So investiert Bodo Schäfer: Tipps vom Millionär

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Möchtest Du erfolgreich investieren, kann Dir ein Vorbild helfen. Vielleicht ist Bodo Schäfer ein Vorbild für Dich. In einem Buchhält er Tipps zum Investieren bereit. Um erfolgreich Vermögen aufzubauen, solltest Du an das Risiko denken und Dein Geld streuen.

So investiert Bodo Schäfer: Tipps vom Millionär

Bodo Schäfer gilt in Deutschland als bekanntester „Money-Coach" – Bestsellerautor, Redner und Verkäufer eines Mindsets rund um finanzielle Freiheit. Millionen Menschen haben seine Bücher gelesen. Doch was davon ist praktisch nützlich für deinen Vermögensaufbau, und wo hört solides Finanzwissen auf und beginnt reines Motivationsgeschäft? Dieser Artikel ordnet Schäfers Ideen ehrlich ein und zeigt, wie du die guten Grundprinzipien mit einer seriösen, breit gestreuten ETF-Strategie umsetzt. Stand: Juli 2026.

Wer ist Bodo Schäfer?

Bodo Schäfer (geboren am 10. September 1960 in Köln) ist Unternehmer, Autor, Redner und Coach. Bekannt wurde er ab Mitte der 1990er-Jahre mit Ratgebern zu Geld und Vermögensaufbau. Sein Bestseller „Der Weg zur finanziellen Freiheit" wurde in über 30 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft. Auch sein Kinder- und Jugendbuch „Ein Hund namens Money" erreichte hohe Auflagen und erklärt Kindern spielerisch den Umgang mit Geld.

Schäfer selbst schildert, dass er mit Mitte 20 verschuldet war und mithilfe eines Coaches wirtschaftlich Fuß fasste. Um das Jahr 2000 gründete er die Stiftung „Kinder – unsere Zukunft", die Bildungsprojekte unter anderem in Afrika unterstützt.

Bodo Schäfer im Steckbrief

  • Geburtsdatum: 10. September 1960
  • Geburtsort: Köln
  • Beruf: Unternehmer, Autor, Redner, Coach
  • Bekannteste Werke: „Der Weg zur finanziellen Freiheit", „Die Gesetze der Gewinner", „Ein Hund namens Money"
  • Rolle: Motivations- und Finanz-Coach, Seminaranbieter

Angaben zu einem privaten Vermögen kursieren im Netz, sind aber nicht belegt – wir verzichten daher bewusst auf eine Schätzung.

Die nützlichen Grundprinzipien von Bodo Schäfer

Ein Teil von Schäfers Botschaften ist grundsolide und deckt sich mit dem, was auch nüchterne Finanzratgeber empfehlen. Diese Prinzipien kannst du sofort umsetzen:

  • Zahle dich zuerst selbst. Lege einen festen Anteil deines Einkommens beiseite, bevor du ihn ausgibst – idealerweise automatisiert per Dauerauftrag oder Sparplan. So wird Sparen zur Gewohnheit statt zur Restgröße am Monatsende.
  • Eine feste Sparquote schlägt hohes Einkommen. Schäfers Kernaussage: Nicht wer viel verdient, wird vermögend, sondern wer konsequent einen Teil behält. Wer eine Gehaltserhöhung bekommt, sollte einen guten Teil davon direkt in die Sparquote lenken, statt den Lebensstil mitwachsen zu lassen.
  • Die 50/50-Regel bei Schulden. Wer noch Konsumschulden hat, teilt freies Geld hälftig auf: 50 % für die Schuldentilgung, 50 % für den Vermögensaufbau. Der psychologische Vorteil – man sieht gleichzeitig Schulden schrumpfen und Vermögen wachsen – ist real und hält die Motivation hoch.
  • Breit streuen statt alles auf eine Karte. Schäfer betont Diversifikation und den langfristigen Vorteil von Sachwerten (Aktien, Immobilien) gegenüber reinen Geldwerten wie dem Sparbuch. Das ist finanzökonomisch unstrittig.
  • Notgroschen zuerst. Bevor du investierst, gehört ein Sicherheitspuffer auf ein jederzeit verfügbares Konto. Passende Konditionen findest du in unserem Tagesgeld-Vergleich.

Diese Bausteine – zahle dich zuerst, halte eine feste Sparquote, streue breit und halte einen Puffer – sind ein tragfähiges Fundament, egal von wem du sie hörst.

Wo man Bodo Schäfer kritisch einordnen sollte

So brauchbar die Grundprinzipien sind, so wichtig ist eine nüchterne Einordnung. Schäfer verkauft in erster Linie Motivation und Mindset – nicht eine konkrete, überprüfbare Anlagestrategie.

  • Motivations- und Coaching-Geschäft. Ein erheblicher Teil des Angebots besteht aus Seminaren, Video-Kursen und Vorträgen. Kritiker bemängeln große Versprechen, die sich in dieser Form nicht einlösen lassen, und Anekdoten statt belastbarer Belege.
  • Keine konkrete Anlagestrategie. Auf die Frage, in was man investieren soll, antwortet Schäfer sinngemäß „Ich weiß es nicht" – das ist ehrlich, lässt Leser bei der eigentlichen Umsetzung aber allein. Risiken von Aktien, Einzelwetten oder Start-up-Beteiligungen werden oft nur oberflächlich behandelt.
  • Symbolik statt Substanz. Tipps wie „trage einen großen Geldschein bei dir, um deine Glaubenssätze zu verändern" sind Mindset-Folklore, kein Finanzratschlag. Sie ersetzen keine Sparquote und keinen Anlageplan.
  • Vorsicht bei konkreten Empfehlungen. Öffentliche Tipps zu einzelnen Aktien haben in der Vergangenheit für Kritik gesorgt. Einzelaktien sind für die meisten Privatanleger deutlich riskanter als ein breit gestreutes Portfolio.

Kurz: Nimm die Motivation und die Spar-Disziplin mit – aber erwarte keine fertige Anlagestrategie. Die musst du dir seriös selbst aufbauen.

Von der Motivation zur Umsetzung: breit gestreute ETFs

Genau an der Stelle, an der Schäfer aufhört („investiere in Sachwerte, streue breit"), setzt kostengünstiges ETF-Investieren an. Ein ETF (Exchange Traded Fund) bildet einen ganzen Index nach – etwa einen weltweiten Aktienindex mit tausenden Unternehmen. Damit erfüllst du Schäfers Diversifikationsgedanken automatisch, ohne einzelne Aktien auswählen zu müssen.

Der pragmatische Weg für die meisten Privatanleger:

  • Ein breiter, weltweiter Aktien-ETF als Kern des Portfolios – zum Beispiel auf einen globalen Index mit Industrie- und Schwellenländern.
  • Ein automatischer Sparplan, der Monat für Monat läuft. Das ist die praktische Umsetzung von „zahle dich zuerst selbst".
  • Langer Atem statt Timing: Kursschwankungen gehören dazu, entscheidend ist das Durchhalten über viele Jahre.

Welche Bausteine zu deinen Zielen passen, erklären wir im ETF-Ratgeber. Wenn du gezielt nach Anlageschwerpunkten suchst, hilft dir unsere Übersicht der Themen-ETFs bei der Orientierung.

Wie du einen ETF-Sparplan startest

Für einen Sparplan brauchst du ein Wertpapierdepot bei einem Broker. Achte auf niedrige Ordergebühren, ein breites Sparplan-Angebot und eine solide Regulierung. Einen günstigen und in Deutschland verbreiteten Einstieg bietet zum Beispiel Trade Republic, wo ETF-Sparpläne ab kleinen Beträgen möglich sind. Vergleiche vor der Eröffnung in Ruhe die Konditionen und wähle den Anbieter, der zu dir passt.

Fazit: Motivation von Bodo Schäfer, Strategie von der breiten Streuung

Bodo Schäfer ist stark darin, Menschen zum Anfangen zu bewegen – zum Sparen, zum Selbst-in-die-Hand-nehmen der eigenen Finanzen. Seine Grundprinzipien (zahle dich zuerst, feste Sparquote, 50/50-Regel, breit streuen, Notgroschen) sind wertvoll. Was er bewusst offenlässt, ist die konkrete Anlagestrategie. Hier liefern kostengünstige, weltweit gestreute ETFs im Sparplan die naheliegende, seriöse Antwort: einfach, transparent, langfristig und ohne die Illusion, den Markt schlagen zu müssen. Nimm also die Disziplin mit – und setze sie mit einem soliden ETF-Plan um.


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