LIQID NXT vs. Trade Republic: Private Equity im Vergleich
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Private Equity ist nicht länger nur für Superreiche! LIQID NXT und Trade Republic kämpfen um Privatanleger. Wer überzeugt mit seinem Ansatz – die kuratierte Strategie von LIQID oder der 1-Euro-Einstieg von Trade Republic? Ein detaillierter Vergleich.
Private Equity ist endlich für alle da. Hier sind die beiden besten Wege ins Depot:
🥇 Für Einsteiger (ab 1€): Trade Republic bietet extrem einfachen Zugang über ELTIFs. Ideal zum Testen.
🥈 Für Vermögensaufbau (ab 10.000€): LIQID NXT bietet professionelle Co-Investments wie für Millionäre. Ideal für größere Portfolios.
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Private Equity für alle: Ein Duell der Welten
Wir schreiben den 30. Dezember 2025. Wenn du dich in den letzten Monaten mit deiner Geldanlage beschäftigt hast, bist du kaum an einem Thema vorbeigekommen: Private Equity. Was früher der diskrete Spielplatz für institutionelle Investoren und Superreiche war, ist endgültig im Depot des Privatanlegers angekommen. Die Zeiten, in denen du siebenstellige Summen und gute Kontakte zum Golfclub brauchtest, um in nicht-börsennotierte Unternehmen zu investieren, sind vorbei.
Zwei Akteure haben den deutschen Markt in diesem Jahr besonders aufgemischt, allerdings mit völlig unterschiedlichen Ansätzen. Auf der einen Seite steht LIQID*, der digitale Vermögensverwalter aus Berlin, der mit seinem Angebot „NXT“ die Einstiegshürden für professionelle Private-Equity-Strategien gesenkt hat. Auf der anderen Seite steht der Neobroker-Gigant Trade Republic, der das Thema mit der Brechstange demokratisiert und Private Equity so einfach zugänglich macht wie den Kauf einer Aktie.
Die Gretchenfrage lautet nun: Wer hat das bessere Angebot? Ist der extrem niedrige Einstieg bei Trade Republic der heilige Gral oder bietet die kuratierte Struktur von LIQID mehr Substanz für dein Portfolio? Wir schauen uns die Zahlen, die Strukturen und das Kleingedruckte an.
Die Einstiegshürde: Taschengeld vs. Engagement
Der offensichtlichste Unterschied springt dir sofort ins Auge: das Preisschild für den Eintritt. Trade Republic ist seiner Linie treu geblieben und hat die Hürde quasi abgeschafft. Du kannst seit dem Start der Private-Equity-Offensive im Jahr 2025 bereits ab 1 Euro investieren. Das funktioniert über die bekannte App-Infrastruktur und Sparpläne. Um den Start noch schmackhafter zu machen, lockte der Neobroker in den ersten 30 Tagen sogar mit einem 1-Prozent-Zuschuss für Neuinvestitionen. Das ist klassisches Neobroker-Marketing: Masse durch niedrige Hürden.
LIQID wählt mit seinem NXT-Angebot einen anderen Weg. Hier liegt die Mindestanlage bei 10.000 Euro. Das ist für die Welt von Private Equity immer noch revolutionär wenig – klassische Fonds fordern oft 200.000 Euro oder mehr – aber es ist eine Hürde, die selektiert. LIQID filtert damit Anleger, die über ein gewisses Kapital verfügen und eine bewusste Entscheidung für diese Anlageklasse treffen.
Nach der initialen Einmalanlage von 10.000 Euro lassen sich allerdings auch hier Sparpläne einrichten. Die Logik dahinter ist klar: Wer 10.000 Euro in eine illiquide Anlageklasse steckt, hat sich vermutlich intensiver mit den Risiken auseinandergesetzt als jemand, der beim Warten auf die U-Bahn für 50 Euro einen Sparplan einrichtet.
Das Produkt: Co-Investment gegen ELTIF-Breitseite
Wenn du unter die Haube schaust, merkst du schnell, dass du bei beiden Anbietern zwar „Private Equity“ kaufst, aber technisch unterschiedliche Motoren bekommst. LIQID* setzt bei NXT auf eine Co-Investment-Struktur. Das bedeutet, du investierst Seite an Seite mit führenden Private-Equity-Fonds direkt in Unternehmen. LIQID bündelt das Kapital seiner Kunden und beteiligt sich an Deals, die sonst nur den ganz Großen offenstehen.
Der Fokus liegt hier auf globalen Mittelständlern und Wachstumsunternehmen. Ein spannender Aspekt der LIQID-Strategie ist das schnelle „Deployment“. Da Co-Investments oft in bereits identifizierte Zielunternehmen fließen, arbeitet dein Geld schneller, als wenn du in einen neu aufgelegten Fonds investierst, der erst noch Ziele suchen muss.
Trade Republic hingegen nutzt das Vehikel des ELTIF (European Long-Term Investment Fund). Das ist ein regulierter Rahmen der EU, der speziell dafür geschaffen wurde, langfristige Anlagen für Privatanleger zu öffnen. Der Neobroker kooperiert hier mit Schwergewichten wie EQT und Apollo.
Konkret hast du hier Zugriff auf Produkte wie den EQT Nexus (ISIN: LU3176111881) oder den Apollo Clean Transition Equity ELTIF (ISIN: LU3170240538). Diese Fonds sind breit gestreut. Du findest darin nicht nur Mittelständler, sondern auch Infrastrukturprojekte wie Solarparks oder Beteiligungen an Flughäfen. Der ELTIF ist quasi der ETF der Private-Equity-Welt: reguliert, standardisiert, aber eben auch mit einer gewissen Strukturkomplexität versehen.
Kosten und Gebühren: Der Preis der Exklusivität
Private Equity ist teuer, daran führt kein Weg vorbei. Anders als bei einem ETF auf den MSCI World, der dich kaum 0,2 Prozent im Jahr kostet, arbeiten hier Heerscharen von Analysten und Managern daran, Unternehmen zu kaufen, zu optimieren und wieder zu verkaufen. Das kostet Geld.
LIQID wirbt damit, durch die Co-Investment-Struktur eine Ebene der Gebühren zu eliminieren. Oft fallen bei Dachfonds doppelte Gebühren an – einmal für den Dachfonds selbst und einmal für die Zielfonds. Bei Co-Investments entfällt oft die Managementgebühr und die Gewinnbeteiligung (Carried Interest) auf der Fondsebene, da die Partnerfonds diese Deals nutzen, um zusätzliches Kapital ohne diese Kosten einzusammeln. Die Kosten werden direkt aus dem Fondsvolumen entnommen. Das macht die Struktur potenziell effizienter, auch wenn die absoluten Kosten immer noch spürbar über denen von Aktienfonds liegen.
Bei den ELTIFs von Trade Republic musst du genau ins Basisinformationsblatt schauen. Auch wenn der Neobroker selbst oft keine Ausgabeaufschläge verlangt, haben die Produkte interne Kosten. Diese Verwaltungsgebühren und erfolgsabhängigen Vergütungen schmälern die Rendite. Finanzexperten und Portale wie Finanztip weisen immer wieder darauf hin, dass die Brutto-Rendite erst einmal hoch genug sein muss, um nach Abzug aller Kosten noch attraktiv zu bleiben. Die breite Streuung und das Management durch Riesen wie Apollo haben ihren Preis.
Performance und Renditeziele: Der 12-Prozent-Traum
Warum tun wir uns illiquide Anlagen und höhere Kosten überhaupt an? Wegen der Renditeaussicht. Beide Anbieter hängen die Messlatte hoch. Das Ziel lautet unisono: rund 12 Prozent Rendite pro Jahr (netto). LIQID erwähnt für sein PRO-Produkt (für noch vermögendere Kunden) sogar Zielkorridore von bis zu 15 Prozent IRR (Internal Rate of Return).
Diese Zahlen sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern basieren auf historischen Daten der Private-Equity-Branche, die über lange Zeiträume die öffentlichen Aktienmärkte schlagen konnte. Allerdings ist die Messung kompliziert. Während du bei Aktien einfach auf den Kurs schaust, wird bei Private Equity oft mit dem IRR gerechnet, der den Zeitwert des Geldes berücksichtigt.
Ein wichtiger Punkt zur Einordnung: Die 12 Prozent sind ein Ziel, keine Garantie. Im Jahr 2025 haben wir gesehen, dass die Märkte volatil sind. Private Equity hat den Ruf, in Krisenzeiten stabiler zu sein, da die Bewertungen nicht sekündlich an der Börse schwanken, sondern meist vierteljährlich neu ermittelt werden. Das glättet das Portfolio psychologisch, ändert aber nichts daran, dass wirtschaftliche Flauten auch nicht-börsennotierte Firmen treffen.
Liquidität: Das Märchen von der Flexibilität
Hier scheiden sich die Geister und die Marketing-Versprechen prallen auf die Realität der Anlageklasse. Private Equity ist per Definition illiquide. Du kaufst Anteile an Firmen, die nicht morgen wieder verkauft werden sollen. Das Kapital arbeitet über Jahre.
Trade Republic versucht, dieses Dogma aufzuweichen. Über einen internen Marktplatz oder Rückgabemechanismen wird eine monatliche Liquidität in Aussicht gestellt. Du kannst Anteile theoretisch monatlich kaufen und verkaufen, ohne feste Laufzeitbindung. Das klingt fantastisch, birgt aber ein Risiko: In Krisenzeiten, wenn alle gleichzeitig rauswollen, könnten diese Mechanismen ausgesetzt werden (sogenanntes "Gating").
LIQID ist hier konservativer und vielleicht ehrlicher bezüglich der Natur der Anlageklasse. Zwar gibt es Optionen für einen Sekundärmarkt, doch Kritiker bezeichnen das teils als „Pseudoliquidität“. Es ist kein Geldautomat. Du solltest davon ausgehen, dass dein Geld für 10 Jahre oder länger gebunden ist. Es gibt keine Kapitalabrufe (Capital Calls) im klassischen Sinne bei NXT, da das Geld direkt investiert wird, aber du kommst eben auch nicht mal eben schnell an deine 10.000 Euro, um ein neues Auto zu kaufen.
Zielgruppe und UX: App-Gamer oder Strategen?
Die Bedienung und das "Look and Feel" spiegeln die Zielgruppen wider. Trade Republic integriert die ELTIFs nahtlos in seine App. Wer Krypto und Aktien dort handelt, findet sich sofort zurecht. Es ist bunt, schnell und senkt die psychologische Hürde auf null. Das ist genial für die Adaption, birgt aber die Gefahr, dass die Komplexität des Produkts unterschätzt wird. Ein Klick auf "Kaufen" bei einem Infrastruktur-Fonds fühlt sich genauso an wie bei einer Tesla-Aktie – die dahinterliegende Mechanik ist aber grundverschieden.
LIQID positioniert sich als digitaler Privatbankier. Das Onboarding ist professioneller, fordert mehr Daten und vermittelt eher das Gefühl eines Beratungsgesprächs, auch wenn es digital abläuft. Das Dashboard ist nüchterner, das Reporting detaillierter. Mit über 4.000 Anlegern und einem Volumen von mehr als 200 Millionen Euro allein im NXT-Bereich (Stand Mitte 2025) hat LIQID bewiesen, dass es eine kaufkräftige Klientel gibt, die genau diesen Ansatz sucht. Etwa 50 Prozent des Volumens fließen mittlerweile über Sparpläne, was für eine hohe Disziplin der Anleger spricht.
Risikoprofil und Transparenz
Lass uns Tacheles reden: Beide Anlageformen beinhalten das Risiko eines Totalverlusts. Das klingt hart, muss aber gesagt werden. Wenn die Unternehmen im Portfolio pleitegehen, ist das Geld weg. Es gibt keine Einlagensicherung für Unternehmensbeteiligungen.
In puncto Transparenz punktet LIQID durch die Offenlegung der Co-Investments. Du erfährst relativ genau, an welchen Firmen du beteiligt bist. Es ist keine "Black Box". Da keine Dachfonds dazwischengeschaltet sind, ist der Weg zum Asset kürzer.
Trade Republic bietet Transparenz über die Partner. Du weißt, dass du bei EQT oder Apollo bist. Was genau im Bauch des ELTIFs passiert, welche Solarparks in Spanien oder welche Softwarefirmen in Schweden gerade gekauft wurden, ist oft etwas abstrakter und versteckt in den monatlichen Factsheets der Fondsanbieter. Die ISINs geben dir zwar die Möglichkeit zur Recherche, aber für den durchschnittlichen App-Nutzer bleibt oft unklar, was genau er eigentlich besitzt.
Regulatorik und Laufzeit
Beide Angebote bewegen sich im regulierten Rahmen. Der ELTIF 2.0, der die Basis für das Angebot von Trade Republic bildet, wurde reformiert, um genau solche flexibleren Rückgaben und niedrigeren Einstiege zu ermöglichen. Dennoch bleibt die Natur der Assets langfristig.
Die Laufzeiten in der Private-Equity-Welt betragen typischerweise 10 Jahre und mehr. Gewinne werden in der Regel thesauriert, also wieder angelegt, um den Zinseszinseffekt zu maximieren. Ausschüttungen wie Dividenden sind eher unüblich, da das Ziel die Wertsteigerung des Unternehmens (Capital Appreciation) ist.
LIQID nutzt ebenfalls Strukturen, die regulatorisch sauber sind, agiert aber oft näher an den institutionellen Standards. Das bedeutet weniger regulatorische "Weichspüler" für Kleinanleger, aber dafür auch Produkte, die näher am "echten" Private Equity sind, wie es Stiftungen oder Family Offices nutzen.
Für wen eignet sich was?
Die Entscheidung zwischen LIQID NXT und Trade Republic ist weniger eine Frage von „Besser oder Schlechter“, sondern eine Frage des Anlegertyps.
- Der Entdecker mit kleinem Budget: Wenn du Anfang 30 bist, dein Portfolio gerade aufbaust und einfach mal einen Zeh ins kalte Wasser der Privatmärkte halten willst, ist Trade Republic* unschlagbar. Die 1-Euro-Hürde erlaubt es dir, ohne Risiko für deine Existenz zu lernen, wie sich diese Assets verhalten. Die App-Integration macht es bequem. Du musst dir nur bewusst sein, dass die Gebührenstruktur bei kleinen Beträgen und komplexen Produkten ins Gewicht fällt.
- Der etablierte Vermögensaufbauer: Wenn du bereits über ein solides Aktien-ETF-Portfolio verfügst und nun 10.000 Euro oder mehr diversifizieren möchtest, um Klumpenrisiken zu vermeiden und die Korrelation zum Aktienmarkt zu senken, bietet LIQID NXT* das robustere Vehikel. Die Co-Investment-Struktur ist kosteneffizienter für größere Summen und die Ausrichtung ist langfristig seriöser. Du wirst hier weniger dazu verleitet, das Investment als Trading-Position zu sehen.
Ein interessanter Aspekt zum Schluss ist die Marktentwicklung. Wir haben Ende 2025 gesehen, dass das Volumen in ELTIFs rasant wächst. Das Scope-Ranking listet immer mehr Produkte, und die Nachfrage ist ungebrochen. Das bedeutet aber auch, dass viel Geld auf die gleichen Zielunternehmen jagt ("Dry Powder"). In diesem Umfeld ist der Zugang zu exklusiven Deals, wie ihn Co-Investments bieten können, potenziell wertvoller als der bloße Zugang zu einem breiten Sammelbecken.
Ob du nun Private Equity bei Trade Republic in der App öffnest oder den Onboarding-Prozess bei LIQID startest: Du gehörst zu einer neuen Generation von Anlegern, die nicht mehr nur Zuschauer am Spielfeldrand der großen Deals ist. Die Demokratisierung ist real, aber sie entbindet dich nicht von der Pflicht, genau zu prüfen, wo du dein Kreuz machst.
Fazit
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