Reich werden: Diese 6 Tipps führen langfristig zum Ziel

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Reichtum, finanzielle Unabhängigkeit und sicherlich auch (etwas) Luxus: Reich zu sein treibt viele Menschen an, der Weg dahin ist aber steinig und natürlich längst nicht jedem vergönnt. Diese Tipps helfen dir langfristig - denn über Nacht reich zu werden ist oft nur Träumerei.

Reich werden: Diese 6 Tipps führen langfristig zum Ziel

Reichtum definieren - ab wann ist man überhaupt reich?

Es gibt keine in Stein gemeißelte Definition von Reichtum. Für die eine Person ist das eventuell einfach nur eine wundervolle Familie zu haben und gesund zu sein, woran definitiv überhaupt nichts verkehrt oder auszusetzen ist. Hier geht es aber um Kapital, Finanzen und Geldanlage: Deshalb assoziieren wir Reichtum natürlich mit Geld und drücken diesen in Zahlen aus. Aber auch in diesem abgesteckten Sinnkreis lässt sich Reichtum unterschiedlich definieren - einmal über das Vermögen und andererseits das Einkommen.

Was das Einkommen betrifft, gilt man in Deutschland dann als einkommensstark, wenn man wenigstens das Dreifache des Nettomedieneinkommens verdient. Was hierzulande aktuell etwa 5.700 Euro sind. Natürlich gibt es da ebenfalls Unterschiede, denn Lebensunterhaltungskosten und Einkommensniveau sind in Bayern oder Hamburg nicht mit beispielsweise Sachsen, Brandenburg oder generell den neuen Bundesländern zu vergleichen.

Schaut man hingegen auf das Vermögen, sieht es schon anders aus. Die reichsten zehn Prozent in Deutschland zählen 477.200 Euro aufwärts (laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft [IW] in Köln) zu ihrem Vermögen. Hier ist erneut zu differenzieren. Ein 30-jähriger Arzt wird zwar schon ab dem Status als Facharzt gut verdienen, ein Vermögen von rund einer knappen halben Million aber kaum gebildet haben - womöglich bringt er eher noch Schulden aus dem Studium mit. Generell ist die Vermögensangabe oftmals trügerisch. Der Großteil dieses Vermögens macht schlicht die eigene Immobilie aus, die ältere Personen noch weitaus günstiger gebaut/gekauft haben als heutzutage möglich oder jüngere Personen kamen in das Glück einer Immobilienerbschaft.

Reichtum ist ebenso eine Frage des Lebensstandards. Für manche bedeutet das schon "ganz normal" zu leben, aber die Kosten dafür beispielsweise durch Dividenden und Erträge zu decken. Andere fühlen sich erst dann reich, wenn sie Luxus genießen können, ob das nun eine Gucci-Tasche oder ein neuer Porsche sind, vielleicht aber auch nur die Möglichkeit das gesamte Jahr über zu reisen, bleibt dabei jedem selbst überlassen.

Wie wird man reich? Einen allgemeingültigen Tipp gibt es nicht!

Es gibt weder den einen Tipp noch ein Zaubermittel, um plötzlich reich zu werden. Einigen Menschen passiert das natürlich: Vielleicht gründen sie und machen einige Jahre später einen erfolgreichen Exit, andere gewinnen vielleicht im Lotto oder haben schon sehr früh in Kryptowährungen investiert. Solche Situationen sind aber kein hilfreicher Tipp, zumal sie eher die Ausnahme sind. Verlässlich reich, wenn überhaupt, wird man nur mit langfristigem Denken - und einer langfristigen Geldanlage, die attraktiv rentiert.

Unsere nachfolgenden Tipps müssen nicht allesamt befolgt werden, manche passen auch nur in ein bestimmtes Lebensalter oder eine spezifische Lebenssituation. Aber sie sollen dir einige Optionen vorstellen, die sich aus historischer Sicht bewährt haben.


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Tipp #1 - Geld immer arbeiten lassen!

Der bekannte Value-Investor Warren Buffett, der auch hierzulande viele Fans hat, sagte einmal sinngemäß, dass die meisten Menschen deshalb nicht reich werden, weil sie es nicht langsam werden wollen. Worauf er sich damit bezieht ist die notwendige Geduld, die du unbedingt mitbringen solltest. Beim Vermögensaufbau ist sie unerlässlich und selbiger ist die zentrale Stütze des künftigen Reichtums.

Du solltest dein Geld, also das, was du nicht unmittelbar oder in absehbarer Zeit benötigst, immer arbeiten lassen - also einen Zins generieren. Geld, das nicht arbeitet, verliert durch die Inflation nicht nur kontinuierlich an Wert beziehungsweise Kaufkraft, es vermehrt sich auch nicht. Dann würdest du deinem Ziel nur durch weitere Einkünfte durch Arbeit näherkommen. Dabei weißt du sicher selbst, welchen starken Effekt der Zinseszins hat.

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Deshalb: Seriös zu investieren und damit Geld arbeiten zu lassen, ist ein verlässlicher Weg, um das eigene Vermögen zu steigern. Ob du so wirklich reich wirst, hängt natürlich von der fortlaufenden Höhe deiner Investitionen, der Disziplin und auch der Entwicklung deiner Assets ab. Lässt du Geld aber gar nicht erst arbeiten, verlierst du in jedem Fall - und sei es nur durch die Inflation.

Tipp #2 - das Humankapital steigern (und es sparen)

Als Humankapital bezeichnet man die Einnahmen, die du bis zum geplanten Renteneintritt insgesamt und inflationsadjustiert höchstwahrscheinlich erzielen wirst. Wenn du nicht gerade in eine Erbschaft gestolpert bist oder reiche Eltern hast, wird dein Humankapital der wichtigste Faktor bei deinem Plan Reichtum zu erlangen sein. Idealerweise steigerst du dein Einkommen, ob nun aus selbständiger Tätigkeit oder als Arbeitnehmer, fortlaufend und verlässlich.

Simultan solltest du natürlich nicht einfach konsequent alles davon ausgeben. Besser ist zeitgleich mit dem Humankapital auch deine Sparquote zu steigern, womit wir wieder beim ersten Tipp wären. Je mehr du verdienst, desto mehr kannst du investieren, wodurch mehr Kapital arbeitet und der Zinseszinseffekt in absoluten Zahlen maximiert wird. Vor allem in den Anfangsjahren ist es wesentlich lohnenswerter, die eigene verfügbare Zeit in Weiter- und Ausbildungen, zusätzliche Qualifikationen und damit generell die Karriere, statt beispielsweise in langwierige Aktienanalysen zu stecken. All das steigert dein Humankapital im Idealfall über Jahrzehnte, während ein paar Prozentpunkte Rendite mehr bei einer kleinen Kapitalsumme kaum einen nennenswerten Unterschied machen.

Tipp #3 - keinen "Reich-werden-Gurus" auf den Leim gehen

Du kennst sie sicher: Die ganzen Bücher, Influencer, Talking Heads und Gurus, die dir sagen, dass du schon reich werden wirst, wenn du nur 3 Uhr aufstehst und ihre eigenen Produkte kaufst. Solche Bauern- und Rattenfänger sind entweder nicht einmal reich oder sie wurden es erst durch ihr cleveres Eigenmarketing und die verzweifelten Leute, die viel Geld für ihre Produkte ausgeben. Meistens handelt es sich eh nur um Poser, die vor geleasten Sportwagen stehen und teure Luxusuhren aus der Türkei tragen. Sie helfen dir nicht nur nicht weiter, deren Produkte sind auch verschwendetes Geld. Du wirst nicht reich, indem du in eine WhatsApp-Gruppe gehst, einem Schneeballsystem beitrittst oder diesen Gurus dein Geld hinterherwirfst. In deinem Depot, in einer seriösen Kapitalanlage, ist das Geld besser aufgehoben - und die Zeit investierst du lieber in deine echte berufliche Weiterentwicklung.

Tipp #4 - Chancen analysieren und gegebenenfalls nutzen

Chancen gibt es immer. Nicht alle davon führen zum Erfolg, das liegt in der Natur der Sache. Trotzdem lohnt es sich am Ball zu bleiben, denn manche Chancen können das eigene Vermögen schon mit überschaubarem Einsatz erheblich vermehren. Bitcoin und die weiteren Kryptowährungen sind ein gutes Beispiel hierfür, auch Aktien wie Tesla oder Apple haben viele Normalverdiener zu Millionären werden lassen. Natürlich solltest du niemals blind jedem Versprechen folgen, aber vor allem in jüngeren Jahren, wenn du Verluste noch leicht durch dein Einkommen ausgleichen kannst, lohnt es sich zumindest das eigene Portfolio dahingehend punktuell zu erweitern. Vielleicht erwischt du ja einen 10- oder 20-Bagger, der deiner Vermögensbildung so einen Kickstart verschafft.

Tipp #5 - Fremdkapital in jungen Jahren nutzen

Der typische Deutsche ist gemeinhin sehr risikoscheu. Während Schulden, Mortgages und Co. zum amerikanischen Alltag gehören, hat der Deutsche am liebsten überhaupt keine Schulden. Dabei sind Schulden nicht zwangsläufig schlecht, wenn sie beziehungsweise das damit verbundene Fremdkapital clever genutzt werden. In früheren Jahrzehnten hatten viele Menschen (unbewusst) einen Fremdkapitalhebel im eigenen Vermögensportfolio - nämlich das gekaufte oder gebaute Haus. Heute ist Wohneigentum aber für viele Normalverdiener in die Sphären des Unrealistischen gerutscht. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, um das eigene Kapital mit Fremdkapital zu hebeln - zum Beispiel über einen Lombardkredit oder gehebelte ETFs.

Natürlich geht mit Fremdkapital immer ein höheres Risiko als ohne einher. Deshalb eignet sich dieses Instrument auch nur für bereits erfahrene Anleger und Menschen mit einem gewissen Verständnis von Geld und Kapital. Dann aber ist Fremdkapital vor allem in jungen Jahren eine sehr gute Möglichkeit, um frühzeitig höhere absolute Renditen einzufahren und das eigene arbeitende Geld schneller und stärker zu vermehren.

Tipp #6 - das restliche Leben nicht aus den Augen verlieren

Wer sich den gesamten Tag über nur mit dem Plan des eigenen Reichtums beschäftigt, wird früher oder später wahrscheinlich frustriert oder entwickelt einen Burn-Out, vor allem wenn der Plan noch mit langen Arbeitstagen in Verbindung steht. Vermögensbildung ist wichtig, dein restliches Leben sollte deshalb aber nicht an dir vorbeirauschen. Nimm dir ausreichend Zeit für dich, gönn dir von Zeit zu Zeit etwas und vergiss deine Freunde und den Partner nicht. Du kannst nicht jeden Tag 16 Stunden lang am reich werden arbeiten, dein Körper und Geist müssen sich irgendwann auch einmal erholen. Oftmals sind es dann sogar diese Momente, wo dir vielleicht eine neue, vielversprechende Idee kommt und sich der gewünschte Reichtum dann auf andere Weise als bisher manifestiert. Währenddessen erledigen Sparplan und Co. ganz automatisch für dich den Rest.

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