Scalable Capital vs. Trade Republic: Wer hat das beste Private Equity Angebot 2026?

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Private Equity: Exklusive Anlageklasse oder Hype? Entdecken Sie, was hinter PE steckt, warum es boomt & wie Sie jetzt dank neuer Zugänge investieren können.

Scalable Capital vs. Trade Republic: Wer hat das beste Private Equity Angebot 2026?

Scalable Capital vs. Trade Republic: Wer hat das beste Private Equity Angebot 2026?

Das Jahr 2026 markiert eine Zeitenwende für deutsche Privatanleger. Was jahrzehntelang eine exklusive Party für Superreiche, Stiftungen und Pensionskassen war, landet jetzt direkt auf deinem Smartphone: Private Equity. Die „Königsklasse“ der Geldanlage ist massentauglich geworden.

Die beiden Platzhirsche unter den Neobrokern, Scalable Capital und Trade Republic, liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um dein Kapital. Doch ihre Ansätze könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Scalable Capital mit dem Branchenprimus BlackRock auf eine eher klassische, hürdenreiche „Club-Atmosphäre“ setzt, reißt Trade Republic mit Apollo und EQT die Mauern komplett ein und macht Private Equity so einfach wie eine Pizzabestellung.

Aber ist „einfacher“ auch „besser“? In diesem umfassenden Vergleich analysieren wir die Angebote bis ins kleinste Detail: Gebühren, Risiken, Liquiditätsversprechen und die Frage, ob du wirklich 1 Euro oder doch lieber 10.000 Euro in die Hand nehmen solltest.

Was ist Private Equity eigentlich – und warum der Hype?

Bevor wir die Angebote sezieren, müssen wir das Produkt verstehen. Private Equity (PE) ist im Grunde simpel: Du kaufst Anteile an Unternehmen, die nicht an der Börse notiert sind. Das klingt unspektakulär, ist aber ein gewaltiger Unterschied zu Aktien von Siemens oder Apple.

Wie Private Equity Wert schafft

Anders als an der Börse, wo du als Aktionär meist passiver Zuschauer bist, greifen PE-Fondsmanager aktiv ins Geschehen ein. Sie kaufen Firmen – oft Mittelständler mit Nachfolgeproblemen oder Konzernsparten, die nicht mehr ins Portfolio passen –, krempeln sie um, verbessern die Effizienz und verkaufen sie nach 5 bis 7 Jahren mit Gewinn weiter. Die Renditequellen sind vielfältig:

  • Operational Improvements: Der PE-Manager setzt neue Software ein, erschließt neue Märkte oder tauscht das Management aus.
  • Financial Engineering: Durch den Einsatz von Fremdkapital (Leverage) wird die Eigenkapitalrendite gehebelt.
  • Multiple Expansion: Eine kleine Firma wird gekauft, wächst, wird professioneller und kann später zu einem höheren Gewinn-Vielfachen (Multiple) verkauft werden.

Der Reiz? Historisch gesehen lieferte Private Equity oft höhere Renditen als der breite Aktienmarkt – die sogenannte Illiquiditätsprämie. Du gibst die Freiheit auf, täglich zu verkaufen, und wirst dafür (hoffentlich) mit mehr Rendite belohnt.

ELTIF 2.0: Der Gamechanger der Regulierung

Dass wir heute überhaupt darüber sprechen, verdanken wir der EU. Mit der Reform des ELTIF 2.0 (European Long-Term Investment Fund) wurden 2024 die strengen Fesseln gelockert. Früher waren Mindestanlagesummen von 100.000 Euro und komplexe Eignungsprüfungen Pflicht. Heute dürfen Fondsmanager flexiblere Strukturen bauen, die auch für den "Normalanleger" funktionieren. Genau diese Lücke nutzen Scalable und Trade Republic nun aggressiv aus.

Scalable Capital: Der „exklusive Club“ mit BlackRock

Scalable Capital hat als erster großer deutscher Broker den Schritt gewagt und kooperiert mit keinem Geringeren als BlackRock, dem größten Vermögensverwalter der Welt. Das Angebot wirkt dabei fast schon konservativ – und genau das ist gewollt.

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Zu Scalable Capital

Die Hürde: 10.000 Euro Ticketpreis

Scalable Capital positioniert sein Angebot bewusst als Premium-Produkt. Um dabei zu sein, musst du eine Mindestanlage von 10.000 Euro auf den Tisch legen. Für viele Kleinanleger ist das eine hohe Mauer, doch sie erfüllt einen Zweck: Sie filtert Anleger heraus, die sich ein solch illiquides Investment vielleicht gar nicht leisten können.

Das Gute: Ist diese Hürde erst einmal genommen, zeigt sich Scalable flexibel. Du kannst nach dem Initial-Investment Sparpläne einrichten, um deine Position sukzessive auszubauen. Das Modell erinnert an Private Banking „light“.

Das Produkt: BlackRock ELTIF

Der angebotene Fonds ist ein breit diversifizierter Private Equity Fonds. BlackRock nutzt hier seine Marktmacht, um sogenannte Co-Investments zu tätigen. Das heißt, BlackRock investiert Seite an Seite mit anderen spezialisierten PE-Fonds in deren beste Deals. Das reduziert die Gebühren (im Vergleich zu Dachfonds) und sorgt für eine breite Streuung über Branchen und Regionen (USA, Europa, Asien).

Liquidität: Quartalsweise mit Bremse

Scalable verspricht keine Wunder bei der Verfügbarkeit. Der Fonds folgt einem strengen Rhythmus. Rückgaben sind in der Regel nur quartalsweise möglich und oft gibt es eine anfängliche Lock-up-Periode (z.B. 1 Jahr), in der du gar nicht verkaufen kannst. Zudem greifen sogenannte „Gates“: Wenn zu viele Anleger gleichzeitig raus wollen, wird die Tür geschlossen. Das ist kein Fehler, sondern ein Feature, um den Fonds vor Notverkäufen zu schützen.

Trade Republic: Der „Disruptor“ – Private Equity ab 1 Euro

Trade Republic wäre nicht Trade Republic, wenn sie den Markt nicht komplett auf den Kopf stellen würden. Ihre Partnerschaft mit den US-Giganten Apollo und dem schwedischen Riesen EQT ist eine Kampfansage an die gesamte Branche.

Die Revolution: 1 Euro Einstieg

Vergiss die 10.000 Euro. Bei Trade Republic kannst du ab 1 Euro in Private Equity investieren. Das macht die Anlageklasse so zugänglich wie einen ETF-Sparplan auf den MSCI World. Es gibt keine elitären Schranken mehr. Das ist Demokratisierung in Reinform – birgt aber auch Gefahren, da nun Anleger einsteigen, die die Risiken von Private Equity vielleicht noch nie im Detail gelesen haben.

Die Partner: Apollo & EQT

Trade Republic bietet nicht irgendeinen Fonds, sondern Produkte von zwei der renommiertesten Häuser:

  • Apollo: Bekannt für seine Stärke im Bereich „Credit“ und wertorientierte Übernahmen. Oft etwas defensiver und "erwachsener" aufgestellt.
  • EQT: Der europäische Tech- und Infrastruktur-Spezialist. Hier liegt der Fokus oft stärker auf Wachstum (Growth) und Modernisierung.

Du hast also die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Philosophien, oder du besparst einfach beide.

Das Liquiditäts-Experiment: Monatlicher Marktplatz

Hier wird es technisch spannend. Trade Republic wirbt mit einer potenziell monatlichen Liquidität über einen internen Marktplatz oder erleichterte Rückgabefenster. Das Ziel: Du sollst schneller an dein Geld kommen als bei klassischen PE-Fonds.

Aber Vorsicht: Auch hier gilt das Prinzip der „Best Effort“. Trade Republic (und die Fonds) garantieren nicht, dass du jeden Monat verkaufen kannst. In Krisenzeiten kann auch hier der Handel ausgesetzt werden. Die Illusion der ständigen Verfügbarkeit, die durch die App suggeriert wird („Swipe to sell“), könnte in einem Marktcrash zu bösen Überraschungen führen.

Der große Vergleich: Scalable vs. Trade Republic

Jetzt lassen wir die beiden Giganten direkt gegeneinander antreten. Wer hat das bessere Paket geschnürt?

Runde 1: Einstiegsbarrieren & Zugang

🥊
Sieger: Trade Republic

Hier gibt es keine Diskussion. 1 Euro vs. 10.000 Euro. Trade Republic öffnet die Tür für jeden, Scalable bleibt ein Angebot für die finanzielle Oberschicht (oder zumindest die obere Mittelschicht). Wer nur mal mit 50 Euro „schnuppern“ will, kommt an Trade Republic nicht vorbei. Scalable verlangt Commitment.

Runde 2: Gebühren & Kosten (Die bittere Wahrheit)

Private Equity ist teuer. Egal bei welchem Broker. Wer glaubt, er bekommt PE zum Preis eines ETFs (0,2 % p.a.), der irrt gewaltig. Beide Anbieter reichen die hohen Produktkosten der Fonds an dich weiter.

Kostenpunkt Scalable (BlackRock) Trade Republic (Apollo/EQT)
Broker-Gebühren Ggf. Ordergebühren (je nach Modell), Sparplan oft kostenlos 1 € pro Order / Sparplan kostenlos
Laufende Produktkosten (TER) Ca. 1,95 % p.a. Ca. 2,35 % - 2,80 % p.a.
Performance Fee Ja (z.B. 12,5% über 5% Hurdle) Ja (z.B. 10-15% über Hurdle)

Analyse: Auf den ersten Blick wirkt Trade Republic günstiger, weil der Einstieg billig ist. Aber schaut man in die Fonds-Details (KID), sind die Produkte von Apollo und EQT oft teurer in der laufenden Verwaltung als der BlackRock ELTIF bei Scalable. Wir sprechen hier von Gesamtkostenquoten von 2,5 % bis 4 % pro Jahr (inkl. Performance Fee bei guter Entwicklung). Das muss der Fonds erst einmal verdienen, bevor du einen Cent Gewinn machst.

💡
Wichtig: Bei Scalable "tut" die Anfangsinvestition weh, aber die laufenden Produktkosten sind tendenziell etwas moderater strukturiert. Bei Trade Republic zahlst du den Preis der Demokratisierung durch oft etwas höhere laufende Verwaltungsvergütungen der Partnerfonds.

Runde 3: Liquidität & Sicherheit

🤝
Unentschieden (mit Tendenz zu Scalable für Vorsichtige)

Trade Republics monatliches Liquiditätsversprechen klingt sexy. Aber es ist und bleibt Private Equity. Die zugrundeliegenden Firmen (Fabriken, Softwarebuden, Zahnarztketten) können nicht monatlich verkauft werden. Die Liquidität wird künstlich erzeugt (durch Cash-Puffer im Fonds oder Matching von Käufern/Verkäufern). Wenn es hart auf hart kommt (Börsencrash), werden beide Anbieter die Schotten dichtmachen (Gating).

Scalable kommuniziert dies durch die quartalsweise Struktur und die 10k-Hürde ehrlicher: „Das hier ist langfristig. Komm nicht morgen wieder, um zu verkaufen.“ Trade Republics App-Design verleitet dazu, PE wie eine Aktie zu behandeln – was fatal sein kann.

Runde 4: Portfolio-Qualität

Hier schenken sich die Anbieter wenig. BlackRock, Apollo und EQT sind die absolute Champions League. Es ist, als würdest du fragen, ob Mercedes, BMW oder Audi besser ist. Es ist Geschmackssache:

  • BlackRock (Scalable): Der Alleskönner. Riesiges Netzwerk, sehr breite Diversifikation. Ein „Welt-ETF“ unter den PE-Fonds.
  • EQT (TR): Der europäische Innovator. Stark in Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
  • Apollo (TR): Der Finanz-Profi. Stark in komplexen Finanzstrukturen und konservativeren Cashflow-Modellen.

Rendite-Szenarien: Lohnt sich das Risiko?

Lass uns rechnen. Angenommen, der weltweite Aktienmarkt (ETF) macht 7 % pro Jahr. Damit sich Private Equity nach Kosten (ca. 2,5 % p.a.) lohnt, muss der Fonds brutto also mindestens 9,5 % bis 10 % erwirtschaften, nur um gleichzuziehen. Für eine Überrendite (Illiquiditätsprämie) müsste er 12 % oder mehr schaffen.

Ist das realistisch? In der Vergangenheit: Ja. Top-Quartile-Fonds haben oft 15 % + geliefert. Aber in einer Welt mit höheren Zinsen (Kredite für Übernahmen sind teurer) ist das kein Selbstläufer mehr. Du wettest darauf, dass die Manager von BlackRock, Apollo oder EQT schlauer sind als der Markt. Das ist eine aktive Wette.

Fazit: Wer sollte wo investieren?

Der Kampf „Scalable vs. Trade Republic“ im Private Equity Bereich ist entschieden – aber nicht durch K.O., sondern durch Zielgruppen-Trennung.

Wähle Scalable Capital, wenn du...

  • ... vermögend bist (10k tun nicht weh) und eine professionelle Beimischung für dein großes Portfolio suchst.
  • ... dich vor dir selbst schützen willst: Die hohen Hürden verhindern impulsives Handeln.
  • ... auf die Marktmacht von BlackRock vertraust und ein „Rundum-Sorglos-Paket“ willst.
  • ... die Struktur des ELTIF als langfristigen Baustein (10 Jahre+) verstehst und respektierst.

Wähle Trade Republic, wenn du...

  • ... geringe Summen investieren möchtest (Sparplan ab 10 € oder 50 €).
  • ... dein Portfolio breit diversifizieren willst, aber keine 10.000 Euro auf einen Schlag binden kannst.
  • ... gezielt auf die Strategien von Apollo oder EQT setzen möchtest.
  • ... diszipliniert genug bist, trotz der „Gamification“ in der App nicht nervös zu werden, wenn der Kurs im monatlichen Update mal schwankt.

Schlusswort: Beide Angebote sind revolutionär. Vor fünf Jahren wäre dieser Artikel Science-Fiction gewesen. Trade Republic gewinnt den Preis für Innovation und Zugang. Scalable gewinnt den Preis für Seriosität und Anlegerschutz durch Selektion. Egal wie du dich entscheidest: Private Equity gehört nur in den Teil deines Portfolios, auf den du im Notfall jahrelang verzichten kannst.

FAQ: Häufige Fragen zu Private Equity bei Neo-Brokern

Kann ich mein Geld wirklich verlieren?
Ja. Private Equity ist Risikokapital. Unternehmen können pleitegehen. Allerdings investieren diese Fonds in Hunderte Firmen gleichzeitig, was das Totalverlustrisiko minimiert. Kursschwankungen sind aber garantiert.

Wie werden die Kurse festgestellt?
Anders als bei Aktien gibt es keinen sekündlichen Kurs. Der Wert (Net Asset Value, NAV) wird meist monatlich oder quartalsweise von Experten geschätzt. Das führt dazu, dass der Chart oft wie eine geglättete Linie aussieht – was aber nicht heißt, dass kein Risiko da ist (Stichwort: Volatility Washing).

Wie sieht es steuerlich aus?
In Deutschland greift in der Regel die Abgeltungsteuer (25 % + Soli). Scalable und Trade Republic führen diese automatisch ab, da es sich um steuereinfache Strukturen handelt. Das ist ein riesiger Vorteil gegenüber alten PE-Fondsmodellen, die oft steuerlich hochkomplex waren (Gewerbesteuer etc.).

Ist jetzt der richtige Zeitpunkt für den Einstieg?
Private Equity Fonds investieren über Jahre hinweg (sog. Vintage Years). Du kaufst also nicht "den Markt" zu einem Zeitpunkt, sondern der Fondsmanager kauft über die nächsten Jahre Firmen. Das glättet den Einstiegszeitpunkt (Cost-Average-Effekt). Daher ist "jetzt" meist ein so guter oder schlechter Zeitpunkt wie jeder andere auch, solange dein Horizont 10+ Jahre beträgt.

Unser Tipp: Bei Scalable Capital kannst Du rund 1700 PRIME ETFs - darunter iShares, Xtrackers und Amundi - von 7:30 bis 23 Uhr gebührenfrei handeln und dauerhaft kostenlos besparen. Monatliche Sparraten schon ab 1 €.

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