Goldpreis Prognose: Wie ist die Entwicklung 2021 und langfristig?

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Gold ist bei vielen Anlegern beliebt, da es als beständig gilt und greifbar ist. Möchtest Du investieren, solltest Du Dich mit der Goldpreis Prognose beschäftigen. Auch der Preis für dieses Edelmetall kann volatil sein. Unerwartete Entwicklungen sind bei Gold an der Tagesordnung.

Goldpreis Prognose: Wie ist die Entwicklung 2021 und langfristig?

Der Goldpreis aktuell

Bevor eine Prognose auf den Goldpreis für 2021 und für die Zukunft abgegeben werden kann, solltest Du Dir den aktuellen Goldpreis näher anschauen. Der Preis von Gold wird immer pro Feinunze angegeben. Eine Feinunze entspricht 31,1034768 Gramm. Am 31. August 2021 lag der Preis für eine Feinunze Gold bei 1.533,60 Euro. Für eine Prognose reicht es nicht aus, den aktuellen Preis zu betrachten. Du solltest Dir den Chart näher anschauen, um Rückschlüsse für die künftige Entwicklung zu ziehen. Noch vor einem Jahr lag der Preis für eine Feinunze Gold deutlich höher. Ein Kurseinbruch war Ende November 2020 zu verzeichnen. Der Kurs erholte sich kurzfristig wieder, um dann wenige Monate später, im Februar und März 2021, noch weiter nach unten zu rutschen. Im Mai 2021 erholte sich der Kurs wieder, doch reichte er nicht an den Wert vom September 2020 heran. Anfang August 2021 war wieder ein Kurseinbruch zu verzeichnen. Der Kurs zeigt aktuell wieder eine schwache Erholung. Mit einer Prognose solltest Du eher vorsichtig sein.

Kostenlose Wertpapierdepots für 2021 im Vergleich
Möchtest Du in ETFs, Aktien oder andere Wertpapiere investieren, benötigst Du ein Wertpapierdepot. Bei den Online-Banken und Online-Brokern wird es meistens kostenlos angeboten. Hast Du ein solches Depot, kannst Du zumeist auch Sparpläne eröffnen. Der Vergleich informiert über die Konditionen.

Schwache Entwicklung trotz höherer Inflation

In Inflationszeiten investieren viele Anleger in Gold, da sie glauben, dass es beständig ist. In der Vergangenheit stieg der Goldpreis in Inflationszeiten häufig in die Höhe. Auch aktuell ist eine starke Inflation zu verzeichnen. Die Inflationsrate liegt aktuell ungefähr bei 3,9 Prozent. Der Goldpreis hat sich auch jetzt, trotz höherer Inflationsrate, nur schwach entwickelt. Die Inflation könnte sich bis Ende 2021 noch weiter fortsetzen, doch ist mit einem geringeren Anstieg der Inflationsrate zu rechnen. Die Inflationsrate ist zuletzt stark gestiegen, da die Unternehmen ihre Preise nach der Corona-Krise wieder angezogen haben. Die Kaufkraft des Geldes hat abgenommen. Auch wenn die Inflationsrate für den Rest 2021 geringer ansteigen wird, kann mit einem Anstieg des Goldpreises gerechnet werden. Es handelt sich jedoch eher um eine schwache Prognose.

Keine verlässliche Prognose auf den Goldpreis

Eine verlässliche Prognose, wie der Goldpreis bis Ende 2021 aussehen wird, ist nicht möglich. Der Preis für das Edelmetall wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:

  • Entscheidungen der Notenbanken
  • aktuelle globale wirtschaftliche und politische Situation
  • Inflation.

Allgemein steigt der Preis für das Edelmetall in Krisenzeiten an, doch ist auch das kein verlässliches Zeichen. Kommt es für Ende 2021 wieder zu Einschränkungen aufgrund von Corona, könnten die Menschen verstärkt in Gold investieren. Eine Garantie gibt es aber nicht. Die Wirkung des Impfschutzes gibt der Bevölkerung mehr Sicherheit. Die Menschen investieren wieder häufiger in Aktien. Das könnte zu einer Konsolidierung des Goldpreises führen. Aktuell gibt es keinen unmittelbaren Impuls zur Investition in Gold, der den Goldpreis in die Höhe treiben könnte.

Verschiedene Analysten, darunter Vice President of Research bei Motilal Oswal, Amit Sajeja, raten zum Kauf von Gold. Korrekturen können eine gute Kaufgelegenheit sein. Der Goldpreis könnte mittelfristig ansteigen.
Einen kurzfristigen Anstieg erwarten Analysten der australischen Bank ANZ. Sie gehen von einem Anstieg im September 2021 aus. Der Anstieg könnte sich bis Ende 2021 langsam fortsetzen. Bis Mitte 2022 sieht die Prognose der australischen Analysten schlechter aus. Sie sind der Meinung, dass der Aufwärtstrend von Gold durch steigende Renditen und risikoreiche, dynamische Anlageformen begrenzt ist. (Quelle)

Faktoren, die für eine positive Prognose 2021 sprechen

Die positive Prognose für den Goldpreis bis Ende 2021 wird von einigen Faktoren untermauert:

  • Zunehmende Inflationserwartung und Abwertung des US-Dollars durch geldpolitische und fiskalische Anreize
  • steigender Inflationsbedarf in China und schrittweise Erholung der Konsumnachfrage, die den Kurs von Gold auf hohem Niveau stützen könnten
  • keine oder nur geringe Erträge aus Staatsanleihen während der Inflation und bei Negativzinsen.

Alle diese Faktoren könnten zumindest einen schwachen Anstieg des Goldpreises unterstützen. Die Negativzinsen, die bereits bei verschiedenen Banken auf sichere Geldanlagen wie Tagesgeld erhoben werden, können zu einer verstärkten Investition in Gold führen. Allerdings investieren viele Anleger dann auch verstärkt in Aktien. Der Anstieg des Goldpreises ist dann nur moderat. Auch die Investition in Staatsanleihen ist für die meisten Anleger nicht attraktiv, da die Rendite nur außerordentlich gering ausfällt.

Wie sieht die längerfristige Prognose auf den Goldpreis aus?

Ist bis Ende 2021 noch mit einer Steigerung des Goldpreises zu rechnen, so sieht die Prognose für 2022 bereits deutlich schlechter aus. Der Goldpreis könnte stagnieren oder wieder schwach fallen. Nach der Corona-Krise erholt sich die Weltwirtschaft wieder. Die Anleger sind wieder optimistischer und investieren verstärkt in Aktien. Auch die Entscheidungen der Notenbanken spielen eine Rolle. Ein Ende der Nullzinspolitik der EZB ist noch nicht in Sicht. Die US-amerikanische Notenbank könnte 2022 die Leitzinsen erstmals seit einiger Zeit wieder anheben. Das könnte Gold weniger interessant für Anleger machen. Gold bringt keine Zinsen. Anders sieht es mit Staatsanleihen aus, die dann auch für Privatanleger wieder attraktiver werden könnten.

Ungewöhnliche Prognose eines Hedgefonds-Managers

Die Prognose für den Goldpreis sieht bis Ende 2021 gut aus, während 2022 wieder mit Kursverlusten zu rechnen ist. Viele Analysten gehen von einer solchen Entwicklung aus. Eine deutlich andere Prognose gibt der Hedgefonds-Manager Diego Parrilla. Er hatte schon 2016 einen starken Anstieg prognostiziert und lag mit seiner Prognose richtig. Der Goldpreis stieg tatsächlich an. Auch 2018 stieg der Goldpreis. Von diesem Anstieg profitierte auch Diego Parrilla, der seit 2017 bei Quadriga ist. Mit seinen Hedgefonds hat er eine Rendite von 47 Prozent erzielt. Diego Parrilla sieht in Gold eine Absicherung gegen Risiken wie eine steigende Inflation oder einen Finanzcrash. Seiner Meinung nach könnte der Preis für eine Unze Gold in drei bis fünf Jahren sogar zwischen 3.000 und 5.000 US-Dollar liegen. Ein positives Umfeld für Gold sieht er in der steigenden Inflation, einem negativen Realzins und niedrigen Nominalzinsen. Parrilla rechnet mit einer Inflation, die von den Zentralbanken nicht kontrolliert werden kann. Das könnte sich positiv auf den Goldpreis auswirken. (Quelle)

Wie kannst Du in Gold investieren?

Einige Experten raten dazu, dass Anleger ungefähr 10 Prozent ihres Vermögens in Gold investieren sollten. Allerdings hat die Investition in physisches Gold auch einige Nachteile. Du kannst Goldmünzen oder Goldbarren kaufen. Das physische Gold muss sicher aufbewahrt werden. Ein Schließfach bei einer Bank ist mit Kosten verbunden. Anders als Aktien oder ETF-Anteile kannst Du physisches Gold nicht so schnell verkaufen, wenn Du das Geld brauchst oder Gewinne mitnehmen möchtest. Gold bringt keine laufenden Zinsen oder Renditen.
Möchtest Du nicht in physisches Gold investieren, kannst Du am Goldpreis partizieren und in einen ETC investieren. Er funktioniert ähnlich wie ein ETF, enthält aber nur Gold als einzigen Rohstoff. Dabei handelt es sich um ein börsengehandeltes Zertifikat. Ein ETF nur auf Gold kann in Deutschland nicht gehandelt werden. Du kannst aber in ETFs investieren, in denen Unternehmen gelistet sind, die mit der Förderung und dem Handel von Gold beschäftigt sind. Solche ETFs wurden auf Unternehmen aufgelegt, die in irgendeiner Weise mit Goldminen zu tun haben und damit einen Großteil ihrer Umsätze generieren. Sie haben nur indirekt mit dem Goldpreis zu tun. Ein solcher ETF bietet eine breite Risikostreuung.

Investieren in einen ETC auf Gold

An den deutschen Börsen können zahlreiche ETCs auf Gold gehandelt werden. Darüber hinaus kannst Du auch noch einige gehedgte ETCs auf Gold handeln. Möchtest Du in einen ETC investieren, solltest Du auf ein hohes Volumen und auf eine gute Entwicklung der Rendite achten.


Gold-ETCs günstig traden bei Scalable

Xetra-Gold, ISIN DE000A0S9GB0, WKN A0S9GB

Dieser ETC hat mit 11.822 Millionen Euro das höchste Volumen unter den Gold-ETCs. Er ist sparplanfähig und hat eine Gesamtkostenquote von 0,00 Prozent. Er wurde November 2007 aufgelegt und hat eine Volatilität von 13,26 Prozent. Er ist physisch besichert. Als Anleger kannst Du also eine Herausgabe des physischen Goldes verlangen. Dieser ETC thesauriert. Die Rendite liegt aktuell im Minus und beträgt -7,20 Prozent. Schon seit ungefähr einem Jahr hat sich die Rendite negativ entwickelt. Auch bei den anderen ETCs auf Gold ist die Rendite aktuell negativ.

EUWAX Gold II, ISIN DE000EWG2LD7, WKN EWG2LD

Dieser ETC auf Gold zeigt aktuell mit minus 6,79 Prozent die höchste Rendite unter den Gold-ETCs, doch immerhin ist sie negativ. Eine negative Renditeentwicklung ist seit ungefähr einem Jahr zu beobachten. Auch dieser ETC hat eine Gesamtkostenquote von 0,00 Prozent. Das Fondsvolumen liegt bei 782 Millionen Euro. Der ETC wurde im Oktober 2017 aufgelegt. Er hat mit 23,74 Prozent eine hohe Volatilität. Der ETC ist physisch besichert und thesaurierend.

WisdomTree Physical Gold - EUR Daily Hedged, ISIN DE000A1RX996, WKN A1RX99

Wie dieser ETC zeigt, bieten auch die gehedgten ETCs auf den Goldpreis keine Chance auf eine bessere Rendite. Bei diesem ETC ist die Rendite mit aktuell minus 10,17 Prozent sogar noch schlechter als bei den nicht gehedgten ETCs. Die Rendite ist auch hier schon seit ungefähr einem Jahr im negativen Bereich. Bei diesem ETC liegt die Gesamtkostenquote bei 0,15 Prozent. Das Volumen beträgt 356 Millionen Euro. Im März 2013 wurde dieser ETC aufgelegt. Er ist physisch besichert und thesaurierend. Die Volatilität liegt bei 15,27 Prozent.

Xetra Gold oder EUWAX? Was ist besser?
Für viele Anleger gilt Gold als sicherer Hafen. Wer nicht in das Edelmetall in physischer Form investieren will, kann sich für einen ETC als Wertpapier entscheiden, der in das Edelmetall umgewandelt werden kann. Solche ETCs werden bei der Xetra oder von EUWAX angeboten.

Fazit: Prognosen für den Goldpreis sind nicht zuverlässig

Eine zuverlässige Prognose auf den Goldpreis ist nicht möglich. Aktuell ist der Goldpreis wieder gestiegen. Einige Experten sagen für 2021 einen Kursanstieg voraus. Gründe dafür sind der zunehmende Impfschutz der Bevölkerung gegen Corona, die Nullzinspolitik der EZB und die steigende Inflation. Die Experten gehen aber davon aus, dass der Goldpreis 2022 wieder fallen wird, wenn sich die Wirtschaft wieder erholt und die Inflation abschwächt. Möchtest Du in Gold investieren, kannst Du das mit einem ETC, der an der Börse gehandelt wird und wie ein ETF funktoniert. Aktuell sind die Renditen bei den ETFs negativ.

Unser Tipp: Bei Scalable Capital kannst Du rund 1900 ETFs von iShares, Lyxor, Xtrackers, WisdomTree und Amundi von 7:30 bis 23 Uhr für nur 0,99 € handeln und dauerhaft kostenlos besparen. Monatliche Sparraten schon ab 1 €.

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