Chancen und Risiken beim Trading: Einsteiger Guide

Veröffentlicht am
Chancen und Risiken beim Trading: Einsteiger Guide

Chancen und Risiken bei Trading: Einsteiger Guide

Für Einsteiger kann sich der Einstieg in das Trading als besonders schwierig erweisen. Das liegt vor allem daran, dass sie unrealistische Erwartungen haben. Daher ist es wichtig, dass jeder, der mit dem Trading beginnen möchte, sich verinnerlichen, dass es sich dabei keineswegs um eine Methode handelt, mit der es möglich ist, schnell an Geld zu kommen.

Was ist Trading?

Als Erstes gilt es, den Begriff „Trading“ genau abzugrenzen. Wobei handelt es sich beim Trading und wie unterscheidet sich dieses vom Investieren? Im Duden heißt es wie folgt:

„Traden“ > (spekulierend) an der Börse handeln

Dabei handelt es sich allerdings eher um eine eher weitläufige und ungenaue Bezeichnung. Geht es um den Handel an der Börse bzw. den „Handel mit Wertpapieren“, dann wird grundsätzlich der kurz- bis mittelfristige Handel von Finanzprodukten wie bspw.: Devisen, Derivaten, Rohstoffen oder Wertpapieren mit Gewinnerzielungsabsicht verstanden. Die Trader versuchen durch den Handel kleinere Kursschwankungen oder Trendphasen auszunutzen und an diesen zu teilzuhaben, um eine kontinuierliche Performance zu erwirtschaften.

Der Unterschied zum Investieren ist fließend. Allerdings kann gesagt werden, dass hier eher in die Handelspositionen investiert wird, die mit einer Haltedauer von bspw. sechs Monaten oder länger eröffnet wurden. So erklärte der bekannte Investor Warren Buffet einst, dass er nur die Positionen als Investment bezeichne, bei denen er plant diese niemals wieder zu verkaufen. Somit beabsichtigt er, regelmäßige Zahlungsströme in Form von Dividenden zu erhalten. Selbst wenn er immer wieder Investments veräußert, so geschieht dies in einem größeren Zeithorizont.


Daytrading: Warum haben nur die wenigsten Daytrader Erfolg?
Beim Daytrading innerhalb eines Tages schnelles Geld machen - das erscheint verlockend. Morgens einen geringen Betrag investieren und am Abend einen hohen Gewinn kassieren. Dass dies nicht so einfach ist, zeigen die vielen Daytrader, die mit dieser Vorgehensweise scheitern. Warum ist das so?
ETF Sparplan Vergleich 2022: Welcher Anbieter ist der Beste?
Mit einem ETF-Sparplan kannst Du mit geringen monatlichen Einzahlungen langfristig ein gutes Vermögen aufbauen. Der Vergleich hilft Dir, den für Dich besten Sparplan auszuwählen. Neben geringen Kosten kommt es auf die enthaltenen Leistungen an.

Die Chancen und Risiken des Tradings

Geht es um ein erfolgreiches Trading, dann spielt das Chance-Risiko-Verhältnis – kurz CRV – eine zentrale Rolle und stellt die Basis für einen langfristigen Börsenerfolg dar. Der Hedgefonds Manager Larry Hite sagte bereits richtig: „Ich sehe nicht die Märkte, sich sehe die Risiken, Chancen und das Geld“.

  • Das potenzielle Risiko: Die Differenz zwischen dem Einstiegskurs und dem Stop-Loss.
  • Die potenzielle Chance: Die Differenz zwischen dem Einstiegskurs und dem Take Profit.

Wird nun der Quotient zwischen der potenziellen Chancen (Gewinn) und dem potenziellen Risiko (Verlust) gebildet, entsteht das CRV.

Ein Beispiel: Der potenzielle Gewinn beträgt 20 Pips und der Stopp-Loss 10 Pips, so beträgt das CRV 2:1. In dem Fall bedeutet dass, dass der mögliche Gewinn das Doppelte des möglichen Verlustes beträgt. Im Gewinnfall würde der Trader für jeden Euro, den er eingesetzt hat, zwei Euro zurückerhalten.

Allerdings machen es sich viele Trader zu einfach. Oft wird empfohlen, keine Trades mit einem Chance-Risiko-Verhältnis einzugehen, dass kleiner als 2:1 oder sogar 3:1 beträgt. Allerdings können diese Empfehlungen getrost vergessen werden, denn das zeigt, warum diese Empfehlung gegeben wird: Die Person hat das Trading entweder nicht verstanden oder muss seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Büchern und Empfehlungen geben – anstatt das selbst erfolgreich gehandelt wird.

Kurz gesagt, ein CRV allein verfügt über keine Aussagekraft.

Ebenso unrealistisch ist es stets ein CRV von 10:1 zu nehmen. Sicherlich klingt das toll, da der Gewinn das 10-fache des Risikos beträgt, doch die Frage ist, ob das realistisch ist.

Mit dem traden beginnen – auf welchen Märkten kann man traden?

Bei den online Brokern ist es möglich, Finanzinstrumente folgender Märkte per CFD zu traden:

  • Rohstoffe
  • Aktien
  • Indizes
  • ETFs
  • Anleihen
  • Forex
  • Kryptowährungen

Wer mit bspw. mit dem CFD Handel starten möchte, der sollte nicht den Fehler machen, sich auf die beliebten Instrumente, wie EUR/USD oder DAX30 aufgrund der Volatilität und den niedrigen Spreads, zu konzentrieren. Neben diesen gibt es viele alternative Möglichkeiten. Das beginnt bei den exotischen Währungspaaren bis zu den CFDs auf Energien, Rohstoffen, Indizes oder Aktien. Darüber hinaus gibt es Indizes die Gruppen von anderen Indizes bündeln, auf die es möglich ist, zu traden, ebenso wie Dividenden-Portfolios mit ETFs.

Es liegt letztendlich an dem Trader selbst, wie viele Märkte nach passenden Trading-Möglichkeiten absucht. Wichtig ist nur, dass sich der Trader niemals nur auf ein Instrument am Markt beschränkt. Die Folge davon kann Übertrading sein. Das bedeutet, jeder Trader sollte sicherstellen, dass seine Investments diversifiziert sind.

Die Trading-Strategien: Charts analysieren und mehr

Mit der Zeit haben sich einige Trading-Strategien herausgebildet, die allerdings kein Garant dafür sind, Erfolge zu erzielen, da der Markt unberechenbar ist. So sind renommierte Wirtschaftswissenschaftler wie der Amerikaner Eugene Fama der Ansicht, dass es keinem Trader am Finanzmarkt möglich ist, durch Analysen und anderen Methoden dauerhaft einen Erfolg zu erzielen.

Unter dem Überbegriff „Chartanalyse“ lassen sich zahlreiche Trading-Strategien zusammenfassen, die ebenfalls als technische Analyse bekannt sind. Mithilfe von historischen Daten versuchen Chartanalysen den bestmöglichen Kauf- und Verkaufszeitpunkt für bspw. eine Aktie vorherzusagen.

Die Trader prüfen bei der Chartanalyse Auffälligkeit und Muster des Kursverlaufs. Sollte bspw. eine Aktie mehrfach einen ähnlichen Hoechst- und Tiefstand erreicht haben, dann wird von einem Widerstand oder einer Unterstützung gesprochen. Von einem Trend wird gesprochen, wenn der Kurs über eine längere Zeit in eine ähnliche Richtung - nach oben oder unten – verläuft. Die Trader versuchen, aus dem Zusammenspiel all dieser Kennzahlen bei der Chartanalyse die Wahrscheinlichkeit des Kursverlaufes vorherzusagen.



Mit dem Trading geht ein hohes Risiko einher

Sicherlich können Trader, die ein gutes Händchen haben, davon leben und ihr Einkommen ist rein theoretisch unbegrenzt. Doch jeder, der mit dem traden beginnt, muss sich darüber klar sein, dass beim Börsenhandel ein hohes Risiko besteht, mehr Geld zu verlieren, als auf dem Brokerkonto eingezahlt wurde. Dabei handelt es sich um die Nachschusspflicht. Eine solche Situation kann durch eine extreme Marktsituation entstehen. So kann der Trader bspw. seine Position nicht zum gewünschten Preis schließen, wenn keine Liquidität mehr besteht.

Es gibt Broker, die keine Nachschusspflicht fordern, sondern die Trader vorher zwangsweise stoppt. Neue Sicherheiten und der Kontenschutz sorgen dafür, dass die Nachschusspflicht abgeschafft wurde (gilt nur für Forex und CFDs). Aber dennoch sollte sich jeder, der traden möchte, sicher sein, dass er versteht, wie CFDs funktionieren. Auch der Forex Handel birgt ein hohes Risiko und daher sollte jeder Trader ein sinnvolles Risikomanagement nutzen, da er ansonsten Gefahr läuft, schnell sein Geld zu verlieren.

Alles zum Thema Trading lernen aufschreiben

Sobald ein Trader in die Welt des Handels einsteigt, sollte er die Mentalität eines Geschäftsmannes entwickeln. Kein Geschäft funktioniert ohne Geschäfts- bzw. Businessplan, einem konstanten Monitoring und regelmäßigen Revisionen. Der sicherste Weg beim Trading zu scheitern ist es, ohne Plan einfach mit dem Handel zu beginnen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, ein Trading-Handbuch zu führen. In diesem sollten täglich Notizen gemacht werden:

  • Erfolge und Fehler
  • Zukünftige Recherchen, die vorgenommen werden sollen
  • Gründe für Entry und Exit eines Trades

Zudem sollte das Handbuch stets griffbereit liegen, wenn einmal etwas nachgeschaut werden muss. So kann der Trader sicherstellen, dass keine seiner Aktionen umsonst war. Darüber hinaus stärkt eine Analyse der gelungenen Trades das Selbstvertrauen und motiviert dazu sich noch mehr anzustrengen und immer besser zu werden. Im Gegensatz dazu hilft die Analyse der misslungenen Trades dabei, diese Fehler nicht erneut zu begehen.

Zu guter Letzt noch ein wichtiger Tipp: Niemals sollte Geld eingesetzt werden, auf das nicht verzichtet werden kann. Besonders beim Handel von spekulativen Finanzinstrumenten wie CFDs können Kleinanleger schnell große Verluste machen. Selbst wenn das eingesetzte Kapital nicht zwingend benötigt wird, so sollte sich jeder Trader Grenzen setzen.

Unser Tipp: Bei Scalable Capital kannst Du rund 2000 ETFs von iShares, Lyxor, Xtrackers, WisdomTree und Amundi von 7:30 bis 23 Uhr für nur 0,99 € handeln und dauerhaft kostenlos besparen. Monatliche Sparraten schon ab 1 €.

Kostenloses eBook: “Das Jahrhundert-Portfolio”
Sichere dir jetzt unseren kostenlosen, ETF-Ratgeber: "Das Jahrhundert-Portfolio: Marktphasen meistern und Vermögen zielsicher aufbauen". Schon mehr als 2500 Downloads!
ETF ebook

Mehr zum Thema:






Rechtliche Hinweise: Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die in den Artikeln erwähnten ETFs und anderen Finanzprodukte stellen keine Kaufempfehlung dar. Wir können keine Finanzberatung oder ähnliches anbieten. Der Wert von Aktien, ETFs und ETCs, die über ein Wertpapierdepot gekauft wurden, kann sowohl steigen als auch fallen. Börsengeschäfte stellen ein erhebliches Risiko dar, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. etf.capital haftet nicht für materielle und/oder immaterielle Schäden, die durch Nutzung oder Nichtnutzung der Inhalte oder durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Inhalte verursacht wurden. Der Autor besitzt keinen der genannten ETFs. Keiner der Inhalte stellt ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Kryptoassets sind hochvolatile unregulierte Anlageprodukte. Es existiert kein EU-Anlegerschutz.

Vergleiche: Unsere Anbieter-Vergleiche bieten keinen kompletten Marktüberblick. Zur Finanzierung dieser Website erhalten wir von den Anbietern eine Provision bei Kontoeröffnung. Die Vergleiche beginnen mit den Anbietern mit der höchsten Abschlussquote und endet mit der niedrigsten. Bei gleicher Abschlussquote werden die Aufrufe hinzugezogen. D. h. Produkte, die im Verhältnis zu den Aufrufen hier öfter gewählt werden, sind höher platziert. Bewertungen können nicht auf Echtheit geprüft werden. Der Anbieter auf Platz 1 wird zusätzlich farblich hervorgehoben. Testsiegel werden angezeigt, sofern sie uns vom Anbieter zur Verfügung gestellt wurden.

"Kostenlose ETF-Sparpläne" bezieht sich auf die Ausführung der Sparpläne. Es entstehen ggfs. weitere Produktkosten und Zuwendungen. Bei Aktionsangeboten gelten die Teilnahmebedingungen des jeweiligen Anbieters.

Die mit einem Sternchen (*) oder versehenen Links oder farblich hervorgehobenen Schaltflächen sind i.d.R. bezahlte Produktplatzierung zur Finanzierung dieser Website. Dir entstehen dadurch keinerlei Nachteile. Du unterstützt damit unsere Arbeit.

Chancen und Risiken beim Trading: Einsteiger Guide
Teilen
Twitter icon Facebook icon