Smartbroker+ Test: Kosten, ETF-Sparpläne & Konditionen 2026
Smartbroker+ ist der Nachfolger des beliebten Smartbrokers. Mit neuem Design, App-Fokus und Baader Bank im Hintergrund greift er Trade Republic an. Wir zeigen die Konditionen, Kosten und das ETF-Angebot im Test 2026.
Werbehinweis: Dieser Artikel enthält Werbelinks für die wir eine Provision erhalten. Dies hat keinen Einfluss auf den Inhalt. Wir testen objektiv.
Smartbroker+ (Plus): Der große Test 2026
Smartbroker hat sich neu erfunden und ist längst im neuen Gewand als Smartbroker+ (oder Smartbroker Plus) etabliert. Während das ursprüngliche Smartbroker-Depot noch auf der veralteten Infrastruktur der DAB BNP Paribas basierte, setzt Smartbroker+ im Jahr 2026 voll auf die Kooperation mit der Baader Bank und eine moderne, App-fokussierte Oberfläche („Mobile First“).
Dieser radikale Umbau war notwendig, um mit Neobrokern wie Trade Republic und Scalable Capital technologisch und preislich mitzuhalten. Doch ist der Wechsel geglückt? Im Jahr 2026 zeigt sich Smartbroker+ als reifes Produkt mit Stärken im Handelsangebot, aber auch mit einigen spezifischen Charakteristika im Funktionsumfang. In diesem ausführlichen Testbericht beleuchten wir alle Kosten, Konditionen und Fallstricke der aktuellen Version.
Zum Smartbroker+ Depot
Was unterscheidet Smartbroker+ vom alten Smartbroker?
Der Wechsel von „Smartbroker“ zu „Smartbroker+“ war ein kompletter Systemwechsel, der im Markt für Aufsehen sorgte. Für Kunden bedeutete dies:
- Neue Depotbank: Die Baader Bank aus Unterschleißheim führt nun die Depots und Verrechnungskonten. Sie ersetzt die DAB BNP Paribas. Dies ermöglichte eine deutlich schnellere Implementierung neuer Features.
- Benutzeroberfläche: Es gibt eine schicke App für iOS und Android sowie eine Web-Oberfläche für den Desktop-Handel. Das Design ist modern, dunkel gehalten („Dark Mode“ verfügbar) und deutlich intuitiver als das alte, eher sperrige Bank-Backend der DAB.
- Kryptowährungen: Seit dem Plattform-Relaunch bietet Smartbroker+ auch den Handel mit Kryptowährungen an – ein Feature, das dem Vorgänger vollständig fehlte.
- Geschwindigkeit: Die Kontoeröffnung und Wertpapierabrechnungen erfolgen nun weitestgehend automatisiert und digital, was den Prozess im Vergleich zum alten Postweg-Verfahren massiv beschleunigt hat.
Kosten & Gebühren bei Smartbroker+: Der Teufel steckt im Detail
Die Preisstruktur von Smartbroker+ ist auf den ersten Blick extrem attraktiv, enthält aber wichtige Schwellenwerte, die Anleger kennen müssen. Wer diese beachtet, handelt fast unschlagbar günstig. Smartbroker+ positioniert sich hier als Hybrid aus klassischem Broker und modernem Neobroker.
Ordergebühren (Aktien, ETFs, Fonds)
Das Preismodell unterscheidet stark nach Handelsplatz und Ordervolumen. Das Herzstück des Angebots ist die Kooperation mit der Börse München (gettex):
- Handel über gettex (München):
- 0 € Ordergebühr pro Trade, wenn das Ordervolumen mindestens 500 € beträgt (zzgl. marktüblicher Spreads). Dies gilt für Aktien, ETFs, Fonds und Zertifikate.
- 4 € Ordergebühr, wenn das Ordervolumen unter 500 € liegt.
- Handel über Xetra (Frankfurt):
- Hier fallen pauschal 4 € pro Order an, zuzüglich der handelsplatzabhängigen Entgelte (Börsengebühren, meist ca. 1,50 € bis 2,50 €). Das ist für einen Neobroker immer noch günstig, aber teurer als bei der reinen „Gratis-Konkurrenz“.
- Handel über Tradegate, Lang & Schwarz sowie Regionalbörsen:
- Pauschale von 4 € pro Order zzgl. etwaiger Fremdspesen.
Wichtig für die Strategie: Smartbroker+ lohnt sich am meisten für Anleger, die typischerweise Orders über 500 € platzieren. Wer häufiger kleine Aktienpakete für 50-200 € kauft, zahlt verhältnismäßig hohe Gebühren (4 € entsprechen bei 100 € immerhin 4 % Kosten) oder sollte auf die kostenlosen Sparpläne ausweichen.
Kosten für Sparpläne
Hier zeigt sich Smartbroker+ von seiner besten Seite und ist 2026 einer der Marktführer:
- Ausführungsgebühr: 0,00 € (komplett kostenlos).
- Mindestsparrate: Bereits ab 1 € möglich.
- Auswahl: Nahezu das gesamte ETF-Universum sowie tausende Aktien sind sparplanfähig.
- Dynamisierung: Sparraten können auf Wunsch jährlich automatisch um einen Prozentsatz erhöht werden.
Zinsen auf dem Verrechnungskonto: Nur für Aktive
Ein wichtiger Punkt im Vergleich zu Konkurrenten wie Trade Republic oder Scalable Capital ist das Zinsangebot. Auch Smartbroker+ bietet Zinsen auf das nicht investierte Guthaben an, allerdings ist dies an Bedingungen geknüpft:
- Kondition: Der Zinssatz orientiert sich am EZB-Einlagenzins. Im Jahr 2026 liegt dieser nach den Zinsschritten der Vorjahre oft in einem attraktiven Bereich (z.B. 2,5 % bis 3,5 % p.a.).
- Der Haken (Aktivitätsklausel): Um von den vollen Zinsen zu profitieren, müssen Kunden oft eine gewisse Handelsaktivität vorweisen, z.B. mindestens 3 Trades pro Quartal. Wer das Depot rein passiv als Tagesgeldersatz nutzt, erhält unter Umständen geringere Zinsen oder gar keine Verzinsung.
- Zinskonto-Modell: Das Guthaben muss oft auf ein spezielles Zinskonto innerhalb der App geschoben werden, um die Verzinsung zu aktivieren.
Dies ist ein entscheidender Nachteil für reine „Buy & Hold“-Anleger, die lediglich Cash parken wollen, ohne regelmäßig zu traden. Für aktive Anleger hingegen ist es ein fairer Bonus.
Das ETF-Sparplan Angebot: Riesig und flexibel
Für ETF-Anleger ist Smartbroker+ ein absolutes Paradies. Das Angebot stellt fast alle Konkurrenten in den Schatten. Während andere Neobroker oft nur eine begrenzte Auswahl an „Premium-Partnern“ haben, ist bei Smartbroker+ die Auswahl fast grenzenlos.
- Über 3.000 ETF-Sparpläne: Fast jeder in Deutschland zugelassene ETF (iShares, Vanguard, Xtrackers, Lyxor, Amundi, etc.) ist hier sparplanfähig.
- Kostenlos: Alle ETF-Sparpläne werden ohne Orderprovision ausgeführt.
- Aktiensparpläne: Auch Einzelaktien können bespart werden. Die Auswahl umfasst alle DAX-Werte, die wichtigsten US-Titel (S&P 500) und viele europäische Nebenwerte. Auch hier verzichtet Smartbroker+ in der Regel auf Ausführungsgebühren, was gerade bei teuren US-Tech-Werten den Einstieg erleichtert.
- Intervall: Du kannst Intervalle (monatlich, zweimonatlich, quartalsweise, halbjährlich) und den Ausführungstag (1., 7., 15. des Monats) flexibel wählen.
Krypto-Handel: Bitcoin, Ethereum & Co.
Mit dem Relaunch zu Smartbroker+ wurde eine wichtige Lücke geschlossen. Kunden können nun direkt in der App in über 25 Kryptowährungen investieren. Es handelt sich dabei um regulierte Strukturen, die in Kooperation mit spezialisierten Partnern wie Tangany (Verwahrung) umgesetzt werden.
- Handelbare Coins: Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Solana (SOL), Cardano (ADA) und viele weitere.
- Kosten: Es fällt keine explizite Ordergebühr an, aber ein Spread-Aufschlag von ca. 0,90 % pro Transaktion ist eingepreist. Das ist günstiger als bei vielen klassischen Banken, aber teurer als auf spezialisierten Krypto-Börsen wie Kraken oder Coinbase.
- Sicherheit: Die Verwahrung erfolgt bei einem lizenzierten deutschen Krypto-Verwahrer, was für Anleger mit hohem Sicherheitsbedürfnis ein Pluspunkt ist.
Handelsplätze: Die große Stärke
Während viele Neobroker ihre Kunden auf einen einzigen Handelsplatz beschränken (z.B. Trade Republic nur LS Exchange), bietet Smartbroker+ weiterhin die volle Auswahl eines klassischen Brokers. Das ist der USP (Alleinstellungsmerkmal) dieses Anbieters im Jahr 2026.
- Gettex (München): Die günstigste Option (0 € ab 500 € Volumen).
- Xetra: Die Referenzbörse für deutsche Aktien und ETFs mit engsten Spreads bei großen Volumina.
- Tradegate: Beliebt für Privatanleger durch lange Handelszeiten (08:00 - 22:00 Uhr).
- Regionalbörsen: Frankfurt, Stuttgart, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover.
- Auslandsbörsen: Direkter Handel an der NYSE, NASDAQ oder in London und Paris ist möglich (zu höheren Gebühren ab ca. 9 €).
Das ist ein entscheidender Vorteil für Anleger, die auch mal Nebenwerte (Small Caps) handeln wollen, die auf den großen Neobroker-Plattformen oft gar nicht oder nur mit unverschämten Spreads handelbar sind. Bei Smartbroker+ kannst du im Zweifel immer auf Xetra ausweichen, um den fairen Marktpreis zu bekommen.
Die Smartbroker+ App: Mobile Investing im Fokus
Die App ist das Herzstück des neuen Angebots. Im Vergleich zum alten Smartbroker-Interface ist sie ein Quantensprung.
- Watchlists & Charts: Nutzer können unbegrenzt Watchlists anlegen. Die Charting-Funktionen sind für eine Broker-App überdurchschnittlich gut, inklusive verschiedener Indikatoren und Zeitintervalle.
- Discover-Bereich: Hier finden Anleger kuratierte Listen, z.B. „Beliebteste ETFs“, „Dividenden-Aristokraten“ oder „KI-Aktien“. Das hilft Einsteigern bei der Ideenfindung.
- News-Feed: Integration von Echtzeit-Nachrichten zu den im Depot befindlichen Werten.
- Steuer-Dashboard: Eine Übersicht über den verbrauchten Freistellungsauftrag und realisierte Gewinne/Verluste ist jederzeit einsehbar.
Nachteile & Fehlende Funktionen (Wichtig!)
Trotz der vielen Vorteile gibt es Bereiche, in denen Smartbroker+ auch im Jahr 2026 noch Lücken aufweist. Wer diese Funktionen zwingend benötigt, muss sich nach Alternativen umsehen.
Kein Junior-Depot und kein Gemeinschaftsdepot
Es ist für viele Eltern und Paare eine Enttäuschung: Auch im Jahr 2026 bietet Smartbroker+ noch kein Junior-Depot und kein Gemeinschaftsdepot an.
Das Depot kann ausschließlich als Einzelkonto auf den Namen einer volljährigen Person geführt werden. Wer Geld für seine Kinder anlegen möchte, um den steuerlichen Grundfreibetrag des Kindes zu nutzen (Sparerpauschbetrag), kann dies bei Smartbroker+ nicht tun. Auch Ehepaare, die ein gemeinsames Vermögen verwalten wollen, können kein gemeinsames Konto eröffnen.
- Alternative für Eltern: Wir empfehlen einen Blick auf unseren Vergleich der besten Junior-Depots. Hier bieten Banken wie die ING, Comdirect oder Consorsbank hervorragende Lösungen.
- Alternative für Paare: Auch für Gemeinschaftsdepots sind die etablierten Direktbanken (ING, DKB) meist die bessere Wahl, auch wenn die Ordergebühren dort etwas höher sind.
Baader Bank als Hintergrund-Plattform
Die Kooperation mit der Baader Bank bringt technische Eigenheiten mit sich. Die Kontoeröffnung und die Bereitstellung von Steuerdokumenten dauern mitunter länger als bei der Konkurrenz. Zudem ist der Kundenservice der Baader Bank für Endkunden oft schwer greifbar; man ist auf den Support von Smartbroker angewiesen. In Foren wird gelegentlich über Verzögerungen bei Depotüberträgen berichtet, was jedoch ein generelles Problem bei vielen Neobrokern ist.
Sicherheit und Einlagensicherung
Bei der Wahl des Brokers steht die Sicherheit an erster Stelle. Smartbroker+ ist hier solide aufgestellt:
- Vollbank-Lizenz: Die kontoführende Baader Bank AG verfügt über eine deutsche Vollbank-Lizenz und wird von der BaFin beaufsichtigt.
- Einlagensicherung: Guthaben auf dem Verrechnungskonto sind durch die gesetzliche deutsche Einlagensicherung bis zu 100.000 € pro Kunde geschützt. Zusätzlich ist die Baader Bank Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), was die Sicherungsgrenze massiv erhöht.
- Sondervermögen: Deine Wertpapiere (Aktien, ETFs) sind rechtlich gesehen Sondervermögen. Im unwahrscheinlichen Falle einer Insolvenz der Baader Bank oder von Smartbroker gehören die Papiere weiterhin dir und können auf ein anderes Depot übertragen werden.
Fazit: Für wen lohnt sich Smartbroker+ wirklich?
Smartbroker+ ist ein Hybrid-Broker. Er bietet die günstigen Kosten und die schicke App eines Neobrokers, behält aber die große Auswahl an Handelsplätzen eines klassischen Brokers bei. Wer sich an der Baader Bank als Partner nicht stört und auf ein Junior-Depot verzichten kann, findet hier eines der leistungsstärksten Gesamtpakete am deutschen Markt im Jahr 2026.
Smartbroker+ ist ideal für dich, wenn:
- Du ein riesiges Angebot an kostenlosen ETF-Sparplänen suchst (über 3.000 Stück).
- Du deine Orders meistens über 500 € platzierst (dann handelst du effektiv für 0 € Gebühren).
- Du Wert auf echte Börsenplätze wie Xetra legst, um auch illiquide Nebenwerte fair handeln zu können.
- Du alles bequem per App steuern möchtest, aber zur Not auch eine Web-Oberfläche am PC schätzt.
Du solltest dich woanders umsehen, wenn:
- Du ein Depot für dein Kind (Junior-Depot) eröffnen willst.
- Du ein Gemeinschaftsdepot mit deinem Partner suchst.
- Du sehr häufig kleine Beträge unter 500 € (im Einzelkauf) handelst – hier schlagen die 4 € Gebühren zu Buche.
- Du bedingungslose Zinsen auf dein Cash willst, ohne Handelsaktivität nachweisen zu müssen.
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FAQ: Häufige Fragen zu Smartbroker+
Ist Smartbroker+ sicher?
Ja. Das Depot liegt bei der Baader Bank, einer deutschen Vollbank mit Sitz in Unterschleißheim. Deine Wertpapiere sind Sondervermögen und im Falle einer Insolvenz der Bank oder des Brokers geschützt. Das Verrechnungskonto unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000 € (und darüber hinaus über den freiwilligen Sicherungsfonds).
Führt Smartbroker+ die Steuer automatisch ab?
Ja. Da die depotführende Baader Bank ihren Sitz in Deutschland hat, wird die Abgeltungssteuer (plus Soli und ggf. Kirchensteuer) automatisch an das Finanzamt abgeführt. Du kannst in der App bequem deinen Freistellungsauftrag einrichten und verwalten.
Wie funktioniert der 0 € Handel genau?
Der kostenlose Handel (0 € Orderprovision) gilt ausschließlich für Käufe und Verkäufe über den Handelsplatz gettex ab einem Ordervolumen von 500 €. Liegt die Order darunter, kostet sie 4 €. Andere Handelsplätze wie Xetra kosten immer Gebühren.
Gibt es eine Desktop-Version?
Ja, neben der mobilen App bietet Smartbroker+ auch ein vollwertiges Web-Interface für den Browser an. Das ist ein großer Vorteil gegenüber Brokern, die rein auf das Smartphone fixiert sind.
Kann ich Kryptowährungen auf eine eigene Wallet übertragen?
Nein, aktuell ist die Auszahlung von Kryptowährungen auf externe Wallets bei Smartbroker+ noch nicht vorgesehen. Die Coins werden sicher für dich verwahrt, können aber nur innerhalb der Plattform gekauft und verkauft werden.
Unser Tipp: Bei Scalable Capital kannst Du rund 1700 PRIME ETFs - darunter iShares, Xtrackers und Amundi - von 7:30 bis 23 Uhr gebührenfrei handeln und dauerhaft kostenlos besparen. Monatliche Sparraten schon ab 1 €.
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