds ausschüttend (Dist) und zahlt die Dividenden quartalsweise aus. Das kann psychologisch wertvoll sein („Cashflow"), ist aber steuerlich oft etwas weniger effizient als die Thesaurierung, sobald der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist. Mit einer TER von ebenfalls 0,30 Prozent und physischer Vollreplikation liegt er auf Augenhöhe mit dem iShares-Acc. Domizil ist Irland.

Die Alternative: iShares Nasdaq 100 UCITS ETF (DE), ISIN DE000A0F5UF5
Dieser ETF ist in Deutschland domiziliert (daher die DE-ISIN), was für manche Anleger aus steuerlichen oder organisatorischen Gründen relevant sein kann. Er ist ausschüttend, zahlt aber seltener aus als der EQQQ. Mit rund 5 Milliarden Euro Volumen ist er kleiner als die beiden oben genannten, aber weiterhin groß genug für eine liquide, sichere Anlage. TER 0,30 Prozent, physische Vollreplikation.

ETF-Sparplan-Vergleich: Wo kostenlos besparen?

Die Rendite Deines Nasdaq-Investments hängt nicht nur vom Kurs ab, sondern auch von den Kaufkosten. Unter den Neobrokern tobt auch 2026 ein harter Preiskampf, von dem Du profitierst: Fast alle modernen Anbieter führen die oben genannten ETFs mittlerweile ohne Ausführungsgebühr im Sparplan aus.

Hier ein Vergleich beliebter Anbieter für Dein Nasdaq-Investment:

BrokerSparplan-GebührMindestsparrateBesonderheiten 2026
Trade RepublicKostenlos1 €Zinsen auf das Verrechnungskonto (Cash), sehr einfache App, große ETF-Auswahl.
Scalable CapitalKostenlos1 €„Free Broker"-Modell, sehr gute Desktop-Ansicht und Portfolio-Analyse-Tools (Insights).
INGKostenlos1 €Etablierte Direktbank mit großem Sparplan-Angebot und Girokonto aus einer Hand.

Worauf Du beim Sparplan achten solltest:

  • Ausführungstag: Die meisten Broker führen am 1., 7. oder 15. des Monats aus. Statistisch macht der Tag langfristig keinen signifikanten Unterschied.
  • Dynamisierung: Bei einigen Anbietern kannst Du eine „Dynamisierung" einstellen, sodass Deine Sparrate jedes Jahr automatisch steigt – praktisch, um die Inflation auszugleichen.
  • Wiederanlage: Achte bei ausschüttenden ETFs (wie dem EQQQ) darauf, ob Dein Broker die Ausschüttungen automatisch wieder anlegt oder ob sie auf dem Verrechnungskonto liegen bleiben.

Wenn Du noch unschlüssig bist, welcher Broker am besten zu Dir passt, hilft ein Blick in unseren detaillierten Online-Broker-Vergleich 2025/2026.

Fazit: ETFs auf den Nasdaq 100 als Wachstumsbaustein

Der Nasdaq 100 hat sich 2026 gewandelt: Er ist nicht mehr nur ein „Tech-Index", sondern zu einem großen Teil ein Spiegel der globalen KI-Infrastruktur. Mit Nvidia an der Spitze (rund 8 Prozent Gewicht), flankiert von Apple und Microsoft, hast Du die größten Wachstumstreiber direkt im Depot – aber eben auch ein deutliches Klumpenrisiko und eine ambitionierte Bewertung. Die Wachstumsstory ist intakt, doch Anleger brauchen Nerven für die Volatilität.

Für den langfristigen Vermögensaufbau kann der Index ein starker Wachstumsbaustein sein, wenn man an die Überlegenheit der US-Tech-Konzerne glaubt. Wegen der Konzentration eignet er sich aber eher als Ergänzung zu einem breit gestreuten Welt-Portfolio als zum alleinigen Basisinvestment. Ob Du den ausschüttenden Invesco EQQQ oder den thesaurierenden iShares Acc wählst, ist vor allem Geschmackssache – beide bilden den Index zu identischen 0,30 Prozent TER hervorragend ab. Dank kostenloser Sparpläne bei Anbietern wie Trade Republic oder Scalable Capital kannst Du schon ab wenigen Euro starten. Wer die Schwankungen des Aktienmarktes etwas abfedern möchte, findet in unserem Festgeld-Vergleich mögliche Ergänzungen für den sicheren Teil des Portfolios.

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Unser Tipp: Bei Scalable Capital kannst Du rund 1700 PRIME ETFs - darunter iShares, Xtrackers und Amundi - von 7:30 bis 23 Uhr gebührenfrei handeln und dauerhaft kostenlos besparen. Monatliche Sparraten schon ab 1 €.

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