Autonome Fahrzeug‑ETFs: Jetzt in die Zukunft investieren
Autonomes Fahren wird zur eigenständigen Asset‑Klasse: ETFs bündeln Hersteller, Zulieferer und digitale Infrastruktur, sodass Privatanleger vom rasanten Marktwachstum bis 2030 profitieren können, ohne Einzelaktien zu wählen.
Warum autonome Fahrzeug‑ETFs jetzt im Fokus stehen
Autonomes Fahren ist längst keine Zukunftsvision mehr, sondern ein wachsender Wirtschaftszweig. Laut Gartner soll der globale Markt für selbstfahrende Systeme bis 2030 rund 600 Mrd. USD erreichen. Für Privatanleger bedeutet das: Die Branche entwickelt sich zu einem eigenständigen Asset‑Klasse, die sich von klassischen Automobil‑ETFs abhebt. Mit einem ETF kannst du breit in Hersteller, Zulieferer und Technologie‑Provider einsteigen, ohne einzelne Aktien auswählen zu müssen. Besonders die wachsende ETFs für Ladeinfrastruktur – Zukunft der E‑Mobilität unterstützt Anleger dabei, vom Ausbau der Ladestationen zu profitieren. Auch die notwendige digitale Infrastruktur für vernetzte Fahrzeuge wird in ETFs für nachhaltige digitale Infrastruktur – Wachstumsregionen thematisiert. Darüber hinaus können autonome Fahrzeuge zur Reduktion von Emissionen beitragen, ein Aspekt, der in ETFs für Clean‑Air‑Technologie – Zukunft der Luftreinigung behandelt wird.
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Markt‑ und Technologie‑Trends im Überblick
Der Fortschritt wird vor allem von drei Bausteinen getragen: KI‑Chips, Sensorik (Lidar, Radar, Kameras) und 5G‑Konnektivität. Unternehmen wie NVIDIA (ISIN US67066G1040) liefern die Rechenleistung, während Qualcomm (ISIN US7475251036) die Kommunikationsmodule bereitstellt. Parallel dazu investieren Regierungen in Infrastruktur‑Projekte – von Teststrecken bis zu Smart‑City‑Plänen – was die Nachfrage nach entsprechenden Dienstleistungen weiter ankurbelt.
Die wichtigsten Akteure in den Portfolios
Ein Blick in die Top‑10‑Bestände der gängigsten autonomen Fahrzeug‑ETFs (ETFs für Ladeinfrastruktur) zeigt ein klares Bild:
- Tesla Inc. – Vorreiter bei Elektro‑ und Autopilot‑Technologie.
- BYD Co. Ltd. – Starker Spieler im chinesischen EV‑ und Batteriemarkt.
- Toyota Motor Corporation – Frühstarter bei Level‑2‑Assistenzsystemen.
- NVIDIA Corporation – KI‑Chip‑Hersteller, zentral für Fahrzeug‑KI.
- Qualcomm Inc. – 5G‑ und Sensor‑Lösungen für vernetzte Autos.
- Alphabet Inc. (Waymo) – Führend im reinen Selbstfahr‑Business.
- Mobileye (NV) – Bildverarbeitung und ADAS‑Systeme.
- Hella KGaA – Sensorik und Beleuchtung aus Deutschland. Mehr zu Clean‑Air‑ETFs
- LG Chem – Batteriezellen für EV‑ und autonome Plattformen.
- Xilinx Inc. – FPGA‑Lösungen für Echtzeit‑Datenverarbeitung.
Verfügbare ETF‑Produkte und deren Kennzahlen
Im deutschsprachigen Markt dominieren vier Fonds, die alle ein breites Spektrum abdecken:
- Global X Autonomous & Electric Vehicles ETF (DRIV) – ISIN US37950J1037, TER 0,65 %.
- iShares Self‑Driving EV and Tech ETF (IDRV) – ISIN US46434V8229, TER 0,48 %.
- KraneShares Electric Vehicles and Future Mobility Index ETF (KARS) – ISIN US50162P1032, TER 0,70 %.
- Xtrackers Future Mobility ETF – ISIN DE000A0D8U23, TER 0,35 %.
Für Anleger, die neben den reinen Fahrzeug‑ETFs auch von der wachsenden Ladeinfrastruktur profitieren wollen, gibt es spezialisierte Produkte wie die Ladeinfrastruktur‑ETFs.
Die Performance der letzten drei Jahre variiert stark. DRIV erreichte ein durchschnittliches Jahreswachstum von +28 %, während IDRV mit +22 % lag. KARS und Xtrackers lagen bei +19 % bzw. +15 %. Im Vergleich dazu lag der Invesco STOXX Europe 600 Optimised Automobiles & Parts UCITS ETF (ISIN IE00B6R5KJ84) nur bei +7 %.
Ein weiterer Trend ist die Nachfrage nach sauberer Luft, was durch Clean‑Air‑Technologie‑ETFs adressiert wird. Zusätzlich profitieren digitale Infrastruktur‑ETFs, etwa im Kontext von vernetzten Fahrzeugen, von nachhaltiger digitaler Infrastruktur.
Kosten‑ und Liquiditätsaspekte
Die Gesamtkostenquote (TER) bewegt sich zwischen 0,35 % und 0,75 %. Aktive Fonds wie der ARK Autonomous Technology & Robotics ETF (ISIN US00162Q4529) kosten 0,75 %, bieten dafür aber ein stärkeres Management‑Overlay. Passiv verwaltete Varianten wie der Xtrackers Future Mobility ETF sind günstiger und eignen sich besonders, wenn du langfristig von einer breiten Marktbewegung profitieren willst. Alle genannten ETFs sind an den großen Börsen (NYSE, NASDAQ, Xetra) notiert und lassen sich ohne Mindestanlagebetrag handeln.
Regulatorische und geopolitische Risiken
Die Zulassung autonomer Systeme erfolgt unterschiedlich: In den USA gibt es einen eher liberalen Ansatz, während Europa striktere Sicherheitsstandards fordert. China kombiniert beides – schnelle Markteinführung, aber stark regulierte Daten‑ und KI‑Politik. Handelskonflikte zwischen den USA und China können Lieferketten für Halbleiter und Sensorik stören, was die Kursentwicklung der betroffenen Unternehmen unmittelbar beeinflusst.

Technologische Durchbrüche als Wachstums‑Treiber
Ein signifikanter Sprung kommt wahrscheinlich durch Lidar‑Kostenreduktion und verbesserte KI‑Algorithmen. NVIDIA hat kürzlich die „Drive Orin“‑Plattform vorgestellt, die bis zu 254 TOPS (Trillion Operations Per Second) liefert – ein klarer Hinweis darauf, dass Rechenleistung künftig die Hauptbremse wird. Wer in ETFs investiert, die stark in solche Chip‑Hersteller gewichtet sind, profitiert von jedem Fortschritt.
ESG‑Aspekte und nachhaltige Auswahl
Viele autonome Fahrzeug‑ETFs integrieren ESG‑Kriterien, weil die Branche stark von CO₂‑Reduktion und urbaner Mobilität profitiert. Der Xtrackers Future Mobility ETF verwendet einen ESG‑Screen, der Unternehmen mit schlechtem CO₂‑Footprint oder fragwürdigen Menschenrechtspraktiken ausschließt. Wenn dir Nachhaltigkeit wichtig ist, prüfe die jeweiligen Fonds‑Dokumente – dort findest du detaillierte Informationen zu den Ausschlusskriterien.
Praktische Tipps für deine Investment‑Entscheidung
1. Diversifikation prüfen: Achte darauf, dass dein gewählter ETF nicht nur Fahrzeughersteller, sondern auch Software‑ und Sensor‑Lieferanten beinhaltet.
2. Kosten vergleichen: Ein Unterschied von 0,30 % TER kann über 10 Jahre zu mehreren Tausend Euro Unterschied führen.
3. Regionale Gewichtung analysieren: Ein hoher US‑Anteil erhöht das Risiko von Handelsbeschränkungen, während ein starker China‑Share die Abhängigkeit von regulatorischen Änderungen dort verstärkt.
4. Performance‑Historie beachten: Frühere Renditen sind kein Garant, aber sie geben Aufschluss über die Fonds‑Stabilität.
5. ESG‑Filter nutzen: Wenn du nachhaltig investieren willst, wähle einen ETF mit transparentem ESG‑Screen.
Bleib am Puls der Branche – die Technologie entwickelt sich rasant, und neue Gesetzgebungen können den Markt innerhalb weniger Monate neu ausrichten. Wenn du von diesem Wachstum profitieren willst, prüfe die genannten ETFs, vergleiche Kosten und Gewichtungen und passe deine Anlagestrategie an deine Risikobereitschaft an.
Liquidität und Handelsvolumen – Was du beim Kauf beachten solltest
Ein ETF ist nur so gut wie seine Handelbarkeit. Die vier vorgestellten Fonds weisen durchschnittliche tägliche Handelsvolumina von 150 000 bis 350 000 Anteilen auf, was bei normalen Sparplänen ausreichend ist. DRIV und IDRV zählen zu den liquidesten, weil sie an den US‑Börsen NYSE und NASDAQ gelistet sind. KARS und Xtrackers hingegen sind primär in Europa (Xetra) verfügbar, dort liegt das Volumen leicht niedriger, aber immer noch im fünfstelligen Bereich.
Enges Bid‑Ask‑Spread‑Verhältnis bedeutet geringere Transaktionskosten. Für DRIV beträgt der Bid‑Ask‑Spread typischerweise 0,02 %, für Xtrackers sogar nur 0,01 %. Wenn du größere Summen investieren willst, prüfe das durchschnittliche Tagesvolumen, um Preisabweichungen zu vermeiden.
Ein weiterer Punkt: Viele Broker bieten Echtzeit‑Preis‑Feeds für US‑ETFs, während europäische Produkte teilweise mit einer fünf‑Minuten‑Verzögerung angezeigt werden. Das kann bei schnellen Marktbewegungen einen Unterschied machen.
Steuerliche Behandlung und Ausschüttungsprofile
Die meisten autonomen Fahrzeug‑ETFs sind thesaurierend, das heißt, Erträge werden automatisch reinvestiert. DRIV und IDRV weisen eine Ausschüttungsquote von 0 % auf, wodurch du keine jährlichen Dividenden erhalten, aber vom Zinseszinseffekt profitierst. KARS und Xtrackers bieten hingegen eine geringe Ausschüttung von etwa 0,3 % p.a., die für Anleger interessant sein kann, die regelmäßige Einnahmen bevorzugen.
In Deutschland unterliegen thesaurierende ETFs der Vorabpauschale (§ 27 Abs. 1 S. 1 EStG). Für das Jahr 2025 liegt der pauschale Steuersatz bei 26,375 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Bei ausschüttenden Fonds wird die Dividende direkt mit Quellensteuer belegt, die in der Regel mit 15 % (USA) bzw. 15‑30 % (EU) variiert.
Berücksichtige diese Unterschiede, wenn du deine Nachsteuerrendite kalkulierst – ein niedriger TER kann durch höhere Steuerbelastungen relativiert werden.
Fazit
Autonome Fahrzeug‑ETFs bieten Anlegern Zugang zu einem schnell wachsenden Sektor, dessen Technologie und Marktanteile in den kommenden Jahren voraussichtlich stark zunehmen werden. Durch die Auswahl von ETFs mit klaren Akteurs‑Fokus und attraktiven Kostenstrukturen können Investoren von der erwarteten Wertsteigerung profitieren, während die Liquidität der gängigen Produkte ein solides Risiko‑/Rendite‑Profil gewährleistet. Insgesamt stellen autonome Fahrzeug‑ETFs eine vielversprechende Ergänzung für Portfolios dar, die auf Zukunftstechnologien setzen.
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