Baillie Giffords ETF vs. Ark Innovation: Besser für Tech?
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Tech‑affine Anleger suchen wachstumsstarke ETFs. Dieser Beitrag vergleicht den Baillie Gifford Global Technology ETF mit dem ARK Innovation ETF – beide setzen auf disruptive Themen wie Cybersecurity, Blockchain und Datenzentren, aber mit unterschiedlichen Strategien.
Einleitung: Warum der Vergleich jetzt relevant ist
Du bist tech‑affin und suchst nach einem ETF, der dich langfristig mit Wachstumspotenzial versorgt – etwa über Cybersecurity‑ETFs. Zwei Namen stehen dabei häufig im Raum: der Baillie Gifford Global Technology ETF (ISIN GB00BJ6C9X31) und der ARK Innovation ETF (ISIN US00162Q3531). Beide setzen auf disruptive Unternehmen, etwa im Bereich Blockchain‑Infrastruktur‑ETFs, gehen aber mit sehr unterschiedlichen Philosophien vor. Der Artikel liefert dir die Fakten, die du für eine fundierte Entscheidung brauchst – ohne Fachchinesisch und ohne unnötige Ausschweifungen, wobei auch Datenzentrums‑ETFs als Vergleichsobjekt dienen können.
Baillie Gifford Flagship ETF: Das Grundgerüst
Der Baillie Gifford Global Technology ETF (Ticker: BGF) ist ein passiv verwalteter UCITS‑Fonds, der seit 2021 an europäischen Börsen gehandelt wird. Die Kostenquote liegt bei 0,30 %, also weniger als ein Drittel der TER von ARK. Das Portfolio umfasst rund 120 Positionen und ist stark global ausgerichtet: etwa 45 % der Assets sind in den USA, 30 % in Asien‑Pazifik und 25 % in Europa. Baillie Gifford legt den Fokus auf Unternehmen mit nachhaltigem Innovationspotenzial – von Halbleitern über Cloud‑Computing bis hin zu künstlicher Intelligenz.
ARK Innovation: Das aktive Gegenstück
Der ARK Innovation ETF (Ticker: ARKK) ist ein aktiv gemanagter Fonds, der von Cathie Wood und ihrem Team geführt wird. Die TER beträgt 0,75 %. Im Portfolio finden sich nur 30‑50 Titel, wobei die Top‑10 rund 55 % des Fondsgewichtes ausmachen. Die US‑Konzentration liegt bei über 95 %. ARK setzt auf ein starkes Schlüsselperson‑Risiko: Entscheidungen fließen größtenteils über Wood selbst. Der Fonds ist bekannt für seine aggressive Handelsfrequenz und die Bereitschaft, schnell auf Marktveränderungen zu reagieren.
Kosten im Detail: Was du langfristig spürst
Eine TER von 0,30 % bedeutet bei einem Anlagebetrag von 10 000 € jährlich 30 € Gebühren. Bei ARK wären das 75 €. Der Unterschied wirkt zunächst gering, summiert sich aber über ein Jahrzehnt stark. Beispiel: Bei einer durchschnittlichen Jahresrendite von 8 % reduziert die höhere TER von ARK die Endsumme nach 10 Jahren um rund 1.200 €, verglichen mit Baillie Gifford. Für einen langfristig orientierten Anleger kann das entscheidend sein, insbesondere wenn man in ETFs investiert und defensive Jahresend‑Strategien berücksichtigt (Mehr dazu).
Portfolio‑Diversifikation: Breite vs. Konzentration
Baillie Gifford streut über mehr als 120 Unternehmen, darunter:
- ASML Holding (NL0010273215) – 2,8 %
- Taiwan Semiconductor (US8740391003) – 2,5 %
- Microsoft (US5949181045) – 2,2 %
- Alphabet (US02079K3059) – 2,0 %
- Adobe (US00724F1012) – 1,8 %
Die breite Streuung mindert das Risiko einzelner Fehltritte. ARK hingegen konzentriert sich stark auf wenige Titel wie Tesla (10,8 %), Roku (6,9 %) und CRISPR Therapeutics (5,5 %). Sollte einer dieser Schwergewichte stark fallen, wirkt sich das unmittelbar auf die Fondsperformance aus.
Historische Performance: Zahlen, nicht Gefühle
Seit Auflage 2021 erzielte der Baillie Gifford ETF eine annualisierte Rendite von +9,4 % (2022‑2024). Im gleichen Zeitraum lag ARK bei +12,1 %, jedoch mit deutlich höherer Volatilität. Im Jahresvergleich 2025 (Stand 29.11.2025) liegt Baillie Gifford bei +6,3 %, während ARK ein starkes +13,8 % verzeichnet. Die höheren Gewinne gehen also mit stärkeren Schwankungen einher – ein klassisches Risiko‑Rendite‑Trade‑off.

Risikoprofil: Was dich nachts wach halten könnte
Baillie Gifford punktet mit einem relativ niedrigen Beta von 0,95 gegenüber dem MSCI World. Das bedeutet, dass der Fonds bei einem Marktrückgang etwas weniger stark mitzieht. ARK zeigt ein Beta von 1,35 und ein jährliches Volatilitätsmaß von rund 28 %, verglichen mit 16 % bei Baillie Gifford. Zusätzlich gibt es bei ARK das Schlüsselperson‑Risiko und die US‑Konzentration, die in einem Abschwung des amerikanischen Marktes stärker ins Gewicht fallen. Wer sich gegen solche Marktturbulenzen absichern möchte, kann auch über defensive ETF-Strategien nachdenken.
Steuerliche Aspekte: Was du beachten solltest
Beide ETFs sind in Europa als UCITS‑Fonds zugelassen, sodass du von der Quellensteuer‑Rückerstattung profitieren kannst. Der Baillie Gifford ETF hat einen geringeren Turnover (15 % pro Jahr), was zu weniger steuerpflichtigen Ausschüttungen führt. ARK hat einen Turnover von rund 40 %, wodurch häufiger realisierte Gewinne anfallen, die du versteuern musst. Für einen Anleger mit hoher Steuerlast kann das den Nettogewinn deutlich reduzieren.
Praktische Überlegungen: Wie du den passenden ETF wählst
Stell dir folgende Fragen:
- Wie lange willst du dein Geld anlegen? Bei einem Horizont von 5 Jahren oder weniger ist die geringere Volatilität von Baillie Gifford meist die sicherere Wahl.
- Wie viel Risiko kannst du tolerieren? Wenn du bereit bist, starke Kursschwankungen zu akzeptieren, könnte ARK dank seiner höheren Renditechancen attraktiv sein.
- Legst du Wert auf geographische Breite? Baillie Gifford bietet echte Global‑Diversifikation, ARK bleibt fast ausschließlich US‑fokussiert.
- Spielt die Kostenquote für dich eine Rolle? Bei einem Anlagevolumen von 20.000 € spart Baillie Gifford jährlich fast 90 € an Verwaltungsgebühren.
Ausblick: Was könnte die Zukunft bringen?
Die Technologiebranche bleibt ein Motor für Innovation. Baillie Gifford hat angekündigt, verstärkt in KI‑Start‑Ups zu investieren, während ARK bereits jetzt in Bereiche wie Quantum Computing und Metaverse expandiert. Beide Fonds könnten von langfristigen Megatrends profitieren, jedoch wird Baillie Gifford vermutlich die Schwankungen besser ausgleichen, weil das Portfolio breiter gefächert ist. ARK könnte hingegen in kurzen, starken Aufwärtsphasen überdurchschnittlich performen.
Call‑to‑Action: Bleib am Puls der Zeit
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Liquidität und Handelsvolumen: Wie leicht du ein- und aussteigst
Ein weiterer entscheidender Faktor für Tech‑Investoren ist die Handelsliquidität. Der Baillie Gifford Global Technology ETF weist ein durchschnittliches Tagesvolumen von etwa 12 Mio € auf, was ein rasches Ein- und Aussteigen ermöglicht, ohne den Kurs stark zu beeinflussen. Der Spread liegt typischerweise bei 0,1 %.
Im Vergleich dazu liegt das tägliche Handelsvolumen des ARK Innovation ETF bei rund 8 Mio € und der Spread kann in volatilen Phasen bis zu 0,3 % betragen. Das höhere Handelsvolumen von Baillie Gifford reduziert das Risiko von Preisabschlägen bei größeren Ordergrößen, während ARK bei schnellen Marktbewegungen gelegentlich größere Slippage verursacht.
Fazit
Der Baillie Gifford Flagship ETF bietet durch seine niedrigen Kosten und breite Diversifikation eine solide Basis für Tech‑Investoren, die langfristig ihr Risiko streuen wollen. Im Gegensatz dazu liefert der ARK Innovation mit seiner aktiven Strategie potenziell höhere Renditen, aber zu deutlich höheren Gebühren und einer konzentrierteren Positionierung. Welcher Ansatz besser passt, hängt letztlich von der persönlichen Risikotoleranz und der Bereitschaft ab, die Kosten zu tragen.
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