Künstliche Intelligenz: 9 Aktien mit Potential

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Künstliche Intelligenz gewinnt immer mehr an Bedeutung und erfasst nahezu alle Bereiche des Lebens. Wer an dieser Entwicklung partizipieren möchte, kann in die Aktien solcher Unternehmen investieren. Da diesem Thema eine glänzende Zukunft bevorsteht, können Anleger mit einer guten Rendite rechnen.

Künstliche Intelligenz: 9 Aktien mit Potential

Künstliche Intelligenz: Was ist das?

Für die einen eine geniale Entwicklung und ein wichtiger Trend in Richtung Zukunft, von den anderen eher skeptisch betrachtet und vielleicht als gruselig empfunden: das ist Künstliche Intelligenz (KI), englisch als Artificial Intelligence (AI) bezeichnet. Ohne Zweifel handelt es sich um technologische Innovationen, die vor keinem Bereich des Lebens Halt machen und die Zukunft deutlich verändern. Schon jetzt revolutioniert das Internet der Dinge die Produktion und Logistik in verschiedenen Unternehmen. Zu Hause erleichtert Smart Home das Leben, ein Trend der Zukunft sind selbstfahrende Autos, und in Rechenzentren treibt Cloud Computing die Entwicklung generativer KI voran.

Der Kern der Künstlichen Intelligenz ist maschinelles Lernen: Ein System lernt aus Daten und reagiert ohne erneute Programmierung anders auf dieselbe Problemstellung. Seit dem Durchbruch generativer Sprachmodelle (ChatGPT, Gemini, Claude) ist KI vom Nischenthema zum wichtigsten Treiber an den Aktienmärkten geworden.

Die Technologie ist weit fortgeschritten, aber noch lange nicht ausgereift. Kaum ein Bereich entwickelt sich so rasant wie KI. Wer jetzt in Aktien von KI-Unternehmen investiert, kann von diesem Wachstum profitieren, muss aber ehrlich einkalkulieren, dass ein großer Teil der Zukunftserwartungen bereits in den Kursen steckt. Rückschläge und heftige Korrekturen sind jederzeit möglich. Mehr über die besten Tech-Aktien erfährst du hier.



Aktueller Kontext 2026: KI-Boom, hohe Bewertungen, hohe Konzentration

Der KI-Boom prägt die Börsen seit 2023 wie kein anderes Thema. Nvidia hat sich vom Grafikkarten-Hersteller zum wichtigsten Zulieferer für KI-Rechenzentren entwickelt und hält bei KI-Beschleunigern einen Marktanteil von rund 80 Prozent; der Konzernumsatz erreichte im Geschäftsjahr 2026 rund 216 Milliarden US-Dollar (Quelle: Intellectia AI, Juli 2026). Auch Broadcom profitiert massiv: Der KI-Halbleiterumsatz sprang zuletzt auf rund 10,8 Milliarden US-Dollar je Quartal und wuchs damit im Jahresvergleich dreistellig (Quelle: 24/7 Wall St., Juli 2026).

Diese Erfolge haben aber eine Kehrseite. Ende 2025 wurden rund 30 Prozent des US-Index S&P 500 und etwa 20 Prozent des MSCI World allein von den fünf größten Konzernen getragen: die höchste Marktkonzentration seit einem halben Jahrhundert (Quelle: Morningstar, 2026). Ob es sich dabei um eine gerechtfertigte Neubewertung oder eine spekulative Blase handelt, ist unter Analysten umstritten. Einige Häuser wie Goldman Sachs argumentieren, die Kursgewinne seien durch echtes Gewinnwachstum gedeckt, während andere vor einer möglichen KI-Blase warnen (Quelle: Wikipedia, "AI bubble", 2026). Für dich als Anleger heißt das: Die Chancen sind real, aber das Rückschlagpotenzial ist ebenso real.

Lohnt sich die Investition in KI-Aktien?

Künstliche Intelligenz treibt zahlreiche technologische Innovationen voran und ist längst ein Megatrend, der den Alltag erobert hat: von Sprachassistenten über Betrugserkennung bis zu generativen Textmodellen. Es gibt kaum eine Branche, die nicht durch KI verändert wird:

  • Automatisierung von Produktionsprozessen
  • Pharmabranche und Wirkstoffforschung
  • Medizintechnik und Diagnostik
  • IT- und Cybersecurity-Sektor
  • Rohstoffexploration
  • Militär- und Verteidigungsbereich

KI-Aktien können langfristig attraktive Renditen bringen, sind aber überdurchschnittlich schwankungsanfällig. Wichtig ist eine ehrliche Erwartungshaltung: Nach den enormen Kursanstiegen der Jahre 2023 bis 2025 ist ein erheblicher Teil des künftigen Wachstums bereits eingepreist. Mehr über die besten Aktien der Zukunft erfährst du hier.

In die richtigen Aktien investieren

Möchtest du in Künstliche Intelligenz investieren, kommt es auf die richtige Auswahl an. Viele der führenden Unternehmen sitzen in den USA. Einige sind reine KI-Spezialisten, andere sind breit aufgestellte Tech-Konzerne mit einem KI-Standbein. Ein Vergleich der besten Tech-Aktien kann bei der Wahl helfen. Mehr dazu findest du hier. Wer Einzelaktien kauft, braucht ein günstiges Depot. Eine Übersicht empfehlenswerter Broker findest du in unserem Depot-Vergleich mit Trade Republic.

Nvidia: Hersteller von KI-Hochleistungschips

Nvidia (WKN: 918422, ISIN: US67066G1040) hat sich vom Grafikkarten-Spezialisten zum wichtigsten Zulieferer der KI-Industrie entwickelt. Die Hochleistungschips für maschinelles Lernen werden in Rechenzentren, für das autonome Fahren und in der Medizintechnik eingesetzt. Nvidia ist damit einer der größten Profiteure des KI-Booms und gehört gemessen am Börsenwert zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Genau darin liegt aber auch das Risiko: Die Bewertung preist bereits hohe Wachstumsraten ein, sodass Enttäuschungen bei Umsatz oder Margen zu heftigen Kursreaktionen führen können.

Alphabet: mehr als die Suchmaschine Google

Alphabet (WKN: A14Y6H, ISIN: US02079K3059) ist vor allem für Google bekannt und verdient den Großteil des Umsatzes weiterhin mit Werbung. Der Konzern stellt sich zunehmend diversifizierter auf: KI, Cloud und autonomes Fahren gehören dazu. Die KI-Tochter DeepMind zählt zu den führenden Forschungseinheiten weltweit, und mit dem Sprachmodell Gemini konkurriert Alphabet direkt mit OpenAI und Microsoft.

Palantir: kontrovers diskutierte KI-Software

Palantir (WKN: A2QA4J, ISIN: US69608A1088) entwickelt Software zur Datenerfassung, -analyse und -bewertung. Die Lösungen werden von Staaten, Behörden und Unternehmen genutzt, was das Unternehmen wegen des Datensammelns umstritten macht. Palantir schreibt inzwischen schwarze Zahlen und profitiert stark von der Nachfrage nach unternehmensweiten KI-Plattformen. Die Aktie zählt zu den auffälligsten KI-Werten, ist aber sehr hoch bewertet und entsprechend schwankungsanfällig.

C3.ai: KI-Softwareplattform für Unternehmen

C3.ai (WKN: A2QJVE, ISIN: US12468P1049) bietet eine Plattform, mit der Unternehmen KI-Anwendungen entwickeln und betreiben können. C3.ai kooperiert mit Branchengrößen wie Microsoft und Google Cloud und konzentriert sich auf skalierbare KI-Lösungen für Großkunden. Als kleinerer, noch nicht durchgängig profitabler Anbieter ist das Papier deutlich riskanter als die großen Tech-Konzerne.

UiPath: führend bei Robotic Process Automation

UiPath (WKN: A2QJX9, ISIN: US90364P1057) automatisiert mit Software-Robotern wiederkehrende, manuelle Aufgaben (Robotic Process Automation). Das Unternehmen baut seine KI-Fähigkeiten aus, um "agentische" Automatisierung anzubieten. Gelingt die Positionierung als unverzichtbare Unternehmenslösung, ist erhebliches Wachstum möglich, der Wettbewerb ist jedoch groß.

BrainChip: neuromorphe KI-Hardware

BrainChip (WKN: A2ACZJ, ISIN: AU000000BRN8) entwickelt Chips, die ähnlich wie das menschliche Gehirn arbeiten und extrem energieeffizient sind. Sie könnten künftig im Edge-Computing und in autonomen Fahrzeugen eingesetzt werden. Es handelt sich um einen spekulativen Small Cap: hohe Chance, aber auch hohes Verlustrisiko.

Rockwell Automation: industrielle Automatisierung

Rockwell Automation (WKN: 865102, ISIN: US7739031091) ist auf industrielle Automatisierung spezialisiert. Mit Hauptsitz in Milwaukee bedient das Unternehmen Kunden in mehr als 100 Ländern und integriert KI-gestützte Diagnose- und Analyselösungen in Industriebetriebe. Rockwell ist ein eher defensiver Weg, am KI-Trend über die Industrieautomatisierung teilzuhaben.

IBM: ein KI-Pionier im Wandel

IBM (WKN: 851399, ISIN: US4592001014) ist seit Jahrzehnten im KI-Bereich aktiv und sorgte 1996 mit dem Schachcomputer Deep Blue für Aufsehen. Heute wandelt sich IBM von einem Infrastruktur-Anbieter zu einem Cloud- und datengetriebenen KI-Unternehmen. Mit der watsonx-Plattform adressiert IBM Unternehmenskunden, die generative KI in bestehende Prozesse und Pharma- sowie Medizintechnik-Anwendungen integrieren wollen.

Aktien oder ETF auf Künstliche Intelligenz?

Es gibt eine Reihe spannender KI-Einzelaktien, doch die Investition in Einzelwerte ist immer mit einem erhöhten Risiko verbunden. Eine bessere Risikostreuung bietet ein ETF, der viele Unternehmen bündelt. So investierst du breit in den KI-Sektor und kannst langfristig an dessen Entwicklung teilhaben. Am deutschen Markt sind mehrere Künstliche-Intelligenz-ETFs handelbar. Wichtig: Diese Produkte sind stark auf US-Technologiewerte konzentriert und überschneiden sich erheblich mit breiten Indizes wie dem MSCI World oder dem Nasdaq 100. Wer bereits einen Nasdaq-100- oder MSCI-World-ETF besitzt, hält viele KI-Schwergewichte ohnehin schon. Mehr über die besten ETFs für ein zukunftsweisendes Portfolio erfährst du hier.

Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data UCITS ETF 1C (ISIN IE00BGV5VN51, WKN A2N6LC)

Dieser 2019 aufgelegte ETF ist mit einem Fondsvolumen von rund 7,7 Milliarden Euro (Stand: Juli 2026) das mit Abstand größte KI-Thematic-Produkt am deutschen Markt. Er bildet den Index Nasdaq Global Artificial Intelligence and Big Data ab und bietet Zugang zu Unternehmen aus den Bereichen KI, Datenverarbeitung und Cybersecurity. Der ETF ist sparplanfähig, thesaurierend, repliziert physisch (vollständig) und hat eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,35 Prozent p.a. (Quellen: justETF und DWS/Xtrackers, Juli 2026).

WisdomTree Artificial Intelligence UCITS ETF USD Acc (ISIN IE00BDVPNG13, WKN A2N7KX)

Dieser 2018 aufgelegte ETF bildet den Nasdaq CTA Artificial Intelligence Index ab und investiert in Unternehmen, die von der Consumer Technology Association als "Enabler", "Engager" oder "Enhancer" der KI eingestuft werden. Das Fondsvolumen liegt bei rund 1,3 Milliarden Euro (Stand: Juli 2026). Der Fonds ist sparplanfähig, thesaurierend, repliziert physisch und hat eine TER von 0,40 Prozent p.a. Wegen der Konzentration auf US-Technologiewerte ist die Volatilität hoch. Mehr über Volatilität und ihre Bedeutung erfährst du hier (Quellen: justETF und WisdomTree, Juli 2026).

L&G Artificial Intelligence UCITS ETF (ISIN IE00BK5BCD43, WKN A2PM50)

Eine dritte Alternative ist der L&G Artificial Intelligence UCITS ETF, der den ROBO Global Artificial Intelligence Index abbildet und ein Fondsvolumen von rund 1,8 Milliarden Euro erreicht (Stand: Juli 2026). Der Fonds ist thesaurierend, repliziert physisch und hat mit 0,49 Prozent p.a. die höchste TER der drei hier vorgestellten Produkte. Er gewichtet oft stärker "Enabler" wie Halbleiter- und Robotikwerte (Quellen: justETF und Legal & General, Juli 2026).

Wichtig: Klumpen- und Bewertungsrisiko ehrlich einordnen

So verlockend die Renditen der vergangenen Jahre sind, du solltest die Risiken kennen:

  • Klumpenrisiko: KI-ETFs sind auf wenige, sehr große US-Technologiewerte konzentriert. Einzelne Titel wie Nvidia oder Broadcom können einen großen Teil der Wertentwicklung ausmachen.
  • Bewertungsrisiko: Nach dem Boom 2023 bis 2025 sind viele KI-Werte hoch bewertet. Ein großer Teil künftigen Wachstums ist bereits eingepreist, Enttäuschungen können zu deutlichen Rückschlägen führen.
  • Hype-Gefahr: Ob es sich um eine gerechtfertigte Neubewertung oder eine Blase handelt, ist offen. Wer zu Höchstkursen einsteigt, trägt ein erhöhtes Timing-Risiko.
  • Überschneidung: KI-ETFs überlappen sich stark mit MSCI World und Nasdaq 100. Als Beimischung zu einem breiten Weltportfolio sinnvoll, als alleinige Basisanlage aber ungeeignet.

Eine mögliche Faustregel: KI als kleine, bewusst gesetzte Beimischung (etwa 5 bis 10 Prozent) zu einem breit gestreuten Weltportfolio, nicht als dessen Ersatz. Zum Investieren brauchst du ein günstiges Depot, zum Beispiel über einen sparplanfähigen Broker wie Scalable Capital.

Fazit: Chancen ja, aber mit Augenmaß

Künstliche Intelligenz ist einer der stärksten Wachstumstrends unserer Zeit und wird immer mehr Lebensbereiche erfassen. Wer investieren möchte, kann dies über Einzelaktien oder über breiter streuende KI-ETFs tun. Einzelaktien bieten hohe Chancen bei hohem Einzelrisiko, ETFs streuen breiter, bleiben aber stark auf US-Technologie konzentriert. Entscheidend ist eine realistische Erwartungshaltung: Nach den enormen Kursgewinnen der Vorjahre sind Bewertung und Marktkonzentration ungewöhnlich hoch. KI eignet sich daher am besten als bewusste Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio, nicht als alleinige Anlage. Mehr über die besten ETFs für ein zukunftsweisendes Portfolio erfährst du hier.

Stand: Juli 2026. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung, sondern dient allgemeinen Informationszwecken. Investitionen in Aktien und ETFs bergen Verlustrisiken. Transparenzhinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links (mit "/og/" gekennzeichnet). Schließt du über einen dieser Links ein Produkt ab, erhalten wir eine Provision. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.

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