Trade Republic vs. ING: Welches Depot ist besser? (Vergleich 2026)

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Trade Republic oder ING? Wir vergleichen die beiden beliebtesten deutschen Broker für das Jahr 2026. Wer hat die besseren Zinsen, die günstigeren Gebühren und die besseren ETF-Sparpläne? Hier ist das Ergebnis.

Trade Republic vs. ING: Welches Depot ist besser? (Vergleich 2026)
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Das wichtigste Update für 2026: Während Trade Republic weiterhin mit 2,00 % Zinsen auf das Verrechnungskonto und der 1 % Saveback-Karte punktet, hat die ING ihr Angebot für ETF-Sparer massiv verbessert. Beide Broker bieten nun kostenlose ETF-Sparpläne an. Die Entscheidung fällt also nicht mehr beim Preis, sondern beim Service.

Es ist das Duell der Giganten am deutschen Broker-Markt. Auf der einen Seite: Trade Republic, der Neobroker aus Berlin, der das Investieren per App revolutioniert hat. Auf der anderen Seite: Die ING (ehemals ING-DiBa), Deutschlands beliebteste Direktbank mit über 9 Millionen Kunden.

Noch vor wenigen Jahren war die Sache klar: Trade Republic für die Sparfüchse, ING für die Konservativen. Doch 2026 sind die Grenzen verschwommen. Trade Republic ist inzwischen eine Vollbank mit eigenem Girokonto, und die ING hat ihre Gebühren für ETF-Sparer dauerhaft auf 0 Euro gesenkt. In diesem Vergleich analysieren wir, wer im aktuellen Marktumfeld die Nase vorn hat.

⚡ Schnell-Check: Der direkte Vergleich

Kriterium Trade Republic ING Depot
Depotführung Kostenlos Kostenlos
Ordergebühr (Aktien/ETF) 1 € (Fremdkostenpauschale) 4,90 € + 0,25 % (min. 4,90 €, max. 69,90 €)
ETF-Sparplan Kosten 0,00 € (über 2.500 ETFs) 0,00 € (über 800 ETFs)
Sparplan-Intervall Wöchentlich, 2-wöch., Monatlich, Quartal Monatlich, 2-monatlich, Quartalsweise
Zinsen auf Cash 2,00 % p.a. (unbegrenzt) 0,75 % - 1,25 % (Bestandskunden)
Besonderheiten 1 % Saveback, Kreditkarte Vollbank, Telefon-Support, Web-Interface
Fazit Zum Anbieter > Zum Anbieter >

Runde 1: Kosten & Gebühren

Die Kostenstruktur ist für viele Anleger das wichtigste Kriterium. Hier hat Trade Republic die Branche in den letzten Jahren vor sich hergetrieben, doch die ING hat konsequent reagiert.

Einzelkauf von Aktien & ETFs

Wer gerne Einzelaktien kauft oder opportunistisch in ETFs investiert, sieht bei den Gebühren deutliche Unterschiede. Bei Trade Republic kostet jede Order pauschal 1 Euro Fremdkostenpauschale. Ob Sie für 50 € eine Aktie kaufen oder für 50.000 €, die Gebühr bleibt identisch.

Die ING nutzt ein klassisches Preismodell: 4,90 € Grundgebühr plus 0,25 % des Ordervolumens. Bei einer Order von 2.000 € fallen so 9,90 € an. Für aktive Trader, die häufig umschichten, summiert sich dies schnell. Wer jedoch nur einmal im Jahr eine größere Summe anlegt, kann die höheren Gebühren der ING verschmerzen, um dafür das breitere Handelsplatz-Angebot (Xetra, Regionalbörsen) zu nutzen.

ETF-Sparpläne: Der neue Standard

Hier gibt es 2026 eine erfreuliche Nachricht: Null Euro ist der Standard. Sowohl Trade Republic als auch die ING bieten sämtliche besparbaren ETFs ohne Ausführungsgebühr an. Die ING hat hier massiv nachgezogen und bietet über 800 ETFs dauerhaft kostenlos an. Trade Republic bietet eine noch größere Auswahl (über 2.500 ETFs), was vor allem für Nischen-Investoren interessant ist.

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Sieger Kosten: Trade Republic
Trotz der kostenlosen Sparpläne bei der ING bleibt Trade Republic durch die 1-Euro-Pauschale bei Einzelkäufen der Preis-Leistungs-Sieger für aktive Anleger.

Runde 2: Zinsen & Cash-Management

Im Jahr 2026 ist das Zinsumfeld stabiler, aber niedriger als in den Vorjahren. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Zinsen leicht gesenkt, was sich direkt in den Angeboten widerspiegelt.

  • Trade Republic: Zahlt aktuell 2,00 % p.a. auf das nicht investierte Guthaben. Der Clou: Diese Zinsen gelten für das gesamte Guthaben (unbegrenzt) und werden monatlich ausgezahlt. Da Trade Republic nun eine Vollbanklizenz hat, fungiert das Verrechnungskonto de facto als hochverzinstes Girokonto.
  • ING: Die ING lockt Neukunden oft mit Aktionszinsen von ca. 3,00 % für die ersten 4 Monate auf dem Extra-Konto (Tagesgeld). Danach fällt der Zins jedoch auf das Niveau für Bestandskunden ab, welches 2026 meist zwischen 0,75 % und 1,25 % liegt.

Für Anleger, die ihr Geld nicht ständig zwischen Konten hin- und herverschieben wollen ("Zinshopper"), bietet Trade Republic mit den dauerhaften 2 % das attraktivere Gesamtpaket für das Parken von Liquidität.

Runde 3: Features & User Experience

Hier scheiden sich die Geister. Während die eine Plattform auf maximale Reduktion setzt, bietet die andere volle Transparenz und Service.

Trade Republic: Die Investment-App

Trade Republic ist radikal auf das Smartphone optimiert. Die App ist schnell, das Design modern. Seit 2024/2025 bietet Trade Republic auch eine Bezahlkarte (Visa) an, die ein besonderes Feature bereithält: 1 % Saveback. Für jede Zahlung mit der Karte erhalten Sie 1 % des Betrags (bis max. 15 €/Monat) als Gutschrift in einen Sparplan Ihrer Wahl. Das ist ein mächtiges Tool für den passiven Vermögensaufbau im Alltag.

ING: Service und Struktur

Die ING punktet mit dem Gefühl einer "echten" Bank. Es gibt ein exzellentes Web-Interface für den Desktop, was für komplexe Analysen oder das Verwalten großer Portfolios deutlich angenehmer ist als ein kleiner Smartphone-Bildschirm. Zudem bietet die ING Funktionen wie:

  • Sparplan-Dynamisierung: Die Sparrate steigt automatisch jedes Jahr um einen festgelegten Prozentsatz.
  • Automatische Wiederanlage: Ausschüttungen ab 75 € werden automatisch und kostenlos wieder in den jeweiligen ETF investiert.
  • Persönlicher Service: Bei Problemen erreichen Sie eine Telefon-Hotline – ein Punkt, bei dem Trade Republic (Chat-basiert) oft in der Kritik steht.

Regional-Check: Warum deutsche Anleger beide schätzen

In Deutschland spielt Sicherheit eine übergeordnete Rolle. Sowohl die ING als auch Trade Republic unterliegen der deutschen Einlagensicherung (Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH) bzw. europäischen Partnerbanken.

Für Anleger in ländlichen Regionen oder ältere Semester ist die ING oft der Ankerpunkt, da sie das Vertrauen einer etablierten Marke genießt. In urbanen Zentren wie Berlin, Hamburg oder München ist Trade Republic fast schon Standard – nicht zuletzt wegen der innovativen Karte, die das Girokonto für viele junge Menschen ersetzt hat.

⚖️
Wichtiger Steuer-Hinweis: Beide Broker sind in Deutschland ansässig. Das bedeutet: Sie führen die Abgeltungsteuer (25 % plus Soli und ggf. Kirchensteuer) automatisch an das Finanzamt ab. Sie müssen sich um nichts kümmern und können bequem einen Freistellungsauftrag hinterlegen.

Fazit: Wer passt zu dir?

Die Entscheidung zwischen Trade Republic und ING ist 2026 keine Frage der Qualität, sondern des Anleger-Typs.

✅ Nimm Trade Republic, wenn...

  • Du Kosten minimieren willst (1 € Ordergebühr).
  • Du passiv nebenher sparen willst (1 % Saveback durch Kartenzahlung).
  • Du eine hohe Verzinsung auf dein Cash ohne Limit suchst (2,00 %).
  • Du mobil-affin bist und alles per App regeln möchtest.

✅ Nimm die ING, wenn...

  • Du eine etablierte Vollbank mit Girokonto und Depot aus einer Hand suchst.
  • Du Wert auf Service & Telefon-Support legst.
  • Du Funktionen wie Sparplan-Dynamik oder automatische Wiederanlage brauchst.
  • Du gerne am Desktop-PC arbeitest und dort deine Finanzen im Blick behältst.
Zum ING Depot
bei der ING

Unser Experten-Rat: Für den reinen ETF-Sparplan sind beide Broker exzellent. Wer jedoch auch mal eine Einzelaktie kauft oder sein Tagesgeld attraktiv verzinst wissen will, fährt mit Trade Republic aktuell etwas besser. Wer maximale Stabilität und einen persönlichen Ansprechpartner sucht, sollte zur ING greifen.

Unser Tipp: Bei Scalable Capital kannst Du rund 1700 PRIME ETFs - darunter iShares, Xtrackers und Amundi - von 7:30 bis 23 Uhr gebührenfrei handeln und dauerhaft kostenlos besparen. Monatliche Sparraten schon ab 1 €.

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"Kostenlose ETF-Sparpläne" bezieht sich auf die Ausführung der Sparpläne. Es entstehen ggfs. weitere Produktkosten und Zuwendungen. Bei Aktionsangeboten gelten die Teilnahmebedingungen des jeweiligen Anbieters.

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