SAP-Aktie: Prognose & Ausblick für 2021

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SAP ist eines der wenigen deutschen Unternehmen, die im IT-Bereich international für Furore sorgen und mit den Überfliegern aus dem Silicon Valley wie Apple, Facebook, AMD, Intel und Google mithalten können. Wie ist die Prognose der SAP-Aktie für 2021? Wie steht es mit der Dividende?

SAP-Aktie: Prognose & Ausblick für 2021

Die Tätigkeitsfelder liegen im Bereich der Cloud, Softwarelösungen sowie Service und Reparatur. Der hierdurch erwirtschaftete Umsatz betrug 2020 27,34 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 1 Prozent zum vorherigen Jahr. Der Konzern aus Walldorf in Baden-Württemberg ist gemessen am Umsatz sogar das drittgrößte Softwareunternehmen der Welt.

Insbesondere defensive und sicherheitsbewusste Investoren schätzen die Aktie für die regelmäßige Ausschüttung einer Dividende. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde auf der diesjährigen Hauptversammlung eine Ausschüttung in Höhe von 1,85 Euro pro Anteilsschein beschlossen. Das ist eine kräftige Erhöhung um fast ein Viertel zu 2019.

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Wer nach dem Platzen der Dotcom-Blase zugriff und die Aktie von SAP in sein Depot legte, konnte eine kumulierte Jahresrendite von 14 Prozentpunkten verzeichnen. Ob der langfristige Aufwärtstrend anhält und die Dividende durch laufende Gewinne gedeckt ist, erfährst du in der folgenden Abhandlung.
Darüber hinaus erhältst du eine Prognose, wie sich der DAX-Dino im Wettbewerb mit den aufstrebenden Stars aus den USA wie Salesforce und Co. schlagen wird.

Historie und Wurzeln

Um ein Unternehmen zu beurteilen, ist es hilfreich auf dessen Historie zu blicken. Hieraus lassen sich wertvolle Informationen ableiten, die bei der Anlageentscheidung eine gewichtige Rolle spielen. Die Vergangenheit liefert eine auf Tatsachen basierende Prognose für die Zukunft.

Der Software-Riese aus dem Süden Deutschlands blickt auf eine spannende Geschichte zurück:

1972 gründeten fünf ehemalige IBM Mitarbeiter, darunter Dietmar Hopp und Hasso Plattner, ein Unternehmen namens "Systemanalyse Programmentwicklung". Ihr Ziel war es, auf Betriebswirtschaft spezialisierte Programme zu entwickeln, die die unternehmerischen Abläufe integrieren und die Datenverarbeitung in Echtzeit ermöglichen. Beispielsweise in der Finanzbuchhaltung und im Rechnungswesen. Die damals neuartige Innovation im Bereich der Programmgestaltung hatte durchschlagenden Erfolg, sodass SAP bald zum Weltmarktführer aufstieg. Das hervorragend skalierbare Geschäftsmodell wurde stetig verbessert. In den 1980er Jahren erfolgte die Einführung der nächsten Systemgeneration R/2. Damit verbunden war der erfolgreiche Börsengang 1988. Die GmbH wurde in eine Aktiengesellschaft (AG) umstrukturiert.

Bis zu diesem Zeitpunkt war die Software ausschließlich mit der Hardware von IBM kompatibel. Mit der Vorstellung der Generation R/3 stieß diese an das Ende ihrer Möglichkeiten. Aus diesem Grund stellte die Unternehmensführung das Client-Server-Prinzip vor. Die Kunden nahmen das neue Modell an und SAP wuchs weiter.

Im weiteren Verlauf behauptet sich das Unternehmen in dem hart umkämpften Marktumfeld dank verschiedener Übernahmen und konsequenter Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios bis heute.

Geschäftsfelder

Die Prognose über den weiteren Kursverlauf und die Vorhersage der Zukunftsaussichten des Unternehmens werden maßgeblich von den Erträgen in den Geschäftsbereichen bestimmt, in denen SAP aktiv ist.

Grob unterteilt werden diese in die Cloud, Software-Lizenzen, Service und Support. Dabei entfallen bereits knapp 30 Prozent der Umsätze auf die Cloud. Im vorherigen Jahr waren es 25 Prozent. Es ist davon auszugehen, dass aufgrund der sich beschleunigenden Digitalisierung jener Bereich enormes Wachstumspotenzial besitzt. Auch Microsoft und Amazon sind diesbezüglich aktiv. Zudem forciert das Management im Rahmen eines 5-Jahres-Plans Wachstum in dem Bereich.
Mit 42 Prozent trägt der Support den größten Teil zum Absatz bei.

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Im Kern bieten die Walldorfer Lösungen zur Digitalisierung von Unternehmensdaten und deren systematische Erfassung sowie Verarbeitung unter anderem anhand von Algorithmen an. Beispielhaft ist der Vertrieb, die Bilanzen und die Lager- beziehungsweise Lohnbuchhaltung zu nennen. Die dabei verwendeten Produkte sind universell. Das bedeutet, eine einzige Software bedient eine Vielzahl an Betrieben. Somit ist es unnötig, Individuallösungen zu entwickeln, die die Marge drücken.

Durch die Fokussierung auf das Cloud-Geschäft in Kombination mit der Umstellung auf ein Abomodell wurden in der Vergangenheit enorme Wachstumsraten erzielt. Überdies sind die Einnahmen planbarer, da anstatt des einmaligen Lizenzverkaufs regelmäßiger Cashflow generiert wird.
Die letzte große Neuerung wurde 2015 mit SAP S/4 HANA der Öffentlichkeit präsentiert. Dabei handelt es sich um den Nachfolger der Generation R/3.

Finanzkennzahlen

  • Name der Aktie: SAP SE
  • Wertpapierkennnummer: 716460
  • Börsenplatze: Frankfurt und New York (ADR)
  • Marktkapitalisierung: 146,83 Milliarden Euro
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis: 26,20
  • Dividende: 1,85 Euro
  • Dividendenrendite: 1,55 Prozent
  • Umsatz 2020: 27,34 Milliarden Euro
  • Jahresergebnis: 5,14 Milliarden Euro
  • Bilanzsumme: 58,5 Milliarden Euro
  • Nettoverschuldung: 10,6 Milliarden Euro

Umsatzentwicklung

Falls du bereits seit längerem Aktionär von SAP bist, verlief das vergangene Jahr eher schleppend. Aufgrund einer Gewinnwarnung fiel der Kurs der Aktie rund 20 Prozent in die Tiefe. Ursächlich hierfür waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Der Kurssturz bot eine attraktive Einstiegsgelegenheit und eine nicht minder interessante Dividende. Mittlerweile hat sich SAP von dem Rückschlag erholt und wird mit etwa 120 Euro an der Frankfurter Börse gehandelt.

Die Umsatzentwicklung im Vergleich von 2019 zu 2020 unterstütze den Kursverfall. Die Erträge konnten nur um 1 Prozent gesteigert werden. Das lag deutlich unter der zuvor kolportierten Prognose. Allerdings muss die Umsatzverteilung in Hinsicht auf die einzelnen Geschäftsbereiche differenziert betrachtet werden. Das Cloud-Geschäft wuchs um starke 17 Prozentpunkte und war damit der Grundpfeiler für die minimal positive Entwicklung des Umsatzes. Die Entwicklung bestätigt das Bestreben der Unternehmensführung, in Zukunft verstärkt auf diesen Wachstumsbereich zu setzen. Schon jetzt ist die Cloud für einen beträchtlichen Teil der Erträge verantwortlich.

Der Markt der Software-Lizenzen hingegen verlor zweistellig - nämlich 20 Prozent. Auch dieser Verlauf ist nicht neu, sondern bestätigt den Trend der letzten Jahre. Demgegenüber wurde der Gewinn massiv gesteigert. Doch Vorsicht. Dies hat Gründe, die auf Sondereffekten beruhen. Anhand der Gewinnsteigerung erscheint der Kursverfall irrational. Er war allerdings alles andere als das.

Die Unternehmenstochter Qualtrics wagte den Sprung auf das Börsenparkett. Dadurch wurden 2,4 Milliarden US Dollar erlöst, wovon SAP 1,9 Milliarden erhielt.
Überdies war das Jahr 2019 von einem Personalumbau geprägt und Mitarbeiter erhielten Zuwendungen in Form von Aktien. Die benannten Faktoren drückten den Gewinn unter das gewöhnliche Maß, sodass dieser im Geschäftsjahr 2020 exorbitant hoch erscheint. In Zahlen ausgedrückt betrug der Gewinn letztes Jahr 5,14 Milliarden Euro und davor 3,32 Milliarden Euro. Zum Vergleich - 2018 wurden 4,08 und 2017 4,01 Milliarden Überschuss erwirtschaftet.

Aufgrund der eher ernüchternden Gewinnentwicklung war der Kursrutsch in der Rückschau nachvollziehbar. Die Börse handelt die von einem Unternehmen in der Zukunft zu erwartenden Gewinne. Hieraus lässt sich eine Prognose über die Entwicklung der Aktie von SAP in der Zukunft ableiten. Diese erfolgt nach der Abhandlung über die Dividende.

SAP-Aktie Dividende

In Zeiten von Negativzinsen auf Bankeinlagen wirst du sicher schon einmal den Spruch: "Die Dividende ist der neue Zins", gehört haben.
Viele Anleger sind derzeit auf der Suche nach lohnenswerten Geldanlagen und investieren am liebsten in eine Aktie, welche regelmäßige Ausschüttungen in Form der Dividende abwirft. Der bloße Blick auf die Ausschüttungsrendite hat jedoch schon oft für unangenehme Überraschungen gesorgt.

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Es ist wichtig, dass die Dividende nachhaltig und aus den laufenden Erträgen heraus gezahlt werden kann. Das bedeutet, die erwirtschafteten Gewinne sollten die gezahlte Dividende deutlich übersteigen. Ein Verhältnis von bis zu 70 Prozent ist akzeptabel. Grundsätzlich gilt - je niedriger, desto besser.

Für eine Aktie der SAP erhältst du 1,85 Euro Dividende. Die Ausschüttungsquote beträgt 41 Prozent. Die Walldorfer haben es sich zum Ziel gesetzt, 40 Prozent oder mehr des Gewinns nach Steuern an die Aktionäre zurückzugeben. Demnach ist für die Zukunft noch genug Potenzial vorhanden.

Gegenüber 2019 wurde die Dividende um 17 Prozent oder 0,27 Euro erhöht. Innerhalb der letzten 10 Jahren wurde sie um durchschnittlich rund 13 Prozentpunkte jährlich gesteigert. Insgesamt steigt die Höhe der Ausschüttung bereits seit 11 Jahren kontinuierlich an und wurde seit 27 Jahren nicht gesenkt.
Für das gegenwärtige Geschäftsjahr lautet die Prognose der Experten, dass die Dividende eine Steigerung um knapp 16,5 Prozent erfahren wird.

Das ist wichtig, denn zuverlässige Ausschüttungen stehen für ein solides Geschäftsmodell und stärken das Vertrauen, welches dem Konzern von den Investoren entgegengebracht wird. Somit eignet sich die Aktie von SAP hervorragend zur Generierung passiven Einkommens.

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Wann wird die Dividende gezahlt?

Zunächst ist es erforderlich, dass auf der Jahreshauptversammlung eine Ausschüttung beschlossen wird. Diese findet in der ersten Jahreshälfte statt. Die Dividende wird regelmäßig ab dritten Tag nach der Hauptversammlung gezahlt.
Dieses Jahr begannen die Auszahlungen beispielsweise am 18. Mai. Zahlstelle ist die DZ Bank AG.

SAP-Aktie Prognose und Aussichten 2021

Eine Prognose über den weiteren Erfolg eines Unternehmens zu treffen ist prinzipiell mit vielen Unsicherheiten behaftet. Aus Tatsachen werden Vermutungen für die Zukunft abgeleitet. Angesichts der starken geschichtlichen Entwicklung des Softwarekonzerns ist davon auszugehen, dass Geschäftsführung und Management auf die veränderten Präferenzen in der Businesswelt adäquat reagieren. Ferner agiert SAP in einem absoluten Trendumfeld - der Digitalisierung. Im Zuge der Auswirkungen der Corona-Pandemie wird dieses Phänomen weiter an Bedeutung gewinnen.

Der Umbruch wurde bereits eingeleitet. Mit dem Start der neuen Cloud-Strategie und der Fokussierung auf das Abomodell sind die ersten Schritte getan. Dies war zwingend nötig, da sich das Wachstum in der Gesamtbetrachtung der letzten Jahre sichtlich abschwächte. Die Konkurrenz wie Salesforce, Adobe und Workday baut weiteren Druck auf den alteingesessen IT-Riesen auf.

Der mithilfe der Umstellung erzielte Cashflow lässt die Prognose über zukünftige Einnahmen deutlich einfacher erstellen, als es mit dem Verkauf von Software-Lizenzen möglich war. Bestes Beispiel für die Sinnhaftigkeit jener Umstellung ist Microsoft. Seit der Implementierung der neuen Strategie ist die Aktie regelrecht in die Höhe geschossen. Die ersten Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Walldorfer recht behalten. Die Cloud-Sparte ist derzeit ein Wachstumstreiber.

Darüber hinaus verfügen die Süddeutschen über einen mächtigen Burggraben. Ähnlich wie McDonalds im Fast Food-Bereich und Amazon im Online-Handel kommt kein großes Unternehmen an SAP vorbei. Die Kosten für einen Wechsel sind extrem hoch und ein solcher ist zeitintensiv. Wer einmal die Software des Konzerns nutzt, wird dies auch weiterhin tun. Praktisch alle internationalen Großkonzerne sind Kunden der SAP.

Etwa 15 Prozent des Jahresumsatzes werden in Forschung und Entwicklung investiert. Das zeigt, dass SAP mit der Zeit geht und sich nicht auf dem bisher Erreichten ausruht. Die Milliarden fließen in die Erarbeitung neuer System- und Softwarelösungen. Es wird erwartet, dass zukünftig Technologien aus dem Feld der künstlichen Intelligenz in die Produkte integriert werden.

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Die Dividende erscheint sicher. Die Unternehmensphilosophie besagt, dass die Ausschüttungsquote bei 40 Prozent liegen soll - ein sicherer und konservativer Wert. Somit bleiben genügend finanzielle Optionen für mögliche Übernahmen oder Forschungsprojekte.

Aufgrund der illustrierten Umstände kann die Aktie als solides Basisinvestment aus dem Technologiesektor bezeichnet werden. Wichtig ist, dass das Unternehmen so schnell wie möglich zu alten Wachstumsraten zurückfindet. Das erscheint dank der Konzentration auf die Cloud und das Abomodell wahrscheinlich. Die jungen Start-ups aus den USA sind nicht zu unterschätzen. In Anbetracht des Burggrabens und technologischer Innovationen ist SAP in der Lage, mit ihnen zu konkurrieren und überdurchschnittliche Renditen für dich zu erzielen.

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