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Neuer ETF: UBS Core S&P 500 UCITS – IE00BD4TXW66

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Der neue UBS Core S&P‑500‑UCITS‑ETF bringt europäischen Privatanlegern einen kostengünstigen, reguliert‑sicheren Zugang zu den 500 größten US‑Unternehmen – mit niedriger TER, physischer Indexabbildung und hoher Liquidität.

Neuer ETF: UBS Core S&P 500 UCITS – IE00BD4TXW66

UBS Core S&P 500 UCITS ETF (IE00BD4TXW66): der neue Preisbrecher im Check

Der UBS Core S&P 500 UCITS ETF USD acc (ISIN IE00BD4TXW66) wurde am 5. August 2025 aufgelegt und war beim Start einer der günstigsten S&P-500-ETFs am Markt. Für dich als Privatanleger heißt das: kostengünstiger, physisch replizierender Zugang zu den 500 größten US-Unternehmen in einer regulierten UCITS-Hülle. In diesem Beitrag ordnen wir das Produkt ehrlich ein, inklusive der Frage, ob das Etikett „neuer ETF" 2026 überhaupt noch stimmt (Stand: Juli 2026).

Die harten Fakten auf einen Blick

MerkmalUBS Core S&P 500 UCITS ETF (IE00BD4TXW66)
IndexS&P 500 (500 größte US-Unternehmen)
TER (laufende Kosten)0,03 % p.a.
ReplikationPhysisch, vollständige Nachbildung
AusschüttungsartThesaurierend (USD acc)
FondsdomizilIrland
FondswährungUS-Dollar (ungehedged)
Fondsvolumenrund 1,5 bis 1,7 Mrd. Euro (Stand Mitte 2026)
Auflage5. August 2025

Quelle: justETF und UBS Asset Management (zweiquellig abgeglichen, Stand Juli 2026). Wichtig: Diese ISIN ist ausschließlich die thesaurierende USD-Tranche. UBS bietet zwar auch eine ausschüttende S&P-500-Variante an, das ist aber ein anderes Produkt mit eigener ISIN (IE00B7K93397). Wer Wert auf Ausschüttungen legt, kauft also nicht IE00BD4TXW66.

Kosten: 0,03 % TER, aber der Preiskrieg ist entschieden

Die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei 0,03 % pro Jahr. Das ist das aktuell günstigste Niveau am Markt, gleichauf mit dem SPDR S&P 500 UCITS ETF. Zum Einordnen: Der große iShares Core S&P 500 (IE00B5BMR087) und der Vanguard S&P 500 kosten jeweils rund 0,07 %, der Invesco S&P 500 (Swap) rund 0,05 %. Auf 10.000 Euro Anlage ist der Unterschied zwischen 0,03 % und 0,07 % gerade einmal 4 Euro pro Jahr. Die TER ist also ein Argument, aber kein spielentscheidendes. Einen Ausgabeaufschlag gibt es beim Kauf über die Börse nicht, es fallen nur die Handelsgebühren deines Brokers an.

Ist der ETF 2026 noch „neu" und klein?

Das Framing „neuer ETF" stammt aus der Auflagephase 2025. Ehrlich gesagt ist der Fonds Mitte 2026 kein Newcomer mehr: Mit rund 1,5 bis 1,7 Mrd. Euro Fondsvolumen und rund einem Jahr Historie ist er ausreichend groß, liquide und damit sparplan- und langfristtauglich. Das ist gut für dich, weil das Risiko einer Schließung wegen zu geringen Volumens gering ist. Der Nachteil des jungen Alters: Es fehlt noch eine lange, mehrere Marktzyklen umfassende Kurshistorie. Beim S&P 500 selbst ist das aber weniger relevant, weil der Index seit Jahrzehnten dokumentiert ist und der Tracking-Fehler bei physischer Vollreplikation erfahrungsgemäß gering ausfällt.

Physische Replikation und UCITS-Schutz

Der ETF bildet den S&P 500 physisch und vollständig nach, hält die Aktien also tatsächlich im Fondsvermögen. Ein Kontrahentenrisiko wie bei Swap-ETFs entsteht dadurch praktisch nicht. Als UCITS-Fonds unterliegt er den EU-Vorgaben zu Diversifikation, Transparenz und Liquidität. Das Fondsvermögen ist Sondervermögen und im Insolvenzfall des Anbieters geschützt. Das ist kein UBS-Sonderfeature, sondern gilt für alle in der EU zugelassenen UCITS-ETFs gleichermaßen.

Ehrlich: die zwei echten Risiken (USA-Klumpen und Währung)

Zwei Punkte solltest du kennen, bevor du kaufst:

  1. Klumpenrisiko USA und Technologie. Der S&P 500 ist kein Weltportfolio, sondern zu 100 % US-Aktien. Die Gewichtung ist stark auf wenige Tech-Schwergewichte konzentriert: Zuletzt machten NVIDIA (rund 7,8 %), Apple (rund 7,0 %) und Microsoft (rund 5,1 %) zusammen fast ein Fünftel des Fonds aus, der Technologiesektor allein rund 38 %. Wer bereits einen MSCI-World-ETF besitzt, hat den S&P 500 zu großen Teilen schon im Depot.
  2. Währungsrisiko USD. Der Fonds ist in US-Dollar denominiert und nicht währungsgesichert. Ein schwächerer Dollar drückt deine Rendite in Euro, ein stärkerer Dollar hebt sie. Ob der ETF in Euro oder Dollar an der Börse gehandelt wird, ändert daran nichts, das zugrunde liegende Währungsrisiko bleibt. Eine EUR-gehedgte Variante kostet mehr TER und lohnt sich für Langfristanleger meist nicht.

Steuer und Thesaurierung

Als thesaurierender Aktien-ETF (Aktienquote über 51 %) profitiert der Fonds von der Teilfreistellung von 30 %, das heißt, 30 % der Erträge bleiben steuerfrei. Da nicht ausgeschüttet wird, fällt jährlich die Vorabpauschale an (Basiszins 2026: 3,20 %), die deinen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung) belastet, bevor die eigentliche Steuer beim Verkauf greift. Die US-Quellensteuer wird über das irische Fondsdomizil auf Fondsebene auf 15 % reduziert. Für dich läuft das automatisch, du musst dich um nichts kümmern.

Im Wettbewerb: günstige Core-Serie gegen die Platzhirsche

Beim reinen S&P-500-Exposure nehmen sich die großen physischen ETFs kaum etwas. Die UBS-Core-Serie positioniert sich über den Preis (0,03 %) und die schlanke Struktur. iShares und Vanguard punkten mit deutlich mehr Volumen und längerer Historie (iShares Core rund 55 Mrd. Euro), Invesco und Xtrackers bieten Swap-Varianten mit einem steuerlich bedingten Renditevorteil bei der Dividendenbehandlung. Ein detaillierter Kosten- und Volumenvergleich aller Anbieter findet sich im S&P-500-ETF-Vergleich 2026.

Für wen eignet sich der ETF?

Der UBS Core S&P 500 passt zu kostenbewussten Langfristanlegern, die gezielt US-Exposure aufbauen wollen und den USA-Klumpen bewusst akzeptieren, etwa als Ergänzung zu einem breiter gestreuten Weltportfolio. Wer lieber global streut, sollte einen MSCI-World- oder ACWI-ETF vergleichen. Ob der S&P 500 oder der MSCI World langfristig besser passt, beleuchten wir im Beitrag MSCI World oder S&P 500.

So kannst du den ETF besparen

Handelbar und sparplanfähig ist der ETF bei den gängigen Neobrokern. Bei Trade Republic und Scalable Capital lassen sich ETF-Sparpläne oft kostenfrei einrichten. Achte vor dem Kauf auf die konkreten Ordergebühren und die Sparplankonditionen deines Brokers, denn niedrige Handelskosten verbessern deine Nettorendite spürbar. Ein kurzer Hinweis zum PFOF-Verbot in der EU ab 1. Juli 2026: Es kann die Gebührenmodelle einzelner Neobroker verändern, prüfe daher die aktuellen Konditionen.

Fazit

Der UBS Core S&P 500 UCITS ETF (IE00BD4TXW66) ist ein sauber gebautes, mit 0,03 % TER sehr günstiges Produkt für US-Aktienexposure, physisch repliziert und in einer UCITS-Hülle. Die Kostenführerschaft ist real, aber der Vorsprung gegenüber iShares und Vanguard ist in Euro und Cent klein. Die eigentlichen Entscheidungspunkte sind nicht der Anbieter, sondern die grundsätzlichen Fragen: USA-Klumpen und Tech-Konzentration akzeptieren, Währungsrisiko aushalten und thesaurierend statt ausschüttend. Wer das bejaht, bekommt hier einen soliden, kostengünstigen Baustein.


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