ETF

ETFs für eVTOL & urbane Luftmobilität: Stadtflüge sichern

Zuletzt aktualisiert am

eVTOLs revolutionieren die Stadtmobilität: leise, emissionsfrei und senkrecht startend. Der Markt sprengt 2023 1,7 Mrd. $ und soll bis 2033 auf 39 Mrd. $ wachsen – ein rasantes Wachstumssegment, das Privatanleger über ETFs nutzen können.

ETFs für eVTOL & urbane Luftmobilität: Stadtflüge sichern

eVTOL – die neue Dimension urbaner Mobilität

Elektrische Senkrechtstarter (eVTOL) versprechen, den Stadtverkehr zu entlasten. Statt Stau und hupender Autos starten sie vertikal, fliegen leise und produzieren vor Ort keine Emissionen. Der Markt soll von 1,7 Mrd. $ (2023) auf 39 Mrd. $ (2033) wachsen – das entspricht einer durchschnittlichen Jahresrate von 36,8 %. Für Privatanleger bedeutet das ein neues, wachstumsstarkes Segment, das über ETFs zugänglich wird.

Markttreiber und technologische Eckpfeiler

Der Boom wird von drei Faktoren getrieben:

  1. Battery‑Tech: Energiedichten steigen, Ladezeiten sinken. Moderne Lithium‑Silizium‑Zellen erreichen über 300 Wh/kg, was Reichweiten von 150 km ermöglicht. Dezentrale Energieproduktion
  2. Regulierung: Die US‑FAA und die europäische EASA arbeiten an eigenen Zulassungs­klassen. Im Juli 2025 hat die US‑Regierung eine Executive Order zur beschleunigten Integration von eVTOL‑Diensten verabschiedet.
  3. Infrastruktur: Vertiports (Ladeinfrastruktur‑ETFs) entstehen in Metropolen wie Los Angeles, Paris und Singapur. Sie kombinieren Ladestationen, Wartungsbereiche und digitale Luftraum‑Kontrolle.

Ohne diese Bausteine bliebe das Konzept Science‑Fiction – mit ihnen wird es zur investierbaren Realität.

ETFs, die den Himmel erobern

Ein reiner eVTOL‑ETF gibt es noch nicht, aber mehrere Fonds bündeln die relevanten Player:

  1. ARK Space Exploration & Innovation ETF (ARKX) – ISIN: US00214Q1025. Der Fonds hält Joby Aviation (ISIN US47079V1086), Lilium und weitere Luft‑ und Raumfahrt‑Innovatoren.
  2. Global X Autonomous & Electric Vehicles ETF (DRIV). Neben autonomen Autos beinhaltet er Unternehmen wie EHang und Zulieferer für Batterietechnik.
  3. iShares MSCI Global Impact ETF (SDG). Der ETF fokussiert auf nachhaltige Mobilität und enthält neben eVTOL‑Herstellern auch Anbieter von Ladeinfrastruktur.

Alle drei Fonds setzen auf aktives Management, um die hohen Risiken einzelner Start‑ups durch Diversifikation zu mindern.

Risikoprofil – was du beachten solltest

eVTOL‑Investments sind nicht für Risiko‑Averse. Die wichtigsten Stolpersteine:

  • Zulassungsunsicherheit: Ohne FAA‑ oder EASA‑Zertifikat bleibt die kommerzielle Nutzung spekulativ.
  • Kapitalintensität: Viele Unternehmen laufen noch mit negativen Cashflows und benötigen fortlaufende Finanzierungsrunden, wobei nachhaltige Mobilität als übergeordnete Strategie gilt.
  • Technische Hürden: Batteriebrände oder Software‑Fehler können das Vertrauen schnell erschüttern.
  • Akzeptanz der Öffentlichkeit: Lärm‑ und Sicherheitsbedenken könnten die Genehmigungsprozesse verzögern.

Ein ETF streut diese Risiken, aber die Volatilität bleibt höher als bei etablierten Branchen. Insbesondere könnten nachhaltige Luftfahrt‑ETFs eine Möglichkeit bieten, das Risiko zu mindern. Für Anleger, die bereits in die Zukunft der Luft‑ und Raumfahrt schauen, ist ein Blick auf Space‑Tourism‑ETFs lohnenswert.

Regulatorische Rahmenbedingungen im Überblick

Die Zulassung ist das Kernstück. In den USA gelten die FAA‑Kategorien Part 23 für leichte Luftfahrzeuge und Part 27 für Hubschrauber‑ähnliche Systeme. Europa arbeitet an einer eigenen Special Condition for eVTOL. Ohne klare Vorgaben können Banken und Versicherer kaum Kredite vergeben – das wirkt sich direkt auf die Bewertung von ETF‑Portfolios aus.

Zusätzlich beeinflussen Subventionen die Marktdynamik. Die EU‑Förderinitiative Horizon Europa stellt 2025 rund 500 Mio. $ für urbane Luftmobilität bereit. In den USA gibt es Steuererleichterungen für Unternehmen, die Carbon‑Neutral‑Technologien entwickeln.

ESG‑Bewertung – grün, aber nicht automatisch sauber

eVTOLs gelten als emissionsfrei im Betrieb, doch die Lieferkette ist komplex:

  1. Lithium‑Abbau in Südamerika birgt ökologische und soziale Risiken.
  2. Der Strommix für das Laden variiert stark – in Regionen mit hohem Kohleanteil verliert das Konzept an Nachhaltigkeit.
  3. Lebenszyklus‑Analysen der Batterien zeigen, dass Recycling‑Technologien noch nicht flächendeckend verfügbar sind.

Investoren sollten deshalb auf Fonds achten, die ESG‑Scores transparent offenlegen und nicht nur das Endprodukt, sondern die gesamte Wertschöpfungskette bewerten.

Geografische Chancen – wo das Geld wächst

Nordamerika führt bei Venture‑Capital, Europa bei regulatorischer Klarheit, Asien bei Infrastruktur‑Rollout. Die USA profitieren von einer innovationsfreundlichen Politik und einer breiten Basis von privaten Investoren. Europa setzt auf integrierte Mobilitäts‑Ökosysteme, etwa das Paris‑Vertiport‑Projekt. China und Südkorea bauen massive Testnetze – hier kann ein Investor von schnellen Skalierungseffekten profitieren, muss jedoch geopolitische Risiken wie Lieferketten‑Engpässe im Blick behalten. In Asien eröffnet Mikrofinanz zusätzliche Möglichkeiten für Investoren.

Wie du jetzt aktiv werden kannst

Du hast das Interesse an der nächsten Mobilitätsrevolution? Dann prüfe, welcher ETF am besten zu deinem Risikoprofil passt:

  1. Willst du stark auf Technologie setzen, wähle ARKX. Das aktive Management sucht gezielt nach Durchbrüchen, aber die Volatilität ist höher.
  2. Suchst du breitere Diversifikation mit einem ESG‑Schwerpunkt, ist iShares SDG eine solide Wahl.
  3. Für einen Mix aus autonomen Fahrzeugen und Luftmobilität ist DRIV interessant – hier profitierst du von Synergien zwischen Straße und Himmel.

Setze dir klare Ziele, prüfe die Kostenquote (TER) und vergleiche die Gewichtung von Kern‑eVTOL‑Unternehmen (Industrie‑4‑0‑Ansatz). Ein kleiner Teil deines Portfolios (z. B. 5 %) kann schon ausreichen, um von der Wachstumsphase zu profitieren, ohne das Gesamtrisiko zu stark zu erhöhen. Der Transformationsfonds für die Mobilitätswende bietet zudem zusätzliche Perspektiven für langfristige Anleger.

Dein nächster Schritt

Bleib informiert – die Branche entwickelt sich rasant. Abonniere den ETF Capital-Newsletter, um über Zulassungs‑Updates, neue Vertiport‑Projekte und Änderungen in den ETF‑Gewichtungen sofort Bescheid zu bekommen. So bist du bereit, wenn das nächste eVTOL‑Modell den Himmel über deiner Stadt erobert.

Kostenstruktur und Wirtschaftlichkeit von eVTOL‑Diensten

Ein eVTOL‑Betrieb besteht aus drei Hauptkostenblöcken: Anschaffung, Betrieb und Infrastruktur. Die Anschaffungskosten liegen derzeit bei 2 bis 3 Millionen Dollar pro Fahrzeug, wobei Skaleneffekte bei Serienproduktion die Preise langfristig um bis zu 30 % senken könnten. Im Kontext der nachhaltigen Mobilität wird dies als wichtiger Schritt zur breiten Marktdurchdringung gesehen.

Zu den Betriebskosten zählen Strom, Wartung und Pilotengehälter. Moderne Batterien erlauben einen Stromverbrauch von etwa 0,25 kWh pro Kilometer, was bei einem durchschnittlichen Strompreis von 0,15 USD/kWh zu rund 0,04 USD/km führt. Die Kosten für das Laden können durch eine gut ausgebaute EV‑Ladeinfrastruktur weiter gesenkt werden. Wartung ist vergleichbar mit der Luftfahrt, etwa 5 % des Anschaffungspreises pro Jahr.

Die Infrastruktur – Vertiports, Ladeeinrichtungen und Luftraum‑Management – erfordert Investitionen von 5 bis 10 Millionen Dollar pro Standort. Durch Kooperationen mit Kommunen können Betreiber diese Kosten teilen und die Wirtschaftlichkeit schneller erreichen.

Kundenakzeptanz und Preisgestaltung von Urban Air Taxis

Der Preis für eine kurze Strecke von 10 km liegt derzeit zwischen 30 € und 50 €, weil die Betriebskosten noch hoch sind. Sobald die Batteriekapazität steigt und Serienfertigung die Anschaffungskosten drückt, rechnen Analysten mit einem Preis von 15 € bis 25 € – vergleichbar mit Premium‑Ride‑Sharing (nachhaltige Mobilität).

Studien zeigen, dass 45 % der Stadtpendler ein Air‑Taxi in Erwägung ziehen, wenn die Wartezeit unter 10 Minuten bleibt und die Lautstärke unter 55 dB(A) liegt. Die Akzeptanz steigt besonders in Metropolen mit starkem Verkehrsaufkommen, etwa in Berlin, Hamburg und München. Dies spiegelt das wachsende Interesse an nachhaltiger Luftfahrt wider.

Unternehmen testen deshalb A‑bo‑Modelle und Flatrates, um die Schwelle für regelmäßige Nutzer zu senken und ein stabiles Umsatzvolumen zu sichern (Smart‑City‑Ansatz).

Fazit

eVTOLs eröffnen neue Dimensionen der urbanen Mobilität und werden von starken Markt- und Technologiefaktoren angetrieben. ETFs bieten Anlegern einen einfachen Zugang zu dieser zukunftsträchtigen Branche, doch Risiken und regulatorische Unsicherheiten sollten sorgfältig geprüft werden. Wer die Chancen nutzt, kann von der kommenden Transformation der Stadtflüge profitieren.

Unser Tipp: Bei Scalable Capital kannst Du rund 1700 PRIME ETFs - darunter iShares, Xtrackers und Amundi - von 7:30 bis 23 Uhr gebührenfrei handeln und dauerhaft kostenlos besparen. Monatliche Sparraten schon ab 1 €.

Mehr zum Thema:





Rechtliche Hinweise: Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die in den Artikeln erwähnten ETFs und anderen Finanzprodukte stellen keine Kaufempfehlung dar. Wir können keine Finanzberatung oder ähnliches anbieten. Der Wert von Aktien, ETFs und ETCs, die über ein Wertpapierdepot gekauft wurden, kann sowohl steigen als auch fallen. Börsengeschäfte stellen ein erhebliches Risiko dar, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. etf.capital haftet nicht für materielle und/oder immaterielle Schäden, die durch Nutzung oder Nichtnutzung der Inhalte oder durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Inhalte verursacht wurden. Der Autor besitzt keinen der genannten ETFs. Keiner der Inhalte stellt ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Kryptoassets sind hochvolatile unregulierte Anlageprodukte. Es existiert kein EU-Anlegerschutz.

Vergleiche: Unsere Anbieter-Vergleiche bieten keinen kompletten Marktüberblick. Zur Finanzierung dieser Website erhalten wir von den Anbietern eine Provision bei Kontoeröffnung. Die Vergleiche beginnen mit den Anbietern mit der höchsten Abschlussquote und endet mit der niedrigsten. Bei gleicher Abschlussquote werden die Aufrufe hinzugezogen. D. h. Produkte, die im Verhältnis zu den Aufrufen hier öfter gewählt werden, sind höher platziert. Bewertungen können nicht auf Echtheit geprüft werden. Der Anbieter auf Platz 1 wird zusätzlich farblich hervorgehoben. Testsiegel werden angezeigt, sofern sie uns vom Anbieter zur Verfügung gestellt wurden.

"Kostenlose ETF-Sparpläne" bezieht sich auf die Ausführung der Sparpläne. Es entstehen ggfs. weitere Produktkosten und Zuwendungen. Bei Aktionsangeboten gelten die Teilnahmebedingungen des jeweiligen Anbieters.

Die mit einem Sternchen (*) oder versehenen Links oder farblich hervorgehobenen Schaltflächen sind i.d.R. bezahlte Produktplatzierung zur Finanzierung dieser Website. Dir entstehen dadurch keinerlei Nachteile. Du unterstützt damit unsere Arbeit.

ETFs für eVTOL & urbane Luftmobilität: Stadtflüge sichern
Teilen
Twitter icon Facebook icon