Targobank Test & Erfahrungen 2026: Lohnt sich das ETF-Depot noch?

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In Deutschland ist die Targobank vorwiegend im Privatkundengeschäft tätig. Die Erfahrungen der Kunden sind eher durchschnittlich. Du kannst in verschiedene ETFs investieren und einen ETF-Sparplan eröffnen. Die Auswahl an ETFs ist eher klein. Auch aktiv gemanagte Portfolios werden angeboten.

Targobank Test & Erfahrungen 2026: Lohnt sich das ETF-Depot noch?

Was Du über die Targobank im Jahr 2026 wissen solltest

Die Targobank blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, die bis in das Jahr 1926 als Kundenkreditbank in Königsberg reicht. Heute agiert sie als Tochtergesellschaft der französischen Genossenschaftsbank Crédit Mutuel und hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf. Mit über 4.600 Mitarbeitern und einem bundesweiten Netz von etwa 318 Filialen bedient sie rund 4 Millionen Kunden. Während die Targobank in der Vergangenheit oft durch aggressives Marketing für Kredite und Tagesgelder auffiel, hat sich das Marktumfeld im Jahr 2026 drastisch gewandelt. Die Ära der hohen Lockvogel-Zinsen von über 3 % ist vorbei, und für informierte Anleger rücken die Kostenstrukturen immer stärker in den Fokus.

Für Privatkunden bietet die Targobank das klassische Portfolio einer Universalbank: Girokonten, Kreditkarten, Baufinanzierungen und eben Depots für den Wertpapierhandel. Du kannst dort ETFs als Einmalanlage erwerben oder einen ETF-Sparplan einrichten. Auch für Trendthemen wie einen nachhaltigen ETF gibt es Optionen. Doch Vorsicht: Im direkten Vergleich mit modernen Brokern zeigt sich, dass die Targobank preislich eher in der "Old Economy" verhaftet ist, was Deine langfristige Rendite massiv belasten kann.


Zum Targobank Sparplan (Checke die Gebühren!)

Der Zins-Check 2026: Die 3,10 % Illusion

Wer heute noch nach den einst beworbenen 3,10 % p.a. beim Tagesgeld sucht, wird enttäuscht. Im Jahr 2026 haben sich die Leitzinsen der EZB nach einer Phase der Volatilität auf einem moderaten Niveau eingependelt. Die Targobank hat ihre Konditionen entsprechend nach unten korrigiert. Aktuell liegen die Zinsen für Neukunden deutlich unter der 2-Prozent-Marke, oft nur noch im Bereich von 1,2 % bis 1,5 % p.a. – und das meist zeitlich begrenzt auf wenige Monate.

  • Bestandskunden-Zins: Dieser dümpelt oft bei mageren 0,40 % bis 0,60 % p.a. vor sich hin.
  • Inflationsrisiko: Bei einer prognostizierten Inflation von etwa 2 % im Jahr 2026 bedeutet das Parken von Geld auf einem Targobank-Tagesgeldkonto de facto einen Kaufkraftverlust.
  • Wettbewerb: Neobroker wie Trade Republic bieten 2026 oft deutlich attraktivere Konditionen an, indem sie die EZB-Zinsen (abzüglich einer kleinen Marge) direkt an die Kunden weitergeben – oft ohne zeitliche Befristung.

Kosten-Hammer: ETF-Sparpläne im harten Vergleich

Der entscheidende Punkt, warum wir die Targobank für den Vermögensaufbau mit ETFs im Jahr 2026 nur bedingt empfehlen können, ist die Gebührenstruktur. Während Neobroker den Sparplan-Markt mit 0-Euro-Gebühren revolutioniert haben, hält die Targobank an einem prozentualen Modell fest, das Deine Rendite auffrisst.

Gebührenstruktur der Targobank

Die Targobank berechnet für die Ausführung eines ETF-Sparplans 2,50 % der Sparrate. Es gibt zwar eine Deckelung (mindestens 1,50 Euro, maximal 3,00 Euro), doch gerade für den klassischen Kleinsparer ist dieser Prozentsatz ruinös.

Sparrate pro MonatGebühr TargobankGebühr Trade Republic / ScalableVerlust pro Jahr (Targobank)
50 Euro1,50 Euro (3,0 %)0,00 Euro18,00 Euro
100 Euro2,50 Euro (2,5 %)0,00 Euro30,00 Euro
200 Euro3,00 Euro (1,5 %)0,00 Euro36,00 Euro

Die Rechnung über 20 Jahre: Warum Du Tausende Euro verlierst

Nehmen wir an, Du besparst einen Welt-ETF mit 100 Euro monatlich über 20 Jahre bei einer angenommenen Rendite von 7 % p.a. Bei einem Neobroker zahlst Du 0 Euro Gebühren. Bei der Targobank zahlst Du 2,50 Euro pro Monat. Das klingt nach wenig? Rechnen wir nach: Über 240 Monate zahlst Du 600 Euro an Gebühren. Doch das ist nicht der wahre Schaden. Der wahre Schaden ist der entgangene Zinseszins. Hättest Du diese 2,50 Euro monatlich ebenfalls investiert, hättest Du nach 20 Jahren zusätzlich ca. 1.300 Euro auf dem Konto. Die Targobank kostet Dich also nicht nur die Gebühr, sondern den Hebel Deines Kapitals.

Auswahl und Depotmodelle: Licht und Schatten

Die Auswahl an sparplanfähigen ETFs bei der Targobank ist mit rund 100 bis 150 Titeln (Stand 2026) extrem begrenzt. Der Fokus liegt stark auf Partnern wie iShares (BlackRock) oder Amundi. Wer speziellere Themen wie Konsum-ETFs oder eine breite Diversifikation über Small Caps sucht, stößt schnell an Grenzen. Im Vergleich dazu bieten Scalable Capital oder Trade Republic Zugriff auf über 2.000 ETFs.

Die drei Depot-Welten

  • Direkt-Depot: Das Online-Modell. Keine Depotgebühr, aber hohe Orderkosten (ab ca. 4,90 Euro bis 9,90 Euro je nach Volumen).
  • Klassik-Depot: Inklusive Filialberatung. Kostenlos erst ab 50.000 Euro Gesamtguthaben, sonst fallen monatliche Gebühren an. Hier zahlst Du für die Miete der Filialen mit.
  • Plus-Depot: Ein Modell mit Pauschalgebühr von 1,50 % auf das Depotvolumen. Für ETF-Anleger ein absolutes No-Go, da diese Gebühr die Kostenquote der ETFs (TER) um ein Vielfaches übersteigt.

Wenn Du Dich für komplexe Strategien wie Smart Beta ETFs interessierst, wirst Du im Targobank-Universum oft nicht fündig oder zahlst horrende Aufschläge im Vergleich zum Direkthandel an Börsen wie Xetra oder den Börsenplätzen in China.

Warum Filialberatung bei ETFs oft kontraproduktiv ist

Die Targobank wirbt mit ihrer Präsenz vor Ort. Doch brauchen ETF-Anleger das? Ein ETF ist ein passives Produkt. Die Beratung in Banken zielt oft darauf ab, hauseigene oder aktiv gemanagte Produkte zu verkaufen, da die Bank an einem 0-Euro-ETF-Sparplan nichts verdient. Die von der Targobank angebotenen "aktiv gemanagten ETF-Portfolios" haben jährliche Kosten von über 1,10 %. Zum Vergleich: Ein simpler Welt-ETF kostet ca. 0,20 %. Du zahlst also fast 1 % pro Jahr extra für ein Management, das den Markt in den seltensten Fällen schlägt. Wer langfristig Vermögen aufbauen will, sollte die Selbstentscheidung vorziehen und auf günstige Infrastrukturen setzen.

Neobroker: Die bessere Alternative 2026?

Der Markt hat sich 2026 konsolidiert. Anbieter wie Trade Republic oder Scalable Capital sind keine "Experimente" mehr, sondern etablierte Institute mit Vollbanklizenz und deutscher Einlagensicherung. Hier sind die Vorteile gegenüber der Targobank offensichtlich:

  • Kosten: 0 Euro für Sparpläne, 1 Euro oder weniger für Einzelkäufe.
  • Zinsen: Meist höhere und fairere Weitergabe der EZB-Zinsen auf das Cash-Konto.
  • Technologie: Schnelle Apps, Echtzeit-Daten und einfacher Depotübertrag.
  • Flexibilität: Sparraten oft schon ab 1 Euro möglich, bei der Targobank meist erst ab 50 Euro.

Wer dennoch ein Konto bei einer Filialbank möchte, sollte die Targobank eher für das Basiskonto nutzen und das Depot strikt trennen. Ein Blick auf die DAX-Prognose zeigt, dass Rendite in volatilen Zeiten durch niedrige Kosten gesichert werden muss.

Fazit: Targobank Test-Ergebnis 2026

Die Targobank ist im Jahr 2026 eine Bank der zwei Gesichter. Für Kunden, die Wert auf ein Gespräch in der Filiale legen und bereit sind, dafür hohe Gebühren in Kauf zu nehmen, mag sie eine Option sein. Für den modernen ETF-Anleger ist sie jedoch nicht konkurrenzfähig. Die Gebühr von 2,5 % pro Sparplan-Ausführung ist im Vergleich zu den kostenlosen Angeboten der Neobroker schlichtweg zu hoch. Wer hier investiert, verschenkt über die Jahre einen signifikanten Teil seines Vermögens an die Bank.

Unsere Empfehlung: Nutze die Targobank höchstens für ein kostenloses Girokonto, wenn Du die Filiale vor Ort wirklich brauchst. Für Dein ETF-Depot solltest Du jedoch zu einem spezialisierten Online-Broker wechseln. Die Ersparnis bei den Gebühren und die größere Auswahl an Titeln werden sich über die Jahrzehnte massiv auszahlen. Wer zusätzlich in alternative Assets investieren will, findet bei modernen Brokern oft auch leichteren Zugang zu Themen wie P2P-Krediten oder Kryptowerten, während die Targobank hier sehr konservativ aufgestellt bleibt. Auch Einzelaktien-Analysen wie die Bayer-Aktie Prognose zeigen, dass Anleger maximale Flexibilität bei minimalen Kosten benötigen, um erfolgreich zu sein.

Unser Tipp: Bei Scalable Capital kannst Du rund 1700 PRIME ETFs - darunter iShares, Xtrackers und Amundi - von 7:30 bis 23 Uhr gebührenfrei handeln und dauerhaft kostenlos besparen. Monatliche Sparraten schon ab 1 €.

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"Kostenlose ETF-Sparpläne" bezieht sich auf die Ausführung der Sparpläne. Es entstehen ggfs. weitere Produktkosten und Zuwendungen. Bei Aktionsangeboten gelten die Teilnahmebedingungen des jeweiligen Anbieters.

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