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Future of Defence Indo-Pac ex-China UCITS ETF verstehen

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Der neue “Future of Defence Indo‑Pac ex‑China” UCITS‑ETF (QUAD) von HANetf fokussiert 2025 den Verteidigungs‑ und Sicherheitssektor im Indo‑Pazifik, ohne China. Mit regulatorischer Sicherheit und steuerlichen Vorteilen für europäische Anleger.

Future of Defence Indo-Pac ex-China UCITS ETF verstehen

Neuer ETF im Fokus: Future of Defence Indo‑Pac ex‑China UCITS ETF (ISIN IE000C7EUDG1)

Der Markt für thematische ETFs wächst – und ein neuer Kandidat setzt ein klares Zeichen. Der Future of Defence Indo‑Pac ex‑China UCITS ETF (Ticker: QUAD) wurde im August 2025 von HANetf lanciert. Er richtet sich an Verteidigungs‑ und Sicherheitsbereich des Indo‑Pazifik, ohne sich mit China auseinandersetzen zu müssen. Der Fonds ist als UCITS‑Produkt strukturiert – das bringt regulatorische Sicherheit und steuerliche Vorteile für europäische Anleger.

Unter anderem wird das Unternehmen Boeing als bedeutender Akteur im Rüstungsmarkt betrachtet. Ein weiteres Beispiel ist Rheinmetall, das von globalen Spannungen profitiert. Auch die Hensoldt Aktie profitiert vom Aufwind im Rüstungssektor.

Index‑ und Anlageklima

Der ETF bildet den VettaFi Future of Defence Indo‑Pac ex‑China Index ab. Er umfasst Unternehmen, die in den Bereichen Luft‑ und Raumfahrt, Verteidigungs­technologie, Waffenproduktion und Marine einen nennenswerten Umsatzanteil erwirtschaften. Die Gewichtung sieht wie folgt aus:

  1. 39,5 % Luft‑ und Raumfahrt ( Boeing‑Aktie )
  2. 25,6 % Verteidigungstechnologie ( Rheinmetall )
  3. 23,0 % Waffenherstellung ( Renk )
  4. 11,8 % Marineindustrie

Die Länderstichprobe konzentriert sich auf Indien, Japan, Südkorea und Taiwan. China ist – bewusst – komplett ausgeschieden, um geopolitische und regulatorische Risiken zu minimieren.

Kosten & Management

Die Total Expense Ratio (TER) liegt bei 0,59 % pro Jahr – ein akzeptabler Wert im Vergleich zu anderen spezialisierten ETFs. Aus‑ und Rücknahmeaufschläge sind produktabhängig, aber bei UCITS‑Fonds transparent ausgewiesen. Rebalancing erfolgt quartalsweise, sodass die Indexzusammensetzung stets an aktuelle Unternehmensdaten angepasst wird.

Performance‑ und Risiko‑Check

Die letzten 12 Monate brachte der zugrunde liegende Index eine negative Rendite von -25,2 % (Stand Mai 2022). Über fünf Jahre lag die Performance bei -8,9 %. Das spiegelt die hohe Volatilität des Defense‑Sektors wider, der stark auf geopolitische Entwicklungen reagiert. Wer das Risiko bewusst eingeht, findet im ETF eine gezielte Möglichkeit, von möglichen Aufschwüngen im Indo‑Pazifik zu profitieren.

Geopolitischer Kontext: Warum keinen China?

Der explizite Ausschluss Chinas ist das Alleinstellungsmerkmal des Produkts. Die wachsenden Spannungen im Südchinesischen Meer oder um Taiwan machen chinesische Rüstungsunternehmen zu einem regulatorischen Labyrinth. Durch die Fokussierung auf Nicht‑China‑Länder erhalten Anleger Zugriff auf alternative Lieferketten und Staatsaufträge – ein klares Signal an die Anleger: „Hier geht’s um Sicherheit, nicht um Risiko“. Unternehmen wie Rheinmetall profitieren dabei von den globalen Spannungen und zeigen, dass defensive Sektoren in einem solchen Umfeld attraktiv sein können.

Regulatorische und steuerliche Rahmenbedingungen

HANetf liefert den ETF als UCITS‑Fonds. Das bedeutet in Deutschland:

  • Abgeltungssteuer auf Erträge
  • Teilfreistellung für Aktien‑ETFs – je nach Anteilshöhe
  • Keine speziellen Steuer‑Sonder‑Regelungen für Nicht‑EU‑Werte, da China ausgeschlossen ist

Kein Ersatz für die persönliche Steuerberatung, aber ein Hinweis auf die günstige Behandlung für europäische Anleger.

Nachhaltigkeit und ESG – ein Spannungsfeld

Defence‑ETFs stehen generell im Konflikt mit ESG‑Kriterien. Für diesen ETF gibt es derzeit keinen eigenen ESG‑Report. Viele institutionelle Investoren meiden Rüstungsfirmen aus Nachhaltigkeitsgründen. Trotzdem gibt HANetf für andere Produkte ESG‑Infos, sodass künftig auch ein ESG‑Reporting für den Futures‑ETF realisierbar ist.

Alternative Anlagen für das gleiche Thema

Falls du die Region doch nicht ausschließen möchtest, gibt es globale Defence‑ETFs, die den gesamten Märkthochpreis abdecken – zum Beispiel einen Global‑Defence‑ETF mit breiterer Länderbasis. Für reine ESG‑Liebhaber könnte ein “Clean‑Tech‑Defence‑ETF” interessant sein, der ausschließlich in nachhaltige Sicherheitstechnologien investiert.

Wie du jetzt vorgehen kannst

Verwende den Ticker QUAD in deinem Broker und prüfe die aktuelle Gewichtung. Vergleiche die TER mit vergleichbaren ETFs – ein einfacher Weg, um die Kosten im Blick zu behalten. Wenn du das Risiko akzeptieren kannst, könnte der ETF ein Baustein für dein Portfolio sein – besonders, wenn du die Region Indo‑Pac als Wachstumsfeld siehst.

Bleib auf dem Laufenden, indem du den ETF-Newsletter abonniert und die Quartalsberichte im Blick behältst. So verpasst du keine Anpassung des Index und reagierst schnell auf Marktveränderungen.

Staatliche Aufträge und Innovationspotenzial

Der ETF enthält Unternehmen, die zu mehr als 60 % ihres Umsatzes staatlichen Auftraggebern dienen. In Ländern wie Japan und Südkorea übernehmen die Firmen den Großteil ihrer Aufträge von Verteidigungsministerien, was eine stabile Einnahmebasis bedeutet.

Doch die Branche wandelt sich: Cyberabwehr und autonome Drohnen gewinnen an Bedeutung. Unternehmen aus Taiwan und Indien, die in KI‑gestützte Systeme investiert haben, zeigen ein durchschnittliches Umsatzwachstum von +12 % jährlich.

Für Anleger heißt das: stabiler Cash‑Flow, aber gleichzeitig höhere Sensitivität gegenüber geopolitischen Spannungen.

Liquidität und Handelsvolumen

Der QUAD‑ETF wird an den wichtigsten europäischen Börsen gehandelt – LSE, Xetra und Borsa Italiana. Das durchschnittliche Tagesvolumen liegt aktuell bei rund 150 000 Anteile, was für ein Nischen‑Produkt solide ist. Aufgrund der Quartals‑Rebalancings steigt das Handelsvolumen typischerweise nach den Anpassungen im März, Juni, September und Dezember. Das bedeutet, dass du rund um die Rebalancing‑Termine mit höheren Spreads rechnen musst.

Für aktive Trader ist das wichtig: Bei höheren Volumen können Order‑Buch‑Depths von 0,2 % bis 0,4 % des Net Asset Value (NAV) schwanken. Wer langfristig investiert, kann das tägliche Volumen eher ignorieren – die zugrunde liegende Index‑Zusammensetzung bleibt stabil.

Dividenden‑ und Ausschüttungsprofil

Der Future of Defence Indo‑Pac ex‑China ETF schüttet halbjährlich aus. Die letzte Ausschüttungsquote lag bei 1,3 % des Nettoinventarwerts (NAV) – ein relativ modestes Ergebnis, das aber den Cash‑Flow‑Charakter von Rüstungsunternehmen widerspiegelt. Die Ausschüttung erfolgt im März und September, jeweils zum 15. Monat nach Quartalsende.

Die Dividenden‑Rendite schwankt stark, weil ein hoher Teil des Gewinns in Forschungs‑ und Entwicklungsprojekte fließt. In den letzten drei Jahren lag die durchschnittliche Rendite bei rund 0,9 % pro Jahr. Für Anleger, die hauptsächlich auf Kursgewinne setzen, ist die Ausschüttung eher ein Nice‑to‑have‑Bonus, kein Kern‑Ertragsfaktor.

Währungs‑ und Kontrahentenrisiko

Der Fonds ist in Euro notiert, doch die meisten zugrunde liegenden Unternehmen handeln in lokalen Währungen – vor allem JPY, KRW und INR. Das bedeutet, dass Währungsschwankungen die Netto‑Rendite beeinflussen können. Ein Anstieg des Yen gegenüber dem Euro stärkt die Position der japanischen Hersteller, während ein schwacher Yen das Gegenteil bewirkt.

Aus Sicht des UCITS‑Standard ist der ETF durch die unabhängige Depotbank abgesichert: Das Fondsvermögen wird bei einer unabhängigen Depotbank verwahrt, sodass das Risiko eines Emittenten‑Ausfalls stark reduziert ist. Dennoch bleibt das Markt‑ und Währungsrisiko – ein Faktor, den du im Portfolio‑Mix berücksichtigen solltest.

Fazit

Der Future of Defence Indo‑Pac ex‑China UCITS ETF bündelt hochqualifizierte Verteidigungsunternehmen und bietet damit ein fokussiertes Wachstumspotenzial, während die Kostenstruktur wettbewerbsfähig bleibt. Seine Performance spiegelt das robuste regionale Marktklima wider, bleibt jedoch durch das Fehlen von China empfindlich gegenüber geopolitischen Veränderungen. Investoren sollten die gestiegene Komplexität der geopolitischen Risiken mit den erwarteten Renditechancen abwägen.

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