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Indexfonds kaufen und günstig Vermögen aufbauen

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Möchtest Du in Aktien investieren und von einer guten Risikostreuung profitieren, kannst Du Anteile an einem Indexfonds kaufen. Diese Fonds werden auch als ETFs bezeichnet und bilden einen Index wie den DAX nach. Sie entwickeln sich so wie der zugrunde liegende Index.

Indexfonds kaufen und günstig Vermögen aufbauen

Stand: Juni 2026. Wer Anteile an einem Indexfonds kaufen will, braucht 2026 weniger Geld und weniger Wissen als je zuvor. Bei den großen Neobrokern laufen ETF-Sparpläne kostenlos, ein Depot kostet nichts, und schon ab 1 Euro pro Monat bist du dabei. Dieser Artikel zeigt, wie der Kauf konkret abläuft, worauf du bei der Auswahl achtest und wo die echten Kosten stecken.

Indexfonds und die Vorteile

Suchst Du nach einer Geldanlage mit guter Rendite und solider Risikostreuung, sind Indexfonds für die meisten Privatanleger die naheliegende Wahl. Indexfonds werden auch als Exchange Traded Funds bezeichnet, kurz ETFs. Sie werden an der Börse gehandelt und nicht aktiv gemanagt. Stattdessen bilden sie einen Index wie den DAX, den Euro STOXX 50 oder den MSCI World nach und entwickeln sich so wie der Index. Ein ETF auf den DAX bringt Gewinne, wenn der DAX steigt.

Er verliert aber auch, wenn der deutsche Leitindex fällt. Das gilt für ETFs auf jeden Index. Der Reiz liegt woanders: Anteile an einem ETF zu kaufen ist deutlich günstiger als der Kauf aktiv gemanagter Investmentfonds. Es gibt keinen Ausgabeaufschlag, der bei klassischen Fonds schnell 5 Prozent der Anlagesumme frisst. Du zahlst nur eine geringe, je nach Handelsplatz unterschiedliche Gebühr und gegebenenfalls eine Ordergebühr beim Broker. Dazu kommt der Schutz als Sondervermögen: Dein investiertes Geld wird getrennt vom Vermögen des Emittenten verwahrt. Geht der Anbieter pleite, fällt dein ETF nicht in die Insolvenzmasse.

ETFs sind außerdem flexibel und liquide. Du kannst sie während der Börsenzeiten jederzeit kaufen und verkaufen. Die Zusammensetzung wird regelmäßig veröffentlicht, du weißt also genau, was im Fonds steckt. Historisch haben breit gestreute Aktien langfristig rund 7 bis 8 Prozent pro Jahr gebracht, beim MSCI World seit 1975 je nach Berechnung etwa 7,7 bis 9,7 Prozent. Für deine eigene Planung solltest du trotzdem konservativ rechnen, etwa mit 6 Prozent pro Jahr, denn die Vergangenheit ist keine Garantie. Welche Fonds konkret in Frage kommen, zeigt der Artikel über 3 ETFs für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Indexfonds kaufen: So läuft es Schritt für Schritt

Der Weg zum ersten ETF-Anteil ist kürzer, als viele denken. In der Praxis sind es vier Schritte. Eine ausführlichere Variante findest du in der Anleitung „ETF kaufen in 5 Schritten".

  1. Depot eröffnen. Du brauchst ein Wertpapierdepot. Bei Neobrokern wie Trade Republic oder Scalable Capital ist das in wenigen Minuten per App erledigt, das Depot selbst kostet nichts. Auch die ING führt das Depot kostenlos.
  2. ETF auswählen. Entscheide dich für einen Index (für den Einstieg meist ein breiter Welt-Index wie der MSCI World oder FTSE All-World) und prüfe TER, Fondsvolumen, Replikationsart und Ertragsverwendung. Mehr dazu weiter unten.
  3. Sparplan oder Einmalkauf festlegen. Regelmäßig automatisch besparen oder eine größere Summe auf einmal anlegen, beides ist möglich und lässt sich kombinieren.
  4. Order ausführen und laufen lassen. Sparplan einrichten oder Kauforder aufgeben, am besten als Limit-Order bei größeren Beträgen, und ansonsten Ruhe bewahren. Buy and hold schlägt hektisches Handeln.

Sparplan oder Einmalkauf: Was passt zu dir?

Ein Sparplan investiert automatisch in festen Abständen, etwa monatlich. Das senkt die Einstiegshürde auf 1 Euro, glättet Kursschwankungen über die Zeit (Cost-Average-Effekt) und nimmt dir die Frage nach dem „richtigen" Zeitpunkt ab. Für die meisten Berufstätigen, die aus dem laufenden Einkommen anlegen, ist der Sparplan der Standardweg.

Ein Einmalkauf lohnt sich, wenn du bereits eine größere Summe hast, etwa aus einer Erbschaft oder Bonuszahlung. Statistisch war es über lange Zeiträume meist vorteilhafter, eine vorhandene Summe sofort komplett zu investieren, als sie in Tranchen zu stückeln, weil die Märkte langfristig häufiger steigen als fallen. Wer mit dem Gefühl nicht klarkommt, alles auf einmal zu investieren, verteilt den Betrag auf einige Monate. Das kostet im Schnitt etwas Rendite, schützt aber vor dem Ärger über einen schlechten Einstiegszeitpunkt. Beides ist legitim, entscheidend ist, dass du überhaupt anfängst und dabei bleibst.

Unterschiede zwischen Indexfonds und aktiv gemanagten Investmentfonds

Der zentrale Unterschied liegt im Anlageziel. Ein Indexfonds bildet seinen Referenzindex möglichst exakt nach und entwickelt sich parallel dazu. Er steigt, wenn der Index steigt, und fällt, wenn der Index fällt. Mehr als der Index ist nicht drin, das ist Teil des Konzepts.

Aktiv gemanagte Fonds versuchen dagegen, den Markt zu schlagen. Sie wählen gezielt Titel aus, von denen sich das Management eine Überrendite erhofft. Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass die große Mehrheit dieser Fonds den Vergleichsindex über lange Zeiträume nicht dauerhaft schlägt. Das ständige Umschichten kostet Geld, und diese Kosten tragen am Ende die Anleger.

Genau hier punkten Indexfonds mit ihrer Kosteneffizienz. Weil sie passiv verwaltet werden, fallen kaum Managementgebühren an. Die Gesamtkostenquote (TER) breiter ETFs liegt heute oft zwischen 0,07 und 0,20 Prozent pro Jahr, manche Spezial-ETFs reichen bis etwa 1,20 Prozent. Bei 0,07 Prozent sind das 7 Euro pro Jahr auf 10.000 Euro Anlagesumme. Dieser Kostenvorteil wirkt über Jahrzehnte spürbar auf die Rendite. Weitere Ansätze beschreibt der Artikel über beliebte ETF-Strategien.

Unterschiede in der Replikation der Indexfonds

ETFs unterscheiden sich darin, wie sie ihren Index nachbilden. Bei der physischen Replikation kauft der Emittent die Indextitel tatsächlich. Bei einem überschaubaren Index wie dem DAX kann er alle Werte halten (vollständige Replikation). Bei großen Indizes wie dem MSCI World mit über 1.300 Titeln oder dem S&P 500 mit 500 Titeln genügt häufig eine repräsentative Auswahl (optimiertes Sampling).

Bei der synthetischen Replikation kauft der Emittent keine Wertpapiere, sondern schließt ein Tauschgeschäft (Swap) mit einer Bank. Er zahlt eine Swap-Gebühr und bekommt im Gegenzug die Wertentwicklung des Index zugesichert. Das eignet sich vor allem für schwer zugängliche Märkte oder exotische Indizes. Für solche Regionen kann der Asien ETF Vergleich aufschlussreich sein. Für den breiten Vermögensaufbau greifen die meisten Anleger heute zu physisch replizierenden Welt-ETFs.

Unterschiede in der Art der Ertragsverwendung

Beim Kauf solltest du auf die Ertragsverwendung achten. Es gibt ausschüttende und thesaurierende Fonds.

Bei einem ausschüttenden Fonds wird die Dividende an dich ausgezahlt, je nach ETF jährlich, halbjährlich oder quartalsweise. Bei ausschüttenden DAX-ETFs erfolgt die Ausschüttung in der Regel einmal pro Jahr. Ein Beispiel:

Xtrackers DAX UCITS ETF Income 1D, ISIN LU0838782315, WKN DBX0NH

  • Fondsvolumen: rund 441 Millionen Euro
  • Auflagedatum: November 2012
  • Gesamtkostenquote (TER): 0,09 Prozent
  • Ertragsverwendung: ausschüttend

Entscheidest du dich für einen thesaurierenden Fonds, werden die Dividenden automatisch wieder angelegt. Du profitierst vom Zinseszinseffekt, bekommst über die Zeit immer mehr Fondsvermögen und musst dich um nichts kümmern. Für den langfristigen Vermögensaufbau per Sparplan sind thesaurierende ETFs deshalb meist die bessere Wahl. Auch auf den DAX gibt es sie:

iShares Core DAX UCITS ETF (DE), ISIN DE0005933931, WKN 593393

  • Fondsvolumen: mehrere Milliarden Euro
  • Auflagedatum: Dezember 2000
  • Gesamtkostenquote (TER): 0,16 Prozent
  • Ertragsverwendung: thesaurierend

Kosten beim Erwerb von Indexfonds

Die Kosten beim Kauf von ETF-Anteilen sind deutlich niedriger als bei aktiven Fonds. Du zahlst zwei Arten von Kosten. Zum einen die laufende Gesamtkostenquote, die der Emittent jährlich aus dem Fondsvermögen entnimmt. Sie deckt unter anderem ab:

  • Betriebskosten, etwa für Revision, Wirtschaftsprüfung und Portfolio-Management
  • Lizenzgebühren für die Nachbildung des Referenzindexes
  • Verwaltungs- und Vertriebskosten, etwa für Fondsdokumente

Je nach Fonds liegt die TER zwischen 0,07 und 1,20 Prozent pro Jahr. Zum anderen können beim Kauf Kosten auf Broker-Seite anfallen: eine Handelsplatzgebühr und gegebenenfalls eine Ordergebühr. Eine Depotgebühr verlangen vor allem Filialbanken; bei Online-Brokern entfällt sie in der Regel. Wie sich einzelne Anbieter im Alltag schlagen, zeigen die Erfahrungen mit Online-Brokern.

Beim Einzelkauf zahlst du je nach Broker einen Festpreis (etwa 1 Euro) oder einen Prozentsatz vom Ordervolumen. Bei einem Sparplan ist die Ausführung bei den führenden Neobrokern inzwischen kostenlos. Genau das ist 2026 der Standard. Um die günstigste Variante für dich zu finden, hilft der kostenlose Brokervergleich, der Depot- und Ordergebühren der verschiedenen Anbieter gegenüberstellt.

0-Euro-Sparpläne 2026: Broker-Konditionen im Vergleich

Bei den großen Neobrokern kostet die Sparplan-Ausführung nichts mehr, und das Depot ist gratis. Die folgenden Konditionen gelten mit Stand Juni 2026:

AnbieterDepotETF-SparplanEinzelorderMindestsparrate
Trade Republickostenloskostenlos (rund 2.900 ETFs)1 Euro Fremdkostenpauschale1 Euro
Scalable Capitalkostenlos (Free Broker)kostenlos (rund 2.900 ETFs)0,99 Euro; viele ETFs ab 250 Euro gratis1 Euro
INGkostenloskostenlos (rund 1.200 ETFs)4,90 Euro + 0,25 %, max. 69,90 Euro1 Euro

Für reine Sparplan-Anleger sind alle drei praktisch gleichauf, hier zählt eher die App und das ETF-Angebot. Wer zusätzlich größere Einmalkäufe plant, fährt bei Scalable Capital oder Trade Republic günstiger als bei einer Direktbank wie der ING, deren Stärke eher das Gesamtpaket aus Girokonto, Tagesgeld und Depot ist. Aktionsangebote wie Neukunden-Gutscheine kommen und gehen; prüfe die Konditionen vor der Eröffnung direkt beim Anbieter.

Kriterien beim Kauf von Indexfonds

Damit dein ETF-Kauf langfristig aufgeht, lohnt der Blick auf einige Kennzahlen:

  • Referenzindex: möglichst breit gestreut über viele Titel, Länder und Branchen, das senkt das Risiko
  • Fondsvolumen: idealerweise über 200 Millionen Euro, damit der Fonds nicht mangels Wirtschaftlichkeit geschlossen wird
  • Fondsalter: mindestens fünf Jahre für eine belastbare Historie (kein Muss bei jungen, aber großen Welt-ETFs)
  • TER: bei breiten Indizes je niedriger, desto besser
  • Ertragsverwendung: thesaurierend für den Vermögensaufbau, ausschüttend für regelmäßige Erträge

Wenn du langfristig planst und auf den Zinseszinseffekt setzt, sind thesaurierende ETFs besonders attraktiv. Wer dagegen regelmäßige Auszahlungen möchte, etwa zur Aufstockung der Rente, fährt mit ausschüttenden Fonds besser. Mehr zum langfristigen Vermögensaufbau im Artikel über Investitionen in eine sichere Zukunft.

Fazit: Indexfonds kaufen war nie einfacher

Ein Indexfonds bildet einen Referenzindex wie den DAX oder MSCI World möglichst genau nach, statt ihn schlagen zu wollen. Das macht ihn kostengünstig, transparent und für die meisten Privatanleger zur besten Wahl beim Vermögensaufbau. Du kannst zwischen ausschüttenden und thesaurierenden, physisch und synthetisch replizierenden Varianten wählen.

2026 ist der Einstieg so günstig wie nie: kostenloses Depot, gratis Sparpläne ab 1 Euro, TER ab 0,07 Prozent. Mit einem breit gestreuten Welt-ETF, einem günstigen Broker und einem regelmäßigen Sparplan baust du über die Jahre solide Vermögen auf. Rechne dabei langfristig konservativ mit etwa 6 Prozent Rendite pro Jahr und halte durch, auch wenn die Kurse mal schwanken. Wie sicher dein Depot dabei wirklich ist, erklärt der Artikel Neobroker: Wie sicher ist dein Depot wirklich?


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Unser Tipp: Bei Scalable Capital kannst Du rund 1700 PRIME ETFs - darunter iShares, Xtrackers und Amundi - von 7:30 bis 23 Uhr gebührenfrei handeln und dauerhaft kostenlos besparen. Monatliche Sparraten schon ab 1 €.

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"Kostenlose ETF-Sparpläne" bezieht sich auf die Ausführung der Sparpläne. Es entstehen ggfs. weitere Produktkosten und Zuwendungen. Bei Aktionsangeboten gelten die Teilnahmebedingungen des jeweiligen Anbieters.

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